Fußballstammtisch 2015 Teil II (1. Beitrag beachten)

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Camillo schrieb:
Ich Honk! Mein Bauch wollte 0:1 auf H96 tippen, aber mein Verstand erhob Einspruch. *grmpf*
Die Tabelle gefällt mir richtig gut, sollten die Kölner und später Audi vergeigen. Schöner Puffer auf Platz 4, der wird auch dringend benötigt, denn jetzt kommen Gladbach, Dortmund, Bayern und Leverkusen. Schönes Programm, wird nur gestört von Sparta Prag. :p

Die Videobeweisfanatiker können mir ja mal die Frage beantworten, wie man ein falsch gepfiffenes Abseits fortsetzen soll. Das Tape zurückspulen? Die Spieler als Stillleben wieder hinstellen wie vor der Situation? So tun als wäre nichts gewesen? Elfmeter?
Und das ist nur eine von Dutzenden Fragen.

Schiedsrichterball bzw. Freistoß (im Strafraum dann halt indirekt) für die benachteiligte Mannschaft aus eben jener Position? Es würde ja auch schon reichen den Videobeweis bei strittigen Elfmeter- oder Torentscheidungen nutzen zu dürfen.

Nur wenn man sich die zweite Halbzeit des eben gesehenen Spiels anschaut... Da war soviel "Feuer" im falschen Sinne drin, das wäre alles ohne dieses Tor nicht passiert!
 
Camillo schrieb:
Die Videobeweisfanatiker können mir ja mal die Frage beantworten, wie man ein falsch gepfiffenes Abseits fortsetzen soll.

Weil es in diesem Fall Probleme gibt, macht natürlich der ganze Videobeweis überhaupt keinen Sinn? Ja ne, ist klar.
Wie wäre es mit einem indirekten Freistoß am letzten Ort der kontrollierten Ballberührung. Also entweder an der Position des Passgebers oder eben des Empfängers.

Führt man den Videobeweis ein (am liebsten als Vetolösung mit 2 Jokern pro Team und 2 für den Schiedsrichter. Lag man richtig, bekommt man den Joker zurück), sollte man in meinen Augen auch gleichzeitig anfangen Strafen für Schwalben zu geben. Dann muss man als Spieler nicht mehr theatralisch fallen. Ist man sich sicher, dass es Elfmeter war, dann signalisiert man dem Trainer er soll den Videobeweis fordern und die Sache ist gegessen. Die Fahne bekommt er ja wieder.
Die Meisten Spieler können solche Situationen sehr gut einschätzen, nur tun sie es öffentlich natürlich nicht. Wer sagt schon hinterher im Interview "Ja da bin ich was gesegelt und hab gehofft es wird gepfiffen" oder "Der ging mir die ganze Zeit schon auf den Sack, also hab ich den Ellenbogen etwas optimistisch eingesetzt".
 
Okay, konkretes Beispiel.
Tödlicher Pass in die Schnittstelle, Spieler läuft blank auf das Tor zu -> Schiri-Assi winkt Abseits und das Spiel ist unterbrochen. Nach Videostudium kein Abseits. Wie wird diese 1000%ige Torchance wieder hergestellt?

Die Stuttgarter sind ein Mysterium. Sturmlauf zu Beginn, jetzt Standfußball. Komische Truppe.
 
Eine Überprüfung bei Elfmetern und Toren würde doch schonmal viel bringen. Man könnte das Abseits einfach laufen lassen und eben die Flagge werfen, erst nach der Szene wird die Wh. angeschaut. Ich fasse es einfach nicht, das ausgerechnet H96 wieder mal das Dusel gepachtet hat, die sind ja inzwischen wirklich auf einem Unsympathie-Level mit Hamburg!

Das Meckern über Darmstadt kann ich übrigens nicht ganz nachvollziehen, die spielen wirklich extrem gut in der Defensive. Kein Raum für die wichtigen Spieler, hohe Laufbereitschaft. Wenn dann noch die Chancenverwertung nahe 100% ist muss man das anerkennen.

