Sammelthread Formel 1 Talk 2016-26 (1. Beitrag beachten)

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Auf den Bildern sieht man einfach gar nichts. Man sieht das beide auf Bild 1 sich etwas Platz lassen und auf Bild 2 wieder das selbe. Das kann nicht ernsthaft deine Argumentation sein. Wenn dann lasst uns doch bitte bei Videos bleiben, bewegte Bildern helfen bei den Geschwindigkeiten doch deutlich besser um das einzuordnen.

https://www.youtube.com/watch?v=l6nf2UzCAAo

Hier ist ja nochmal die komplette Szene drauf. Für mich ist das ein kurzer zucker von Vettel aber bei aller Liebe das ist einfach kein Spurwechsel, er fährt Kampflinie und das darf er auch. Ricciardo versucht sich dann innen durch zu drücken, klappt aber nicht. Das ist einfach ein normaler Zweikampf im Motorsport und sonst nichts. Wenn man dafür eine Strafe bekommt, dann können die sich ja bald mit Wattebällchen bewerfen.
 
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Doch, das gehört bestraft. Vor allem wenn man das nicht einmal eine Woche vorher vereinbart hat durch eine Regel.

Vettel macht DRS zu, fängt also an zu bremnsen und DANN wechselt er aber die Spur weil er sieht, dass Ricciardo sonst vorbei kommen würde. Klassischer Verstappen-Move und das von demjenigen, der Verstappen kritisiert hatte. :lol:
 
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Manche verstehen hier wohl nicht, dass es nicht darum geht "auf der Bremse" zu stehen sondern, dass man in der *Bremszone* seine Linie nicht mehr ändern darf. Vettel hat die Kampflinie schlicht zu spät gewählt, nämlich erst als Riccardo rausgestochen ist und er schon in der Bremszone war.

Die Bremszone fängt je nach Kurve 50, 100 oder 150m vorher an (vllt auch mehr, je nach Eingangsgeschwindigkeit)

Warum macht man das an der Bremszone fest? Weil unterschiedliche Autos unterschiedlich früh bremsen müssen. Ein RedBull kann später bremsen weil er viel mehr Abtrieb (auch bei geringerer Geschwindigkeit) hat.
Genau darum gings doch, weil eben andere schon auf der Bremse stehen und nicht mehr gut lenken können, aber der Verstappen sehr wohl noch lenken konnte wurde die Regel auf die Bremszone konkretisiert und auf das Behindern des Angreifers.

Ich bring hier noch ein Bild, denn ich finde auf Bildern sieht man mehr, weils einfach so schnell geht und eigentlich nur ein 1-2 Sekunden entscheidend sind.
Hier sieht man mMn die Bremszonen Markierung, in der Regel sind das Böller auf denen die Entfernungsangabe steht, ich bin mir relativ sicher, dass diese (rot markierten) Rolex Böller das darstellen.

2.PNG

Jetzt kann man gerne nochmal das Video anschauen und dann sagt mir das Vettel nicht innerhalb dieser Zone die Richtung geändert hat.
 
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DRS schließt doch automatisch sobald der Fahrer auf die Bremse tritt?! Das meinte ich eigentlich. Fahrer macht DRS zu -> er befindet sich i.d.R. in der Anbremszone für die nächste Kurve.
 
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Kann man wohl auch argumentieren, keine Angst das *nicht verstehen* war nicht gegen dich gerichtet.
 
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hallo7 schrieb:
Kann man wohl auch argumentieren, keine Angst das *nicht verstehen* war nicht gegen dich gerichtet.

Du verstehst offensichtlich nicht, dass es nicht der Sinn einer Regel sein kann, jeden Zweikampf massiv einzuschränken.
Wenn das weiterhin so ausgelegt wird, versucht es bald jeder mit Dive-Bombs, weil man vor der Kurve ja nicht mehr zu machen darf.
Und jetzt bitte nicht wieder das Geschwätz, dass man ja vorher Kampflinie wählen soll. Das wird so nicht immer passieren und mit der Regelauslegung wie hier, werden optimistische Überraschungsmanöver nur gefördert.

