Anleitung DJing, PA und Lichttechnik

Zensai

oba Fett
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Hier gehts zum Diskussionsthread:
https://www.computerbase.de/forum/threads/diskussion-djing-pa-und-lichttechnik.908314/

How-To: DJing, PA und Lichttechnik


Diese FAQ soll Fragen der User zu Partybeschallung, Boxen, Partylicht und DJing beantworten. Auch wenn dies kein Audioforum ist, haben wir doch einen entsprechenden Bereich und derlei Fragen kommen immer wieder vor.

Dies ist ein grober Umriss des Themas und soll vor allem unerfahrenen Leuten helfen. Es besteht keine Notwendigkeit, alle Details auszuführen und hier in die Tiefen der Ton- und Lichttechnik zu gehen.

Ich übernehme keinerlei Haftung und bin nicht berechtigt, rechtlich relevante Aussagen zu treffen. Sämtliche Aussagen sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Fehler vorbehalten.
Ich gebe KEINE GARANTIE auf die Richtigkeit meiner Aussagen.

INHALT
•Tontechnik
•Was ist PA?
-Was sind die Kernkomponenten der PA?
•Was für Boxen gibt es überhaupt?
-Tops
-Bässe
-Kleiner Ausflug in die Profiliga
-Aktiv? Passiv?
•Ich möchte feiern/Musik auflegen. Welche Boxen brauch ich dafür?
-Ich habe kein Geld, Boxen zu kaufen, und jetzt?
•Lichttechnik
•Grundbeleuchtung
-Pars
-Lichtschläuche
-etc
•Effektlicht
-Par-Konstruktionen
-Stroboskope/Blinder
-Flower
•Intelligentes Licht
-Scanner
-Movingheads
-Spezialgeräte
•Laser​
•Sonstiges
-Nebelmaschine
-Traversen
•DJing
•Wie funktioniert das?
•Welche Sachen brauche ich dafür?
-Hardware
•Welchen Laptop sollte ich nutzen(wenn überhaupt?)
•Midi-Produkte
•CD-Player
•Plattenspieler
•Mixer
•Sonstiges
-Software
•Traktor
•Serato
•Virtual DJ
•Wie komme ich an gute Musik?
•Wie wird das alles überhaupt verkabelt?
-Brummschleife! Was tun?
•Wie nehme ich meine Sets auf, während ich spiele?
•DJ-Tutorial
•Welcher Stil?
•Architektur von Tracks
•Beatmatching
•Equalizer-Potentiometer
•Der Crossfader
•Effekte
•Samples
•Sets
•Wie komme ich an Gigs?​
•Kaufberatung
•Party-PA
•Komplettsets

-Budget-Liga
-Medium-Liga
•Einzelne Boxen
-Budget-Liga
-Medium-Liga
-Performance-Liga
-Enthusiast-Liga
-High-End Liga​
•Verstärker/Endstufen
-Budget-Liga
-Medium-Liga
-Performance-Liga
-Enthusiast-Liga
-High-End Liga​
•DJ-Controller
•bis 300 €
•bis 450 €
•bis 600 €
•bis 1000 €


-Tontechnik-

Was ist PA?

Um kurz Wikipedia zu zitieren:
Beschallungsanlagen (auch Public Address, kurz PA genannt) sind elektrische Anlagen, die Tonsignale […] verstärken und mittels Lautsprechern der menschlichen Wahrnehmung zugänglich machen. […]
Die PA-Anlage ist für die Veranstaltungstechnik wie Disco-, Live- oder Konzertbeschallung, häufig auch für den mobilen Einsatz ausgelegt, wobei PA hier für Public Address steht.


Es geht bei PA also um Beschallung mehr oder minder großer Mengen von Personen an verschiedenen Orten.


Was sind die Kernkomponenten einer PA?

Wir zäumen das Pferd zuerst einmal von hinten auf:
Um irgendetwas beschallen zu können, benötigt man natürlich erstmal Lautsprecher.
Diese Lautsprecher müssen irgendwie mit Energie und den Audiosignalen versorgt werden. Dies geschieht über den Verstärker (im folgenden auch Endstufe).
Wie der Name schon sagt, verstärkt der Verstärker lediglich das Signal, welches er vom Zuspieler (Laptop, CD-Player, Plattenspieler etc.) bekommt.

Diese Darstellung ist stark vereinfacht und erklärt erstmal nur das Grundprinzip einer PA.
Weitere Komponenten, sind beispielsweise:
- Mischpult
- Frequenzweiche
- Equalizer
- DI-Boxen
- Controller
….diese Liste könnte noch lange fortgeführt werden, das soll uns jetzt aber egal sein.


Was für Boxen gibt es überhaupt?

Tops
Tops bestehen für gewöhnlich aus Mittel-und Hochtönern (oder Kombinationen derselben)
Sie sind dazu da, die mittleren und hohen Töne zu übertragen.
Sie sehen meistens wie „normale“ Boxen aus.

Quelle: http://www.yopi.de/image/prod_pics/5169/e/5169362.jpg

Bässe/Subwoofer
Wie der Name sagt, sind sie für die tiefen und sehr tiefen Töne zuständig. Da diese wesentlich mehr Leistung benötigen, sollten Bässe mindestens die doppelte Nennleistung von den eingesetzten Tops haben (grober Richtwert)

Beispiel: 2*400W Top --> Mind. 2* 800W Bass

WICHTIG: Die Wattangaben sind nur dann relevant, wenn sie in RMS angegeben sind. PEAK Werte sind meistens doppelt-3x so hoch, wichtig ist, wie viel sie DAUERHAFT mitmacht! Also immer darauf achten!

