Trackmania im Test: Das schnelle Spiel fordert die Grafikkarte

Wolfgang Andermahr et al. 158 Kommentare
Trackmania im Test: Das schnelle Spiel fordert die Grafikkarte

tl;dr: Ubisoft schickt mit Trackmania ein Remake von Trackmania Nations ins Rennen. Das Spiel zeigt sich gegenüber den Vorgängern aufgehübscht, verlangt dafür aber auch nach einer deutlich schnelleren Grafikkarte. ComputerBase hat mehrere Grafikkarten von AMD und Nvidia im Benchmark.

Trackmania Nations ist 2006 erschienen und das Rennspiel hat sich einer großen Beliebtheit erfreut. Das galt umso mehr für das 2008 erschienene Trackmania Nations Forever, das als kostenloser Free-2-Play-Ableger mit zahlreichen, von Spielern selbst gebauten, teils völlig verrückten Strecken ebenso absolut positiv aufgenommen worden ist. Die Nations-Nachfolger hatten es bei den Fans dagegen eher schwer. Und genau das will der Entwickler Nadeo mit dem neusten Teil wieder ändern. Dieser heißt schlicht Trackmania und es handelt sich um ein Remake – nicht um ein Remaster – von Trackmania Nations.

Eine durchschnittliche Grafik ist gut genug

Viele technische Informationen zu Trackmania gibt es nicht. Das Rennspiel nutzt auf dem PC die API DirectX 11 und vermutlich kommt wie gewohnt eine hauseigene Engine zum Einsatz. Das Spiel sieht insgesamt „okay“ aus, mehr aber auch nicht. Allzu detailliert sollte sich die Grafik nicht angesehen werden, was aber kein Problem ist. Denn wenn man eins nicht hat in Trackmania ist es, Zeit sich etwas anzuschauen. Die teils unterdurchschnittliche Grafikqualität wird deshalb verziehen. In Verbindung mit dem Spielkonzept von Trackmania passt die Optik allerdings.

Ein umständliches Menü mit ein wenig Komfort

Das Grafikmenü der PC-Version zu Trackmania ist umständlich. Denn die Grafik-Presets blockieren automatisch mehrere einzelne Optionen. Das mag auf den ersten Blick vielleicht vernünftig klingen, ist aber vielmehr nervend, wenn es eben doch nicht genau das Preset sein soll, sondern die Optionen separat eingestellt werden sollen. Für das Ändern einiger Optionen muss das Spiel neugestartet werden.

Das Menü an sich ist simpel gehalten. Es gibt keine Beschreibungen der Optionen, auch keine Beispielscreenshots. Viel Komfort gibt es nicht, ein wenig dann aber doch. So bietet Trackmania einen frei konfigurierbaren FPS-Limiter. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen ebenso frei konfigurierbaren Minimum-FPS-Wert einzutragen. Wird dieser unterschritten, reduziert Trackmania die Auflösung, um die Framerate wieder auf mindestens diesen Wert zu bringen.

Vier Grafik-Presets und eine einfache Kantenglättung

Vier verschiedene Grafik-Presets bietet Trackmania, die passend für ein Rennspiel „Sehr Schnell“, „Schnell“, „Schön“ und „Sehr Schön“ heißen. Nach dem Ändern muss das Spiel neugestartet werden. Ein kurzer Vergleich hat gezeigt, dass sich die Performance durch die Presets auf Kosten der Bildqualität deutlich anheben lässt.

Das Arcade-Rennspiel bietet als Kantenglättung die Post-Processing-Varianten FXAA und TAA an. TAA glättet wie gewohnt das Bild besser, legt dafür in niedrigen Auflösungen wie Full HD eine Unschärfe über das Bild. Dennoch ist TAA vorzuziehen, wobei die Glättung auch dann höchstens durchschnittlich ist. Eine hohe Bildruhe gibt es nur durch die Kombination TAA mit hohen Auflösungen von Mindestens WQHD, besser noch Ultra HD.

Darüber hinaus unterstützt das Bild MSAA, was jedoch nur funktioniert, wenn das Grafik-Preset auf Schnell oder Sehr Schnell steht – als Quasi-Ausgleich funktionieren dann die PP-Varianten nicht mehr. Doch auch MSAA glättet das Bild höchstens durchschnittlich. Eine gute Kantenglättung gibt es in Trackmania nicht. Genauso wenig wie spieleigenes Up- und Downsampling.

Auf der nächsten Seite: GPU-Benchmarks und Frametimes