Sammelthread Formel 1 Talk 2016-26 (1. Beitrag beachten)

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Konkurrenz diese Saison könnte ja sein, dass RedBull das Auto diese Saison nicht mehr weiter entwickelt und alle Kräfte bereits auf 2024 konzentriert.

Mal sehen, ob diese Saison noch einmal ein Team in die Nähe des RedBull kommt.
 
Ich bin gespannt, wie es in Monza wird. Wenn das ähnlich wie in Belgien wird, wird das eine Kaffeefahrt für Verstappen.
Einziger Unterschied wird sein, dass wirklich alle mit Low-Downforce fahren werden. In Belgien war das ja aufgrund des Mittelsektors etwas gemischter.

Aktuell ist ein Nicht-RB-Sieg wohl nur bei technischen Defekten/Unfällen oder anderen, äußeren Einflüssen möglich.
Im normalen Rennmodus wird da vermutlich nicht mehr viel gehen. Wenn das die restliche Saison so bleibt, wäre das schon nochmal eine andere Kragenweite als die Dominanzjahre von Mercedes, auch runtergebrochen auf ein Jahr.
Da waren aber die Fahrerpaarungen etwas ausgeglichener was den Skill angeht. Wenigstens das hat etwas Abwechslung gebracht. Aber das wir uns seit 9 Rennen ausschließlich die gleichen Hymnencombi anhören, ist schon etwas öde.
Wenngleich das Feld dahinter umso mehr Spaß macht.
 
Thane schrieb:
dass RedBull das Auto diese Saison nicht mehr weiter entwickelt
Das ist dann aber wirklich nach dem Motto "Als letztes stirbt die Hoffnung"
Das 2023er Auto ist in allen Bereichen so überlegen, da brauchste keinen Cent mehr reinstecken.

Es ist ja bei keinem Team zu sehen, dass die sich mal konstant entwickeln und nähern. Mir einem Update kommen sie nen Stück näher und mit dem nächsten liegen sie wieder komplett falsch und fallen wieder ab.
 
Die wahre Dominanz des RB23 sieht man aber erst, wenn man mal die Führungsrunden als Benchmark nimmt. Selbst Hamilton oder Vettel kamen in ihren dominantesten Jahren auf knapp über 60 %.
Führungsrunden pro Saison
Bei seinen Siegesfahrten 2023 lag Red Bull Racing-Pilot Verstappen bereits 567 Runden lang in Führung. Der Formel-1-Rekord steht bei 739 Runden (Sebastian Vettel aus dem Jahre 2011).

Wie krass überlegen Verstappen ist, das zeigt die Tabelle der Führungsrunden 2022:

Max Verstappen 567
Sergio Pérez 127
Die Stats sind ohne Zandvoort. Mit Zandvoort ist er jetzt wohl schon bei 628 und es sind noch 10 Rennen.
 
Gibt ja noch so einige Rekorde zu holen.
Meisten Siege einer Saison, meisten Siege am Stück, frühester WM, Alle Rennen der Saison gewinnen (RB)
usw.
 
Thane schrieb:
Ansonsten sah bisher jeder Teamkollege gegen Max alt aus und ich wage die These, dass auch alle aus dem aktuellen Feld gegen ihn den Kürzeren ziehen würden. Schaut euch an, was der Albon in dem Williams zeigt und gegen Max hat der so gar kein Land gesehen.
Solange das Auto hauptsächlich auf Max abgestimmt wird, unterschreib ich das auch. Die Kombi ist aktuell einfach zu gut, allerdings nicht einfach zu fahren.

Perez hat die Rolle des Zweitfahrers und lebt damit anscheinend. Damit kann er zumindest aufs Podium fahren wenn er keinen Fehler macht und auch mal gewinnen wenn es glücklich für ihn läuft, aber WM wird er keiner. In anderen Teams hätte er aber noch weniger Chancen auf gute Ergebnisse würde ich sagen.
 
@Thane

Durch das Budget-Cap werden auch die anderen Teams in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr Unmengen an Geld in das 2023er Auto stecken.

Zumal der Red Bull, wenn es denn wirklich drauf ankommt, im Renntrimm beinahe eine ganze Sekunde weg sein dürfte. In den meisten Rennen war man spätestens nach 20 Runden nur noch im Verwaltungsmodus, um das Material zu schonen. Wenn Verstappen dann gegen Ende des Rennens noch mal seine geliebte schnellste Runde haben wollte, waren plötzlich noch ganz andere Rundenzeiten möglich.

