Viper Ultimate: Razer bietet Logitech mit einer kabellosen Viper Paroli

Fabian Vecellio del Monego 43 Kommentare
Viper Ultimate: Razer bietet Logitech mit einer kabellosen Viper Paroli
Bild: Razer

Mit der Viper Ultimate stellt Razer die kabellose Variante der leichten und symmetrischen Viper (Test) und damit nach rund einem Jahr einen Konkurrenten für Logitechs G Pro Wireless (Test) vor. Gegenüber dieser sieht sich Razer mit einem neuen Sensor, optomechanischen Tasten und längerer Akkulaufzeit überlegen.

Update 18.10.2019 19:32 Uhr

Auf Nachfrage seitens ComputerBase korrigierte Razer die Angaben zur Größe der Viper Ultimate: Diese sei nicht einen Zentimeter kürzer und geringfügig breiter, sondern entspreche exakt den Abmessungen der kabelgebundenen Viper. Darüber hinaus wurde der am Ende der News genannte Preis angepasst: Entgegen der Pressemitteilung listet Razer die Viper Ultimate zusammen mit dem Ladedock für rund 170 Euro, nicht aber 160 Euro. Die überdies beworbene Variante ohne Ladedock wird derzeit indes nicht angeboten.

Die Sensorauflösung steigt inflationär

Die Viper Ultimate ist dabei keine Viper mit Funk-Modul, sondern bietet auch darüber hinausgehend teils andere Technik. Besonders hervor hebt Razer den als Focus+ beworbenen und in Kooperation mit PixArt entwickelten Sensor PMW-3399 – es handelt sich um eine abermals angepasste Iteration des bekannten PMW-3389, die Änderungen sind jedoch umfassend. Einerseits wurde die maximale Sensorauflösung auf 20.000 Punkte pro Zoll gehoben, andererseits liegt die höchste messbare Geschwindigkeit bei nunmehr 16,5 Metern pro Sekunde. Beide Werte sind allerdings weit oberhalb des als Mensch praktisch nutzbaren, tatsächliche Vorteile ergeben sich dadurch also mutmaßlich keine.

PixArt PMW-3360 PixArt PMW-3389 PixArt PMW-3399 Logitech Hero 16K
Sensorik Optisch
Auflösung 200–12.000 dpi 100–16.000 dpi 100–20.000 dpi 100–16.000 dpi
Geschwindigkeit 6,3 m/s 10,2 m/s 16,5 m/s 10,2 m/s
Beschleunigung 490 m/s² > 392 m/s²

Darüber hinaus nennt Razer derweil drei weitere Methoden, mit denen die Sensorik verbessert werden soll: Durch „Smart Tracking“ wird der Sensor automatisch an die Oberfläche angepasst, sodass eine manuelle Anpassung an beispielsweise Stoff- oder Metall-Mauspads, wie sie per Synapse bisher angeboten wurde, entfällt. Beachtet wird dabei auch die Lift-off-Distance. Jene lässt sich bei der Viper Ultimate zudem asymmetrisch konfigurieren, sodass die Maus beispielsweise beim Anheben bei einer größeren Entfernung vom Mauspad misst als beim Absetzen. Zuletzt nennt Razer noch „Motion Sync“, das ein gleichmäßigeres Tracking ermöglichen soll.

Schnellere Verbindung und längere Akkulaufzeit

Die drahtlose Verbindung namens HyperSpeed bewirbt der Hersteller offensiv: Sie sei nach Tests vom TÜV Süd rund 25 Prozent schneller als Logitechs Lightspeed und erlaube eine konsequent stabile USB-Abfragerate von 1.000 Hertz. Da die Funk-Technik zudem weniger Strom verbrauche, seien längere Akkulaufzeiten möglich: Mit deaktivierter Beleuchtung hält die Viper Ultimate rund 70 Stunden durch. Angesichts des geringen Gewichts von 74 Gramm ist das ein guter Wert. Logitechs G Pro Wireless bietet ohne Beleuchtung rund 60 Stunden Laufzeit und ist mit 80 Gramm geringfügig schwerer. Leichtere kabellose Mäuse mit vergleichbarer Sensorik gibt es nicht.