Und lass es einfach, wieder mit dem Käse anzufangen, Vettel würde in der Bremszone ja so schlimm die Spur wechseln. Das hier hat eine ganz andere Qualität als die Aktionen von Verstappen.
 
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hallo7 schrieb:
Manche verstehen hier wohl nicht, dass es nicht darum geht "auf der Bremse" zu stehen sondern, dass man in der *Bremszone* seine Linie nicht mehr ändern darf. Vettel hat die Kampflinie schlicht zu spät gewählt, nämlich erst als Riccardo rausgestochen ist und er schon in der Bremszone war.

Nein, du verstehst den Kontext nicht vollständig, pickst dir einen Aufhänger ("Spurwechsel") raus und verpackst diesen als alleiniges Kriterium für die Regelauslegung. Das entbehrt jeder Grundlage und ist daher objektiv falsch. Die vollständigen Kriterien im Fall VET/RIC sind hier nachzulesen:

The FIA Stewards of the Meeting schrieb:
Article 27.5 and the Race Director’s Notes have essentially three 
criteria that determine a breach


1) Driving in a manner potentially dangerous
2) An abnormal change of direction
3) Another driver having to take evasive action

Selbst wenn man sich mit Hängen und Würgen einen "Spurwechsel" von VET zusammenfantasieren möchte, sind die beiden anderen Kriterien nicht zwingend erfüllt - zumindest nicht für den objektiven Betrachter von außen, der nicht wie die Stewards gerade per Funk vom betreffenden Fahrer angeraunzt wurde.

Zu 1) Darauf bin ich hier eingegangen. RIC zeigt mangelnde Racecraft obwohl die Tür zu war. Wenn überhaupt, entstand die Gefahr durch den Divebomb-Versuch von RIC. Nur VETs Übersicht ist es zu verdanken, dass kein ernsthafter Kontakt entstanden ist. Im Ergebnis verlieren beide Zeit auf VES.
Dieses Schema der Überhol-"Versuche" von RIC sind bekannt - gab es auch in dieser Saison schon. Siehe hier (4:10 und 6:15). Einfach mal von weit hinten kommen, reinhalten und hoffen, dass der Vordermann mitspielt - die Kriterien der Divebomb :freaky:.

Zu 2) Lang hier diskutiert - wer bei einem kleinen Ruck in eine Richtung einen "Spurwechsel" (das ist ein Spurwechsel) sehen möchte, wird ihn auch entgegen der besten Argumente weiterhin sehen wollen.

Zu 3) Bitte genau auf RICs Steering Input achten - bis auf minimalste Oszillationen gibt es keine Kurskorrekturen bis zum Einlenken. Die These von der "Evasive Action" lässt sich getrost verwerfen.
 
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Ich hab die vollständige Begründung der Rennleitung schon vor einigen Seiten gepostet, du lieferst da keine neue Information ;) (die befanden alle 3 Punkte für zutreffend)

Ricciardo musste stärker bremsen als geplant weil Vettel den Schwenker gemacht hat -> Punkt 3 ist erfüllt und gleichzeitig Punkt 1 und Punkt 2... Das stärkere Bremsen ist ausreichend für die *evasive action*.

Die Tür war bei Eintritt in die Bremszone offen und hätte danach nicht mehr zu gemacht werden dürfen, auch nicht ein bisschen.

Vettel hat ihm da sicher 10m Bremsweg genommen weil er nach innen zog, wenn nicht sogar noch mehr. Dadurch blockierten die Reifen und dadurch wurde es potentiell gefährlich. Gut der Punkt ist ziemlich unkonkret, aber das macht ja nix.

Ansonsten hat die Rennleitung beide Fahrer befragt bevor sie das Urteil gesprochen haben, ich bin mir sicher Vettel weiß, dass er da Mist gebaut hat (er hat auch in den Interviews direkt danach gesagt, er müsse sich das nochmal ansehen).
 
