Mobile Klimaanlage

Ok, ich habe mich in den letzten 2 Tagen schlau gemacht, damit hier nicht noch mehr Vermutungen ins Kraut schießen und ich mich tot diskutieren muss. Ich werde also die hier geposteten Fehlannahmen schlüssig korrigieren, damit diese (wie es in nicht fachspezifischen Foren gerne passiert) nicht auch noch gegenseitig bestätigt werden… ;)


Das Tortenstück:
Die Praktische Bestätigung:
Ich habe, nur um das Ganze praktisch zu bestätigen, den Monoblock in eine kleine Abstellkammer geschoben und nur den Abluftschlauch heraushängen lassen, damit ich schnell zu verschiedenen Temperaturwerten komme, weil der kleine Raum schnell herunterkühlt:
Wie erwartet war der Temperaturunterschied Raumtemperatur zu abgegebener ‚abgekühlter Raumluft‘ über die gemessene Raumtemperaturspanne von 24°C bis herunter auf 15°C fast konstant die schon gemessenen 10°K.
Tiefere Temperaturen als 15°C zu messen habe ich mich nicht getraut, weil die meisten Klimaanlagen eigentlich nur bis 17°C spezifiziert sind und darunter der Verdampfer vereisen kann, was zu Fehlmessungen führen kann.


Als Sahnehäubchen auf dem Tortenstück:
Klimanlagenbauer in einem fachspezifischen Forum sagen:
„Ist es für den privaten Gebrauch, dann sag deinem Kunden keine 15°C zu, da eine Klimaanlage nur eine bestimmte TemperaturDIFFERENZ erzeugen kann. Je höher die Außentemperatur, desto höher auch die Raumtemperatur.“
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/6671/klimageraet-15-C?highlight=klimagerät+15


Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen:
Physiker sagen:
„Ich habe mich auch mit einem Physiker unterhalten und bin inzwischen überzeugt, dass es thermodynamisch keinen Vorteil des zweiten Schlauchs gibt.
In beiden Fällen wird warme Luft angesaugt. In einem Fall gelangt sie direkt in den Kompressor, im anderen Fall erst in den Raum und dann in den Kompressor. Auch wenn man einen Vorteil durch den Umluftbetrieb vermuten könnte: Durch den Umluftbetrieb hat der Kompressor auf der Innen-Seite (Verdampfer) bereits eine niedrigere Temperatur und einen höheren Vorteil – was oft genannt wird; ABER auf der Außen-Seite (Lufteintritt beim Kompressor, also Kondensator) jedoch einen höheren Nachteil – was selten erwähnt wird. Auch bei längeren Betrieb laufen die beiden Vor- und Nachteil Tuppel in die gleiche Richtung. Denn beim Einschlauch hat der Verdampfer den Vorteil von zum Teil kühlerer Luft von Innen. Wenn man Diagramme mit einströmender und ausströmender Energie erstellt, müsste das gleiche Ergebnis herauskommen.“
https://blog.arnst.cc/monoblock-klimaanlage-umrustung-auf-zweischlauch/
Dieser Link ist sehr interessant, weil offensichtlich alle nur das Gerücht „Zweischlauch soll gut sein!“ copypasten, aber nie über verschiedene Außentemperaturbereiche nachmessen. Auch auf Youtube wird das gern verbreitet, um Klicks zu generieren. Ich musste mich fremdschämen, als ich heute kurz in diesem Themenbereich reingeschaut habe, wie da munter gegen physikalische Gesetze verstoßen wird…


Auf die Kirsche noch ein bisschen Schokoraspel drauf:
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum keiner der Klimagerätehersteller, die es eigentlich besser wissen müssten, noch Zweischlauchgeräte anbietet?
Könnte es vielleicht daran liegen, dass Zweischlauchlösungen ähnlich effektiv sind wie Globuli?
Nur mal als Stichwort zum Nachdenken: Placeboeffekt.


