6/12 Asus CT-479 Pentium M Adapter im Test : Sockel doch mal um!

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Overclocking

Wie im Artikel „Pentium M im Desktop-PC“ schon erwähnt, lässt sich ein Pentium M problemlos übertakten. Dies bestätigt auch der Overclocking-Test mit dem CT-479. Zwar sind die Übertaktungsmöglichkeiten des Adapters stark an das verwendete Mainboard und dessen BIOS-Version gebunden, aber sofern man das BIOS regelmäßig aktualisiert, kann man aus dem Notebook-Prozessor noch so einiges herausholen. Eine Liste, auf der die Funktionen verschiedener Mainboards und BIOS-Varianten (zusammen mit einigen Tipps zur Verwendung des CT-479) aufgeführt sind, ist in unserem Forum zu finden.

Um die CPU zu mehr Leistung zu überreden, musste wieder einmal das Verhältnis zwischen Frontside-Bus und Multiplikator ausgelotet werden. Da allerdings in der BIOS-Version 1021 noch keine Option zum Multiplikator vorhanden war, mussten wir uns einiger Tools bedienen, um diese Justierung zumindest unter Windows vornehmen zu können. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass sämtliche Einstellungen beim nächsten Neustart verloren gehen und erneut vorgenommen werden müssen. Folgende Programme helfen dem Anwender dabei, das Optimum aus seinem PC herauszuholen:

ClockGen

Mit diesem Programm kann man verschiedene Taktraten im System verändern. Dabei lässt sich das System nicht nur über-, sondern auch untertakten. Verändert werden können der Systemtakt, der Einfluss auf die CPU und den Arbeitsspeicher hat, und der PCI- und AGP-Takt. Auf der Website CPUID.org steht das Programm in verschiedenen Versionen für die gängigsten Mainboards zum kostenlosen Download bereit.

Clockgen
Clockgen

EIST

EIST ist nicht nur die Abkürzung für „Enhanced Intel SpeedStep Technology“, sondern auch ein Programm, das es dem Anwender ermöglicht, den CPU-Multiplikator und die Spannung der CPU manuell zu verändern. Dabei beschränkt sich die Auswahl auf die von Mainboard und CPU zugelassenen Einstellungen. Auch EIST ist auf CPUID.org zu finden.

EIST
EIST

i865/i875P/i848 Tweaker

Mit Hilfe dieses Tools lassen sich alle Werte, die sich auf den Arbeitsspeicher beziehen, im laufenden Betrieb ändern - vorausgesetzt, man verwendet ein Mainboard, das auf dem i875P-, i865- oder i848-Chipsatz basiert. Wie bei den vorangegangenen Programmen steht auch der Tweaker auf CPUID.org zum Download bereit.

Itweaker
Itweaker

RightMark CPU Clock Utility

Von dem Open-Source Projekt RightMark stammt das CPU Clock Utility. Dabei handelt es sich um ein Programm, das neben verschiedenen Monitoring-Funktionen wie CPU-Takt und -Auslastung auch einige Optionen bietet, die auf Funktionen der CPU Einfluss nehmen. Unter anderem ist es möglich, eine Art „SpeedStep“ zu aktivieren, wobei der Multiplikator und damit der Takt der CPU in Abhängigkeit der Belastung geregelt wird. Wie aber schon im Abschnitt „BIOS“ gesagt, ist ein echtes SpeedStep, bei dem auch die Spannung geregelt wird, aufgrund fehlender Unterstützung vom Thermal Monitor 2 des Pentium M nicht möglich.

Zu finden ist das Programm im Download-Bereich auf RightMark.org.

Ab BIOS 1022 ist der Einsatz dieser Tools bei Prozessoren mit B1-Stepping nicht mehr erforderlich, da alle relevanten Einstellungen schon im BIOS vorgenommen werden können. Ab Version 1023 können auch C0-Prozessoren vollständig über das BIOS konfiguriert werden. Allerdings ermöglichen die Programme das Ändern der Werte im laufenden Betrieb und ohne ständige Neustarts, wodurch sie das Herantasten an das maximal Machbare deutlich erleichtern.

Während unserer Test stießen wir immer wieder an die Grenzen der unterschiedlichen Prozessoren. So vertrug unser Pentium M 755 (2,0 GHz) mit B1-Stepping maximal 166 MHz Systemtakt bei einem Multiplikator von 15, also 2,49 GHz. Aber auch hier gibt es schon erste Probleme, da der Betrieb bei der Standard-Spannung von 1,34 Volt nicht möglich ist. Um die CPU zur Arbeit zu überreden, muss die Spannung auf 1,5 Volt angehoben werden. Mehr Leistung lässt sich aus den CPUs mit C0-Stepping herausholen. Mit 1,568V konnten wir bis zu 2,78 GHz bei 174 MHz Systemtakt (x16) erreichen. Wird der Multiplikator verringert, kann der FSB selbst bei niedrigerer Spannung weiter angehoben werden. Ab 2,8 GHz war aber zumindest mit unserem Pentium M 770 (2,13 GHz) kein Betrieb mehr möglich.

Die beste Kombination aus FSB und Multiplikator erreichten wir mit 2,6 GHz CPU- und 200 MHz Systemtakt (x13). Hier wurde die CPU im vom Pentium 4 bekannten FSB800 betrieben und auch der Arbeitsspeicher konnte synchron zur CPU, also mit Dual Channel DDR400 seine ganze Leistung ausspielen, wie die Benchmarks beweisen werden. Dazu musste nicht einmal die CPU-Spannung angehoben werden, da das System bereits bei 1,356 Volt stabil lief. Die Speicher-Timings haben wir in diesem Fall „by SPD“, also automatisch vom Board, einstellen lassen.

Zur Herangehensweise: Um einen derart schnellen Systemtakt bei den uns zur Verfügung stehenden Prozessoren zur erreichen, muss der Takt unbedingt im BIOS eingestellt werden, da einhergehend mit der Einstellung „200 MHz“ die Timings auf dem Bus entschärft werden. Schon der Wert „199 MHz“ hatte bei uns zur Folge, dass das System nicht länger bootete.

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