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Vettel hat meines erachtens mit dem Manöver einen Unfall verhindert. Er wählt eine Linie für die Kurve, merkt hm ne da rauscht mir der Ric in die Karre, korrigiert die Linie und fährt in die Kurve. Natürlich lässt er ihm nicht so viel Platz, dass Ric da vorbei kommt und bremsen muss. Ich denke außerdem das Vettel ihn nicht wirklich gesehen hat bzw. zu spät gesehen hat.

Mir fehlt hier einfach die Verantwortung des hinterher fahrenden, ich kann doch nicht einfach von hinten da rein gestochen kommen in die Kurve nach dem Motto " Platz da jetzt kommt ich" und wenn der Vettel dann keinen Platz macht, kriegt er ne Strafe. Das ist einfach ne sehr seltsame Regelauslegung.
 
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hallo7 schrieb:
Ich hab die vollständige Begründung der Rennleitung schon vor einigen Seiten gepostet, du lieferst da keine neue Information ;)

Dann solltest du an deiner Fähigkeit arbeiten, die drei (gleichgewichtigen) Kriterien aus der Entscheidung abzuleiten und nicht auf das am schwächsten ausgeprägte abstellen. :p

Ricciardo musste stärker bremsen als geplant weil Vettel den Schwenker gemacht hat -> Punkt 3 ist erfüllt und gleichzeitig Punkt 1 und Punkt 2... Das stärkere Bremsen ist ausreichend für die *evasive action*.

RIC kommt von hinten (weit hinten), war nie vorn, und hatte demnach im Renngeschehen die Linie des Vordermanns zu respektieren - und zwar vollständig. Ein Überholmanöver ohne freiwilligen Liften von VET wäre nicht möglich gewesen. Dennoch hat RIC versucht, sich in eine etwaige Lücke reinzupressen. VET hat das bemerkt und regelkonform die Wagenbreite Platz gelassen, ja sogar zusätzlich in der 90°-Links sehr viel Übersicht gezeigt. Er hat sogar freiwillig Zeit aufgegeben - Beweis: Abstand VET zu VES war nach der Schikane größer als vorher.

Die Tür war bei Eintritt in die Bremszone offen und hätte danach nicht mehr zu gemacht werden dürfen, auch nicht ein bisschen.
Die Tür war zu keinem Zeitpunkt offen, da ein erfolgreiches Überholmanöver aus RICs Position nicht möglich war.

Vettel hat ihm da sicher 10m Bremsweg genommen weil er nach innen zog, wenn nicht sogar noch mehr. Dadurch blockierten die Reifen und dadurch wurde es potentiell gefährlich. Gut der Punkt ist ziemlich unkonkret, aber das macht ja nix.

Nur basiert deine ganze Argumentation auf diesem Punkt. :freaky:

Ansonsten hat die Rennleitung beide Fahrer befragt bevor sie das Urteil gesprochen haben, ich bin mir sicher Vettel weiß, dass er da Mist gebaut hat (er hat auch in den Interviews direkt danach gesagt, er müsse sich das nochmal ansehen).

Ja, hartes Argument.


EDIT
nebulein schrieb:
Vettel hat meines erachtens mit dem Manöver einen Unfall verhindert. Er wählt eine Linie für die Kurve, merkt hm ne da rauscht mir der Ric in die Karre, korrigiert die Linie und fährt in die Kurve. Natürlich lässt er ihm nicht so viel Platz, dass Ric da vorbei kommt und bremsen muss.

Diesen Standpunkt kann man durchaus einnehmen. Etwas ähnliches hat sich wohl auch Rosberg hier gedacht (ab 0:26) - die Abstände und Relationen sind zumindest ähnlich zu denen von VET/RIC bei Anfahrt auf T4

http://www.youtube.com/watch?v=WqfBMTv2llM&t=0m26s
 
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Keiner der drei Punkte aus der Regel tritt zu. Riccardo musste nicht ausweichen oder stärker Bremsen aufgrund vettels Fahrweise.
Auch gab es keinen Spurwechsel beim Bremsen. Vettel zog nach außen, noch vor der bremszone. Er zog nicht komplett nach außen, sondern blieb mittig. Das mittig bleiben ist kein Spurwechsel.
Beim Bremsen zuckte der Ferrari etwas nach innen. Das ist aber dem Bremsvorgang zu zuschieben.
Selbst bei dem Zucken musste Riccardo nicht ausweichen, da genug Platz war.

