9/12 Xbox im Test : Microsoft wagt den Aufstand gegen Sony

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Schnittstellen Mensch/Maschine

Die erste Schnittstelle zwischen Box und Spieler ist die grafische Darstellung und bei der spielt der Fernseher eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer in 50cm Entfernung vor einer 50Hz Flimmerkiste im Kaufhaus gestanden hat und danach die Xbox für untauglich hält, wird das wahre Potential dieser Konsole nie kennen lernen. Zu Hause auf einem ordentlichen Fernseher, aus einigen Metern Entfernung und wenn man selbst entspannt zurückgelehnt spielt, ist der Eindruck ein sehr anderer als der, den wir zum Beispiel auf der Xbox Launchparty gewonnen hatten.

Controller von der Seite
Controller von der Seite
Controller von oben
Controller von oben

Das zweite Interface zwischen Mensch und Maschine sind die Controller, auch diese sind unabhängig vom gewählten Spiel von besonderer Bedeutung. Objektiv bleibt festzuhalten, dass die Standardcontroller groß sind. Nur die wenigsten nach ihrer Meinung befragten hatten damit jedoch ernsthafte Probleme. Vielmehr beeindruckten die anderen Eigenschaften der Pads. Neben dem normalen digitalen Steuerkreuz auf der linken Seite, verfügen sie über zwei analoge Sticks, die mit den beiden Daumen sehr gut zu bedienen sind. Beide Sticks sind auch gleichzeitig Tasten, so dass man mit den sechs druckempfindlichen Tasten auf der rechten Seite auf Acht Knöpfe kommt. Dazu an der Vorderseite des Pads zwei analoge Triggertasten, die sich z.B. bestens für Beschleunigung und Bremsen in Rennspielen eignen und last but not least dürfen natürlich die Start und Back Tasten in der Mitte des Pads nicht fehlen. An Steuerungsmöglichkeiten fehlt es also nicht, gut zu erreichen sind sie auch alle, lediglich die Präzision des Steuerkreuzes ist nicht perfekt. In manchen schwierigen Kurven haben wir uns anfangs auch mal statt der Sticks ein Lenkrad herbeigewünscht, etwas Übung hat es dann aber auch getan. Als letztes Feature, das man aber auch schon von der PS2 kennt, sind die Controller standardmäßig mit zwei Motoren ausgerüstet, mit denen sie es ordentlich rumblen lassen können. Inwiefern das überzeugt, hängt in großem Maße vom Geschick der Spieleentwickler ab. Als allgemeiner Kritikpunkt fiel nur ein Klappern auf, das immer dann auftrat, wenn irgendein Schwächling das Pad nicht ordentlich festhalten konnte.

Hat man sich mit Bildschirm und Controllern arrangiert, fehlt nur noch eins um den Spielspaß perfekt zu machen. Gute Spiele!

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