Subs haben oft größere Chassis (die eigentlichen Lautsprecher) als die Tops, um so tiefer spielen zu können.

Quelle: http://www.lautsprecher-technik.de/images/jrx118p.jpg

Subs können auf verschienden Weisen funktionieren und demzufolge verschieden aussehen.
Es gibt u.a.: Bassreflex, Horngeladen und geschlossen (Bild: Bassreflex JBL SRX 118).
Auf die verschiedenen Bauarten werde ich nicht eingehen, das wird sonst zu spezifisch.

Kleiner Ausflug in die Profi-Liga
Bei großen Veranstaltungen reichen „normale“ Boxen-Systeme irgendwann nicht mehr aus. Das liegt zum einen am fehlenden Wumms, zum anderen aber, dass bei mehr aufgestellten Boxen auch mehr Interferenzen und Überschneidungen auftreten, welche das Klangbild verzerren.
Zusätzlich muss man die Boxen irgendwie über die Menschen bekommen, da viele Menschen auch den Schall absorbieren und er dadurch nicht überall gleich ankommt.
Die Konsequenz: Boxen werden aufgehängt (geflogen).
Man entwickelte sogenannte Line Arrays, modulare Lautsprechersysteme, die so ausgelegt sind, punktgenau große Flächen beschallen zu können.


Quelle: http://www.qscaudio.com/images/products/WL8/WL3082array_with_sub_top_sm.jpg

Soweit erstmal die Profi-Liga. Da gibt es dann auch noch Kombinationen wie das Galeo G3 System etc., ist aber hier nicht so wichtig.


Aktiv? Passiv?
Dies ist der wichtigste Unterschied bei Boxen, mal abgesehen von Top oder Sub.
Wie wir bereits gelernt haben, benötigt ein Lautsprecher vorgeschaltete Endstufen, um zu funktionieren.
Aktive Boxen haben diese Endstufe bereits integriert. Um sie zu betreiben muss man lediglich das Audiosignal und den Strom einspeisen. Vorteil hierbei: Man braucht keine extra Endstufe dazu. Aktive Boxen sind im Low-Budget Bereich auch weiter verbreitet und eignen sich gut zum Beschallen von kleineren Feiern und Parties.
Passive Boxen haben keine Endstufe integriert. Sie erhalten ihr Signal über ein einzelnes Kabel, welches von der Endstufe kommt und bereits das Audiosignal und Strom „enthält“ (Mal salopp ausgedrückt. Im Grunde braucht man nur den Strom da der Schall aus dem Strom und den Magneten resultiert, das ist aber ein anderes Thema).

Ich möchte feiern/Musik auflegen. Welche Boxen brauche ich dafür?
Für kleinere Feiern empfiehlt es sich, zunächst 2 Tops aufzustellen.
Diese bieten zwar kein super Basserlebnis, die eingebauten 12- oder 15-Zöller reichen jedoch in der Regel für genug Druck auf der Party generell aus.
Es empfiehlt sich, hier auf aktive Boxen zu setzen, so hat man nur die Boxen, und keine zusätzliche Endstufe aufzustellen.
Für größere Veranstaltungen sollten die Tops mit entsprechend dimensionierten Bässen untermauert werden. Zu diesem Zeitpunkt wird aber auch eine Frequenzweiche nötig, welche die Tiefen Töne der Musik auf den Bass leitet und die hohen Töne auf die Tops.
Manche Komplettsysteme haben Endstufe und Frequenzweiche im Bass integriert. Dieser sorgt dann für die Frequenztrennung und seine Endstufe versorgt die zugehörigen Tops mit.

Ich habe kein Geld, um Boxen zu kaufen. Und jetzt?
Wenn man eine Anlage nur selten nutzt und sie deshalb nicht kaufen möchte, gibt es immer noch die Möglichkeit, Anlagen und Komponenten zu mieten.
Es gibt hierfür überall in Deutschland Dienstleister für Veranstaltungstechnik, die euch ein entsprechendes Angebot gerne erstellen werden und euch im Allgemeinen bei der Planung helfen.
Sehr hilfreich ist hier www.erento.com, wo viele verschiedene Firmen Veranstaltungsequipment zur Miete anbieten.
 

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-Lichttechnik-

Grundbeleuchtung


PARs
PARs sind im wesentlichen Spots, welche aus einem Gehäuse, einer Lampe, einem Reflektor und einer Farbfolie bestehen. Sie sind eigentlich überall zu sehen und dienen im Wesentlichen zur Grundbeleuchtung (Hintergrundbeleuchtung) Es gibt sie in verschiedenen Größen (PAR 30, PAR 56, PAR 64). Am weitesten verbreitet sind wohl die 56er und 64er PARs.

Quelle: http://www.event-technik.com/images/ET_Bilder_Produkte_Verleih/42000810.jpg

Lichtschläuche
dienen lediglich der Hintergrundbeleuchtung und erklären sich eigentlich von selbst.

Quelle: http://www.ledlager.de/images/artikel/zoom/LED_Lichtschlauch_LED_blau.jpg

…etc
Dazu gehören Neonröhren, LED-Panels, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wichtig dabei ist die Überlegung der Steuerung. Lauflicht, Sound-to-Light, DMX, Statisches Licht und so weiter. Darauf soll hier aber nicht eingegangen werden.


Effektlicht

PAR-Konstruktionen
Klingt komplex, ist es aber nicht. PARs werden oft zusammengehängt zu sogenannten 4er- oder 6er-Bars (von Balken). Sie können so beliebig kombiniert werden und durch Steuermechanismen können die einzelnen Birnen angesprochen werden, um so den Raum in verschiedene Farben zu tauchen. Mal schnell wechselnd oder auch mal langsam wechselnd.

