Ich habe das GN‑Video noch nicht gesehen, das steht später am Tag für mich an. Aber wenn man in der Tech‑Bubble unterwegs ist, sieht man seit mehreren Jahren ziemlich klar, wohin die Reise gehen soll, zumindest, wenn man die TechBros machen lässt. Der feuchte Traum der großen Konzerne ist doch offensichtlich "Alles wandert in die Cloud", alles läuft nur noch per Abo, und beim Nutzer zuhause steht am Ende nur noch ein minimalistisches Terminal, über das man die Dienste der Anbieter nutzt.
Microsoft arbeitet ja schon länger genau in diese Richtung und Copilot, Recall & Co. sind nur die ersten Schritte. Der Traum eines „Agenten‑Windows“, das so viel KI‑Power braucht, dass es lokal kaum noch sinnvoll läuft, liegt da nicht fern. Für Microsoft wäre das der perfekte Vorwand, Windows vollständig in die Cloud zu verlagern. Office 365 ist ja längst komplett online, und Nvidia zeigt mit GeForce Now, wie man Gaming mittels Streaming als Zukunft verkauft.
Gleichzeitig bewirbt Nvidia natürlich weiterhin ihre Grafikkarten und was man damit alles zaubern kann wie z.B. DLSS 5 und ähnliche Features. Aber realistisch betrachtet wird sich der durchschnittliche Gamer die künftig benötigte Hardware kaum noch leisten können. Die Firmen müssen ihre gigantischen Investitionen in die AI‑Bubble rechtfertigen und suchen deshalb immer neue Wege, dem Nutzer Kontrolle zu entziehen und ihn an KI‑/Cloud Services zu binden. Die Investitionen in teure Serverhardware und Rechenzentren müssen sich bezahlt machen, und noch noch wichtiger, sie müssen dauerhaft ausgelastet sein. Nur dann fliesst noch mehr Geld in die eigenen Kassen. Also wird man kreativ.
Besonders Nvidia, als einer der größten Player im KI Segment, hat ein massives Interesse daran, dass der Hype niemals endet und die Blase nicht platzt. Aber nicht nur Nvidia setzt auf dieses Pferd auch Microsoft, Meta, Alphabet und viele andere verfolgen dieselbe Strategie.
Auch wenn meine Sicht etwas dystopisch klingt, glaube ich trotzdem nicht, dass der Home PC oder PC Gaming verschwinden wird. Es wird kleiner werden, nerdiger, fast wie am Anfang der PC Ära. Die Leute, die heute schon tief in der Materie stecken oder den PC als aktives Hobby betreiben, werden das weitertragen und an die nächste Generation weitergeben.
Was aber für mich sicher ist, für die breite Masse wird das alles immer weniger interessant und immer weniger erschwinglich, genau das ist die Zukünftige Zielgruppe der Abos.
Am Ende bleibt der Home PC, da bin ich mir sicher, aber als deutlich teureres Nischenhobby oder als reines Arbeitswerkzeug.