Logitech G502 Lightspeed im Test: Sensorik, Akku und PowerPlay-Mauspad

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Fabian Vecellio del Monego 128 Kommentare

Die G502 Lightspeed verfügt über einen ARM-Prozessor und internen Speicher unspezifizierter Größe, um fünf angelegte Profile autark speichern und anwenden zu können. Die Latenzen betragen bei einer maximalen Abtastrate von 1.000 Hertz eine Millisekunde. Auch eine Limitierung der Polling-Rate auf 500, 250 oder 125 Hertz ist möglich; die Latenzen steigen dementsprechend reziprok proportional.

Logitechs Hero-Sensor ist mittlerweile allgegenwärtig

Mit dem Hero 16K werkelt in der G502 Lightspeed Logitechs modernster Sensor, der mit einer maximalen Auflösung von 16.000 Punkten pro Zoll arbeitet. Der Hersteller bewirbt den optischen Sensor mit der Präzision eines PixArt PMW-3366 – der zuletzt in der G502 Proteus Spectrum zum Einsatz kam –, spricht aber von einer um den Faktor 10 gesteigerten Energieeffizienz. Der Hero 16K bietet zudem einen eigenen Tracking-Algorithmus, der über die gesamte dpi-Bandbreite auf Nachbearbeitungseffekte wie Zeigerbeschleunigung, Glättung oder andere Filter verzichtet.

Logitech Hero 16K PixArt PMW-3366 PixArt PMW-3360
Auflösung 100–16.000 dpi 200–12.000 dpi
Geschwindigkeit > 10,2 m/s 7,6 m/s 6,3 m/s
Beschleunigung > 392 m/s² > 392 m/s² 490 m/s²
Lift-off-Distance ~1 mm ~1,3 mm
Glättung ~2 Punkte < 2.000 dpi: ~2 Punkte
> 2.100 dpi: ~32 Punkte

Tatsächlich wird der Hero-Sensor den eigens kommunizierten Anforderungen gerecht, wie sich bereits zuvor beim Test der G Pro Wireless und der kabelgebundenen G502 zeigte. Ein weiterer Pluspunkt des Sensors scheint zumindest für Logitech intern der Preis zu sein, da der Hersteller sukzessive immer mehr Mäuse auf die Eigenproduktion umrüstet.

Unterschiede zwischen Hero 16K und dem meist zuvor verbauten PixArt PMW-3366 lassen sich im Rahmen menschlicher Wahrnehmung dabei nicht feststellen. Einen pauschal besseren Sensor kann folglich derzeit keine andere Maus vorweisen. Dem tut auch die drahtlose Signalübertragung keinen Abbruch.

PixArts PMW-3391 bietet zwar inzwischen nativ eine Auflösung von bis zu 18.000 Punkten pro Zoll, doch resultiert daraus für Spieler kein Mehrwert: Bei solch hohen Empfindlichkeiten geht jeglicher Vorteil eines akkuraten Sensors durch menschliche Limitierungen verloren. Zwar weiß das technisch Gebotene durchaus zu beeindrucken, zugunsten der Präzision empfiehlt es sich jedoch stets, Auflösungen im unteren vier- oder oberen dreistelligen Bereich zu wählen.

Logitech Hero 16K (1.000 Hz, Mikrofaseruntergrund)
Logitech Hero 16K (1.000 Hz, Mikrofaseruntergrund)

Aufladen per Kabel oder PowerPlay

Nativ lässt sich die G502 Lightspeed über das im Lieferumfang befindliche USB-Typ-A-auf-Micro-USB-Typ-B-Kabel laden. Das Kabel als solches ist dabei – abgesehen vom Micro-USB-Anschluss – mit dem der G502 Hero identisch: Die Elastizität ist trotz der Nylon-Umwicklung gut, Mausbewegungen werden kaum beeinflusst. Verbunden wird es über besagten Micro-USB-Stecker am vorderen Ende der Maus und rund einen Zentimeter nach innen versetzt unterhalb des Mausrads. Dabei verzichtet Logitech auf die für Mäuse des Herstellers übliche sperrige Verkleidung des Steckers, unterbindet die Verwendung anderer Kabel aber potentiell durch den engen Schacht zur Buchse.