Quelle: http://www.nightfever4you.com/resources/_wsb_145x162_4er+bar+web2.jpg

Stroboskope/Blinder
Stroboskope erzeugen sehr schnelle und sehr helle Lichtblitze. Sie werden sehr gerne genutzt um „aufregende“ Momente in der Musik visuell spektakulär zu untermalen.
Für kleinere Veranstaltungen kommt man mit 200 W aus, ansonsten dürfen es auch gerne 1500-2000W sein.

Quelle: http://www.prosoundandlight.co.uk/Hire images/evl-1500.jpg

Blinder hingegen sind dazu ausgelegt für einen kurzen Moment den Raum taghell werden zu lassen. Hier geht es nicht um Lichtblitze, sondern einen spezifischen Moment, indem alles hell wird.

Quelle: http://di1-1.shoppingshadow.com/ima...tec+LED+Stage+Blinder+8+DMX+black+Showtec.jpg


Flower

Hier wird es besonders für Geburtstage und kleinere Feiern interessant!
Flower werfen bunte Lichtstrahlen und Muster in den Raum, während sie sich bewegen. Sie sind das klassische „Partylight“ und bieten viel Effekt für wenig Geld.

Quelle: http://www.thediscoduck.co.uk/gallery/video/vid2.jpg


Intelligentes Licht

Als Intelligentes Licht oder auch Bewegtes Licht werden hauptsächlich bewegliche und steuerbare Effektlichter bezeichnet.

Scanner
Scanner produzieren einen oder mehrere Lichtstrahlen mittels Lichtquelle und einem Spiegel auf die Tanzfläche. Häufig sind vor der Lichtquelle bestimmte Schablonen angebracht, die aus dem einfachen Lichtkegel Muster(Gobos) zeichnen, zum Beispiel Sterne, Spiralen, Tribals o.ä.
Der obendrüber angebrachte Spiegel ist an einem Schrittmotor befestigt, welcher es erlaubt, den Lichtstrahl sich sehr schnell über die Tanzfläche bewegen zu lassen. Dennoch sind sie in ihrem Winkel aufgrund der Konstruktion eingeschränkt.

Quelle: http://images.thomann.de/pics/prod/174174.jpg

Movingheads
Hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. Wohl eher auf Bühnen oder in Fernsehstudios als auf kleinen Geburtstagen, dennoch gibt es sie auch in „klein“ und sie sind ein cooler Effekt.
Hierbei handelt es sich im Gegenteil zum Scanner um eine Lampe, die sich komplett in alle Richtungen bewegen kann – ohne Spiegel. Die Winkel sind wesentlich größer und die Leuchtmittel wesentlich stärker. Bei Großen Modellen werden es auch mal 1200W
Der Große Vorteil: Leuchtstärke, Bewegung in alle Richtungen. Als Spot, Effektlicht oder sonstiges Nutzbar, Gobos, Strobe Effekte.

Quelle: http://www.ziogiorgio.com/images/2009/ROBE/Robe ROBIN MMX Spot 01.jpg

Spezialgeräte:
Es gibt alle möglichen Kombinationen oben genannter Geräte. Ob Scanner, die an einem weiteren Drehmotor hängen oder Spot-Movingheads; der Fantasie(und dem Preis) sind keine Grenzen gesetzt.

Quelle: http://www.envirel.de/images/product_images/original_images/image_2021+LM_1.jpg

Und natürlich sind da noch die

Laser
Laser gehören zu den Eindrucksvollsten, aber auch gefährlichsten Lichteffekten für Veranstaltungen!
Da dies ein Guide für Laien ist, hier die wichtigsten Informationen.

1. Muss ein Laser überhaupt sein?
2. Laser sind hochgradig gefährlich. Finger weg von Lockangeboten mit Billigware aus China etc.! Diesen fehlen meistens die nötigen Schutzmechanismen für einen Fehlerfall!
3. Laser müssen ab einer bestimmten Stärke nach jeder Installation vom TÜV abgenommen werden. Ebenso muss ein Laserschutzbeauftragter vor Ort sein.
4. Ein Not-Aus Schalter ist absolut Pflicht! (Nein, der Schalter der Steckerleiste reicht NICHT aus!)

MERKE ALSO:
LASER SIND GEFÄHRLICH UND KÖNNEN DAS AUGENLICHT INNERHALB WENIGER MILLISEKUNDEN RAUBEN. WENN EIN LASER BENÖTIGT WIRD, SOLLTE DIESER IMMER VOM FACHMANN AUFGEBAUT UND AUCH VOM TÜV ABGENOMMEN WERDEN!
SICHERHEIT IST IN DER VERANSTALTUNGSTECHNIK OBERSTES GEBOT!



Sonstiges

Nebelmaschinen
Dürfen eigentlich auf keiner Party fehlen. Es gibt sie schon für sehr wenig Geld.
Für gewöhnlich ist die Nebelmaschine Geschmackssache. Wichtig: Die Wattanzahl ist hier kein Indikator, wie gut die Nebelmaschine ist! Entscheiden ist die Ausstoßmenge/min und die Wurfweite!
Ähnlich zu den Nebelmaschinen sind die Hazer oder Dunsterzeuger. Sie erzeugen Dunst, um die Effekte des Lichtequipments besser sichtbar zu machen, sind aber im Gegenteil zur Nebelmaschine dazu ausgelegt, dies unbemerkt zu tun. Sie brauchen spezielles Fluid.
Apropos Fluid: Dieses gibt es in verschiedenen Arten. Ich empfehle normales Fluid oder HD-Fluid. HD Fluid hält sich länger in der Luft. Allerdings ist es auch teurer.
Von Duftstoffen im Nebelfluid ist abzuraten.

