News Speicherpreise im Check: Wann hört die Krise endlich auf?!

Fyrex schrieb:
Aber warum?

Du willst uns also erzählen, das die Preise, die sich von letztem Jahr zu diesem Jahr verfünffacht haben, obwohl die Herstellungskosten fast unverändert sind, bleiben nun einfach auf diesen hohen Niveau, ohne jemals wieder abzusinken? Als hätte es die Zeit bis letztes Jahr nicht gegeben?

Das möchtest du mir also weismachen? Das die aktuellen Preise nicht Ansporn sind, das Angebot massiv zu erhöhen und wir bis ans Ende der Zeit mit Speicher-Mangel zu kämpfen haben?

Ich habe nicht geschrieben das sie nie wieder sinken werden, aber sie werden nicht mehr auf das Niveau von Anfang 2025 sinken.
 
Welchen Zeitraum? Welches Produkt?

Bei welchem Preis werden in exakt 2 Jahren 64 GB DDR5 (bis dahin wird wohl noch kein DDR6 marktüblich sein, falls doch, nehmen wir den) liegen? Inflation berücksichtigen wir selbstverständlich. Also was ist der Benchmark für 17.10.2026?
 
Ein mal angeben mit Speicherkäufen seit der Chose. So die letzten 1-3 Jahre angesammelt.
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Habe im Frühjahr 2025 96 GB DDR5-5200 SO-DIMM gekauft und drei 4 TB-NVMe-SSDs. Glück gehabt. Was ich machen würde, wenn einer der RAM-Riegel den Geist aufgeben oder eine der SSDs abrauchen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Jahrelang habe ich immer ein Backup-System mit etwas veralteten, aber für ihre Zeit leistungsstarken Komponenten gehabt, z.B. eine Lenovo ThinkStation M92p, aber dann letztlich nie gebraucht. Den Ryzen 5700X inklusive Motherboard und 32 GB RAM hätte ich wohl besser behalten...
 
FX-55+ schrieb:
Das kranke an der ganzen Sache ist ja, es herrscht KEINE Knappheit. Genauso wie bei Öl, der Ölpreis ist unten, die Preise sind so gewollt.
Und besonders in Deutschland, lässt sich das durchziehen.
Natürlich herrscht eine Knappheit^^ Auch wenn es mehr als früher gibt, sind diese nicht erhältlich da verkauft.
 
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Immer Server Markt wird eine ganz andere Speicherart benutzt, es gibt also keine generelle Knappheit bei DDR4/DDR5.
 
DarkStarXxX schrieb:
Und bei KI/AI wird es irgendwann so kommen, das die Modelle viel weniger Ressourcen als die aktuellen brauchen, das wird dann vielleicht dazuführen das der ganze Kram eher auch auf Clientseite laufen kann statt nur in Rechenzentren.
Leider ist das so gar nicht im Interesse der KI Unternehmen. Die wollen mit allen Mitteln verhindern, dass lokale Modelle den Abo-Modellen Konkurrenz machen. Die riesen Investitionen müssen sich lohnen, und allein schon deshalb werden sie alles dran setzen, damit die Hardware teuer bleibt. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die den Markt leer kaufen, obwohl sie gar keinen Bedarf mehr haben und das Zeug landet dann in irgendeiner Lagerhalle.
 
Ich glaube nicht dass man beliebig Ressourcenbedarf reduzieren kann bei LLMs.
Man will ja auch ihre Fähigkeiten ausbauen.
Da denke ich eher an eine Mischung aus spezialisierten kleineren Modellen und Hardwareentwicklung die mehr Leistung für weniger Geld relativ ermöglicht. Aber weniger Leistung werden die Modelle vermutlich nicht brauchen. Eher noch mehr^^

Verhindern wollen ist das eine, verhindern können glaub ich die größere Herausforderung in einem freien Wettbwerb.
 
SirSilent schrieb:
Leider ist das so gar nicht im Interesse der KI Unternehmen. Die wollen mit allen Mitteln verhindern, dass lokale Modelle den Abo-Modellen Konkurrenz machen.

Man könnte auch Abos anbieten die auf Lokaler Hardware laufen.
 
