Blood011 schrieb:
Keine Frage das hohen Temps auf lebenszeit gehen, aber von wieviel sprechen wir da 9 statt 10Jahre?
Meine 6800XT lief stunden bei 105Grad Hotspot und das täglich einige Stunden über Jahre.
c0x schrieb:
Eine VRAM-Temperatur von 90 °C unter Volllast ist für moderne Grafikkarten (wie GDDR6 oder GDDR6X) völlig unbedenklich und liegt innerhalb der Herstellerspezifikationen. Die Lebensdauer des Grafikspeichers wird dadurch nicht verkürzt; diese liegt in der Regel bei mehreren Jahren bis Jahrzehnten.
Da hier immer wieder nur auf die maximalen Temperaturen und den Herstellerspzifikationen rumgeritten wird:
Das Problem bei Grafikkarten und warum es Ausfälle gibt, sind eben nicht gestorbene Chips (egal ob jetzt GPU o. VRAM). Da habt hier vollkommen recht, die können 1. hohe Temperaturen ab und 2. haben die entsprechende Schutzmaßnahmen (vorzeitge Taktdrosselung, Leistungslimiter, Abschaltung). Aufgrund zu hoher Temperaturen sterben die nicht, eher an Überspannungen, weil davor z.B. irgendwelche Bauteile Hops gegangen sind.
Das Hauptproblem sind die Temperatur
schwankungen. Also die Heatcycles, die eine Grafikkarte über ihre Lebenszeit durchlebt. Die sind bei leistungshungrigen Komponenten wie Grafikkarten auch besonders hoch. Die Heatcycles sorgen dafür, dass Lötstellen mit der Zeit aufbrechen und so der Kontakt von Pins nicht mehr vollständig gewährleistet ist. D.h. abhängig von der Anzahl der Heatcycles und den Temperaturdifferenzen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit des Aufbrechens dieser Lötkontakte. Hier spielt natürlich noch die saubere Verarbeitung eine Rolle, also wie passgenau sind alle Teilkomponenten um irgendwelche zusätzlichen mechanischen Zug-, Druck- o. Scherkräfte auf die Lötstellen zu minimieren.
Und für den Laien ist das erstmal egal, was genau an der Grafikkarte kaputt geht. Obs tatsächlich defekte Chips sind, gebrochene Lötstellen, korrodierte Pads, angebrochene PCIe-Leitungen, kaputte VRMs o. halt die leidliche 12V-2x6 Buchse ist. Die Karte geht erstmal nicht o. nur mit Fehlern.