9/9 Core i7-5820K und 5960X im Test : Intel Haswell-E mit sechs und acht Kernen

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Fazit und Empfehlung

Die Krone als im Schnitt schnellste Desktop-CPUs trägt seit heute der Core i7-5960X Extreme Edition mit acht Kernen und 16 Threads für kaum bezahlbare 999 US-Dollar. Der Tipp für den normalsterblichen Anwender mit Sechs-Kern-Ambitionen ist allerdings der Core i7-5820K.

Der kleinste „Haswell-E“ markiert für 350 Euro den Einstieg in die neue Plattform. Dabei bietet er dieselbe Leistung wie das letztjährige Flaggschiff Core i7-4960X – bei geringerer Leistungsaufnahme und für 500 Euro weniger. Was wie ein Schnäppchen klingt, erhält durch die hohen Kosten für die Plattform in Form von X99-Mainboard und DDR4-Speicher allerdings noch einen Dämpfer. Mit gut 50 Prozent Aufschlag beim RAM und Mainboards oberhalb von 200 Euro ist „Haswell-E“ auch mit der kleinsten CPU zum Start eine teure Plattform.

Core i7-5960X und Core i7-5280K im Test
Core i7-5960X und Core i7-5280K im Test

Der Core i7-5930K hat als mittleres Modell im Jahr 2014 massiv an Attraktivität eingebüßt. Sein Vorgänger i7-4930K war seinerzeit der Einstieg in die Welt mit sechs CPU-Kernen, jetzt bietet der 5930K im Vergleich zum 5820K lediglich sechs Prozent mehr Takt bei gleicher Anzahl an Kernen und zwölf zusätzliche PCI-Express-3.0-Lanes für Grafikkarten. Dafür will Intel 170 Euro mehr. Da die zusätzlichen Lanes für Privatanwender mit maximal zwei Grafikkarten allerdings keine Rolle spielen und der Takt über den freien Multiplikator leicht egalisiert werden kann, wird der Core i7-5930K zu dem anvisierten Preis ein Schattendasein fristen.

Wenn Geld weniger eine Rolle spielt, oder die Arbeitsumgebung jeden zusätzlichen Kern in wertvolle Zeitersparnis umsetzen kann, dann erfolgt der Griff ab heute zum Core i7-5960X Extreme Edition. Acht Kerne und 16 Threads sind im Desktop-Umfeld bisher einzigartig, die Anwendungsleistung bisher unerreicht. Und auch wenn es Spiele gibt, die mit acht Kernen schlechter laufen als mit sechs, steht der CPU auch in diesem Segment keine Hürde im Weg.

Im Test: Zwei Mal Haswell-E auf Mainboards von Asus und Gigabyte
Im Test: Zwei Mal Haswell-E auf Mainboards von Asus und Gigabyte

Die abschließende Empfehlung lautet: Warten! Das wird auch von ComputerBase bei IT in der Regel nicht. Doch angesichts noch für September und Oktober ausstehender Ankündigungen von auch günstigeren Mainboards sowie der aktuell nur begrenzten Auswahl an DDR4-Speicher sollten selbst sehr interessierte Leser die Füße noch ein wenig still halten. Wer viel Leistung in erster Linie zum Spielen braucht, dem genügt auch nach „Haswell-E“ die Vier-Kern-Plattform „Haswell“ (oder deren Vorgänger). Die neuen Sechs- und Acht-Kern-CPUs spielen ihren Vorteil erst in Anwendungen aus. Ein Umstieg von sechs Kernen der beiden Vorgängergenerationen oder auch nur von „Sandy Bridge“, „Ivy Bridge“ und „Haswell“ mit vier Kernen ist nicht anzuraten.

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