Fußball-Stammtisch 2019/20 (1. Beitrag beachten)

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Wenn der Fußball für dich mit der ersten und zweiten Liga endet dann liegst du richtig...
Den Amateurfussball sollte man allerdings dazuzählen
 
300.000 Ehrenamtler als vollwertige Arbeitsplätze hinzustellen hat schon was von Schröders schönfärberei
 
Du musst schon komplett lesen was da drinsteht und nicht aufhören beim Ehrenamtlich!
Welche Auswirkungen regional diese Vereine haben etc.

Nur mal so es gibt über 150.000 Vereine und dort arbeiten ganz sicher nicht alle ehrenamtlich, da kannst du dir denken, wenn nur eine Person dort als Vollzeit arbeitet

Was der Amateurfussball alles macht zum Beispiel bei der Integration und welche Aktivitäten und Angebote für die Jugend und Leben gerufen wird
 
Ribery88 schrieb:
Kaum bis gar nicht unterwegs und die Zeit vertreibe ich mit dem Zocken oder Serien
Rest der Zeit arbeite ich
Scheint wohl nicht groß anders zu sein als sonst.
Ergänzung ()

strempe schrieb:
300.000 Ehrenamtler als vollwertige Arbeitsplätze hinzustellen hat schon was von Schröders schönfärberei
Die BuLi-Clubs beschäftigen ca. 15.000 Menschen. Zumal nicht "der Fußball" von der Bildfläche verschwinden würde, sondern ein paar Clubs, die schlecht wirtschaften und enorme Schuldenberge vor sich her schieben. So wie es in der freien Wirtschaft übrigens auch ständig passiert.
 
Exar_Kun schrieb:
Scheint wohl nicht groß anders zu sein als sonst.
Ergänzung ()

Kennst du mich persönlich ?
Nein also spare dir solche Kommentare

Ich bin gespannt wie du reagierst, wenn es Bremen trifft...
Ach ne dann lag es am Trainer, wie immer bei dir
 
Ribery88 schrieb:
Ich bin gespannt wie du reagierst, wenn es Bremen trifft...
Das wäre unschön. Größere Sorgen muss ich mir aber keine machen. Obwohl Bremen nicht in Geld schwimmt, ist der Club durch solides Wirtschaften schuldenfrei. Filbry hat angedeutet, dass es passieren könnte, dass man noch auf einen KFW-Kredit zurückgreift. Ist nichts schlimmes in so einer Situation, dafür sind diese Kredite da. Andere werden/müssen das auch machen. Es gibt aber keine stichhaltigen Hinweise darauf, dass Werder die Krise nicht übersteht.

Aber es ist eben so: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Kein Unternehmen kann davon ausgehen, für immer und ewig zu bestehen. Warum sollte das bei Fußballclubs anders sein? Es gibt Beispiele für ehemalige Erst- und Zweitligaclubs, die heute nicht mehr existieren.
 
@Ribery88
Kein Sorge! Ich kann mir ne ganze Menge denken. Aber die Zahlen, die DU in den Raum wirfst hast auch DU zu untermauern. Ein "kannst du dir denken" ist da nicht hinreichend. Fällt nicht zum ersten Mal hier im Forum auf, dass du den Leuten Unwissenheit unterstellst aber es nicht auf die Kette bekommst umfassend zu antworten. Kannst dir schon denken worum es geht.

@Exar_Kun
Ich schreib es gerne immer wieder. Wenn der kleine Mann aktuell seinen Job verliert dann ist mir Latte was mit dem Dorfverein, dem Provinzverein oder dem traditionsreichen Bundesligaverein passiert. Wir sind alle lange genug im Berufsleben um zu wissen wie schnell man weg vom Fenster sein kann. Sorry, da bin ich mir selbst näher als irgendeiner Leidenschaft hinterher zu trauern.
 
Nope, wenn der Super GAU eintritt, dann geht es auch bei Werder Bremen ums nackte Überleben...

