Razer Blade 15 Laptop: Mechanische Taster werden extrem flach

Max Doll 45 Kommentare
Razer Blade 15 Laptop: Mechanische Taster werden extrem flach
Bild: Razer

Razer setzt in einem Notebook flache mechanische Taster mit optischer Signalerfassung ein. Diese sind allerdings dem Spitzenmodell des Razer Blade 15 (2019) (Test) mit Sechskern-Prozessor vorbehalten und aktuell nur in den USA erhältlich. Ob die Taster schon in dieser Modellgeneration nach Europa kommen, ist unklar.

Die verwendeten Taster sind trotz mechanischer Anlage so flach gebaut wie andere Notebook-Taster und greifen auf die auch sonst in diesem Segment übliche Scherenmechanik zur Stabilisierung zurück. Möglich macht dies die Signalerfassung über eine Infrarot-Schranke, die beim Herunterdrücken der Tastenkappe durchbrochen wird. Maximal können die Taster 1,7 Millimeter eingedrückt werden, ein Signal wird nach einem Millimeter Wegstrecke bei einem Widerstand von 55 Gramm ausgelöst.

Beim Erreichen des Signalpunkts sollen die Taster den Fingern überdies eine spürbare, taktile Rückmeldung geben. Die Technik erlaubt außerdem die Verkürzung der Debounce-Zeit, desjenigen winzigen Zeitraums, der bei mechanischen Tastern zur Prüfung der „Echtheit“ eines Signals gebraucht wird. N-Key-Rollover und eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung sind dank der Taster ebenfalls möglich. LEDs sitzen bei den mechanischen Notebook-Tastern von Razer im oberen Bereich der Tastenkappe, woraus sich die Platzierung der Tastenbeschriftung ergibt.

Potential für den Desktop

Damit unterscheidet sich Razers Ansatz von dem des Spiele-Laptops MSI GT80 Titan, der herkömmliche MX-Taster von Cherry in ein Notebook-Gehäuse zwängt. Ähnliche Taster sind in Europa in Laptops von Schenker, etwa dem XMG Fusion 15 (Test) erhältlich, hier wird die LED aber am oberen Rand des Tasters platziert. Interessant sind die Tastatur aber nicht nur für Laptops, sondern potentiell auch für den Desktop-Bereich, für den Razer ebenfalls Eingabegeräte produziert.

Damit steht eine Lösung zur Verfügung, die mechanische Tastentechnik genauso flach bauen lässt wie Scissor-Taster mit Rubberdome-Unterbau, ohne auf die Taktilität, den „Klick“ beim Auslösen zu verzichten. Der bisherige Spitzenreiter, Kailhs Chocolate Taster in der Sharkoon PureWriter (Test), bleibt immer noch knapp über besonders flachen Tippgeräten wie der Cherry Stream, die so noch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber mechanischer Technik besitzen.