Die Ladung erfolgt dann in rund zwei Stunden. Anschließend lässt sich die G502 Lightspeed für rund 48 Stunden kabellos verwenden, sofern auf die Standardeinstellungen in Form einer Abtastrate von 1.000 Hertz, einer aktivierten RGB-Beleuchtung des Logos und eines deaktivierten Energiesparmodus zurückgegriffen wird. In Anbetracht der sensorischen Leistung und des Gewichts der G502 Lightspeed ist dieser Wert durchaus als gut einzuordnen. Eine höhere Laufzeit erreicht der Nutzer, wenn er höhere Latenzen und dunklere Leuchtdioden in Kauf nimmt. Auf lediglich 25 Stunden fällt sie jedoch, wenn auch die drei Striche zur Auflösungsindikation permanent beleuchtet werden.

Kaum Energieverlust im Stillstand

Das passive Energiesparsystem funktioniert dabei vorbildlich: Wird die Maus nicht bewegt, sinkt der Verbrauch. Wird sie für längere Zeit nicht verwendet, geht die G502 Lightspeed in den Ruhezustand über und schaltet auch die Beleuchtung ab. Folglich sinkt der Energieverbrauch drastisch. Auch aus diesem Zustand heraus ist das Eingabegerät jedoch mit einer Zeitverzögerung von unter einer Sekunde wieder einsatzbereit, sofern es bewegt wird. Ein Abschalten über Nacht ist grundsätzlich nicht nötig, denn der zusätzliche Ruhezustand-Verbrauch ist verschwindend gering.

Proprietäre und exklusive Induktion

Tatsächlich sorgenfrei sind Nutzer allerdings erst bei Verwendung des PowerPlay-Mauspads, das Logitech in Verbindung mit der G502 Lightspeed offensiv bewirbt: Die kabellose Adaption ist die bisher vierte Mausserie, die Logitechs proprietäre Induktionstechnik unterstützt. Diese Exklusivität wird dadurch bestärkt, dass die entsprechenden Mäuse nicht nativ zur induktiven Stromübertragung befehligt sind. Stattdessen liegt erst dem Mauspad ein rundes PowerCore-Modul bei, das anstelle der Abdeckung zum Verstauraum des Funk-Adapters auf der Unterseite der Maus eingesetzt wird. An dieser Position hält das Modell wie zuvor die Abdeckung magnetisch und leitet den Strom über zwei Metallverbindungen ins Innere der Maus.

Tatsächlich geladen wird jedoch nur, sofern sowohl die Maus als auch das PowerPlay-Mauspad konfiguriert und miteinander gekoppelt wurden. Anschließend übernimmt das Mauspad auf Wunsch des Nutzers auch die Funkverbindung zur Maus, woraufhin der USB-zu-Funk-Adapter nicht mehr benötigt wird. Eine weitere Einschränkung: Das Induktionsmodul darf sich nicht über dem äußeren Teil des Mauspads befinden.

Sorgenfreies Spielen dank konstanter Ladung

Sofern diese Vorkehrungen getroffen sind, hat der Nutzer aber schließlich Ruhe: Die G502 Lightspeed lädt – wenn auch sehr langsam – kontinuierlich während der Verwendung, bis sie schließlich einen Akkuladestand zwischen 85 Prozent und 95 Prozent erreicht hat.

Weiter lädt die Maus nicht, um die Batterie nicht dauerhaft bis an ihre Grenzen zu belasten und somit eine geringe Einschränkung der Lebensdauer zu gewährleisten. Im besten Fall verbessert sich letztere dank PowePlay gar, weil Logitechs Software den Akku stets bei idealem Ladestand hält.

Wie viel elektrische Leistung dabei kontinuierlich übertragen wird, ist nicht exakt messbar – geschätzt beträgt das Maximum induktiv rund 2 Watt. Die G502 Lightspeed verbraucht unabhängig von den Einstellungen stets weniger Energie, sodass der Bereich zwischen 85 Prozent und 95 Prozent Akkuladestand immer gehalten wurde – auch wenn die PowerPlay-Matte mit dickeren Drittanbieter-Mauspads bedeckt wurde. Schon im Lieferumfang befinden sich sowohl ein Stoff- als auch ein Hartplastik-Aufsatz für die beidseitig gummierte Basis.

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