Und wenn du schon der Meinung bist, dass der Fußball sich hinten anstellen soll, dann gilt dies auch bei den KFW Krediten

@strempe
Auf die Zahlen selbst kann jeder selber kommen
Ich habe dir die Grundlage dazu gegeben

Aber wie beim Thema Ultras ist es erfolglos mit dir darüber zu diskutieren
 
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Ja dann Danke! für die unaufgeforderte Hilfe zur Selbsthilfe. Beim Ultrathema meinst du aber nun bestimmt deine AFD-Verschwörungstheorie, nicht wahr? Konnte ich mir denken...
 
Nein das inakzeptable Verhalten der Ultras und die Verteidigung von ein paar User hier unter anderem von Dir, dass dies schon immer so war und der ständige und aufkommende Rassismus in den Stadien normal wäre
 
Zu den (hier) kursierenden Zahlen:

Mc Kinsey hat 2015 eine Studie veröffentlicht, nach der
  • 110.000 Vollarbeitsplätze durch die beiden Profiligen platziert wurden
  • die sich rechnerisch auf ca. 165.000 Personen verteilen
  • das sind 40.000 Stellen mehr als 2008
  • 2014 wurde ein Umsatz von knapp 8 Milliarden € generiert
  • Mit 4,5 Milliarden Euro entfällt der Großteil der Wertschöpfung auf indirekte Effekte, Vermarkter, Zulieferer und andere Unternehmen, die vom Fußballkonsum profitieren
  • Der Anteil am gesamten BIP betrug laut Studie 0,3 Prozent, das ist mehr als die Textil/Modebranche oder der Luftverkehr
  • Das daraus resultierende Steuer- und Abgabenaufkommen beläuft sich auf 2,3 Milliarden €
Wohlgemerkt, 2015! Es ist bestimmt nicht weniger geworden.

Recherchiert man aktuelle Zahlen, ist allerdings immer nur von 55.000 - 60.000 Arbeitsplätzen die Rede. Wodurch diese Differenz entsteht, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht heraus bekommen. Die McKinsey Analysen sind aber i.d.R. gut recherchiert.

Wie dem auch sei, es geht um viel, verdammt viel und da ist es ziemlich nebensächlich, ob es dabei auch einige ziemlich Wohlverdienende geht, ohne die es nun mal nicht geht.

Solche Beiträge, wie der des Augsburger Managers, Zitat „Es kann nicht sein, dass zukünftig Vereine, die kein TV-Geld bekommen, nach kürzester Zeit in finanzielle Schieflage geraten.“ belegen doch eigentlich nur die eigenen Versäumnisse. Es hat ihn ja niemand gezwungen, keine Rücklagen zu bilden. Warum, weil keiner Corona auf dem Schmierzettel hatte. Dass ein System, das von vorne bis hinten Spitz auf Knopf genäht ist, kurz vor dem Kollaps steht, ist jetzt keine weltbewegende Erkenntnis. Geht vielen anderen Branchen genau so.
Nur möchte ich die Leute dann schreien hören, wenn sie gezwungen werden Rücklagen zu bilden, die dem eigentlichen Unternehmenszweck nicht mehr zur Verfügung stehen. Das ist dann wie bei Firmen/Konzernen, die über ihre verbrieften hohen Pensionsrückstellungen, u.U. das eigene Geschäft ins Wanken bringen.

Klar, es wird sich was ändern (müssen). Die Gier nach Erfolg, incl. der Marktmechanismen die jetzt gerade bitter beklagt werden, wird aber bleiben. Bei den Clubs und bei den Anhängern. Auch wird es weiterhin Sportarten geben, die nun mal mit Körperkontakt verbunden sind.
Letztlich ist es dann bei den Fans und/oder Kritikern wie mit dem Saufen, Qualmen, Fressen, Kiffen usw. Jeder weiß, das es nicht gerade das klügste ist, was man tut, und jeden interessiert es einen Scheiß, weil es erst mal ein individuelles Ding ist. Nur sobald etwas ein aktuelles gemeinschaftliches Problem wird, mutiert "3/4 der Welt" zum Gesundheitsfanatiker. Wieviele von denen sich in der Zeit das Saufen und Qualmen abgewöhnt haben um die eigene Risikofaktoren zu minimieren, fragt man besser nicht.
 
