@deekey777
Wir werden möglichst grünen Wasserstoff und zum Teil E-Fuels trotzdem benötigen. Flugzeuge in der jetzigen Form kannst du nicht mit einem Elektromotor betreiben und auch manche Schiffe wird man wohl mit E-Fuels betreiben müssen. Außerdem werden wir Wasserstoff oder E-Gas (Methan Ersatz) für unsere Energieversorgung (Gaskraftwerke) benötigen. Man muss die Energieversorgung schon ganzheitlich betrachten.
Es geht auch nicht darum, dass jeder Verbrenner mit E-Fuels oder Wasserstoff laufen soll. Das ist nicht möglich, denn selbst wenn alle geplanten Anlagen bis 2035 laufen würden und alles perfekt laufen sollte, könnte man den Bedarf bei weitem nicht decken.
Bei der Produktion Ammoniak bzw. jetzt wohl auch bei einem neuen Verfahren für Flüssigdünger fällt CO2 als Nebenprodukt ab. Das könnte durchaus einen Synergieeffekt für E-Fuels bedeuten.
CO2 aus der Luft "sammeln" wäre auch wieder energieintensiv, das ist völlig richtig.
Ich glaube auch nicht, dass der Fokus auf E-Fuels als Lösung für den PKW Verkehr gelenkt werden wird. Mit einer kWh kommt man bei einem BEV schließlich etwa zehnmal so weit wie beim Diesel mit E-Fuel.
Dass mittelfristig kein Weg am BEV vorbei geht, scheint bei den meisten anerkannt zu werden. Natürlich hast du Leute dabei, die am Verbrenner festhalten wollen.
@Bl4cke4gle
Wie gesagt, man kann E-Fuels auch schon unter 10€ pro Liter herstellen und die 5€ werden als relativ kurzfristig machbar eingeschätzt. Ende des Jahrzehnts könnte der Preis bei Ausnutzung von Synergie- und Skaleneffekten bei unter 1,50€ für die Produktion liegen. Darauf kämen aber Steuern.
Das aber nur zu möglichen Preisen. Effizient wird die Sache trotzdem nicht.
Um jetzt mal wieder zur Formel 1 zu kommen:
Wenn die rein elektrisch fahren würden, kannst du die Veranstaltung auch Formel E nennen. Aber die gibt es schon. Und dann kannst du bei dem im Verhältnis relativ geringen Bedarf auch besser die Autos CO2-neutral betreiben. Wenn dann noch als Nebeneffekt Wissen im Bereich E-Fuels anfällt, ist das nicht verkehrt.