Intel-Prozessoren im Test : Core i5-6500, 5675C und 4690 im Vergleich der Generationen

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Intel-Prozessoren im Test: Core i5-6500, 5675C und 4690 im Vergleich der Generationen

Zum Weihnachtsgeschäft 2015 buhlen drei Generationen an Vier-Kern-Prozessoren von Intel um die Käuferschaft. Den Einstieg in die Welt der Quad-Cores markiert seit Jahren der Core i5. Die Preisspanne der verschiedenen Modelle reicht von 170 bis 250 Euro. Doch welche CPU sollte den Zuschlag erhalten?

Um die kleinsten Modelle sollte in der Regel ein Bogen geschlagen werden, sie sind extrem im Takt kastriert. Bei der neuesten Generation Skylake fällt der Einschnitt drastisch aus: Während der schnellste Core i5 in der 65-Watt-Klasse als Core i5-6600 immer mit 3,6 bis 3,9 GHz arbeitet, bleiben beim Core i5-6400 nur noch 3,1 bis 3,3 GHz übrig – ohne Turbo sind es nur 2,7 GHz. Aber auch bei den teuersten Vertretern ist Vorsicht geboten, denn wie immer lässt sich der Hersteller das letzte Quentchen Leistung besonders vergüten.

In diesem Generationenvergleich richtet sich der Blick deshalb auf die goldene Mitte in Sachen Preis und Leistung: Der Core i5-4690 aus der Generation Haswell kostet 215 Euro, der Core i5-5675C als kleinster Desktop-Prozessor der Generation Broadwell ist ab 220 Euro gelistet und der Core i5-6500 der aktuellen Generation Skylake ist ab 200 Euro verfügbar. Haswell und Broadwell laufen auf alten Boards mit Sockel LGA 1150, Skylake braucht neue Platinen mit LGA 1151.

Intel Core i5-4690, 5675C und 6500 im Vergleich
Intel Core i5-4690, 5675C und 6500 im Vergleich

Der Core i5-6500 wurde der Redaktion von Caseking.de, der Core i5-5675C von Mindfactory.de leihweise zur Verfügung gestellt.

Core i5-4690, 5675C und 6500 im Vergleich

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der älteste Prozessor im Vergleich den höchsten Takt verspricht. Der 22-nm-CPU stehen aber auch 19 Watt mehr TDP zur Verfügung. Der Core i5-5675C bietet hingegen die stärkste integrierte Grafik, deren Zusatzspeicher eDRAM auch dem klassischen CPU-Teil des Prozessors als L4-Cache zur Verfügung steht. Dafür ist der L3-Cache der kleinste im Vergleich. Der von Intel beworbene Turbotakt auf einem Kern unterscheiden sich nicht vom Core i5-6500, der in der Basis wiederum 100 MHz höher taktet. Doch die vermeintliche Chancengleichheit täuscht.

Modell Codename Fertigung Kerne /
Threads
CPU-Takt/
max. Turbo
L3 Grafik TDP Preis
(real)
i5-6500 Skylake 14 nm 4/4 3,2/3,6 GHz 6 MB HD 530 65 W 200 Euro
i5-5675C Broadwell 14 nm 4/4 3,1/3,6 GHz 4 MB Iris Pro 6200 65 W 220 Euro
i5-4690 Haswell 22 nm 4/4 3,5/3,9 GHz 6 MB HD 4600 84 W 215 Euro

Wie der Test von Core i5-6600K und Core i7-6700 gezeigt hat, hat Intel dem Turbo-Modus mit Skylake die Daumenschrauben angelegt. So kommt es, dass die älteren CPUs bei Last auf mehreren Kernen höhere Turbotakraten einsetzen. Der Core i5-5675C ist dem Core i5-6500 dadurch in drei von vier Szenarien mit 100 oder gar 200 MHz Takt überlegen. Skylake könnte den Nachteil aber über die neue Architektur ausgleichen.

Modell Basis-Takt Turbo 1 Kern Turbo 2 Kerne Turbo 3 Kerne Turbo 4 Kerne
i5-6500 3,2 GHz 3,6 GHz 3,5 GHz 3,4 GHz 3,3 GHz
i5-5675C 3,1 GHz 3,6 GHz 3,6 GHz 3,5 GHz 3,5 GHz
i5-4690 3,5 GHz 3,9 GHz 3,9 GHz 3,8 GHz 3,7 GHz
Turbo 1 Kern: Maximaltakt bei Belastung eines Kerns
Turbo 2 Kerne: Maximaltakt bei Belastung von zwei Kernen
Turbo 3 Kerne: Maximaltakt bei Belastung von drei Kernen
Turbo 4 Kerne: Maximaltakt bei Belastung von vier Kernen

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