Und noch ein bisschen Puderzucker drüber:
Natürlich sind Zweischlauchlösungen bei niedrigen Temperaturen effektiver als Einschlauchlösungen.
ABER: Nur bei niedrigen Temperaturen! Und wer betreibt seine Klimaanlage nur bei niedrigen Temperaturen? Richtig: Keiner.
Bei hohen Temperaturen wie im Beispiel oben (35°C) fällt die Zweischlauchlösung zurück, wird es noch heißer (40°C, in der Stadt leicht erreichbar, siehe meinen Post oben) kann man diese Lösung vergessen.
EDIT: Einschränkung: Diese Bewertung bezieht sich auf sogenannte Ghettomods, also Geräte, die nicht für hohe Eingangstemperaturen gedacht sind, und nur einen geringen Temperaturunterschied schaffen. In meinem Beispiel 10°K.


So, ihr habt jetzt den mehrfachen Beweis, dass Zweischlauchlösungen das Globuli der Klimatechnik sind, und jetzt trete ich demnächst ein paar Leuten im Internet gehörig in den Hintern, wenn ihr wollt, könnt ihr mitmachen. ;)




Bemerkungen:

Noch schlimmer ist, daß jede KI die ‚Zweischlauchblase‘ zementiert. In diesem Fall ist es zum Glück leicht nachweisbar, dass die KIs falsch liegen, wenn man weiß, wie LLMs funktionieren. Diese werden mit den Daten im Internet trainiert und liefern als Antwort auf solche Fragen die am häufigsten veröffentlichen Behauptungen, weil es gibt quantitativ sehr wenige Veröffentlichungen, die das tatsächlich nachmessen. Speziell bei diesem Thema ist es folgerichtig, dass die KIs das ständig kolportierte Gerücht „Zweischlauch ist besser“ als Standardantwort liefern.
Bekanntlich liegen die KIs in speziellen Wissensbereichen bei Fehlerraten von 40-50%, GPT o3 und o4-mini setzen noch eins drauf und liefert Fehlerraten bis zu 79%. https://winfuture.de/news,150778.html
Ich bemitleide die heutige Schülergeneration, die zu 87% KIs nutzen und deren Ergebnisse copypasten um bessere Noten zu bekommen, nicht wissend, dass sie dann ihr bisheriges Leben nur das Copypasten gelernt haben und nicht das Lösen von Problemen. Wenn sie nach dem Schulabschluss versuchen, ihre Methodik (KI+copypaste) im Berufsleben anzuwenden, werden sie feststellen, daß die in der schulischen Laufbahn 100% korrekten Antworten (auf schon millionenfach gelöste Hausaufgaben) bei im Berufsleben eher selten vorkommenden speziellen Fragen eher Halluzinationen hervorrufen.
Da Arbeitgeber selten Leute einstellen, die nur KI+copypasten können, prognostiziere Ich damit für 87% der Schüler eine glänzende berufliche Laufbahn auf Bahnhofsvorplätzen und unter Brücken…
...Ok, der war böse, einfachere Tätigkeiten gehen immer…
Nur zur Info: Ich finde die richtige Anwendung von KIs z.B. in der Medizin (Brustkrebserkennung) super! Ich bin z.B. sehr interessiert an der Alphaevolve KI, aber wenn sie überhaupt veröffentlicht wird, kann ich deren Paywall als Normalsterblicher wahrscheinlich nicht überwinden.



Nochmal zum Thema:
Es gäbe natürlich noch die Methodik, über verschiedene Rechenwege nachzuweisen, dass die Umgebungstemperatur im spezifizierten Temperaturbereich die Kühlleistung kaum beeinflusst, aber dazu bräuchte ich sehr viele exakte Messwerte eines Testgerätes (noch besser: mehrere verschiedene Geräte) bei verschiedenen Temperaturen.
Und ich müsste viele Stunden in diese Arbeit investieren um die Messergebnisse in Relation zu setzen, damit ich auch auf diesem Wege nachweisen kann, dass die Zweischlauchtechnik bei höheren Temperaturen nicht brauchbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nuon schrieb:
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum keiner der Klimagerätehersteller, die es eigentlich besser wissen müssten, noch Zweischlauchgeräte anbietet?
Ich spare mir einen langen Kommentar dazu und verweise nur darauf, dass diese Behauptung schlichtweg Unsinn ist, weil es sich nur auf "mobile" Klimageräte bezieht. Praktisch alle festverbauten Klimageräte ohne eine Außeneinheit, sind als "Zweischlauch" Lösung ausgeführt.