Quelle: http://www.discolights.com/lights/PRO2000.jpg

Traversen
Wer Equipment aufhängen will, braucht etwas wo er es aufhängen kann!
Traversen sind Metallgestänge, die zum Tragen von Lasten ausgelegt sind.
Wichtig bei Traversen:
Die Traverse darf keine Dellen haben und muss immer ausreichend gesichert sein.
Jedes Gerät, was an der Truss befestigt wird (dies geschieht mit einer Truss Clamp) muss mit einem Stahlseil (Safety) gegen herunterfallen geschützt sein!

Quelle: http://img.etonals.com/p/300/EM_ADJ-DURA-TRUSS-SYS.jpg

Die letzten beiden Teile kommen morgen oder heute nacht dazu ;-)
 

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AW: [How-To] DJing, PA und Lichttechnik

-DJing-


Wie funktioniert das?
Beim DJing geht es darum, einen Mix aus Liedern (Set) unter Rücksichtnahme auf die Architektur derselben so übereinander zu blenden, dass die Übergänge zwischen den Songs quasi verschwinden.
Die Geschwindigkeit eines Songs wird in BPM(Beats per Minute) angegeben.
Man muss die Songs also zuerst auf ein Geschwindigkeitsniveau bringen und genau übereinanderlegen (eine 1 im 4/4 Takt logischerweise auf eine 1 im 4/4 Takt des anderen Liedes), bevor man dann das zweite Lied nach verschiedenen Techniken einspielt, auf die später eingegangen weden soll.

Welche Sachen brauche ich dafür?
Abgesehen von den Boxen, die wir bereits behandelt haben braucht man noch Zuspieler. Diese Rolle übernehmen normalerweise PCs mit entsprechender Soft- und Hardware oder Mischpulte oder aber eine Kombination aus PC und Mischpult.

Hardware

Ich möchte mit einem Laptop/PC auflegen. Welchen sollte ich nutzen?
Die Anforderungen an DJ-Software sind nicht hoch. Jeder halbwegs aktuelle Laptop kann ohne Probleme entsprechende Software nutzen.
Ein Kriterium ist jedoch auf keinen Fall zu vernachlässigen: Zuverlässigkeit.
Aus diesem Grund bauen viele auf Apple. Solange ihr euch darauf verlassen könnt, dass das Notebook nicht mitten auf der Party abraucht (so etwas ist ne arg unangenehme Situation, vor allem am Anfang der „Karriere“), tut es auch ein nicht-Apple-Gerät.
Für empfehlenswert halte ich:
1. Dual-Core
2. 2 GB Ram
3. Genug Festplatte, damit man nicht immer die externe mitschleppen muss.

Midi/DJ-Controller
Midi-Controller werden benutzt, um die DJ-Software zu steuern. Es gibt sie in vielen verschiedenen Preis- und Leistungklassen. Ich bediene mich hierbei mal aus einem meiner früheren Posts. Aber zuerst erkläre ich die Hauptkomponenten des Zuspielers am Beispiel eines Pioneer DDJ-T1 Midi-Controllers. Das Layout ist zumindest in den Hauptpunkten immer ähnlich und kann teilweise auch auf die Konstellation Mischpult+CD-Player/Plattenspieler angewendet werden.


1. Play/Pause und Cue Buttons
2. Jogwheel
3. Pitchfader zum Einstellen der Geschwindigkeit
4. Loopsektion (Loop = Wiederholung eines ausgewählten Liedteils)
5. Effektsektion
6. Crossfader zum Überblenden
7. Linefader zur Lautstärkeregelung der einzelnen Kanäle
8. Equalizer High/Middle/Low (Standard: Mittelstellung, höher ist nur kurzzeitig für Effekte oder Überblendungen geeignet)
9. Master-Volume 0 db =Standard. Höher wird das Signal verzerrt.

Hier nun ein paar Beispiele und wie ich sie empfunden habe. Hier ist generell nach persönlichen Präferenzen zu unterscheiden und worauf man Wert legt:

Pioneer DDJ T1/S1:
Pioneer gehört zu den renommiertesten Herstellen für DJ-Hardware.
Ich habe diesen Controller auf der Prolight + Sound testen können.
Vorteile: Er ist recht groß und auf die jeweilige Software abgestimmt. Klangqualität gut.
Negativ: Ebenfalls die Größe.
Er brauch im Gegenteil zu kleineren Geräten wesentlich mehr Platz, was vor allem dann von Nachteil ist, wenn der Platz auf der Party beschränkt ist oder man sich sogar mit anderen DJs den Platz teilt.
Die Haptik, vor allem bei den Jogwheels. Sie laufen nicht rund und sind schlecht verarbeitet (kein gleichmäßiger Widerstand sondern man kommt sich vor wie bei einem 32-Schritt-Schrittmotor. Klackern etc...).
Die Anschlüsse sind knapp bemessen, aber ausreichend. (XLR wäre wünschenswert gewesen)

Traktor Kontrol S4:
Kommt direkt von Native Instruments, dem Publisher der Software TRAKTOR. Er steht in direkte Konkurrenz zum obigen Pioneer.
Vorteile: Die Haptik und Übersicht gut
Jogwheels laufen besser und Linefader sind angemessen.
Klangqualität auch gut.
Anschlussmöglichkeiten besser als beim T1/S1, aber auch hier wäre XLR wünschenswert. Dafür sind MIDI-IN und OUT vorhanden.