Die WM ist durch. Fahrer geht an Verstappen, Konstrukteur an Red Bull. Selbst Platz 2 wäre eindeutiger, wenn Stroll nicht so eine Gurke wäre. Hier ist der Unterschied von 168 (Alonso) zu 47 Punkten halt schon besonders heftig. So hat Mercedes eben noch gute Chancen auf Platz 2. Ferrari eher nur vierte Kraft, da ein kompletter Sauhaufen. In Maranello kann man froh sein, dass McLaren in der ersten Saisonhälfte wirklich nix gerissen hat und man dadurch 90 Punkte Vorsprung hat, den man bis Saisonende wohl irgendwie verwalten wird. Böse Zungen im Fahrerlager behaupten ja: Alle Teams könnten sich die Strategen am Kommandostand sparen. Man muss nur immer das Gegenteil von Ferrari machen. :D

Alpine sicher auf Platz 6. Nach vorne geht da nichts mehr, nach hinten ist der Abstand groß.

Williams hat m.E. in Monza noch mal gute Chancen auf ein paar Punkte.
 
Die können sowieso alle froh sein, dass Aston Martin eine Menge Potenzial mit Stroll verschenkt, sonst wäre Aston Martin 2.

Die Kombination Verstapen/RB wird meiner Meinung nach vor dem neuen Reglement, niemand gefährden, sprich der holt sich wahrscheinlich jetzt erstmal bis 2026 alle WM Titel. Außer man bremst den RB noch irgendwie durch die FIA ein, weil die endlich mal rausfinden, was die besser als andere gemacht haben.
 
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@cbuser01
Wie gesagt ist das vielleicht ein Hoffnungsschimmer für die anderen Teams. Mehr aber auch nicht. RedBull zeigt die echte Pace nur selten. Verstappen wird ja auch regelmäßig angewiesen, langsamer zu machen. Die Runden sind auch so dermaßen konstant, dass der Reifenverschleiß extrem gering sein muss.
Und wenn es sein muss, passen sie die Pace an den Verfolger an. Alonso hat ja auch mal die Pace angezogen und ein paar schnellste Runden gefahren und prompt fuhr man bei RedBull vergleichbare Zeiten, um den Abstand zu halten.

Einen größeren Schritt wie zum Beispiel bei McLaren sollte man aber nie ausschließen.
Um die WM geht es dabei natürlich nicht mehr, die wird Verstappen vorzeitig klar machen.

Ich denke auch, dass der Williams in Monza vielleicht mehr holen kann. Allerdings werden alle mit wenig Anpressdruck fahren und die kleinen Flügel auspacken ;)
Ferrari ist die alte Chaostruppe und Leclerc auch nicht auf dem Niveau, auf dem er sein sollte.
 
Diese Saison wird nichts mehr passieren.
3-4 Rennen und Max gewinnt die WM.

Saison vorbei.

Nächste Saison wird mit Sicherheit ähnlich.
 
Leclerc macht so langsam den Vettel. Es lastet viel Druck auf ihm, weil man ihn immer wieder als WM Kandidat sieht bzw. er sich selbst auch in die Position gebracht hat, dadurch geht er viel mehr Risiko als Sainz und im Endeffekt dreht er damit einige Nullnummern mehr als selbiger. Im Prinzip wird ihm das zum Verhängnis was er selbst so gegen Vettel provoziert hat. Ich hab deshalb auch wenig Mitleid mit ihm.

Sainz kann dagegen relativ entspannt das ganze angehen und macht auf mich inzwischen einfach den besseren Eindruck.

Ganz ehrlich, die einzige Chance die ich für eine spannende WM nächste Saison sehe ist, wenn man einen vergleichbaren Fahrer zu Verstappen in den 2. Red Bull setzt. Das können in der aktuellen F1 aber höchstens eine Hand voll. Ich sehe da Hamilton, Norris oder man holt Vettel zurück. Alle anderen werden scheitern.
 
nebulein schrieb:
Ganz ehrlich, die einzige Chance die ich für eine spannende WM nächste Saison sehe ist, wenn man einen vergleichbaren Fahrer zu Verstappen in den 2. Red Bull setzt. Das können in der aktuellen F1 aber höchstens eine Hand voll. Ich sehe da Hamilton, Norris oder man holt Vettel zurück. Alle anderen werden scheitern.
Würde nichts ändern - 1. Fahrer bleibt Verstappen.
 
nebulein schrieb:
Ich sehe da Hamilton, Norris oder man holt Vettel zurück. Alle anderen werden scheitern.
Wsl eher einen Fahrer, der den selben Fahrstil bzw. die gleiche Abstimmung wie Verstappen mag.
Auch einer von dir genannten Fahrer wird scheitern, wenn das Auto nicht das macht, wie es der Fahrer bevorzugt.
Soweit ich mich erinnere war z.B. Vettel jemand, der gern eine stabile Vorderachse braucht, dafür lieber das Heck kommen lässt. LeClerc dagegen mag es anders rum. Deswegen hatte wohl auch Vettel 2019 (?) im Ferrari mehr zu kämpfen, da man eher auf die Bedürfnisse von LeClerc einging.
cbuser01 schrieb:
Böse Zungen im Fahrerlager behaupten ja: Alle Teams könnten sich die Strategen am Kommandostand sparen. Man muss nur immer das Gegenteil von Ferrari machen
Ferrari doing ferrari things :D
Ganz einfach immer "Do the opposite of Ferrari in front of you!".
Oder wie es Verstappen sagen würde:


Und als direkter Beweis dafür:
 
Khaotik schrieb:
Soweit ich mich erinnere war z.B. Vettel jemand, der gern eine stabile Vorderachse braucht, dafür lieber das Heck kommen lässt.
Genau andersherum ;) Er braucht ein stabiles Heck. Würde daher im RB aktuell vermutlich gar nicht klar kommen.

