be quiet! Silent Loop im Test: Kompaktwasserkühlung mit flüsterleiser Pumpe

 5/5
Thomas Böhm
253 Kommentare

Fazit

Die Kooperation von be quiet! und Alphacool hat eine überzeugende Kompaktwasserkühlung hervorgebracht. Die Kühlleistung mit den Serienlüftern ist zwar nur im Mittelfeld der getesteten Kühlungen, dafür punktet die AiO aber mit einer flüsterleisen Pumpe sowie sehr laufruhigen Serienlüftern bis hinunter auf 600 U/min. Als bisher einzige getestete Kompaktwasserkühlung ist es beim Silent Loop nicht notwendig (und deshalb auch nicht vorgesehen), die Pumpe zu drosseln, um sie bei geschlossenem Gehäuse nicht mehr wahrnehmen zu können.

be quiet! Silent Loop
be quiet! Silent Loop

Als solches Gesamtpaket erhält die CPU-Kühlung die Redaktionsempfehlung, denn der Silent Loop muss sich in Bezug auf die Lautstärke im Leerlauf nicht hinter hochwertigen Luftkühlern verstecken. Die Kühlleistung mit den Serienlüftern sollte auch für übertaktete Prozessoren problemlos ausreichen – wenn noch mehr gewünscht ist, können die Ventilatoren gegen Exemplare mit geschlossenem und quadratischem Rahmen ausgewechselt werden, was bei gleicher Drehzahl in einer spürbaren Steigerung der Kühlleistung resultiert.

Nachfüll-, aber nicht mehr erweiterbar

Eine Konsequenz aus der sehr leisen Pumpe ist im Vergleich zur sehr ähnlichen Alphacool Eisbaer der Wegfall der Erweiterbarkeit. Der be quiet! Silent Loop kann zwar nachgefüllt werden, aufgrund des Verzichts auf einen Ausgleichsbehälter an der Pumpe und vermutlich ebenso durch die niedrigere Pumpendrehzahl ist eine Erweiterung allerdings nicht vorgesehen – und wird daher auch nicht von der Herstellergarantie abgedeckt. Wer eine modulare Kühlung sucht, ist besser bei dem Produkt von Alphacool aufgehoben; den Zweck einer reinen CPU-Kühlung erfüllt hingegen der Silent Loop durch die hochwertigeren Lüfter und die leisere Pumpe besser.

Vollkupfer-Radiatoren haben immer noch Seltenheitswert

Von der gehobenen Materialwahl profitieren hingegen beide Kühlungen: Ein Radiator aus Kupfer sorgt für eine potenziell längere Lebensdauer der Kühlungen, womit fast alle AiO-Konkurrenten überboten werden. Nur die Predator von EKWB kann ebenfalls mit einem Kupferradiator und Modularität punkten, jedoch sind die darin verbaute Pumpe und deren Serienlüfter lauter als die des be quiet! Silent Loop.

Für die höchste Kühlleistung, aber ohne Nachfüllmöglichkeit, nur mit Aluminiumradiator und mit deutlich lauterer Pumpe gibt es alternativ den Arctic Liquid Freezer 240 für günstige 75 Euro. Wer hingegen eine wassergekühlte CPU ohne lästige Pumpengeräusche möchte und Aufwand sowie Mehrkosten einer Custom-Wasserkühlung scheut, ist mit dem be quiet! Silent Loop am besten beraten – auch wenn kein neuer Leistungsrekord aufgestellt wird. Die Preisempfehlung von 129,90 Euro ist zwar nicht günstig, für das Gebotene aber noch angemessen.

be quiet! Silent Loop (240)
Produktgruppe AiO-Kühlungen, 27.09.2016
  • Kühlleistung
    +
  • Lüfter
    ++
  • Pumpe
    ++
  • Montage
    +
  • Ausstattung
    O
  • Sehr leise Lüfter
  • Pumpe bei geschlossenem Gehäuse nicht wahrnehmbar
  • Kühlleistung im niedrigen Drehzahlbereich
  • Lüfter nicht optimal für den Radiatoreinsatz geeignet
ComputerBase-Empfehlung für be quiet! Silent Loop (240)

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.