Für das Training der Modelle durchaus eine Option. Inferenz lokal is ja durchaus ne Möglichkeit je nach Zweck
 
Syranite schrieb:
Vieleicht auch mal auf die Börse schauen. Das kann morgen schon soweit sein, dass denen das Geld komplett ausgeht. Würde eher sagen spätestens 2027!
Ich würde es begrüßen, glaube es aber nicht so wie die momentan alle agieren.
Ergänzung ()

FX-55+ schrieb:
Das kranke an der ganzen Sache ist ja, es herrscht KEINE Knappheit. Genauso wie bei Öl, der Ölpreis ist unten, die Preise sind so gewollt.
Und besonders in Deutschland, lässt sich das durchziehen.
Also vorallem bei dem 1. Satz könnte man dir den Aluhut des Jahres geben. Welchen Belegen entnimmst du diese Weisheit? Wenn die Fabs im Februar melden das der RAM für das gesamte Jahr bereits verkauft ist, klingt das für mich nicht nach Verknappung. Die Tatsache das es für den aktuellen Need nicht genug Produktionsstätten gibt ist hinreichend belegt.
Ergänzung ()

Flyerdommo schrieb:
Habe im Frühjahr 2025 96 GB DDR5-5200 SO-DIMM gekauft und drei 4 TB-NVMe-SSDs. Glück gehabt. Was ich machen würde, wenn einer der RAM-Riegel den Geist aufgeben oder eine der SSDs abrauchen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Jahrelang habe ich immer ein Backup-System mit etwas veralteten, aber für ihre Zeit leistungsstarken Komponenten gehabt, z.B. eine Lenovo ThinkStation M92p, aber dann letztlich nie gebraucht. Den Ryzen 5700X inklusive Motherboard und 32 GB RAM hätte ich wohl besser behalten...
Fühl ich. Hier liegt nen Z690 Board mit nem 13700K und 64GB DDR4 unterm tisch im Karton. Eigentlich wollte ich den verkaufen, weil ich schon lange keine Hardware mehr auf Backup oder so sammel, allerdings hab ich in letzter Zeit auch so überlegt "Was wenn bei dir irgendwas kaputt geht?"
Da ich beruflich das Ding brauche kann ich halt nicht einfach sagen jo.... fällt der halt nen paar Wochen aus oder läuft mit n bisschen was weniger xD

Das einzige was ich nicht ersetzt bekomme so ohne weiteres is die 4090 ^^
 
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chrismoto schrieb:
Ein mal angeben mit Speicherkäufen seit der Chose. So die letzten 1-3 Jahre angesammelt.
Jetzt weiss ich warum die Preise so hoch sind - weil du alle aufgekauft hast. :evillol:
 
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Endet die eine Krise folgt die Nächste.

Es gab schon früher stark schwankende RAM-Preise, einmal wegen Hochwasser, ein Werk überflutet, in den Jahren danach wurden Preise wegen Dürre/Wassermangel erhöht.

Man weiß halt wie es geht, jetzt muss nur noch die Spieleindustrie die Hardwareanforderungen so hochschrauben, dass unter einer 5090 nichts mehr läuft.

Microsoft hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden, das Windows 11 jetzt weniger Speicher benötigen soll, ist eine gute Werbekampagne, aber auch eine Rechnung die nicht aufgeht.

Es gab mal auf der Cebit in Hannover einen Green-IT-Pavillon, meine Hoffnung damals war das die Entwicklung zu mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch geht, bei gleichbleibenden bezahlbaren Preisen.

KI übernimmt, jedem nur noch ein Smartphone um Trainingsdaten zu liefern.
 
oder wir stellen fest dass es gefährlich ist alle Eier in einen Korb zu legen wie man grade an russischen Rechenzentren sind. War nicht Edge Computing eher eine dezentrale Idee? Muss die Definition nochmal gucken.
 
