Beckenbauer will nicht FIFA-Präsident werden: «Blatter hat Recht»
Franz Beckenbauer will nicht Präsident des
Fußball-Weltverbandes FIFA werden. «Die Vielsprachigkeit ist wichtig,
wenn man einen solchen Verband leiten will. Ich kann nur englisch und
bayerisch», sagte der deutsche WM-Organisationschef am Donnerstag in
Berlin. FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte zuvor in einem Interview
gesagt, Beckenbauer könne nicht sein Nachfolger werden. «Ich muss ihm
Recht geben, im Prinzip», meinte Beckenbauer. Blatter hat bereits
angekündigt, im Mai 2007 erneut zur Wiederwahl antreten zu wollen.
Dagegen schloss der 60 Jahre alte Präsident des FC Bayern München
nicht aus, für das Spitzenamt in der Europäischen Fußball-Union
(UEFA) zu kandidieren. «Ich habe immer betont, dass ich daran
interessiert bin, wenn Lennart Johansson zurücktritt oder nicht mehr
antritt», sagte Beckenbauer. Allerdings gebe es Signale, dass sich
UEFA-Präsident Johansson Anfang 2007 auf dem Kongress in Düsseldorf
um eine weitere Amtszeit bewerben will. «Er will sich offenbar in
den kommenden Wochen oder Monaten entscheiden», so Beckenbauer. Auch
der frühere französische Nationalspieler Michel Platini hat sein
Interesse am UEFA-Präsidentenamt angemeldet.