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Ribery88 schrieb:
Wie lange soll der Fußball stillstehen?
2,3 oder 5 Jahre?

Vergiss es einfach. Es ist sinnlos die Diskussion. Fußball muss sich hinten anstellen, weil Kinder nicht auf die Spielplätze können aktuell. Was ein Argument...
Ich frage mich ernsthaft wieso man dann Baumärkten den Kindern vorzieht oder Gärtnereien. Sind die wichtiger als Kinder? Ich hoffe doch nicht und trotzdem rennt die halbe Welt dahin.
Findet man einen gangbaren Weg, dann ist es völlig richtig wieder zu starten, den der Fußball ist ein Wirtschaftszweig wie jeder andere auch.

Die Frage wie lange der Fußball den warten müsse habe ich schon mehrfach hier gestellt und nie ist einer drauf eingegangen.

Gott sei dank sehen es die Verantwortlichen in Politik und Sport nicht so. Bis die Bundesliga wieder startet und das wird nicht vor Ende Mai sein, wird wohl noch einiges mehr wieder offen haben, wenn nicht sogar nahezu alles.

https://www.focus.de/sport/fussball...lionen-einnahmen-retten-kann_id_11821292.html

250.000 Vollzeitbeschäftigte stehen zum Beispiel in diesem Artikel. Als ob es nur um die "Scheiß Millionäre" gehen würde.....

EDIT: Ich seh es trotzdem so wie oben geschrieben, obwohl ich Ablösen/Gehälter krank finde, obwohl ich überschuldete Vereine nicht befürworte und obwohl mir völlig klar ist, dass es wichtigeres als Fußball gibt, aber darum geht es grad nicht. Es geht darum möglichst wenig kaputt gehen zu lassen durch Corona und darum soviel "normales" Leben wie möglich zu haben und da gehört der Fußball genauso dazu wie der Friseur, der Spielplatz oder der Biergarten.
Und wenn es für den Fußball früher ein Konzept gibt als für vermeintlich Wichtigeres, dann sollen die es verdammt nochmal auch umsetzen dürfen.
 
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Danke @FrankenDoM

Ich meine von 500.000 irgendwo gehört bzw. gelesen zu haben und wenn man die Zahlen aus dem Link von mir hochrechnen würde, ist diese Zahl durchaus möglich..

Aber sei’s drum es geht um eine ganze Menge und die Kritiker betreiben gerade Populismus höchster Stufe...

Dieser Kritiker sind auch die ersten wenn das System kollabiert und kritisieren warum man nichts dagegen unternommen hat
 
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FrankenDoM schrieb:
Als ob es nur um die "Scheiß Millionäre" gehen würde.....
Das Argument ist eh Schwachsinn hoch drei. Die Gehaltsunterschiede gibt es in jeder Branche. Vielleicht nicht so extrem wie im Profifußball, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß der Vorsitzende einer Bank mit dem gleichen Gehalt nach Hause geht wie ein mädel an den Schaltern.

Btw Hat schon wer was von Gehaltsverzichten von den Strolchen gehört? Ich nicht.
 
@K-BV @FrankenDoM
Mag ja alles sein mit den Zahlen, ob da nun 15.000, 55.000 oder 250.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt dranhängen. Aber wie viele davon gehen denn bei einem Abbruch der 1. und 2. Liga tatsächlich verloren? Der Fußball verschwindet nicht von über Nacht in Gänze. Die Spieler sind noch da, die Strukturen sind noch da, die Stadien sind noch da, die Nachfrage ist noch da. In einem realistischen Worstcase-Szenario werden im Profifußball vielleicht ein paar Vereine die Kurve nicht kriegen, aber an deren Stelle treten dann andere. Oder anders gesagt: Es werden nicht 250.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, wenn die Saison nicht zuende gespielt wird.
 