Dem FCA fehlt genau das: die Defensive ist unsicher, Hitz ist im Strafraum schwach und vorne werden zu viele Chancen vergeben. Ich bleibe aber dabei, die Dreifachbelastung spielt da bisher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem wird es am Ende nur um den Nichtabstieg gehen, alles andere ist utopisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommt drauf an, im Strafraum ein indirekter Freistoß wäre ja auch ne sehr, sehr gute Chance.

Aber muss man denn durch den Videobeweis JEDE Situation aufklären können? Es wäre für die Schiedsrichter doch hilfreich genug, wenn 80% der Fälle abgedeckt sind!
 
Camillo schrieb:
Die Videobeweisfanatiker können mir ja mal die Frage beantworten, wie man ein falsch gepfiffenes Abseits fortsetzen soll. Das Tape zurückspulen? Die Spieler als Stillleben wieder hinstellen wie vor der Situation? So tun als wäre nichts gewesen? Elfmeter?
Und das ist nur eine von Dutzenden Fragen.

Stimmt Fußball besteht ja nur aus abseits.....

Und natürlich ist es einfacher zu sagen :"Das geht nicht" als einfach mal nachzudenken und konstruktive Argumente zu bringen 😉

Schiedsrichterball wäre eine Idee von vielen, davon mal abgesehen ist Football ein ziemlich schneller Sport mit vielen kniffligen Entscheidungen und komischerweise funktioniert es da auch, aber das kann auch nur Feind propaganda sein 😉

Der Videobeweise könnte gerade in strittigen Strafraumsituationen helfen.
War das Hand? War das ein Strafstoß?
 
Camillo schrieb:
Okay, konkretes Beispiel.
Tödlicher Pass in die Schnittstelle, Spieler läuft blank auf das Tor zu -> Schiri-Assi winkt Abseits und das Spiel ist unterbrochen. Nach Videostudium kein Abseits. Wie wird diese 1000%ige Torchance wieder hergestellt?

Die Schiedsrichter bekommen einfach die Anweisung jede derartige Abseitssituation zu Ende spielen zu lassen.
 
@Seiyaru
Videobeweis soll bei Handspiel helfen, wo nicht mal die Regel klar definiert ist? Wo sich jedes Wochenende die halbe Nation zu Tode diskutiert und selbst nach 100 SloMos zu keiner Lösung kommt?
Und bitte nicht immer Fußball mit Eis- oder Feldhockey, American Football usw. vergleichen, das hinkt nicht nur gewaltig, das geht einfach nicht.

Imho gibt es einfach kein hieb- und stichfestes Konzept, weil Fußball nicht schwarz/weiß ist. Und wenn man bestimmte Situationen vom Videobeweis ausschließt, kann sich jeder vorstellen, was die vermeintlich benachteiligte Truppe dann sagt. "Wir haben doch die Bilder, also schaut nach."
Nee nee, wenn die Büchse der Pandora geöffnet wird, dann mit allen Konsequenzen, sprich jeder Mist muss auf Nachfrage kontrolliert werden. Viel Spaß.

Wer ist dann eigentlich der Videoschiedsrichter und warum? Oder sind es fünf? Zehn? Demokratisch oder mit Oberschiri?
 
@Camillo
Niemand behauptet der Videobeweis sei perfekt. Es steht aber außer Frage, dass per Videobeweis zumindest in strittigen Situationen Fehlentscheidungen reduziert werden können. Andere Sportarten haben bereits vorgeführt, dass das Interesse der Fans nicht leidet. Die entstehenden Spielunterbrechungen sind sehr kurz und könnten den Spielern sogar gelegen kommen.
Ganz nebenbei wird die (mögliche) Bestechlichkeit von Schiedsrichtern reduziert, da man sich nicht mehr mit "hab ich in der Situation nicht erkennen können" herausreden kann. Das kommt allen Schiedsrichtern zu Gute.
Es braucht kein demokratisches Tribunal, das den heiligen Videobeweis durchführt, sondern es reicht, dass im Nachhinein sowas analysiert wird. Die wenigsten Fehlentscheidungen sind absichtlich.
 