Reloop Digital Jockey 2:

Kann ich nicht allzu viel zu sagen. Habe ihn mal testen können und fand ihn in allen Punkten mittelmaß, die Testphase war aber nicht lang genug.

Hercules RMX:
Habe ich selbst seit Jahren in Benutzung. Zum Scratchen kannst du ihn (wie jeden Midi-Controller) vergessen.
Vorteile: Übersicht sehr gut, Soundqualität mittel-gut (das heißt immer noch besser als jede PC-Onboard-Karte), Gute Haptik
Nachteile: Cross- und Linefader sind sehr leichtgängig. Anschlussvielfalt: Wie bei den obigen auch. Hier kann auch ein Mikrofon angeschlossen werden.

Allen & Heath XONE DX:
Vorteile: Haptik und Sound sind absolut top. Super Verarbeitung, Alle Anschlüsse
Nachteile: Kein Pitchfader, sondern ein Poti (Drehregler), das ist Gewöhnungssache.

Vestax VCI-300:
Vorteile: Sehr flach, gute Übersicht, gute Verarbeitung. Sound gut-sehr gut. Vestax ist allgemein ein oft empfohlener Hersteller von DJ-Controllern.
Nachteile: Anschlüsse, für meinen Geschmack ZU flach.

Pioneer CDJ
Vorteile: Von Der Haptik und dem Sound fast nicht zu schlagen(natürlich abhängig vom Pult). Diese Sachen benutzt ein "richtiger" DJ. Kein Sync Knopf, mit den Ohren Beats anpassen.
Nachteil: Der Preis. Unter 800€/Stück geht da nicht viel und: der PLATZ! Die Dinger+ Pult sind riesig im Vergleich zu Controllern!

Denon CD-Player

hier verhält es sich ein bisschen wie mit VDJ und Traktor (siehe unten) Denon ist in dem Fall das "kleine Kind", dennoch kann ich da keine Aussage zu treffen, da ich ihn nur kurz ausgetestet habe. (<5 Minuten). Im Allgemeinen aber recht angenehm, kam aber in der kurzen Zeit nicht an Pioneers CDJ ran.

Plattenspieler
Habe ich selbst nie genutzt, aber hier eine Vorstellung der absoluten Legende

Technics SL 1210 MK2 von MazdaSpeed(leicht verändert)
(umgangssprachlich einfach 1210er genannt)
Da es sich bei diesem Plattenspieler um eine Legende im DJ-Bereich handelt, werde ich ein wenig mehr darüber schreiben und Kleinigkeiten in und um das Thema Vinyl erklären.

Technics ist eine Tochtergesellschaft der Fima Panasonic und bedient den High-End HiFi-Bereich. Die Erfolgsgeschichte dieses Turntables startete 1972 unter der Modellbezeichnung Technics SL-1200. Anzutreffen ist dieser Plattenspieler in nahezu jedem Club rund um den Globus, was ihm auch den Werbeslogan "Zu besichtigen in Ihrer Lieblings-Diskothek" einbrachte.

Der Antrieb:
Das Herzstück bildet ein quarzgesteuerter Brushless Elektromotor der direkt den Aluminium-Plattenteller antreibt. Der wesentliche Vorteil gegenüber konventionellen Riemenantrieben besteht darin, dass innerhalb einer 1/4 Umdrehung aus dem Stillstand die Nenndrehzahl erreicht wird.

Der pitchbare Bereich beträgt bei ◀33⅓ U/Min +/- 8%▶ sowie ◀45 U/Min +/- 16%▶

Der Tonarm
Wie bei fast allen analogen Geräten im HiFi Bereich gilt:
Richtig und genaues einstellen hängt maßgeblich auch mit der Wiedergabequalität zusammen. In diesem Fall gibt es Drehgewichte die je nach Gewicht des verwendeten Systems, der Nadel und des Verwendungszwecks (normales Spielen oder Scratchen) eingestellt werden müssen.
Da dies aber mit Worten schwer zu erklären ist gibt es hier ein kleines How-To in Bild und Ton: http://www.youtube.com/watch?v=fx5CNXGOnI8

Systeme gibt es unzählige, da muss dann jeder das für sich Passende finden.
Mein Tipp für den Anfang wäre entweder das Tonar Banana, bzw DJ S Concorde, jeweils von Ortofon.
Nadeln gibt es im Grunde 2 verschiedene Bauarten(grün: Vorteil, rot: Nachteil):

Sphärisch:
Kleinere Auflagefläche in der Rille, somit schlechtere Klangqualität. Springt dafür aber nicht so leicht aus der Rille heraus, was beim Scratchen von Vorteil ist, die Platte aber schneller abnützt.

Elliptisch: Sind Konisch und liegen breiter in der Rille, klingen dadurch besser und springen dafür leichter aus der Rille heraus.

Beim Anschließen des Turntables darf man neben dem Chinch Kabel auch nicht die Erdung vergessen, sonst hat man ganz schnell eine Massebrummschleife. Die Erdung ist meist ein einzelnes Kabel und muss hinten am Mischpult angeschraubt werden.
In Clubs empfiehlt es sich außerdem, den Plattenspieler auf eine schwere Waschbetonplatte zu stellen. Das vermindert das Herausspringen aus der Rille bei Vibrationen.
Bei der Slipmat, die zwischen Platte und Plattenteller kommt und Reibung mindert, darf man bedenkenlos zu der greifen, die einem am besten gefällt

Noch ein Kleiner Tipp am Rande. Tempo nachbessern: Immer an dem kleinen Stahlstift in der Mitte (rechte Hand mit Daumen und Zeigefinger) und Tempo mindern links mit einem Finger seitlich am Plattenteller. Jemand dem seine Vinyls wichtig sind greift nicht mit eventuell dreckigen und fettigen Fingern (ja Haut fettet von Natur aus nach) auf die Platte. Fett zieht Staub an und Staub klingt nicht gut.

