XPG Gammix S50 Lite: Adata wagt die Premiere des SM2267-Controllers

Michael Günsch 17 Kommentare
XPG Gammix S50 Lite: Adata wagt die Premiere des SM2267-Controllers
Bild: Adata

Adata lässt eine weitere M.2-SSD mit PCIe 4.0 unter der XPG-Marke für Spieler folgen. Die Gammix S50 Lite bringt mit dem SM2267-Controller von Silicon Motion frischen Wind in das bisher von Phison-Chips dominierte Segment der PCIe-4.0-SSDs. Allerdings bedeutet „Lite“ auch weniger Leistung als bei der Gammix S50 mit Phison E16.

„Lite“ bedeutet geringere Leistung

Die maximal mögliche Leistung der XPG Gammix S50 Lite gibt Adata mit 3.900 MB/s beim sequenziellen Lesen und 3.200 MB/s beim sequenziellen Schreiben an. Die IOPS bei wahlfreien 4K-Transfers sollen 490.000/540.000 lesend/schreibend erreichen. Damit liegen die Werte deutlich unterhalb derer zahlreicher PCIe-4.0-SSDs mit Phison-E16-Controller, zu denen auch die XPG Gammix S50 (ohne „Lite“) zählt, die mit bis zu 5.000 MB/s und 750.000 IOPS spezifiziert ist.

Debüt des SM2267 von Silicon Motion

Der Einsatz des SM2267 mit vier Speicherkanälen ist eine Premiere, denn bisher ist zumindest hierzulande keine SSD mit diesem Chip erhältlich. Die anfangs überraschend gering anmutenden Leistungsdaten zum SM2267 werden jetzt in Form des ersten Produkts bestätigt. Silicon Motion selbst stapelt im Datenblatt (PDF) zum SM2267 sogar noch tiefer und nennt maximal 3.750 MB/s und 500.000 IOPS. Schnelle PCIe-3.0-SSDs erreichen 3.500 MB/s und ähnlich viele IOPS und sind damit kaum langsamer unterwegs. Erst der 8-Kanal-Controller SM2264 soll bei Silicon Motion für deutlich mehr Leistung sorgen: Bis zu 6.500 MB/s und 700.000 IOPS wurden angekündigt.

Unklarheit beim DRAM-Cache

Die neue Gammix S50 Lite mit SM2267 wird mit Speicherkapazitäten von 1 TB und 2 TB im gewohnten M.2-2280-Formfaktor mit flachem Kühlblech angeboten. Adata spricht sowohl von einem SLC-Cache für den nicht näher spezifizierten 3D-NAND als auch von einem DRAM-Cache. Allerdings deutet der Verweis auf die NVMe-Funktion „Host Memory Buffer“ darauf hin, dass kein dedizierter DRAM-Chip auf der SSD sitzt und stattdessen nur ein Teil des Systemspeichers als Puffer genutzt wird. Dies würde sogleich bedeuten, dass die Controller-Variante SM2267XT (PDF) ohne eigenen DRAM zum Einsatz kommt – die Bestätigung für diese Annahme steht aber noch aus.

Zu Preisen und Verfügbarkeit der Adata XPG Gammix S50 Lite liegen noch keine Daten vor. Aufgrund der niedrigeren Leistung dürfte die S50 Lite aber günstiger als die S50 mit Phison ausfallen, die aktuell für rund 200 Euro (1 TB) oder 400 Euro (2 TB) zu haben ist. Die Gammix S50 Lite wird mit 720 TB respektive 1.480 TB TBW und 5 Jahren Garantie angeboten. Eine AES-Verschlüsselung mit 256 Bit wird unterstützt.

Adata plant auch mit Newcomer Innogrit

Adata zeigt sich derweil gewohnt experimentierfreudig und erwägt auch den Einsatz eines Newcomers: Im Januar hat Adata einen Prototypen der PCIe-4.0-SSD XPG Sage gezeigt, die mit einem Controller des jungen Unternehmen Innogrit bestückt ist. In Benchmarks erreichte die SSD über 7.200 MB/s lesend und 5.400 MB/s schreibend, was eine Ansage in Richtung der SSDs mit dem kommenden Phison E18 ist, der ähnliche Werte verspricht.