Bleibe bei deiner Meinung wenn du möchtest, meine persönliche Erfahrung mit einem solchen Zweischlauchgerät, beweist mir jeden Tag wo ich sie nutze das Gegenteil. Wenn du dann noch bedenkst, jede "richtige" Klimaanlage nutzt die Luft draußen zum Verflüssigen des Kühlmittels, dürfte eigentlich auch dir einleuchten wie falsch du liegst.
Ergänzung ()

Nuon schrieb:
Wie erwartet war der Temperaturunterschied Raumtemperatur zu abgegebener ‚abgekühlter Raumluft‘ über die gemessene Raumtemperaturspanne von 24°C bis herunter auf 15°C fast konstant die schon gemessenen 10°K.
Hier frage ich mich eigentlich, haben wir die gesamte Zeit einander vorbei geredet, oder was sollte dieser Testaufbau beweisen? Natürlich kann der Kältekreislauf nur eine bestimmte Wärmemenge der durchfließenden Luft entziehen, das war aber doch nie das Thema.

Die Frage ist, ob bei dem Vorgang die gleiche Luft immer weiter abgekühlt wird, oder ständig neue warme Luft nachfließt. Im ersten Fall ist es völlig egal wie warm es draußen ist, die Luft im Raum wird über die Zeit immer kälter, weil ihr immer mehr Wärme entzogen wird, im zweiten Fall kannst du die ständig nachfließende warme Luft nur um Faktor X abkühlen und je wärmer es draußen wird, desto wärmer wird es im Raum.
Ergänzung ()

Nuon schrieb:
In beiden Fällen wird warme Luft angesaugt. In einem Fall gelangt sie direkt in den Kompressor, im anderen Fall erst in den Raum und dann in den Kompressor.
Spätestens hier glaube ich, du verstehst die Wärmepumpe überhaupt nicht. Es kommt keine Luft in den Kompressor, es ist ein geschlossener Kreislauf in dem sich das Kühlmittel befindet. Der Kompressor komprimiert das Kühlmittel, damit es flüssig wird und im Verflüssiger die aufgenommene Wärme abgeben kann.

Ein letzter Versuch...
 
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Azghul0815 schrieb:
Ich wohn ja auch zur Miete und kann keine "Richtige" einbauen.
Ist wie Netzwerkkabel legen.
Geht schon und der Vermieter stimmt da eigentlich auch fast immer zu, wenn er auch was davon hat.

Ich war damals auf dem besten Weg mit dem Vermieter einen Deal zu machen, dass er mich bei Kündigung durch ihn stufenweise ausbezahlt, nach mehr als 5 Jahren verbleibt sie automatisch in der Wohnung.
Bin dann aber vorher ausgezogen.
 
xexex schrieb:
weil es sich nur auf "mobile" Klimageräte bezieht. Praktisch alle festverbauten Klimageräte ohne eine Außeneinheit, sind als "Zweischlauch" Lösung ausgeführt.
Danke für die Info, jetzt kann ich deinen Denkfehler eingrenzen.
Festverbaute Klimageräte ohne Außeneinheit sind keine Zweischlauchgeräte.
Mit Zweischlauchgeräten sind Geräte gemeint, die tatsachlich über zwei Schläuche verfügen.
xexex schrieb:
Im ersten Fall ist es völlig egal wie warm es draußen ist, die Luft im Raum wird über die Zeit immer kälter, weil ihr immer mehr Wärme entzogen wird, im zweiten Fall kannst du die ständig nachfließende warme Luft nur um Faktor X abkühlen und je wärmer es draußen wird, desto wärmer wird es im Raum.
Sehr gut! Du hast dazugelernt und akzeptierst jetzt meine Ausführungen, das die Abgekühlte Ausgabetemperatur des Geräts einen festen Abstand zu der 'warmen Zuluft bzw. Zuluft von Außen' hat, da du die Aussagen der Klimaanlagenbauer oben akzeptieren musst.
xexex schrieb:
du verstehst die Wärmepumpe überhaupt nicht. Es kommt keine Luft in den Kompressor, es ist ein geschlossener Kreislauf in dem sich das Kühlmittel befindet. Der Kompressor komprimiert das Kühlmittel, damit es flüssig wird und im Verflüssiger die aufgenommene Wärme abgeben kann.
Noch ein Fehler deinerseits: Du hast weder den Text genau gelesen, noch erkannt, dass es sich um ein Zitat handelt, obwohl es in Ausführungszeichen steht. Du hast nicht erkannt, dass es der Autor des Kommentars aus den Link war, der sich nicht exakt ausgedrückt hat.

