Magellan schrieb:
Ohne irgendwelche Daten die in die Richtung deuten würde ich es schon so bezeichnen. Die Daten zeigen ja eher die umgekehrte Korrelation, erfolgreiche N11 Teams vielen sehr oft mit dominanten Bayern zusammen.
Und das liegt imho daran dass eben beide aus dem selben Pool schöpfen, wenn es viele sehr gute deutsche Spieler gab dann profitierte davon auch Bayern, ob das jetzt Lahm, BS, Neuer, Boa, Müller, Kroos waren oder eben Beckenbauer, Müller, Hoeneß, Maier, Schwarzenbeck, Breitner...
Hat außerdem den Vorteil, dass du einen Rumpf aus Spielern hast, die sich kennen, die untereinander Automatismen haben. Um einen solchen Rumpf können dann auch die weiteren Mannschaftsteile viel einfacher konstruiert werden.
Magellan schrieb:
Das aktuelle Problem ist nicht dass Bayern zu wenig gefordert wird sondern dass die wirklich herausragenden und formstarken Spieler bei Bayern großteils nicht aus Deutschland, sondern Frankreich, England oder Kolumbien kommen.
Das war bei erfolgreichen Weltmeisterschaften anders.
Das leuchtet mir auch ein. Weiter oben habe ich gesagt, die Mannschaft ist gerade so weit entwickelt, dass es für die Quali, nicht aber für die Wettkampfintensität eines Turniers reicht. Wenn die Spieler nur Union Berlin, Island oder Meister aus europäischen Kleinligen bespielen, dann machen die natürlich großen Augen, wenn da elf gallige Südamerikaner auf sie einstürmen. Das sind dann die Momente, in denen man sich zumindest auf Automatismen verlassen können muss.
FrankenDoM schrieb:
Ja, genau.
Sowas ähnliches hat er ja auf der Kimmich Seite probiert. Sane hatte ja scheinbar die Aufgabe Kimmich zu unterstützen.
Hätte man auch beidseitig so machen können, aber halt eben mit 3 Kette in der Grundformation und nicht 4er Kette und so eine halb-halb Lösung.
Brown kann das auch und wenn Sane und Brown was haben, dann das nötige Tempo.
Macht ja auch Sinn. Mit einer Dreierkette suchen wir eben "nur" nach drei tauglichen Verteidigern, von denen zumindest einer eune Spieleröffnung haben sollte. Und in der Masse an Offensivspielern, die wir produzieren, sollten doch zwei zu finden sein, die die Außenbahnen rauf und runter laufen können.
Wer sind die Spieler, die ich in der kommenden Saison mit der Perspektive "Nationalmannschaft" im Auge behalten sollte? Karl ist klar. Der Hype um ihn hat auch mich im Fußball-Exil erreicht.
HanBuaal schrieb:
Viele inhaltslose Worthülsen, aber keine Leistungsbereitschaft in allen Bereichen.
Die Bereitschaft war da. Die Mannschaft hat es nur nicht auf den Boden gebracht. Da wir in einem Tech-Forum sind, kann man es vielleicht mit Tech-Sprech umschreiben: Die Rohleistung ist da, aber zu viel bleibt in der API hängen, sodass nicht mehr viel auf dem Platz ankommt.
ThomasK_7 schrieb:
Ich widerspreche zum Thema "Bereitschaft war da".
Gerade in der 1. Halbzeit war das ein lust- und leidenschaftliches kollektives Herumstehen auf dem Platz.
Ich hatte gestern schon geschrieben, sah für mich da nach einem Freundschaftsspiel aus.
Oder sie waren um Stabilität bemüht. Durchaus sinnvoll nach den vorherigen Erfahrungen gegen Ecuador und die Elfenbeinküste.
Das ist eine oberflächliche Betrachtung von "Bereitschaft". Wenn es nicht der große Hurrafussball mit 4 Toren pro Halbzeit ist, dann hat die Mannschaft auch nicht gewollt. Das ist aber alles ein Thema der Automatismen. Wenn du die Laufwege und Räume nicht erkennst, weil diese systemisch nie kultiviert wurden, dann läufst du auch auch nirgends hin, egal wie motiviert du bist, sondern spielst zum Nebenmann nach dem motto "Hier, vielleicht hast du ja eine Idee" (vor allem, wenn du dich in den beiden vorherigen Spielen mit "ich versuch mal was!"-Aktionen immer wieder in Probleme gebracht hast).