Wenn ich das hier im Büro betrachte, sind wir richtig gearscht. Kleines Architekturbüro, Investition stehen an für mindestens 5-6 Arbeitsplätze. Nur aktuell ist das einfach nicht wirklich darstellbar, mal eben 25-30K auszugeben. Ich hoffe sehr, auch privat, auf eine mögliche Entspannung.
Privat würde ich gern umrüsten, der alte PC vom Großen Albert noch mit AM3 weiter, bei mir schleppt es sich noch ok.
Diese absurden Preise machen mehr kaputt, als nur Kinderzimmerspaß und AlterMannZockGern Abende. Leider.
 
bart1983 schrieb:
a) Bedingt durch stiegenden Zinsen, geringe Rentabilität & Schuldenquote vieler KI-Firmen und damit ein Ende der Zirkelfinanzierung wird die aufgeblähte KI-Blase platzen. Es wird ungefähr wie beim Dotcom-Crash werden.

Der Vergleich mit der Dotcom-Blase hinkt in zahlreichen Punkten:
  1. Bei der Dotcom-Blase waren andere Akteure für die Pleitewelle verantwortlich, nämlich meist sehr junge, unprofitable Unternehmen, sogenannte Start-ups, wo heute milliardenschwere Konzerne (bezugnehmend auf den Cash-Flow) und / oder mitunter überbewertete Start-ups das Zünglein an der Waage sind. Die Big-Tech-Konzerne werden nicht so schnell umkippen, aber da gibt es ein großes ABER. Die IT-Infrastruktur musste damals erst aufgebaut werden. Heute ist sie Quasistandard. Bei der Dotcom-Blase basierte das Geschäftsmodell auf Hoffnung und damit auf Wachstum vor Gewinn. Heute haben die großen Player ein diversifiziertes Geschäft mit SaaS, APIs, B2B-Verträgen und so weiter, um Verluste querzufinanzieren. Das heißt, bei den großen Marktakteuren würden im Falle des Platzens einer KI-Blase massive Kurskorrekturen stattfinden und Marktstrategien (wieder mehr B2C) angepasst werden, während eine Reihe von Start-ups und Unternehmen ohne große Finanzkraft oder zu hohen Schulden vom Markt fliegen.

  2. Das heiße Eisen liegt ganz woanders, nämlich beim S&P 500. Die Marktkonzentration der Tech-Konzerne ist historisch so riesig, das eine Kurskorrektur (sehr wahrscheinlich in Billionenhöhe) an den Börsenmärkten weltweit einen Tsunami auslösen wird. Das würde vor allem ETFs und Anlagen in der Altersvorsorge treffen, die von den großen Konzernen abhängig sind. Das heißt, die größten Verlierer wären die Privatanleger und wir alle als Steuerzahler, die jetzt schon die Zeche zahlen.

  3. Um die schiere Masse von KI-Rechenzentren zu finanzieren, werden die Tech-Konzerne zur Kaschierung ihrer Bilanzen immer kreativer und nutzen Schattenbanken, Private-Equity-Gesellschaften und Zweckgesellschaften (sog. SPVs zur Risikoverlagerung, was vor allem eine potenzielle Insolvenzmasse isoliert).

  4. Kartenhaus-Effekt: Platzt die KI-Blase, stürzen bei den Tech-Riesen wie Microsoft und Google auch die Cloud-Umsätze ab, weil der Geldkreislauf nicht mehr zirkuliert.

  5. Die unmittelbare Folge wäre eine erneute Bankenkrise, aber dieses Mal durch eine unregulierte Schattenbanken-Finanzierung der KI-Infrastruktur. Da gerade Schattenbanken ein Großteil ihres Geldes bei traditionellen Großbanken leihen, spielt es am Ende keine Rolle, dass die Finanzierung der Tech-Visionen über zig Ecken privat erfolgt; sie schlägt zum "normalen" Bankenwesen durch und damit direkt zu uns.
Oder, um es in einem Bild auszudrücken:

Stelle dir vor, auf einer hochwassergefährdeten Wiese würden nur kleine Häuser stehen. Eine Jahrhundertflut reißt alle Häuser mit. Das war die Dotcom-Blase im übertriebenen Sinne. Heute stehen auf derselben Wiese ein paar große schwere Gebäude. Die würden stehenbleiben, während die alten kleinen Häuser bei einer erneuten Jahrhundertflut mitgerissen werden. Zwar werden auch die Keller der großen Häuser einmal durchgespült, aber die massive Bauweise schützt sie vor dem Totaleinsturz. Die anderen müssen komplett neu bauen.
 
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