Sehr gut, langsam dürfte ich deine Fehler diesbezüglich eingegrenzt und korrigiert haben.
 
h00bi schrieb:
Ist wie Netzwerkkabel legen.
Geht schon und der Vermieter st
Das mag bei privaten Vermietern gelten, aber nicht bei ner riesigen Krankenkasse, die mal locker ein Gebäude hinstellt, indem 125 Wohnungen sind.
Da hat der Vermieter gar kein Interesse persönliche Wünsche zu erfüllen.

Und nen Netzwerkkabel durch ne Wand zu jagen, da hab ich keinen Schmerz. Das Spachtel ich nach Auszug zur Not wieder zu.
 
Nuon schrieb:
Festverbaute Klimageräte ohne Außeneinheit sind keine Zweischlauchgeräte.
Mit Zweischlauchgeräten sind Geräte gemeint, die tatsachlich über zwei Schläuche verfügen.
Jetzt drehst du scheinbar völlig am Rad! ;) "Zweischlauchgeräte" sind Geräte die zur Kühlung des Verflüssigers Außenluft verwenden und nicht die Umgebungsluft. Lustig dass du alle der Unwissenheit beschuldigst, aber selbst völlig daneben liegst. Danke fürs Gespräch, ich habs immerhin versucht.
 
xexex schrieb:
Zweischlauchgeräte" sind Geräte die zur Kühlung des Verflüssigers Außenluft verwenden und nicht die Umgebungsluft.
Sind Zweischlauchgeräte nicht erstmal Geräte, die an einem Schlauch die Luft ansaugen und an einem 2ten die Abluft abgeben?
Wo der erste Schlauch die Luft herbekommt ist ja erstmal wurscht.
Eine Splitklima funktioniert ja dann doch etwas anders. Die Luft die, die warm angesogen wird, ist ja auch die, die kalt ausgeblasen wird. lediglich der Wäremaustausch findet ja in der Klimaanlage statt.

Und ja, das ist nun nicht hoch wissenschaftlich ausgedrückt ;)
 
Azghul0815 schrieb:
Sind Zweischlauchgeräte nicht erstmal Geräte, die an einem Schlauch die Luft ansaugen und an einem 2ten die Abluft abgeben?
Grundsätzlich ist das keine "wissenschaftliche" Definition. An sich hast du Recht, da die Luft dazu genutzt wird um den Verflüssiger zu kühlen, haben wir beide recht. ;)

Azghul0815 schrieb:
Eine Splitklima funktioniert ja dann doch etwas anders.
Ein Splitklimagerät funktioniert identisch wie ein "mobiles" Gerät mit zwei Schläuchen.

Niederdruckkreislauf - Raumluft -> Verdampfer - abgekühlte Raumluft
Hochdruckkreislauf - Außenluft -> Verflüssiger -> erwärmte Außenluft

Azghul0815 schrieb:
Wo der erste Schlauch die Luft herbekommt ist ja erstmal wurscht.
Hier verstehe ich dich nicht? Bei einer mobilen Klimaanlage mit einem Schlauch, wird über diesen Schlauch nur die Wärme vom Verflüssiger nach außen befördert. Die Luft die dort als "Taxi" für die abgegebene Wärme dient, kommt aus dem Raum im dem sich die Anlage befindet. Um den Druckunterschied auszugleichen, fließt nun von überall warme Luft in den Raum nach.

Ist ein zweiter Schlauch vorhanden, wird darüber die Luft zur Kühlung des Verflüssigers angesaugt und wieder über den ersten Schlauch nach außen befördert, es ist ein geschlossenes System. Da somit der Luftdruck gleich bleibt, fließt auch keine warme Luft in den Raum nach, die Raumtemperatur ist weniger von der Außentemperatur abhängig.

Im Niederdruckbereich wird immer nur die im Raum vorhandene Luft umgewälzt und ihr die Wärme am Verdampfer entzogen, hier wird nie Luft von außen in den Raum geblasen.
 
