Wegen Übernahme durch Fitbit: Pebble stoppt Modelle Time 2 und Core

Update Tobias Reuter
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Wegen Übernahme durch Fitbit: Pebble stoppt Modelle Time 2 und Core
Bild: Pebble

Der Wearable-Anbieter Fitbit übernimmt Pebble. Angekündigte Pebble-Produkte wie Core und Time 2 werden nicht mehr ausgeliefert. Pebble hat sich mittlerweile zur Übernahme geäußert, der Artikel wurde entsprechend angepasst. Laut Bloomberg plant Fitbit die Entlassung von etwa 60 Prozent der Pebble-Mitarbeiter.

Wie schon Anfang Dezember berichtet, geht es dem Fitnessarmband-Spezialisten Fitbit vorrangig um Pebble-Betriebssystem, Watch Apps, Cloud-Dienste und das gesamte geistige Eigentum von Pebble. Von dem Zukauf verspreche sich Fitbit, zukünftig besser mit Apple auf dem Smartwatch-Sektor konkurrieren zu können, so Bloomberg. Mit der Fitnesswatch Blaze hat sich Fitbit dieses Jahr erstmals auf den Smartwatch-Markt gewagt.

Pebble ist kein eigenständiges Unternehmen mehr

Pebble hat sich inzwischen zur Übernahme geäußert: „Wir operieren nicht mehr als eigenständige Firma und haben den regulären Betrieb eingestellt. Wir produzieren, bewerben und verkaufen keine neuen Geräte oder Produkte mehr. Der Einzelsupport ist nicht mehr verfügbar. Pebble-Nutzer können kompatible Kabel und sonstiges Zubehör immer noch bei Einzelhändlern wie Amazon finden.

Keine Softwareupdates mehr für Pebble-Smartwatches

Pebble macht Nutzern wenig Hoffnung auf weitere Updates für die hauseigenen Uhren: „Die Funktionalität und Servicequalität (der Pebble-Produkte; Anmerkung der Redaktion) kann sich im Laufe der Zeit einschränken. Nutzer können Pebble-Uhren nicht mehr im Rahmen der Garantievereinbarung umtauschen. Wir erwarten nicht, weiterhin reguläre Softwareupdates oder neue Funktionen für Pebble-Smartwatches zu veröffentlichen. Unsere neue Mission besteht darin, unser Fachwissen in zukünftige Fitbit-Produkte einfließen zu lassen.

Pebble Time 2 und Core erscheinen nicht mehr, Spender bekommen Geld zurück

Ein Marktstart der im Mai angekündigten Pebble-Modelle Time 2 und Core ist damit ausgeschlossen, ebenso wie Pebble-Neuerscheinungen. Alle noch offenen Bestellungen von verfügbaren Produkten werden automatisch storniert. Wer bei Kickstarter Geld für die Modelle gespendet hat, erhält eine Rückerstattung.

60 Prozent der Pebble-Mitarbeiter müssen gehen

Fitbit soll laut Bloomberg bislang an 40 Prozent der Pebble-Belegschaft, darunter viele Softwareentwickler, Jobangebote geschickt haben. Die restlichen Mitarbeiter, darunter die gesamte Hardware-Abteilung, haben dagegen praktisch keine Chance auf eine Weiterbeschäftigung. Allerdings sind Entschädigungszahlungen für die leer ausgegangenen Pebble-Mitarbeiter im Gespräch.

Kaufpreis soll unter 40 Millionen US-Dollar liegen

Der Kaufpreis für den wirtschaftlich angeschlagenen Smartwatch-Hersteller Pebble liege bei 30 bis 40 Millionen US-Dollar. Die Schulden und sonstigen Verpflichtungen von Pebble soll Fitbit nicht übernehmen, ebenso wenig wie das Hardware-Inventar und die Server-Ausstattung. Ob Fitbit die Marke „Pebble“ weiterführt oder alle zugekauften Bereiche in das hauseigene Produktportfolio integriert, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall schließe der Fitnessspezialist alle Pebble-Büros.

Update

Mittlerweile hat sich Pebble im eigenen Blog zu Wort gemeldet und den Stopp der neuen Modelle bestätigt. Die Meldung wurde entsprechend aktualisiert.