Würde man im Fussball Videobeweis einführen dann müsste man in sämtlichen Sportmedien ja plötzlich nicht mehr über "Menschliche Schicksale und Tragödien" reden sondern über Taktik UND FUSSBALL. Das will doch kein Mensch.
 
@Camillo

Irgendwie verhälst du dich in der Hinsicht wie ein alter Sack, der vor Neuerungen zurückschreckt. Da ich inzwischen auch schon etwas älter geworden bin, weiß ich, wovon ich rede. :P

Videoschiedsrichter ist dann entweder ein Schiri, der an dem Wochenende frei hätte, oder evtl auch ein Schiri, der laut den Regularien eigentlich zu alt geworden ist. Da gibt es auch genug Möglichkeiten.
 
Und bitte nicht immer Fußball mit Eis- oder Feldhockey, American Football usw. vergleichen, das hinkt nicht nur gewaltig, das geht einfach nicht.
Wieso denn nich mit Rugby vergleichen? Da wird eben im Zweifel weiter gespielt und die Entscheidung dann revidiert. Da werden dann auch die Mikros der Schiris uebertragen, so dass man live dabei ist, wie sich die Schiris beraten. Und der Schiri auf dem Spielfeld bleibt der Hauptschiri und bekommt die Situation eben nochmal auf die Videoleinwand eingespielt. Und beim Rugby ist auch nicht immer alles schwarz/weiss, da hat der Schiri auch nen gewissen Ermessensspielraum.

Und schlimmer als so ein Spieltag kanns doch nicht sein. Da gewinnen Sonntags 2 Mannschaften durch Fehlentscheide. Gotsseidank sind wir noch in der Hinrunde, da hat noch keiner Panik vorm Abstieg.
 
Das stimmt, allerdings wäre es für den FCA schon besser gewesen, wenn es nicht so gekommen wäre. Unseren schwäbischen Nachbarn gönne ich es allerdings wirklich, die hatten bisher wirklich kein Glück.
 
ich bin gegen den Videobeweis. Fehleintscheidungen sind Teil des Sports. Ich will immernoch die Komponente Mensch da drin haben, sonst können wir auch gleich alles durch Computer ersetzen. Wir haben nun mit der Torlinientechnik und vieler weiterer Hilfsmittel und zusatzschiris genug Technik platziert. Tor oder nicht Tor. das ist zwar ein seltener Fall, aber eben nunmal der Wichtigste! ob ein Schiri also eine Abseitsstellung nicht erkennt, oder mal ein Handtor, kommt genauso selten vor. Abseitsore öfters ja. aber ein Handtor, dazu noch ein klares...extrem selten. Fehlentscheidungen gehören dazu. Abseits ist sehr knifflig und die Erkennungsquote liegt schon sehr hoch bei den Schiris. ich finde es albern nun überall nach Technik zu schreien.
 
Das Problem ist das Fußball ein Milliardengeschäft ist da kann man nicht einfach sagen "Ah ja naja passiert eben mal" das eine versehentliche Tor kann den Abstieg bedeuten oder das Weiterkommen in der Ko-Phase. Solche Entscheidungen betreffen nicht nur die Vereine wirtschaftlich sondern auch Mitarbeiter in der Verwaltung und die Wirtschaft die von den Vereinen partizipieren.

Emotion hat der Profifußball schon längst verloren, solche Sachen kann man in den Amateurligen bringen, dort kann es um Emotion gehen.

Ich frage mich wenn das Argument kommt du darfst die anderen Sportarten die den Videobeweise haben nicht mit den Fußball Vergleich... Warum man das nicht darf? Ist er so besonders so einzigartig das kein anderer Sport an diesem ran kommt?
 
