EK Predator 240 im Test : Modulare All-in-One mit Laing DDC und Radiator aus Kupfer

, 79 Kommentare
EK Predator 240 im Test: Modulare All-in-One mit Laing DDC und Radiator aus Kupfer

Die EK Predator 240 stellt in zweierlei Hinsicht ein Novum unter den von ComputerBase gestesteten AiO-Kühlungen dar: Als erste bisher getestete Kühlung integriert sie die Pumpe nicht im CPU-Kühlblock, sondern im Radiator. Dabei ist sie mit Abstand die teuerste Kühlung im Test. Für die Version mit 240-Millimeter-Radiator von EK Water Blocks werden aktuell stolze 220 Euro aufgerufen.

Ungewöhnliche Pumpe in einer AiO

EK Water Blocks hat sich vor der Veröffentlichung der Predator bereits einen Namen im Bereich Wasserkühlung gemacht – allerdings für Custom-Wasserkühlungen. Das sind Wasserkühlungen, die vom Anwender aus Einzelkomponenten zusammengestellt werden. Die Predator nutzt daher auch keine der üblichen AiO-Pumpenlösungen von Asetek und Co. Stattdessen ist im Wärmetauscher eine Laing DDC verbaut. Diese Pumpe ist in Custom-Wasserkühlungen bekannt: Sie verbindet eine sehr kompakte Baugröße mit hoher Leistung.

EK Predator 240
EK Predator 240

Zur Kühlung der CPU kann der slowenische Hersteller daher einen normalen CPU-Kühlblock nutzen, wie er ebenfalls in Custom-Wasserkühlungen eingesetzt wird. Folgerichtig für diese Komponenten ist die Predator auch erweiterbar: Standardisierte 1/4"-Gewinde treffen auf Anschraubtüllen und Schlauch mit einem Außendurchmesser von 16 und Innendurchmesser von 10 Millimetern.

Für eine typische AiO-Wasserkühlung ungewöhnlich ist auch das Material des Radiators der Predator: Dieser besteht vollständig aus Kupfer, so dass es keine Korrosionsprobleme im Zusammenspiel mit dem CPU-Kühler geben kann. Zusammen mit der Alphacool Eisbaer setzt sich die Kühlung damit vom Rest des Testfelds ab: Die meisten Kompaktwasserkühlungen arbeiten mit Radiatoren aus Aluminium, das ohne Korrosionsschutz mit den kupfernen Kühlkörpern reagiert.

Auch mit Schnellkupplung erhältlich

Die Predator wird von EKWB auch mit Schnellkupplung in einem der Schläuche angeboten. Die Predator QDC (Quick Disconnect Connector) kann so schnell um Grafikkartenkühler erweitert werden, die der Hersteller auch vorbefüllt und mit passender Schnellkupplung zum Kauf anbietet.

Der Hersteller baut das Sortiment auch neben den bereits erhältlichen Predator mit 240- und 360-Millimeter-Radiatoren weiter aus. Mit Radiatoren für einen oder zwei Lüfter mit 140 Millimetern Rahmenbreite sollen die CPU-Kühlungen ab Ende September erhältlich sein. Als Pumpe wird EKWB dabei nicht auf die original DDC, sondern eine selbst entwickelte Modifikation setzen, die auf den Namen EK-SPC hört.

Revision 1.1 soll alles richtig machen

Nach der Vorstellung der EK Predator im August 2015 vergingen einige Monate, bis ein Fertigungsfehler erkannt wurde. Ein Problem mit einem Dichtungsring im CPU-Kühler konnte in Revision 1.0 zu Undichtigkeiten führen. EKWB hat daraufhin einen Rückruf gestartet und liefert seitdem nur noch die überarbeitete Revision 1.1 aus.

Die Probleme sollen damit behoben sein und die Predator anstandslos für eine kühle CPU sorgen. ComputerBase stellt die Predator mit 240-Millimeter-Radiator auf den Prüfstand.

EK Water Blocks EK-Predator
Radiator (L × B × H):
295 × 133 × 43 mm
Variante
335 × 142 × 43 mm
Variante
415 × 133 × 43 mm
Anschlüsse: 16/10
modulares System
Schlauchlänge:
?
Variante
400 mm
Ausgleichsbehälter: ?
Pumpe:
??
Variante
2.500 U/min
Lebensdauer (MTBF): 50.000 Stunden
Anschluss: 4-Pin-PWM
Position: in Radiator integriert
Verbrauch: 6,0 Watt
Lüfter:
2 × 120 × 120 × 25 mm
Doppelkugellager
500 – 2.200 U/min
? – 131,0 m³/h
? – 3,2 H²O
? – 33,5 dBA
4-Pin-PWM
Variante
2 × 140 × 140 × 25 mm
Doppelkugellager
1.600 U/min
143,0 m³/h
1,9 H²O
31,6 dBA
4-Pin-PWM
Variante
3 × 120 × 120 × 25 mm
Doppelkugellager
500 – 2.200 U/min
? – 131,0 m³/h
? – 3,2 H²O
? – 33,5 dBA
4-Pin-PWM
Lüftersteuerung: Lüftersteuerung
Kompatibilität: Intel: LGA 2011/115x
Preis: 200 € / ab 214 € / 240 €

Auf der nächsten Seite: EK Predator im Detail