Gigabyte X299X-Mainboards: Bis zu 16 Phasen für Intel Cascade Lake-X

Sven Bauduin 85 Kommentare
Gigabyte X299X-Mainboards: Bis zu 16 Phasen für Intel Cascade Lake-X
Bild: Gigabyte

Nachdem Intel seine kommenden HEDT-Prozessoren vom Typ Core X 10000 mit halbiertem Preis in den Kampf gegen AMD Ryzen Threadripper schickt, präsentiert Gigabyte mit dem X299X Designare 10G, Aorus Master und Aorus Xtreme WaterForce drei neue Mainboards mit bis zu 16 „echten“ Phasen für Cascade Lake-X.

Auch wenn die aktuellen X299-Mainboards auf Basis von Intels 2017 eingeführter HEDT-Plattform Basin Falls auch mit den kommenden Cascade Lake-X kompatibel sind, begleitet Gigabyte den Marktstart von Intels neuer High-End-Desktop-Plattform mit den drei neuen X299X-Mainboards: X299X Designare 10G, X299X Aorus Master und X299X Aorus Xtreme WaterForce. Alle drei HEDT-Platinen verfügen dabei über Thunderbolt 3 mit einer Datenrate von bis zu 40 GBit/s und können mit bis zu 256 GB DDR4-4333+ (OC) bestückt werden.

X299 plus vier PCIe-Lanes gleich X299X

Auch wenn das Trio die Bezeichnung X299X im Namen trägt, basieren die Mainboards auf dem selben X299-Chipsatz wie alle Intel HEDT-Platinen seit 2017. Das X-Suffix gibt lediglich an, dass das Mainboard speziell für die neuen Cascade-Lake-X-Prozessor ausgelegt wurde und die vier zusätzlichen PCIe-Lanes, im Vergleich zum Vorgänger Skylake-X, auch nutzen kann. Dies wird ausschließlich den neuen X299X-Mainboards vorbehalten bleiben.

Gigabyte X299X Aorus Master

Das Aorus Master stellt Gigabytes Einstieg für Cascade Lake-X dar und bietet dennoch eine starke Spannungsversorgung mit 12 Phasen und 70A MOSFETs von Infineon. Auffällig ist zudem die aufwändige Kühllösung mit ihrer 6-mm-Heatpipe und einer Vielzahl an Kühlfinnen, die unter anderem auch den Bereich der Spannungswandler mit in das Kühlkonzept integriert. Das „kleine“ Aorus bietet neben drei M.2-Steckplätzen mit passiv Kühlkörpern insgesamt acht SATA3-Anschlüsse. Auf Seiten der Konnektivität gibt Gigabyte dem Aorus Master Intel WiFi 6 (früher IEEE 802.11ax) sowie einen 5-GBit-NIC vom Typ Aquantia AQC111C und einen Intel 1-GBit-NIC mit auf den Weg. Der ALC1220-VB Codec sorgt in Verbindung mit dem ESS Sabre ESS 9218 DAC für eine entsprechend hochwertige Soundausgabe.

Gigabyte X299X Aorus Master
Gigabyte X299X Aorus Master (Bild: Gigabyte)

Gigabyte X299X Aorus Xtreme Waterforce

Das Aorus Xtreme Waterfoce stellt die absolute Speerspitze in Gigabytes Cascade-Lake-X-Lineup dar und fällt in erster Linie durch seinen Monoblock aus Acryl-Glas auf, der neben der CPU auch die Spannungswandler und einen M.2-Steckplatz abdeckt und entsprechend kühlt. Außerdem verfügt das Mainboard über eine aufwändige Spannungsversorgung mit insgesamt 16 „echten“ 70A Phasen aus dem Hause Infineon. In Sachen RGB-Beleuchtung geht der Hersteller hier in die Vollen und sorgt für eine Lichtershow. Zwei M.2-Steckplätz, die durch den „Aorus Gen4 AIC“-Adapter auf bis zu sechs Anschlüsse erweitert werden können, acht SATA3-Ports und Thunderbolt 3 gehören zum Standard des Luxus-Mainboards.

Neben WiFi 6 und dem obligatorischen 1-GB-NIC von Intel versorgt ein Aquantia AQC10 das Aorus Xtreme WaterForce mit 10-Git-LAN. Thunderbolt 3 mit bis zu 40 GBit/s ist gar zweimal vorhanden. Wie bereits vom Gigabyte X570 Aorus Xtreme bekannt, verfügt auch das X299X-Pendant über insgesamt acht Lüfter-Anschlüsse und Temperatursensoren plus zwei Temp-Sensor-Header. Wie alle X299X-Mainboards von Gigabyte verfügt auch das Aorus Xtreme über einen Noise-Detection-Sensor, der die am Mainboard angeschlossenen Lüfter anhand der Geräuschentwicklung steuern kann. Der zusätzliche Fan Commander erweitert das Mainboard nach Bedarf um weitere acht 5050- und WS2812b-RGB Header und kann als USB-2.0-HUB dienen. Ein ALC1220-VB Codec und erneut der ESS Sabre ESS 9218 runden die Ausstattungsliste des Flaggschiffes ab.

Gigabyte X299X Aorus Xtreme Waterforce
Gigabyte X299X Aorus Xtreme Waterforce (Bild: Gigabyte)

Gigabyte X299X Designare 10G

In Sachen Spannungsversorgung wandelt das X299X Designare 10G auf den Spuren des Aorus Master und bietet ebenfalls zwölf 70A-Phasen von International Rectifier/Infineon. Auch die Kühllösung ist ähnlich ausgeführt und deckt mit seiner 6mm-Heatpipe den PCH und die Spannungswandler ab. Auch hier setzt Gigabyte auf eine Vielzahl feiner Kühlfinnen. Wie das Aorus Xtreme Waterforce besitzt das Designare 10G zwei Anschlüsse vom Typ Thunderbolt 3 mit bis zu 40 GBit/s und zwei Netzwerkanschlüsse mit je 10 Gbit/s. Hier übertrifft das Designare 10G sogar das Aorus Xtreme Waterforce, bietet es doch zwei X550-AT2 Ethernet Anschlüsse von Intel. Auch dem Designare G10 liegt ein Aorus Gen4 AIC Adapter bei, mit dem sich die drei M.2-Slots auf Wunsch um vier weitere Steckplätze erweitern lassen. WiFi 6 ist wie bei allen X299X-Boards von Gigabyte obligatorisch.

Gigabyte X299X Designare 10G
Gigabyte X299X Designare 10G (Bild: Gigabyte)

Zu den Preisen und der Verfügbar seines X299X-Portfolios machte Gigabyte bisher noch keine Angaben. Vermutlich flankieren die neuen HEDT-Mainboards Cascade Lake-X aber bei der Markteinführung im November.