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Exar_Kun schrieb:
@K-BV @FrankenDoM
Mag ja alles sein mit den Zahlen, ob da nun 15.000, 55.000 oder 250.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt dranhängen. Aber wie viele davon gehen denn bei einem Abbruch der 1. und 2. Liga tatsächlich verloren? Der Fußball verschwindet nicht von über Nacht in Gänze. Die Spieler sind noch da, die Strukturen sind noch da, die Stadien sind noch da, die Nachfrage ist noch da. In einem realistischen Worstcase-Szenario werden im Profifußball vielleicht ein paar Vereine die Kurve nicht kriegen, aber an deren Stelle treten dann andere. Oder anders gesagt: Es werden nicht 250.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, wenn die Saison nicht zuende gespielt wird.

Das Problem ist halt die Mobilität. Wenn bspw. Bremen pleite geht, sind X Arbeitnehmer in Bremen arbeitslos. Irgendein Verein rückt dann aus Liga 2 in Liga 1 und hat einen Bedarf nach Y<X zusätzlichen Arbeitnehmern, um der neuen Liga gerecht zu werden. So setzt sich das fort bis zu der Liga in die Bremen zwangsversetzt wird (oder falls sie ganz verschwinden halt bis runter in die Kreisklasse).
Das Problem ist jetzt aber, dass von allen Vereinen, die eine Liga aufsteigen, wahrscheinlich keiner in Bremen und Umgebung ist. Optimal wäre, wenn die X Arbeitnehmer aus Bremen sich jetzt einfach auf die aufgestiegenen Vereine aufteilen. Das wäre höchstens bei den Spielern denkbar. Die anderen Arbeitnehmer suchen sich irgendetwas in anderen Branchen, was extreme Reibungsverluste zur Folge hat (längere Arbeitslosigkeit, suboptimaler Background, ...).
Das Stadion in Bremen steht dann auch weitestgehend ungenutzt herum oder wird zumindest nicht so gut genutzt wie es mit Erstligaverein in der Stadt möglich wäre. Der neue Erstligaverein hat dann eher ein zu kleines als ein zu großes Stadion und muss ggf. erst einmal bauen.

Eine Insolvenz ist immer ein Schaden, solange es in einem Markt Ein- und Austrittsbarriern gibt. Und die sind im Profifußball durch das Ligensystem allein schon sehr hoch.

Das heißt natürlich nicht, dass jede Insolvenz verhindert werden sollte. Ich finde aber ganz klar, dass bei globalen Krisen nicht jedes Unternehmen für sich, sondern die ganze Gesellschaft das Risiko tragen sollte. Kein Fußballverein (und auch sonst kein Unternehmen) sollte aufgrund dieser Krise pleitegehen. Andererseits ist es natürlich auch nicht tragbar, untätige Millionäre aus Gemeinschaftsmitteln zu finanzieren. Hier würde ich mir ganz klar Änderungen im Arbeitsrecht wünschen, die es Unternehmen ermöglichen in Krisenzeiten den Besserverdienern die Gehälter überproportional gegenüber den Geringverdienern zu kürzen.
 
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Exar_Kun schrieb:
Es werden nicht 250.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, wenn die Saison nicht zuende gespielt wird.
Das gilt aber doch mehr oder weniger für viele Branchen. Es werden nicht alle xxxxxx Arbeitsplätze in der Gastronomie, Fitnessstudios, Eventbranche weg fallen. Auch Wacken wird weiter leben, das neue Bad der Bierzeltbedienung vom Oktoberfest muss noch ein Jahr länger warten, und die exotische Fressbude auf dem Frankfurter Museumsuferfest wird die 2 Millionen potentiellen Kunden nur virtuell in der Kasse klingeln hören.
Sie müssen alle bluten. Aber warum sollen die einen mehr bluten als die anderen aus prinzipiellen Gründen?
 
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