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Azghul0815 schrieb:
Die Auseneinheit saugt doch keine Luft an
Die Außeneinheit wird schon einen Lüfter haben, der eben Außenluft ansaugt und erwärmt wieder ausstößt.
Ohne Lüfter wäre es zu ineffizient und würde nur bei Wind gut funktionieren.
 
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Azghul0815 schrieb:
Die Portasplit saugt Luft im Raum an und gibt diese doch gekühlt wieder ab. Die Auseneinheit saugt doch keine Luft an
Bei einer Split Klimaanlage ist der Kompressor, der Verflüssiger und der Lüfter zur Kühlung draußen. Technisch gesehen ist die Funktion somit mit einem Zweischlauchgerät identisch.
xexex schrieb:
Niederdruckkreislauf - Raumluft -> Verdampfer - abgekühlte Raumluft
Hochdruckkreislauf - Außenluft -> Verflüssiger -> erwärmte Außenluft
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Natürlich ist der Aufbau und die Dimensionierung etwas anders, da der Verflüssiger immer mit der Außenluft gekühlt wird, dürfte der Lüfter und der Kompressor entsprechend dimensioniert sein, bei einem "Ghettomod" ist das "Glückssache". Zudem wird der ganze Lärm vom Kompressor nun nach draußen verlegt. Da die Porta Split auch heizen kann, kann hier die Funktion vom Verdampfer und Verflüssiger umgekehrt werden, dann wird innen erwärmt und draußen gekühlt.
 
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xexex schrieb:
Da somit der Luftdruck gleich bleibt, fließt auch keine warme Luft in den Raum nach, die Raumtemperatur ist weniger von der Außentemperatur abhängig.
Jain, um so wärmer die eingesaugte Außenluft zum Verflüssiger, um so ineffizienter ist das Klimagerät darin Wärme zu pumpen...ist also schon abhängig von der Außentemperatur.

Aber ja, es wird nicht extra Luft in das Haus gesaugt.
Wobei man da eben unterschiedliche Situationen und Wünsche betrachten müsste.
Ist die Fensterabdichtung bei einer "Einschlauchlösung", eher schlecht, wird in den zu kühlenden Raum auch die angesaugte Außenluft gelangen und der Raum kühlt sich schlechter ab...der Rest vom Haus ist ziemlich unbeeinflusst.

Ist die Abdichtung im Raum top, kommt die Außenluft über andere Räume ins Haus und in den zu kühlenden Raum aus anderen Räumen....sind diese unter der Außenluft-Temperatur, kühlt sich der ausgesuchte Raum mit einer "Einschlauchlösung" sogar schneller ab...dafür heizen sich die anderen Räume verstärkt auf.

Ich denke daher nicht, dass man eine allgemeingültige Aussage dazu treffen kann, welche Lösung besser ist.

Sind andere Räume eh heißer als die Außentemperatur, z.B. durch viel Fensterfläche, ist ein Gerät mit einem Schlauch das beste...es kühlt den Raum in dem es steht runter, und man könnte in einem anderen Raum, der brütend heiß ist, das Fenster öffnen und der wird zumindest Richtung Außentemperatur "gekühlt".

Eine gute Abdichtung und Wärmeisolation, der Schläuche und Schlauchdurchführung vorausgesetzt, hat die "Zweischlauchlösung" hingegen keinen problematischen Nebeneffekt wie den Unterdruck, der Außenluft in die Innenräume zieht.
Um so heißer die Außenluft, um so schlechter der Wirkungsgrad, aber das gilt genauso für Split-Klimageräte, die den Verflüssiger ja auch mit der Außenluft kühlen. Sofern das Gerät den Verflüssiger heißer als die Außenluft bekommt, gibt es weiterhin einen Wärmetransport.
Das große Problem(grundsätzlich bei Fensterlösungen), sehe ich in "Abdichtung und Wärmeisolation"!
Wie viel Luftaustausch findet über die Spalten und Ritzen statt? Wie viel Wärme geben die Schlauchoberflächen und Oberfläche des Klimagerätes an den Raum ab? Und sind diese zusätzlichen Wärmequellen kleiner/größer als der Kühleffekt des Klimagerätes?
Das kann auch dazu führen, dass man besser ohne Klimagerät die Fenster zu gelassen hätte....stark abhängig von der Außentemperatur.

