Studie: Gaming auf Desktop und Notebook trotz Cloud stabil

Nicolas La Rocco 26 Kommentare
Studie: Gaming auf Desktop und Notebook trotz Cloud stabil

Cloud-Gaming-Angebote von Google, Nvidia oder Blade sollen auch in den kommenden Jahren keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des PC- und Notebook-Marktes haben, wie aus einer aktuellen Studie von IDC hervorgeht. Die Marktforscher prognostizieren vor allem für Gaming-Notebooks Wachstum.

Dienste wie Stadia (Hands-On), GeForce Now (Test) oder Shadow (Test) sprießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, eine Verschiebung des Gaming-Marktes in die Cloud sehen Marktforscher dennoch nicht. Vielmehr ist zu erwarten, dass sich Cloud-Gaming zusätzlich zu den bekannten Plattformen wie Desktop und Notebook etablieren wird.

IDC prognostiziert für das auslaufende Jahr 2,985 Millionen abgesetzte Gaming-Desktops sowie 5,45 Millionen Gaming-Notebooks im EMEA-Wirtschaftsraum. Die Marktforscher beachten für ihre Erhebung Geräte mit Mittelklasse- sowie High-End-Grafikkarten von AMD und Nvidia. Workstation-Grafikkarten wie AMD Radeon Pro oder Nvidia Quadro wurden von der Gaming-Statistik ausgeschlossen.

Notebooks sorgen für Wachstum

Im Verlauf der kommenden vier Jahre sollen die Auslieferungen im Desktop-Segment mit 2,87 Millionen Einheiten leicht rückläufig, aber im Großen und Ganzen stabil ausfallen, während dem Notebook-Markt ein Zugewinn um 6,2 Prozent auf 6,936 Millionen Stück attestiert wird. Diese Entwicklung würde für eine Verschiebung der Marktanteile von aktuell 35,4 Prozent (Desktop) zu 64,6 Prozent (Notebook) auf 29,3 Prozent zu 70,7 Prozent bedeuten. Der gesamte EMEA-Markt soll sich bis 2023 um jährlich 3,8 Prozent auf 9,806 Millionen Auslieferungen entwickeln. Im aktuellen Jahr geht IDC von 8,436 Millionen abgesetzten Gaming-Desktops und Notebooks aus.

Die langfristigen Prognosen stützt IDC unter anderem auf ein gesteigertes Bewusstsein in der Gesellschaft für die Gaming-Community. Das Spielen auf Desktop und Notebook kommt immer mehr in der breiten Massen an, anstatt auf kleine Nutzergruppen beschränkt zu sein. Für Händler seien Gaming-Systeme vor allem aufgrund der höheren Kosten und Margen sowie der Bereitschaft der Kunden, früher als bei einem Office-PC einzelne Komponenten oder das gesamte System aufzurüsten, interessant.