Dazu nochmal am Rande ernstgemeinte Frage: Wie kommen hier einige eigentlich immer mal wieder auf die Idee, dass Vettel noch ein guter Fahrer sei? Er saß nicht nur in einem schlechten Auto und hatte am laufenden Band Pech die letzten Jahre. Da waren auch so einige selbstverschuldete Fehler dabei. Ich glaube nicht, dass er heute mehr reißen würde als in seinen letzten Jahren. Meiner Meinung nach war und ist die Luft raus.
 
Wenn man ihm ein passendes Auto hingestellt hätte, wäre er wahrscheinlich auch wieder vorne dabei gewesen.
Vettel war immer besonders gut mit einem Auto, das ein ruhiges Heck hat und er war besonders stark, wenn er das Rennen von vorne kontrollieren kann.
Darum war er auch so stark mit dem RedBull seinerzeit, vor allem mit dem Doppeldiffusor.

Verstappen ist ein Jahrhunderttalent. Alleine, wie schnell er sich anpassen kann und auch bei schwierigen Bedingungen schnell ist oder wie er immer alles aus dem Material holen kann.
Ganz stark ist auch sein Umgang mit den Reifen. Dort ist er mittlerweile auch klar der beste Fahrer.
 
Bl4cke4gle schrieb:
Genau andersherum
Verdammt.... war ne 50:50-Chance :D

Bl4cke4gle schrieb:
Da waren auch so einige selbstverschuldete Fehler dabei
Durchaus. Ich denke ganz prägnant lässt sich das an Hockenheim 2018. Da ging es damals mit dem "Abstieg" los und der dann verlorenen WM. Soweit ich mich erinnere, lief danach echt vieles nicht mehr für ihn.
Kanada 2018 war ja auch so eine Sache als Hamilton ihn in den Fehler getrieben hat.

Ich denke aber auch eine Folge des hohen Erwartungsdrucks, der auf ihm herrschte. Schließlich sind auch die italienischen Medien recht gnadenlos wenn es um nicht erfüllte Erwartungen geht. Und der Traum vom roten WM-Titel in der Mercedes-geprägten Ära war da.
Wohl ähnlich wie bei Verstappen 2021.
Nur das letzterer noch mit etwas mehr Messereinsatz gefahren ist.

Vettel ist heute nichts mehr für die F1. Als Fahrer zumindest. Bei ihm ist die Luft raus und der Hunger weg.
 
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Thane schrieb:
Verstappen ist ein Jahrhunderttalent. Alleine, wie schnell er sich anpassen kann und auch bei schwierigen Bedingungen schnell ist oder wie er immer alles aus dem Material holen kann.
Ganz stark ist auch sein Umgang mit den Reifen. Dort ist er mittlerweile auch klar der beste Fahrer.
Sehe ich genauso, aber was mich an ihm stört ist sein Egoismus. Manchmal übertreibt er einfach aber auf der anderen Seite muss man vermutlich manchmal so sein wenn man diesen Erfolg haben möchte.
Der Typ ist im Rennen Eins mit dem Wagen, er gibt manchmal seinem Team am Funk Tipps und nicht andersrum. Völlig verrückt.

Ich finds natürlich gut wenn er gewinnt aber ich glaube die nächste Zeit in der Formel 1 wird langweilig.
 
Ich schätze mal, dass RB und Max bis mindestens einschließlich 2025 den Ton angeben.

Ich würde Max gerne mal in einem Feld voller (halbwegs) vergleichbarer Boliden sehen, z.B: Indy Car!
 
Und auch hier kommt es dann darauf an, wer am besten mit dem (gleichgeschalteten) Material und den daraus resultierenden Fahreigenschaften klarkommt.

Um Wirklich zu sehen, wer der beste Fahrer ist (am konstantesten das absolute Limit rausholen bei wenigsten Fehlern), müsste man jedem ein Auto nach seinen Vorlieben bauen und es so hinbekommen, dass es bei 100% pushen jeweils in jedem Sektor einer Runde gleichschnelk ist.

Wie abstrakt und unrealistisch das ist brauche ich nicht weiter ausführen:evillol:

Von daher sind "beste Fahrer" - Diskussionen, und basieren sie auch auf objektiven Statistiken (WM, Siege,...), "müßig".

MfG, R++
 
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Die Formeln 2&3 zeigen auch, dass es auch auf das Team ankommt. Man kann viel Talent haben, aber wenn das Team auf dem ATU-Niveau ist, wird das Talent schnell verschwendet.
 
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