2/10 Scythe Mugen 3 im Test : Neue Runde für den 120-mm-Towerkühler

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Kühler im Detail

Der Scythe Mugen 3 erinnert nur noch entfernt an seine Wegbereiter. Das charakteristische Erkennungsmerkmal, welches durch den Mugen 2 geprägt und nun erneut aufgegriffen wurde, liegt in der Separierung des Lamellenturmes in mehrere, nahezu unabhängige Elemente. Beim Mugen 3 sind insgesamt 18 der 48 Aluminiumlamellen in sechs Dreiersequenzen noch an verjüngter Stelle verbunden, um eine stabilisierende Wirkung zu erzielen. Der Abstand der Lamellen, welche auf die Heatpipes aufgesteckt sind, beträgt relativ großzügige 1,9 Millimeter zueinander, sodass eine gewisse Optimierung auf niedrige Luftgeschwindigkeiten hin zu erahnen ist.

Scythe Mugen 3 Retailverpackung
Scythe Mugen 3 Retailverpackung
Scythe Mugen 3 Kühlkörper
Scythe Mugen 3 Kühlkörper
Vier nahezu eigenständige Kühltürme
Vier nahezu eigenständige Kühltürme

Sechs 6-mm-Heatpipes, und damit ein Exemplar mehr als beim Vorgänger, hat Scythe seinem Mugen 3 spendiert. Diese sind in bekannter U-Formierung eingefasst und dabei derart aufgebogen, dass jeweils drei der Heatpipe-Enden in den geteilten Einzeltürmen des Radiators münden.

Die vollkupferne Basis des Mugen 3 weist eine Dicke von neun Millimetern auf und ist komplett eben. Ihr optisches sowie qualitatives Finish hat sie, wie bei Scythe-Kühlern mittlerweile üblich, durch eine vernickelnde, verspiegelnde Oberflächenbehandlung erfahren.

Verspiegelnd vernickelte Bodenplatte
Verspiegelnd vernickelte Bodenplatte
Sechs schwungvoll gebogene Heatpipes
Sechs schwungvoll gebogene Heatpipes
Scythe Mugen 3 Komplettset
Scythe Mugen 3 Komplettset

Qualitativ findet der Scythe-Spross einen ansprechenden Kompromiss zwischen Materialgüte sowie Verarbeitungsfeinheit und entsprechender Preisgestaltung. So spielt der Mugen 3 im Blick auf die Robustheit der Konstruktion, Anmutung und Haptik klar eine Klasse unter den Edelprodukten von Thermalright, Prolimatech oder Noctua, kostet jedoch auch nur wenig mehr als die Hälfte.

Scythe Slip-Stream-Serienbelüftung
Scythe Slip-Stream-Serienbelüftung
Etwas lockere Drahtbügelhalterung für den Lüfter
Etwas lockere Drahtbügelhalterung für den Lüfter
Qualitativ gefälliges Finish
Qualitativ gefälliges Finish

Aufgrund der symmetrischen Bauform kann der Mugen 3 grundsätzlich mit maximal zwei Lüftern im 120-mm-Format betrieben werden. Allerdings liegen dem Kühler nur zwei Drahtbügelklammen zur Befestigung eines Ventilators bei. Dieser stammt in der Serienkonfiguration aus der beliebten Scythe Slip-Stream-Serie und arbeitet im PWM-Betrieb laut Hersteller in einem Drehzahlbereich zwischen 300 und 1.600 U/min.

Die Spannung der Drahtbügel ist etwas lockerer als gewohnt, sodass man den Lüfter am Kühlkörper noch problemlos verschieben kann. Auf eine Entkopplung zwischen Metall und Lüfterrahmen, etwa durch Gummieinbringungen, wird seitens Scythe leider nach wie vor verzichtet.

Als weitere Auffälligkeit kann abschließend der relativ große Abstand zwischen den Lamellen und dem Lüfter genannt werden. Etwa ein halber Zentimeter Freiraum existiert aufgrund der abgestuften Fassung der Lamellen zwischen diesen und dem eingespannten Lüfter. Offenbar verspricht sich Scythe von dieser Distanz einen besseren Lufttransfer und geringere Hot-Spot-Ausbildung.

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