Zum Abschluss möchte ich noch loswerden, das man Gebrauchte 1210er auch wenn sie zig Jahre am Buckel haben, bedenkenlos kaufen kann. Die Teiler halten wirklich ewig und sind vom Antrieb her unkaputtbar. Ersatzteile bekommt man trotzdem problemlos, schnell und überall.
Ich persönlich finde es schade, das die Produktion im Mai 2010 nach 38 Jahren eingestellt wurde. Der erdige Klang einer Vinyl klingt im Bereich der Elektronischen Musik einfach einzigartig und wer einmal auf einem 1210er gespielt hat oder einen besitzt, will ihn so schnell nicht wieder loswerden.
Mischpulte
Nun sind wir bei den Mischpulten angekommen. Drei Stück möchte ich kurz aufzählen.

Pioneer DJM-Serie
Der Platzhirsch unter den DJ-Mixern. Top Verarbeitung, Gute Haptik. Effektprozessor, Sampler.
Nachteil: der Preis

Allen & Heath Xone:92
Größter Konkurrent zu den Pioneers, leider zu kurz in der Hand gehabt, als dass ich viel schreiben könnte. Die Haptik und Verarbeitung sah aber soweit ganz gut aus. Der Klang hat auch überzeugt.
Außerdem bringt das Xone:92 einen 4-Band Equalizer mit.

Behringer DDM 4000

Die Low-Budget Konkurrenz zu Pioneer und Allen & Heath.
Der DDM 4000 ist absolut brutal für den Preis von 300 €.
Da kommt sonst nichts hin. Klangqualität ist auch gut und Anschlußvielfalt ist auch gegeben, dazu x Einstellungen, Display, Effektbänke, Midi, Sampler alles vorhanden. Natürlich muss dann irgendwo eingespart werden.
Nachteil: Die Verarbeitung ist Überraschend gut für Behringer, aber weit unter der Konkurrenz, Mehr kann man aber für 300 € auch nicht erwarten.

Sonstiges

Nextbeat
Touch-Interface und wenige Knöpfe. Kann man nicht erklären, muss man sich anschauen:
www.nextbeat.net

Smithson&Martin EMULATOR
Ist ein Overlay für Traktor. Mit einem Multitouch Tisch kommt dann eine einmalige Erfahrung heraus:
http://www.delamar.de/dj-equipment/...e-und-riesige-transparente-touchscreens-9363/

Software:

Hier hast du generell drei Möglichkeiten:

Native Instruments Traktor Pro/Pro 2
Absolute Referenz unter den Software DJs. Ich persönlich komme mit Version 1 gar nicht so gut klar, mit Version 2 dafür umso besser. Es bietet eine sehr gute Übersicht im Vergleich zum Vorgänger und zeigt dir in der Waveform an ob Bass,Vocals oder sonstiges zu hören ist (per Farbcode). Dieses Feature hat sonst nur:


Serato Itch/Scratch Pro
Ich werde hier nur auf Itch eingehen, da ich mit Scratch noch nicht arbeiten konnte.
Sehr minimalistische und einfache Oberfläche, kostenlos und bietet auch die Farbcodes. Sample Decks sind auch gut designed. Größtes Manko für mich: Die Beatengine. Fast kein Lied wird dort gescheit analysiert, was einen falschen Beatgrid und unsynchrone Samples zur Folge hat.

Atomix Virtual DJ Pro
Ist ein bisschen wie Apple oder Windows Phone. Wird von einigen als Kinderprogramm abgetan und verhöhnt. Für mich persönlich komme ich damit jedoch (neben Traktor 2 jetzt) am besten klar. Gute Übersicht, oft gute Beatengine und allgemein gut abgestimmt. Kann außerdem noch einiges mehr als Traktor (was jetzt aber auch nicht unbedingt gebraucht wird).
(In der LE version auch kostenlos zu testen). Nachteil: Effekte sind nicht so vielfältig, Samples sind nicht so gut gelöst, das teuerste der drei Programme.


Wie komme ich an gute Musik?
Wichtig ist zuerst, keine von Youtube oder sonst wie gerippten Dateien zu nutzen. Die mögen sich auch billigen PC-Boxen noch halbwegs ok anhören, bei einer PA allerdings nicht.

Wichtig ist zuerst einmal wie man Musik findet. Da helfen Beispielsweise:
In den Club gehen und Shazam auf dem Smartphone anwerfen.
Bei www.beatport.com die Top-Downloads durchgehen
Bei www.mtv.de/charts die Dance, Black und sonstigen Charts durchgehen, bei Youtube o.ä. mal reinhören und dann bei Beatport, Itunes oder per CD kaufen!

Weiterhin findet man auf Compilations wie zum Beispiel der Kontor-Serie auch immer interessante und tolle Lieder.


Wie wird das ganze überhaupt verkabelt?

Hier wird es spaßig, diesmal fangen wir am Anfang an.

Gehen wir mal von dem Standard für kleinere Feiern aus.

Der DJ-Controller wird an den PC angeschlossen und die Treiber und Software installiert.
Vom DJ-Controller kann man nun mit einem Cinch-Kabel

Quelle: http://www.wisat24.de/WebRoot/Store...E/FE22/96A9/C0A8/28BC/AD23/CINCH-Audio-HQ.JPG
in Richtung Boxen gehen (eventuell sind Adapter nötig!).