Ich möchte den heißesten Bereich im Haus irgendwie erträglicher machen...Bin aber nicht bereit, dafür die kühlen Räume aufzuheizen...und das wäre mit einer "Einschlauchlösung" der Fall, weil dann durch die Bad Lüftung im Erdgeschoss das angenehme Erdgeschoss aufgeheizt würde.
Daher möchte ich eine "Zweischlauchlösung"...und diese gut abdichten/isolieren.


Aber wer nur am Erfolg in einem speziellen Raum interessiert ist, der macht es sich die Sache(mit zwei Schläuchen), schwerer als es sein muss.
Ich denke auch, dass das der Grund ist, warum eben fast nur "Einschlauchlösungen" existieren. Es ist einfacher und der typische Kunde prüft nur den Kühlungseffekt in dem Raum wo die Anlage steht...ob andere Räume danach heißer als sonst werden, wird er/sie nicht auf dem Schirm haben.
 
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Baal Netbeck schrieb:
Ist die Abdichtung im Raum top, kommt die Außenluft über andere Räume ins Haus und in den zu kühlenden Raum aus anderen Räumen....sind diese unter der Außenluft-Temperatur, kühlt sich der ausgesuchte Raum mit einer "Einschlauchlösung" sogar schneller ab...dafür heizen sich die anderen Räume verstärkt auf.
Jupp! Bei mir war das Problem sogar doppelt schlimm.

Meine Klima steht in der Küche, ich sitze im Wohnzimmer, bei meiner kleinen Wohnung wäre die Klima eigentlich ausreichend, aber als Lösung mit einem Schlauch war sie unbrauchbar. Habe ich alle Fenster geschlossen, zog sie die Luft über den Kamin der Gasetagenheizung in der Küche. Das gab nicht nur viel Dreck, sondern ist auch hochgefährlich, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass jemand im Hochsommer seine Heizung anmacht.

Die einzige Lösung dafür, wäre in meine Fensterplatte in der Küche Lüftungslöcher zu schneiden, oder wie ich es zeitweise gemacht habe, im Schlafzimmer das Fenster auf Kipp zu stellen. Damit hatte ich Küche und Wohnzimmer halbwegs kühl, Schlafzimmer war im Sommer hingegen nicht zu benutzen.

Mit dem optionalen Schlauch-in-Schlauch, was sich Midea schlappe 100€ kosten ließ, ist das Problem weg. Nun wird die Luft für den Verflüssiger von außen angesaugt, drinnen ist es angenehm kühl, einzig die Kälte auf drei Zimmer zu verteilen, ließ sich nur mit einem zusätzlichen Bodenlüfter bewerkstelligen, aber dafür kann die Anlage nichts.
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Heute würde ich mir wohl ebenfalls die Porta Split kaufen, aber da war sie noch nicht auf dem Markt und ich sehe derzeit nicht genug Vorteile um nochmal 800€ auszugeben.
Ergänzung ()

Baal Netbeck schrieb:
Um so heißer die Außenluft, um so schlechter der Wirkungsgrad, aber das gilt genauso für Split-Klimageräte, die den Verflüssiger ja auch mit der Außenluft kühlen. Sofern das Gerät den Verflüssiger heißer als die Außenluft bekommt, gibt es weiterhin einen Wärmetransport.
Wie du schon sagst, eine allgemeine Aussage lässt sich hier schwer treffen, weil es davon abhängt wie gut die Kühlung des Verflüssigers ausgelegt ist und wie großzügig der Kompressor dimensioniert ist. Da allerdings die meisten Klimaanlagen nicht gezielt für den deutschen Markt produziert werden, sondern auch in viel heißeren Regionen zum Einsatz kommen, kann auch ein Zweischlauchumbau sehr gut funktionieren.

R290 lässt sich bei 75°C nutzen. Mit einem entsprechend dimensionierten Hochdruckkreislauf, funktioniert die Klima auch bei 40°C Außentemperatur. Bei mobilen Klimaanlagen kann der Hersteller aber natürlich am Kompressor sparen, indem er davon ausgeht, so warm wird es nie in einem Raum werden.
 
