AMD-Gerüchte : Benchmarks zu Bristol Ridge und vage Details zu Vega

, 101 Kommentare
AMD-Gerüchte: Benchmarks zu Bristol Ridge und vage Details zu Vega
Bild: BodNara

Nach dem Produktfeuerwerk im Sommer ist bei AMD erst einmal Ruhe eingekehrt, der Start der nächsten Modelle wird vorbereitet. Dazu zählt die APU Bristol Ridge für Desktop-PCs, zu der erste inoffizielle Benchmarks aufgetaucht sind, und Vega als kommende High-End-GPU, über deren Leistungsfähigkeit neue Details kursieren.

Vega mit 12 TFLOPS Leistung?

Die Gerüchteküche Fudzilla und das Blog Videocardz streuen Informationen zu Vega. Demnach soll dessen für Spiele relevante Single-Precision-Leistung (FP32) bei sehr hohen 12 TFLOPS liegen, womit AMD Nvidias GP100 als schnellste Tesla-Lösung mit ihren 10,6 TFLOPS übertreffen würde. GP102 auf der neuen Titan X erreicht 11 TFLOPS. Wie Nvidias Pascal kann auch Vega mit reduzierter Genauigkeit (FP16) arbeiten, die bei einigen professionellen Berechnungen die Leistung noch einmal deutlich nach oben schrauben kann. Dann beträgt die Rechenleistung 24 TFLOPS – Nvidias Flaggschiff schafft 21,2 TFLOPS.

Vega 10 als erste Ausbaustufe soll 64 Compute Units (CU) bieten und mit 16 GByte HBM2 ausgestattet sein. Die Speicherbandbreite soll bei 512 GByte/s liegen, die TDP wird mit 225 Watt beziffert. Sofern auch bei Vega wie bei Pascal je CU 64 ALUs Verwendung finden, müsste der Takt der GPU bei knapp unter 1.500 MHz liegen, um 12 TFLOPS zu erreichen. Das wären 250 MHz mehr als Polaris auf der Radeon RX 480 erreicht, für einen größeren Die ist das ungewöhnlich. Gut möglich, dass AMD bei Vega nicht an der Konfiguration der CUs von Polaris festhält.

Bristol Ridge schlägt Vorgänger Kaveri deutlich

Aus Korea kommen derweil erste Tests zum neuen APU-Topmodell A12-9800 aus der Familie Bristol Ridge. Auf neuer AM4-Plattform inklusive neuem B350-Chipsatz und DDR4 verbraucht das System dabei zudem deutlich weniger Energie, allen voran im Leerlauf, dort sinkt die Leistungsaufnahme des gesamten Systems von 56 auf 32 Watt, während es in Prime von 154 auf 127 Watt heruntergeht – ein 96-Watt-Vorgänger kämpft hier aber auch gegen ein neues 65-Watt-Modell. Trotz dieser TDP-Einstufung schafft es der Neuling in Benchmarks bis zu 25 Prozent mehr Leistung zu bieten, allen voran in Grafiktests: dort geht es im Extremfall um 32 Prozent nach oben.

Die neuen Prozessoren sind bereits für OEMs verfügbar und sollen nach letztem Stand der Informationen im vierten Quartal auch im Einzelhandel verfügbar sein. An den passenden Platinen arbeiten die Mainboardhersteller derzeit noch, sodass es zum Jahresende eine erste Auswahl gegeben ist, die im neuen Jahr 2017 mit dem großflächigen Start von Zen komplettiert wird.