Brummschleife! Was tun?
Brummschleifen entstehen durch fehlerhafte oder schlecht isolierte und verlegte Kabel. Dadurch liegt irgendwo Masse an und es kommt zu einem sehr störenden Brummen.
Abhilfe schafft dort entweder ein Mischpult mit gutem Filter oder der Behringer HD400 Hum Destroyer, welcher das Brummen sehr gut entfernt.

Quelle: http://www.proaudio.com/images/Behringer_HD400.jpg
Dies am besten in Kombination mit einer DI-Box, die aus einem unsymmetrischen Signal ein symmetrisches Signal macht (darauf möchte ich jetzt nicht eingehen, es ist einfach gut, so was zu haben^^)

Wie nehme ich meine Sets auf, während ich spiele?
Jedes der genannten Programme bietet eine Recording-Funktion, welche euren Mix als MP3 auf eurem PC ablegt.
Wenn ihr ohne PC auflegt, müsst ihr das Signal am Mischpult mit speziellen Recordern abfangen.
 

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-DJ-Tutorial


Welcher Stil?
Diese Frage könnt ihr euch nur selbst beantworten. Ein DJ sollte alles schon einmal gemacht haben, spezialisiert sich aber für gewöhnlich auf eine Richtung. Hört euch die verschiedenen Tracks einfach an. Man darf gerne auch mischen! Die Musik ist fürs Publikum, also fragt vorher, was der Veranstalter sich für die Musik wünscht! Die Musik sollte euch jedoch auch selbst gefallen. Sonst wird das DJen irgendwann langweilig. Einen Spruch dazu noch : Es heißt nicht umsonst „I am a DJ, not a Jukebox“.

Architektur von Tracks
Wie ihr wisst, sind die Lieder meistens im 4/4 Takt. Aber man kann nicht alle 4 Schläge etwas einspielen. Hier gibt es den „Phrasentrick“.
Eine Phrase besteht aus 4 Takten, also 16 Schläge. Ein Lied ist aus verschiedenen Teilen mit je mehreren Phrasen aufgebaut. Beispielsweise 4 Phrasen Intro, 2 Phrasen normal, 3 Phrasen Hook und dann wieder normal, nochmal Hook und dann 2 Phrasen Bridge oder ähnliches. Diese Gegebenheit macht ihr euch beim auflegen zunutze.

Ihr geht wie folgt vor.
Startet bei der ersten „1“ des Liedes, welches ihr als nächstes spielen wollt und zählt die Phrasen bis zu der Stelle, wo das Lied vollständig „da“ sein soll, beispielsweise eine „abgeh“-Stelle, oder der Hook(Refrain). Es ist IMMER eine volle Phrase!
Diese Zahl merkt ihr euch. Nun müsst ihr schätzen. Wenn das neue Lied 4 Phrasen braucht, bis es den richtigen Punkt erreicht hat, müsst ihr es also genau 4 Phrasen vor Ende des alten Liedes (oder vor Erreichen eines bestimmten Punktes, welcher wiederum immer am Ende einer Phrase liegt) starten.

Beatmatching
Ist im Prinzip nichts anderes als das Angleichen von Geschwindigkeit und Takt.
Für einen Übergang ist es unerlässlich, dass die Geschwindigkeit der beiden Songs identisch ist! Vertraut dort bitte nicht blind auf die Anzeige am Bildschirm. Wenn es sich komischim Kopfhörer anhört, passt es nicht!
Weiterhin müsst ihr wie schon gesagt auch den Takt anpassen. Das ist eine reine Timingsache und kommt durchs Üben. Was aber hilft:
Cue punkt auf die 1 legen. Im Takt auf den Cue Button drücken, bis ihr sicher seid, ihr trefft den richtigen Zeitpunkt und bei der nächsten 1 dann statt dem Cue Button den Play Button betätigen. Und immer weiter üben!

Equalizer-Potentiometer
Nun kommen wir zu den Überblendungstechniken. Wenn man nicht nur mit dem Phrasentrick arbeiten möchte, sondern währenddessen mit den Equalizern arbeiten will, geht das so.

Ihr „vollbringt“ das oben genannte Beatmatching und startet das Lied zum richtigen Zeitpunkt. CROSSFADER IN DIE MITTE! Nun fangt ihr an, mit den Equalizern zu spielen. Das heißt ihr könnt zum Beispiel die Potis erst ganz unten lassen, das Lied starten und dann erst den Bass überblenden, dann die Mitten und Höhen, oder ihr fangt mit den Mitten und Höhen gleichzeitig an oder was immer euch beliebt. Nur gut anhören sollte es sich.

Der Crossfader
Am Crossfader stellt man ein, ob das Signal des rechten oder des linken „Decks“ beim Master-Out herauskommen sollen. Ist er auf einer Außenposition, so hört man nur das jeweilige Deck. Ist er in der Mitte, hört man beide Decks gleich laut. Bei irgendwelchen Zwischenpositionen werden die Lautstärken entsprechend angepasst.

Während dem Übergang sollte sich der Crossfader als in der Mitte befinden. Wenn er aber in der Mitte sitzt, hört man alles, was ihr tut, also lieber direkt den richtigen Einsatz finden ;-)

Effekte
Viele Controller und Mischpulte haben Effektprozessoren eingebaut. Ihr könnt ihr also Effekte auswählen, die den Klang des Musikstücks verändern. Manchen Leuten gefällts, manchen nicht. Übertreiben sollte man es auf keinen Fall. Auch hier gilt: Ausprobieren!