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Nuon schrieb:
Ok, ich habe mich in den letzten 2 Tagen schlau gemacht, damit hier nicht noch mehr Vermutungen ins Kraut schießen und ich mich tot diskutieren muss.
Ich fürchte hier hat der Dunning Kruger Effekt zugeschlagen.
Ist nicht abwertend gemeint, das trifft jeden Menschen....mich auch manchmal.
Nuon schrieb:
Klimanlagenbauer in einem fachspezifischen Forum sagen:
„Ist es für den privaten Gebrauch, dann sag deinem Kunden keine 15°C zu, da eine Klimaanlage nur eine bestimmte TemperaturDIFFERENZ erzeugen kann. Je höher die Außentemperatur, desto höher auch die Raumtemperatur.“
Ich habe mir den Originalbeitrag durchgelesen und ich denke du hast ihn falsch verstanden.
Der Zitierte meint richtigerweise, dass keine 15°C garantiert werden können, da eine normale Klimaanlage irgendwann an ihre Leistungsgrenze kommt und dann in ihrer möglichen Temperaturdifferenz zu Außentemperatur begrenzt ist.
Um so größer die Temperaturdifferenz, um so größer ist ja auch der Wärmefluss in den Raum und um so ineffizienter ist der Wärmefluss in der Klimaanlage...jede Klimaanlage hat da zwangsläufig einen Gleichgewichtspunkt, wo sich eine "bestimmte Temperaturdifferenz" einstellt.

Das sind aber nicht pauschal 10 Kelvin für jede Klimaanlage...das mag oft in diesem Bereich ligen, aber es ist doch stark von den Gegebenheiten abhängig.
 
Ich habe heute meinen Monoblock im Einsatz gehabt und angenehme 25°C im Zimmer gehabt.
Das ist das einzige, was zählt.
Da kann man lange über Sinn und Unsinn reden, es kühlt den betreffenden Raum ab.
 
xexex schrieb:
Bei mobilen Klimaanlagen kann der Hersteller aber natürlich am Kompressor sparen, indem er davon ausgeht, so warm wird es nie in einem Raum werden.
Davon würde ich auch ausgehen...Ein Klimagerät für 250€...Lidl hat glaube ich gerade eines für 150...das kann eigentlich nicht sonderlich hochwertig geregelt sein.

Ich habe jetzt eines von De longhi gekauft, dass eher teuer war, aber eine bessere Effizienzklasse und niedrigere Lautstärke haben soll.
Ist erst gestern angekommen und ich habe es nur kurz am Nachmittag im Einschlauchbetrieb getestet.

Ich kann nicht so wirklich was zum Erfolg sagen, denn ich habe natürlich keinen Referenzwert...jeder Tag ist anders und Außenluft/Wind/Sonne/Luftfeuchtigkeit machen es unmöglich zu vergleichen, wie es ohne Klima gewesen wäre....ist von 25 auf 24°C runter ein entäuschendes Ergebnis für 3 Stunden testlauf am Nachmittag? Oder wäre es ohne Klima auf 28 hochgegangen? Die beiden Räume sind für die Leistungsklasse eh zu groß, das war mir klar, aber ich brauche ja keine 20°C...ich will nur nicht bei 29°C einschlafen müssen.
Der Abluftschlauch war bei 35°C und die gekühlte Luft bei 8-10°C....es wurde also gepumpt, aber die Schlauchdurchführung mit so einem Stoffdings, das mit Klettverschluss am Fenster/Ramen hängt und der Reisverschluss lässt sich oben und unten auch nicht perfekt um den Abluftschlauch legen....war einfach, aber es schmerzt mich das zu sehen. ;)

Ich strebe eine Lösung aus dem 3D Drucker an....irgendwie Teilstücke, die ich in das gekippte Fenster Tetrisieren kann und die dann sinnvoll abdichten und Isolieren....mit einem Verschließmechanismuss an den Luftdurchführungen.
In meinem Kopf ist das möglich, aber das würde mich sehr viel Zeit kosten das zu entwerfen....bin da Neuling und komplizierte Formen dauern ewig für mich.
Ich habe bis jetzt auch nur PLA gedruckt und am Fenster brauche ich ja was wetterfestes...keine Ahnung wie das alles laufen wird.
 
