4/14 Samsung Galaxy S im Test : Apple iPhone, halt dich fest

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Design und Verarbeitung

„Oh, ein iPhone 3GS! – nein, doch nicht“. Die Ähnlichkeit des Samsung Galaxy S I9000 mit dem iPhone von 2009 ist kaum zu übersehen. Ohne den Samsung-Schriftzug über dem Display und mit entsprechend Apple-typischer Home-Taste wäre es kaum vom Apple-Smartphone der letzten Generation zu unterscheiden. Kaum – denn die Unterschiede liegen auf der Rückseite und im Detail.

Doch der Reihe nach: Ein Vergleich mit Konkurrenten in dieser Preis- und Güteklasse böte sich natürlich an. Viele Möglichkeiten, ein ebenso schlankes wie elegantes Smartphone auch möglichst schlicht zu gestalten, gibt es nicht. Insofern ist Samsung kein Vorwurf in Sachen Design zu machen – und sich von der äußeren Gestalt der Geräte anderer Hersteller inspirieren zu lassen, ist schließlich auch eine Art Kompliment.

Samsung Galaxy S von schräg links, Display deaktiviert
Samsung Galaxy S von schräg links, Display deaktiviert

Samsung hat diesmal viel Wert auf Symmetrie gelegt. Horizontal wie vertikal unterscheiden sich die beiden Hälften nur in der Beschriftung und dem Vorhandensein von Tasten. Auf der Rückseite besitzt das Gehäuse am unteren Ende aber eine emporragende Wölbung.

Dort – auf dem rückseitigen Deckel – befinden sich auch die Öffnungen für die Kamera-Optik und den Lautsprecher. Neben dem unten platzierten Herstellerschriftzug wird weiter oben auch mit dem Google-Logo geworben. Zu den Kanten ist die Rückseite harmonisch abgerundet, sodass die Form des Galaxy S für Hände gut greifbar ist. Leider wurde auf eine Gummierung zur Verbesserung der Haptik zugunsten der mit winzigen Punkten verzierten Hochglanz-Optik verzichtet.

Die Vorderseite besticht durch den Rahmen im Silber-Look. Passend hierzu ist auch der Samsung-Schriftzug über dem Display in reflektierendem Silber gestaltet. Unter dem Bildschirm befinden sich zwei kapazitive Tasten, die in der Mitte durch eine echte Drucktaste ergänzt werden.

Vorherrschend ist dennoch das immerhin 44,29 Quadratzentimeter große Display (4,0" in der Diagonale). Es nimmt nämlich rund 70 Prozent der vorderseitigen Oberfläche (zirka 62 cm²) ein. Im Gegensatz zu anderen Bildflächen ist es auch im ausgeschalteten Zustand nahezu schwarz und nur schlecht vom schwarzen Kunststoff zu unterscheiden.

An der unteren Kante befindet sich eine äußerst kleine Öffnung für das Mikrofon sowie eine Aussparung zum Entfernen der Rückseitenverkleidung. Die obere Kante bietet der 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie dem durch eine zur Seite schiebbare Abdeckung geschützte Micro-USB-Eingang Platz.

Ob das Galaxy S I9000 gefällt, ist eine Frage des Geschmacks. Kommentare, die das Gerät als „Plastikbomber“ bezeichnen, findet man im Internet mittlerweile zuhauf. Auch die oberflächliche Ähnlichkeit mit dem iPhone 3GS wird oft als Anlass zur Kritik genommen. Wir empfinden das Galaxy S als schick und modern, andererseits ist es aber auch ziemlich unspektakulär.

Samsung Galaxy S von links, flach
Samsung Galaxy S von links, flach
Samsung Galaxy S Funktionstasten (Ausschnitt von rechts)
Samsung Galaxy S Funktionstasten (Ausschnitt von rechts)
Samsung Galaxy S von oben (Ausschnitt)
Samsung Galaxy S von oben (Ausschnitt)
Obere Hälfte des Samsung Galaxy S von rechts (Ausschnitt, nah)
Obere Hälfte des Samsung Galaxy S von rechts (Ausschnitt, nah)

Für ein Smartphone dieser Preisklasse hat Samsung beim verwendeten Material ziemlich gespart. Von hochwertigem Metall keine Spur, Kunststoff in Hülle und Fülle. Auffällig ist auch das für ein Gerät dieser Größe besonders geringe Gewicht von nur 119 Gramm. Dies bringt gewisse Vorteile mit sich – ein paar Gramm mehr hätten die gefühlte Wertigkeit des Galaxy S aber schon deutlich erhöht.

Über die Verarbeitung lässt sich aber kaum Negatives sagen. Alle Gehäuseelemente passen nahtlos zusammen, der Deckel auf der Rückseite lässt sich schon mit wenig Mühe entfernen und erzeugt auch dann keine Geräusche, wenn man fest zudrückt. Befürchtungen um unzureichende Stabilität des Gehäuses aufgrund des verwendeten Materials sind daher nur Vorurteile. Am inneren Rand des silbernen Rahmens fängt sich bedauerlicherweise recht viel Staub, sodass dieser gelegentlich mit einem Tuch entfernt werden sollte. Dasselbe trifft auf die Ränder der Home-Taste zu.

Die Verkleidung der Rückseite lässt sich ohne großen Aufwand entfernen. Die SIM-Karte lässt sich anschließend zwar bei eingebautem Akku einsetzen, aber aufgrund der Konstruktion nicht im gleichen Zustand entfernen – die microSD-Speicherkarte hingegen schon.

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