Samples
Als Samples bezeichnet man kurze Ausschnitte aus Liedern oder Geräusche. Da wäre zum Beispiel das „Put Your Hands Up For Detroit“. Es wird sehr oft einfach mal kurz über das laufende Lied gelegt. Das geschieht über den Sampler, in dem dieser Teil des Liedes hinterlegt ist.

Sets

Ein Set ist wie bereits gesagt eine Sammlung von Musikstücken. Viele DJs bereiten sich auf ihre Gigs vor und stellen im Vorfeld ein Set zusammen. Hören in neue und Alte Musik rein und suchen die „gesunde Mischung“ oder bleiben eben bei einem Genre. Man sollte die Musik dem Abend anpassen, also nicht gleich am Anfang die Knaller heraushauen.
Fangt mit „ToeTappers“ an, um die Leute in Stimmung zu bekommen, steigert euch langsam und wenn die Stimmung am kochen ist, gebt alles! Wichtig ist es zwischendurch auch einmal abflauen zu lassen. Sonst gehen einem am Ende noch die Lieder aus und es ist erst halb 1.

Wie komme ich an Gigs?
Leg erst einmal ein wenig im privaten Rahmen auf. D.h. Geburtstag von dir und Freunden. Dann kannst du Demos aufnehmen und einfach mal in Bars und Clubs reinschneien und denen ne CD in die Hand drücken.
Eine Gute Plattform für Demos ist auch www.soundcloud.com. Dann bei Facebook mal posten und Reaktionen anschauen. Zusatzlich eben selbst feiern oder mal im Abi-Vofi- Komitee der örtlichen Oberstufe nachfragen.

So. Ich hoffe es gefällt euch.

Für Feedback bin ich immer zu haben!
 

Zensai

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AW: [How-To] DJing, PA und Lichttechnik

-Kaufberatung-

Party-PA​

Hier gibt es eine hinreichend aktuelle Übersicht, welche Boxen am besten zu gebrauchen sind. Fast alle Links führen zu www.thomann.de oder www.geizhals.at, da es dort das größte Angebot gibt. Es empfiehlt sich, die Preise mittels Preissuchmaschinen und Google dennoch zu vergleichen.
Es geht hier nur um BOXEN AN SICH. Stative, Kabel etc. sind IMMER zusätzlich nötig, außer es wird explizit darauf hingewiesen.


Komplettsets


Budget-Liga
IMG Stage Line TRITON 500
DAP Audio Club Mate 15
Omnitronic AS-600
T-Box Pro Entertainer Set Easy
T-Box CL106/112 Power Bundle

Medium-Liga
HK Audio Soundhouse One
db Technologies Opera 208 D
HK Audio ELIAS ESYS EPX

Highend: Ist hier nicht gefragt ;-)

Einzelne Boxen

Tops (ab 12", kleiner sollte es für Partys nicht sein)

Budget-Liga
Behringer B212D (Aktiv, 12")-->auch als passiv-Version(B212XL) erhältlich. Endstufe notwendig!
Behringer B215D (Aktiv, 15")-->auch als passiv-Version(B215XL) erhältlich. Endstufe notwendig!
T-Box PA-302 (Aktiv, 12")

oder einfach hier mal durchschauen: www.thomann.de

Medium-Liga
RCF ART 312 A MKII (aktiv, 12")
LD SYSTEMS LDEB 122A(aktiv, 12")


Bässe

Budget-Liga
T-Box Pro Achat 115 Sub (passiv, 15", Endstufe benötigt!)
Behringer B1800D (passiv,18", Endstufe benötigt!)
Behringer B1800D Pro (Aktiv, 18")

Medium-Liga
JBL MRX 528S(Passiv, 18", Endstufe benötigt!)

Performance-Liga
RCF S4012 (Passiv, 18" Endstufe benötigt!)
HK SL 218 A (Aktiv, 2*18")
JBL SRX 728S (Passiv, 2*18", Endstufe benötigt!)
NOVA VISIO VS 18(Passiv, 18", Endstufe benötigt!)

Enthusiast Liga
Seeburg Acoustic Line TSM Sub (Passiv, 15", Endsstufe benötigt!)

High-End Liga
D&B J-Infra (kein Link, 3*21" Subbass Passiv)
Seeburg Galeo Sub
Seeburg Galeo XT Sub (kein Link)


Verstärker/Endstufen
Wie wir oben bereits gelernt haben, sollten Endstufen immer ca das 1,5-fache der benötigten Leistung bringen, aus diesem Grund werde ich hier erst einmal nur Hersteller bzw Serien aufzählen, keine genauen Modelle.


Budget-Liga
The T-Amp
Omnitronic
Behringer

Medium-Liga
Bell Audio
Yamaha
Dynacord

Performance-Liga
QSC

Enthusiast-Liga
RAM Audio
D&B

High-End Liga
Seeburg
Kling und Freitag
LAB-Gruppen
Meyersound
Crown
Hoellstern
 
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08.06. - 19:00 Teil 1 (Inhalt, Lichttechnik, Tontechnik)
08.06. - 19:00 Teil 2 (DJing, DJ-Tutorial)
20.06. - 12:00 Kaufberatung in Inhalt eingefügt
12.07. - 18:00 Kaufberatung um Einzelboxen erweitert
17.08. - 19:00 Kaufberatung um Subs und Endstufenhersteller erweitert
04.02. - 14:00 Kleinere Fehler nach Hinweis beseitigt und Endstufen-Hersteller ergänzt

 
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Danksagungen:


MazdaSpeed für den tollen Text über den Technics SL1210 MK2
beak für Vorschläge zur Strukturierung des FAQs
 
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