8/8 DDR500-Round-Up : Je teurer desto besser?

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Fazit

Hynix gewinnt diesen Test! Wie jetzt? Ja, richtig gehört. Auf allen Modulen, mit Ausnahme der GeiL Speicherriegel, setzen die Hersteller auf Speicherchips des Chipriesen Hynix. Aber nicht nur Kingston, A-Data und TwinMOS, die hier im Test unter die Lupe genommen wurden, vertrauen Hynix. Auch Corsair und OCZ verbauen diese Chips. Hynix schwimmt zur Zeit dank der großen Nachfrage richtig oben auf. Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller erwartet als viertstärkste Kraft auf dem Weltmarkt im laufenden Geschäftsjahr erstmals nach fünf Jahren Verlustgeschäft wieder Gewinn - gleich einen saftigen von rund 1 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Chips ist derzeit ungebremst und soll auch noch weiter steigen. Eines hat der Test gezeigt: Wenn die richtigen Firmen die gleichen Chips verbauen, kommt auch so gut wie immer das Gleiche dabei heraus. Klingt hart, trifft es aber auf den Kopf. Dementsprechend erklären sich auch die Ergebnisse, die wir hier ermittelt haben.

A-Data „Vitesta“ DDR500
Hardware-Hammer „Supreme Speed“ - So heißt es schon auf den Modulen. Und genau dies haben sie die komplette Zeit gezeigt. Die Module bestechen durch hervorragende Performance während des gesamten Testablaufs. Der Bonus des Übertaktens gibt dem potentiellen Käufer dadurch einen zusätzlichen Schub, sich diese Module mal genauer anzuschauen. Ein kleiner Nachgeschmack existiert aber leider doch. Dadurch, dass dieser Hersteller im Moment noch recht unbekannt ist, gestaltet es sich ein wenig schwierig, entsprechende Module in Shops in Deutschland zu erhalten. Eine Suche bei Google führt aber mit ein wenig Geduld zum gewünschten Erfolg und man findet den einen oder anderen - wenn auch kleinen - Shop. Man stolpert zudem über die Firma Mips-Computer, die, neben den hier getesteten Modulen im DDR500-Standard, ein kleines Spezial anbieten. Für einen Aufpreis von ein paar Euro bieten sie vorab getestete Module, die zweifelsfrei, wie auch wir das im Test gezeigt haben, eine Taktung von DDR550 überstehen. In diesem Test gehören die Module trotzt relativ weniger Anbieter zu den günstigsten, wenn man in dieser Region überhaupt davon reden darf. Ein Preis von derzeit 238 Euro (Mips-Computer, Stand 11.07.04) ist in dieser Kategorie ungeschlagen. Gepaart mit der besten Leistung im Test vergeben wir somit unsere höchste Auszeichnung, den Hardware-Hammer.

GeiL „Golden Dragon“ DDR500
Den Schönheitspreis in Sachen Verpackung haben die Module von GeiL sofort am Start gewonnen. Und was kam dann? In den normalen Regionen von DDR400 bis hin zu DDR500 verrichten die Module souverän ihre Arbeit. Ein negativer Aspekt dabei war allerdings, dass die Module als einzige im Test nur bei 2,8 Volt problemlos laufen wollten, darunter waren bessere Timings überhaupt nicht stabil zu betreiben. Angekommen bei DDR500, liefern sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen allen Teilnehmern. Wenn hier der Schlußstrich gezogen würde, dann könnte man die Modulen als eine gute Wahl bezeichnen, da sie immer gleichauf mit der starken Konkurrenz liegen. Doch darüber war prompt Schluss. Nur zwei, drei Megahertz über dem vorgegebenen Wert führten zum Absturz. Auch schlechtere Timings verhalfen nicht zum Erfolg. Der Preis der Module hat sich - wie eingangs schon erwähnt - gewaschen: 330 Euro für das hier getestet Paket sind zu berappen, was, die Anmerkung sei gestattet, rund 100 Euro mehr als für die A-Data-Module bedeutet und für die gebotene Leistung definitiv zu viel ist.

Kingston HyperX DDR500
Good Job! So könnte man die Arbeit der Kingston-Ingenieure bewerten, wenn man die optisch sehr ansprechenden Module nach dem Test betrachtet. Als weiterer Ableger der HyperX-Serie setzt man das fort, wofür dieser Name bekannt geworden ist. Perfekte Funktionalität und Luft sowohl nach oben als auch nach unten. Aber gutes Material hat auch hier seinen Preis. Beim Preisvergleich Geizhals.at stehen für das Dual-Channel-Kit 350 Euro und mehr auf dem Papier (der Preis ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen).

TwinMOS TwiSTER DDR500
Leistung-Hammer Als letzter Kandidat kommen die TwinMOS-Module an die Reihe. Im Photofinish muss man sich letztendlich den A-Data-Modulen geschlagen geben, wenn es um die doch kaufentscheidende Frage nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis geht. Die rund 20 Euro Mehrkosten (260,- Euro) bei gleicher Leistung sind an dieser Stelle letztendlich ausschlaggebend. Gute Leistung und sehr gutes Overclocking gepaart mit dem Namen TwinMOS machen das Set dennoch zu einem Produkt erster Wahl. Wer auf der Suche nach einem guten Dual-Channel-Kit ist, mit dem im Normalbetrieb sicherlich nichts schief gehen kann, der kann auch hier zugreifen. So vergeben wir an dieser Stelle den zweiten Award in unserem Test, den Leistungs-Hammer.

Die ebenfalls nochmals mit aufgeführten OCZ-Module sind bei OC-Wear erhältlich.

Hinweis:
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die von uns auf einem IC7 der Firma Abit erreichten Ergebnisse nicht ohne weiteres auf andere Platinen übertragen werden können. Darüber hinaus kann nicht garantiert werden, dass die im Handel erhältlichen Module ebenfalls die Leistung der Module bieten, die uns zum Test von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Das Übertakten von Komponenten kann außerdem zu Fehlern oder gar zur Beschädigung von Bauteilen führen.

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