Geladen wird das Eingabegerät über das beigelegte Micro-USB-auf-USB-A-Kabel, das die gleiche Flexibilität wie das der Viper aufweisen soll. Zudem bietet Razer ein Bundle mit einem Lade-Dock an. Eine induktive Ladung, wie sie die G Pro Wireless ermöglicht, unterstützt die Viper Ultimate nicht.

Optomechanische Taster für Langlebigkeit und Geschwindigkeit

Einen Mehrwert gegenüber den meisten anderen Mäuse des Genres bietet die Viper Ultimate überdies bei den Tasten: Zum einen besitzt die Maus derer auf Grund des symmetrischen und für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen ausgelegten Layouts acht Stück, zum anderen verwendet Razer für die beiden Primärtaster die aus der kabelgebundenen Viper bekannten optomechanische Schalter. Die hohe Lebenszeit von 70 Millionen Klicks kommt zustande, weil kein physischer Kontakt zum Auslösen eines Signals vonnöten ist. Damit potentiell einher geht gleichermaßen der Vorteil einer schnelleren Reaktionszeit, weil auf eine Entprell-Verzögerung zur Vorbeugung unerwünschter Doppelklicks verzichtet werden kann.

Außerdem nutzt Razer bei der Viper Ultimate weiße PTFE-Gleitfüße, die zudem dicker ausfallen als die herkömmlichen schwarzen Gleitflächen der Viper. Erhalten bleibt die RGB-Beleuchtung des Logos, die ebenso wie die Sensorparameter und Tastenbelegung per Razer Synapse adjustiert werden kann.

Auch preislich in Reichweite der G Pro Wireless

Laut Hersteller ist die Viper Ultimate ab sofort über die Razer-Website verfügbar. Aufgerufen wird dabei eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 140 Euro, in der derzeit ausschließlich verfügbaren Variante mit Lade-Dock sind es indes gar 170 Euro. Einzeln schlägt letzteres mit rund 60 Euro zu Buche. Die G Pro Wireless ist derweil mittlerweile unterhalb ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von 150 Euro ab knapp 110 Euro erhältlich.

Razer Viper Ultimate
Razer Viper
Ergonomie: Symmetrisch (Beidhändig)
Sensor: PixArt PMW-3399
Optisch
Lift-Off-Distance: 1,0 – 3,0 mm
PixArt PMW-3389
Optisch
Auflösung: 100 – 20.000 dpi
5 Stufen
100 – 16.000 dpi
5 Stufen
Geschwindigkeit: 16,5 m/s 11,4 m/s
Beschleunigung: 490 m/s²
USB-Abfragerate: 1.000 Hz
Primärtaster: Razer Optical, 70 mio. Klicks
Anzahl Tasten: 8
Oberseite: 3 Unterseite: 1
Linkseitig: 2 Rechtsseitig: 2
Sondertasten: Mausrad, Profil-Umschalter Mausrad, dpi-Umschalter
Software: 5 Profile
vollständig programmierbar, Sekundärbelegung
Makroaufnahme
Interner Speicher: 5 Profile
Beleuchtung: Farbe: RGB, 1 Zone
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
Reaktiv, Spiele-Integration
Gehäuse: 127 × 67 × 38 mm
Hartplastik, Beschichtung
Glanzelemente
Gewicht: 74 Gramm (o. Kabel) 69 Gramm (o. Kabel)
Anschluss: USB-A auf Micro-USB-Kabel, 1,80 m, umwickelt
Funk: 2,4 GHz
proprietärer Akku, 70 Stdn. Laufzeit
Laden: Kabel, Ladestation
USB-A-Kabel, 2,10 m, umwickelt
Preis: ab 170 € ab 80 €

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Razer unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.