Fußball ist einzigartig ja. und der beliebteste Sport der Welt. ihn verändern zu wollen birgt mehr Risiken, als es einfach dabei zu belassen.
und das Argument mit dem Geld ist ja wohl mal wirklich zu billig. für einen einzelnen club kann es Abstieg bedeuten, oder in einem Pokalwettbewerb aussscheiden. oder ein finale verlieren und und und. dadurch geht Geld flöten ja. dagegen können sich Clubs versichern. tun sie auch. Unternehmerisches Risiko nennt man das. eine Mannschaft, die dann in der 95 Minute durch ein Abseitstor absteigt hat dann monatelang alles richtig gemacht? was ist, wenn das Tor nicht durch eine falsche abseitsstellung erzielt worden ist, sondern ein Eigentor? wird dann der Spieler verhaftet? Ob der Schiri oder die Spieler da Fehler machen...du wirst es nicht ändern können, dass Fußball auch mit Glück zu tun hat. diesen Glücksfaktor kann man nun weiter runterfahren...kein Problem. soll man machen. es nimmt aber noch mehr Emotionen und der Fußball wird so auf lange Sicht sterben. das sehe ich so voraus. nur um paar extreme Risiken abzumildern solche Regeln aufstellen? worüber wird dann noch geschrieben? berichtet? worüber wird noch diskutiert? das verstehen viele nicht, dass eben genau dieser Faktor dazugehört und wiederum Millarden generiert. mit Emotionen generierst du Millarden. nicht mit perfekten Ergebnisse.
 
Mc_Luebke schrieb:
Die Schiedsrichter bekommen einfach die Anweisung jede derartige Abseitssituation zu Ende spielen zu lassen.

Wäre auch definitiv mein Vorschlag.
Das halte ich am sinnvollsten.

Wenn Abseits klar erkannt wird, dann pfeiffen, wenn aus einer Situation ein Tor resultieren könnte, wo der Linienrichter sich unser ist, dann weiter laufen lassen.

Aber vor allem bei Tätlichkeiten, Fouls und Handspieler könnte der Videobeweis entscheidend helfen.

Wir predigen ständig das Fußball-Romantik immer weniger im Profifußball verloren hat, dann darf man aber auch keine Angst haben, das Spiel weiter zu entwickeln.
 
Thema Videobeweis: Ist das nötig? Und wie häufig gibt es solche wichtigen und knappen Entscheidungen denn überhaupt? Alle acht bis zehn Spieltage vielleicht.
 
desmond. schrieb:
Thema Videobeweis: Ist das nötig? Und wie häufig gibt es solche wichtigen und knappen Entscheidungen denn überhaupt? Alle acht bis zehn Spieltage vielleicht.

Gefühlt in jedem Spiel 2-3 Situationen.
Vor allem Tätlichkeiten, Elfmeter-Entscheidungen und falsche Abseitspfiffe.

Also von wegen alle 8-10 Spiele.

Manchmal frag ich mich bei dem durchlesen von Spielberichten, welches Spiel die Typen geschaut haben, weil so viele kleine Entscheidende Situationen nicht erwähnt werden, dasselbe gilt für Zusammenfassungen im Fernsehen.
 
@getaxct
Ja über das Argument "Geld" zu kommen ist billig. Warum bezahlen wir dann überhaupt den Profis Geld wenn es so banal ist?

Also du wirst Ausfallversicherung und unternehmerisches Risiko in ein Topf? Mutig, zudem diese Versicherungen kosten nicht wenig davon mal abgesehen.

Könnten wir uns mal vom Abseitstor weg bewegen und die anderen strittigen Situation wie falsch beurteilter Elfmeter usw. bewegen? Fussball besteht nicht nur aus Abseits.

Hast du jemals ein das SuperBowl Finale gesehen? Denn dann würdest du sehen das auch beim Videobeweis das Glück und die Emotion nicht verloren gehen im Gegenteil. Bis vor kurzem war auch die Torlinientechnik oder das Freistoßtspray "Teufelswerk" und würde den Fussball kaputt machen, und oh wunder oh wunder der Fussball wurde nicht kaputt gemacht.

Sind Rugby gestorben? Oder Football? Kannst du mir einen Sportart nennen die durch technische Hilfsmittel kaputt gemacht wurden?

Ja der Faktor ist, am ende kollektiv auf die Schiedsrichter einzuschlagen die ein Bruchteil einer Sekunde Zeit haben, zu reagieren. Ganz großes Kino, Herr Rafati wird sich bestimmt köstlich amüsiert haben. Wie ärmlich wäre denn der Fussball wenn es nicht mehr Inhalt liefert als den nächsten Schiedsrichter durchs Dorf zu treiben?
 
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