Da wurde sehr viel Fantasie verwendet um diese Regel anwenden zu können. Ich vermute die Kraftausdrücke von Vettel haben einen großen Teil zur Strafe beigetragen.

Kurz & knapp via Smartphone
 
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Da wir jetzt in der x-ten Iteration der Argumente sind:

Das ist eure Meinung, ich verstehe den Standpunkt der Rennleitung und kann das auch nachvollziehen, andere offensichtlich nicht. Ich habs versucht zu erklären, aber ich will und kann hier niemanden den Standpunkt aufdrängen.

Insofern bis zum nächsten Rennen :P
 
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Ich denke mal, dass wir hoffen sollten, dass die Regel hier so kleinlich ausgelegt wurde, um Vettel für seine Wortwahl zu bestrafen.
Sonst reguliert sich die Formel 1 wieder einmal selber kaputt.
Das Argument mit der Rennleitung bzw den Stewards halte ich übrigens für sehr wackelig. Wir wissen ja alle, dass die regelmäßig falsch oder undurchsichtig/willkürlich entscheiden. Ein falsch entschiedener Handelfmeter wird ja auch nicht richtig, nur weil der Schiedsrichter pfeift.
 
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ferrari hatte nach dem rennen in mexiko doch einspruch eingelegt. dieser wurde abgelehnt (freitag [gestern]). gegen diese rückweisung hat ferrari berufung angekündigt (innerhalb der frist die ankündigung). die berufung kann jetzt ausgearbeitet werden oder auch zurückgezogen.

niki lauda gerade auf rtl: "die (aktuellen) regeln müssen weg. es müssen neue klare regeln her, die für alle gleich sind." seiner meinung nach interpretiert jeder die regeln anders und das darf nicht sein.
 
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Da hat Lauda Recht, die Regeln sind derartig schwammig, dass man diese auf jedes Verteidigungsmanöver anwenden kann. Also müssen diese beendet werden.
Das Riccardo und Verstappen die Regelauslegung in Ordnung finden, muss man ignorieren, da diese als Profiteur befangen sind.

Was Ferrari macht ist vollkommen richtig. An der Strafe selbst können sie nichts ändern, aber sie können dafür sorgen, das die Regel repariert wird.
 
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Da könnte wirklich was dran sein, dass Vettels Tage schon vorbei sind. Der Kimi hat den eben zum vierten Mal in Folge geschlagen und war auch das Jahr über besser. Nur könnte Kimi fasst Vettels Vater sein. Pole ist auch richtig so, wird ein guter Tag morgen.
 
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Darf man nicht mal ein schlechtes Jahr haben? Abwarten und Tee trinken, schauen wir mal wie sich Vettel schlägt wenn er ein wirkliches Sieger Auto hat, sollte das in den nächsten 10 Jahren mal passieren ^^ bis dahin könnte man die Formel 1 in Formel Mercedes umbenennen
 
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Ach quatsch.
HAM müsste erstmal richtige Dominanz aufbauen, bevor hier irgendwas umbenannt wird :P
Und da fehlt noch ein überlegendes Jahr, bei dem er so viele Punkte holt, das er alleine beide Titel hohlen könnte und die WM-Titel 2016-2018 als Minimum.
 
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Vettel wurde ja auch nur knapp geschlagen. Da sehe ich nix von wegen Tage sind gezählt.
Kimi ist halt diese Saison sehr stark. Man darf auch nie vergessen, dass auch Kimi schon WM war und ein guter Fahrer ist.

Bin mal gespannt auf morgen. Hoffentlich schafft Rosberg den Sieg, oder es gibt Regen und Rosberg macht genug Punkte um WM zu werden.
 
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Ferrari wird im Rennen schon dafür sorgen das Vettel wieder vor Kimi landet. Kimi scheint was die Strategie betrifft immer das Versuchskaninchen zu sein
 
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