Baal Netbeck schrieb:
die ich in das gekippte Fenster Tetrisieren kann
Wie sind deine Fenster aufgebaut? Bei mir habe ich mir aus Acryl (30% Lichtdurchlässigkeit) schlichtweg eine Platte zuschneiden lassen. Das Fenster bleibt offen, die Platte wird statt der "Scheibe" eingesetzt, Lösung ist perfekt dicht. Natürlich geht auch ein Brett, wenn man das Fenster nicht benötigt, aber so eine Acrylplatte ist auch nicht teuer.
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Ist bei mir unkritisch, da im vierten Stock, da klettert niemand durchs Fenster und selbst wenn, einfach so aufdrücken lässt sich die Platte nicht. Weitere Ideen:

 
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xexex schrieb:
lustig dass du alle der Unwissenheit beschuldigst
Alle?, wie du an unseren Posts siehst, habe ich deine Aussagen korrigiert. Jetzt muss ich leider auch dein falsches Wort 'alle' korrigieren. Alle anderen haben keine falschen Aussagen gemacht, da habe ich nichts korrigiert.
xexex schrieb:
Mit dem optionalen Schlauch-in-Schlauch, was sich Midea schlappe 100€ kosten ließ, ist das Problem weg. Nun wird die Luft für den Verflüssiger von außen angesaugt, drinnen ist es angenehm kühl
Jetzt weiss ich endlich, warum das so gut bei dir funktioniert und bei anderen mit Ghettomod nicht. Ich beziehe mich auf diese Ghettomod-Zweischlauchsysteme, die nicht für so hohe Eingangstemperaturen gedacht sind. (Meine Monoblocks sind es nicht) Wenn du dass gleich gesagt hättest, hatten wir uns viel Diskussion erspart.
Deine Mideaanlage mit Schlauch in Schlauch System ist von Anfang an dafür ausgelegt, deutlich heissere Luft aus dem Aussenbereich anzusaugen und funktioniert auch bei hohen Temperaturen.
Wenn du Lust hast, kannst du ja mal den Temperaturunterschied messen, der bei meinen Monoblocks 10°K beträgt. Bei deinem Gerät mit erweitertem Temperaturbereich durfte der Wert höher sein.
xexex schrieb:
Habe ich alle Fenster geschlossen, zog sie die Luft über den Kamin der Gasetagenheizung in der Küche.
Das ist der Grund warum ich so spät noch antworte, Weil du in Lebensgefahr schweben könntest, weil es Leute gibt, die glauben, die Heizung springt im Sommer nicht an (Heisswasserbereitung, Beibehaltung der Temperatur). Es gibt Todesfälle wegen solcher Heizungen, auch bei Leuten mit Zweischlauch Druckausgleich, weil bei denen nicht garantiert ist, dass der Druck auf der Eingangs und Ausgangsseite exakt gleich ist, und so auch Abgase (z.B. geruchsloses Kohlenmonoxid) in die Wohnung gezogen werden können.
"Wichtig für Gasthermenbesitzer vorweg: Monoblock-Klimaanlagen dürfen auf keinen Fall mit Gasthermen zusammen betrieben werden. Auch nicht ein Zweischlauch-Gerät. Auch nicht in separaten Räumen. In Wien gibt es jährlich Unfälle und Todesfälle deswegen."
https://blog.arnst.cc/monoblock-klimaanlage-umrustung-auf-zweischlauch/ Etwa Zeile 10 ff.
Baal Netbeck schrieb:
Das sind aber nicht pauschal 10 Kelvin für jede Klimaanlage...das mag oft in diesem Bereich ligen, aber es ist doch stark von den Gegebenheiten abhängig.
Ich habe auch nicht behauptet, das die 10°K für jede Anlage gelten. das ist der Messwert für meine Monoblocks, die nicht für das Ansaugen von Aussenluft mit hoher Temperatur geeignet sind.
Ich bin gespannt, was das Gerät von XEXEC schafft.
 
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xexex schrieb:
Wie sind deine Fenster aufgebaut? Bei mir habe ich mir aus Acryl (30% Lichtdurchlässigkeit) schlichtweg eine Platte zuschneiden lassen. Das Fenster bleibt offen, die Platte wird statt der "Scheibe" eingesetzt, Lösung ist perfekt dicht.
Wie klemmst Du die Platte fest? Sobald ein Windhauch dagegen drückt, würde die ohne Befestigung ja gleich wieder rausfallen, ich sehe da ein paar Metall-Teile, die das machen, aber erkennen kann man sie nicht.
 
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