News Frequenz-Versteigerung: 5G-Lizenzen sollen weniger einbringen als erwartet

Andy

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#1
Bis 2025 soll in Deutschland eine Gigabit-Infrastruktur entstehen. Die Fördergelder, die für den Glasfaserausbau nötig sind, will die Bundesregierung unter anderem durch die Versteigerung der 5G-Lizenzen Anfang 2019 decken. Doch die könnte deutlich weniger einbringen als erwartet, berichtet der Spiegel.

Zur News: Frequenz-Versteigerung: 5G-Lizenzen sollen weniger einbringen als erwartet
 

Fliz

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#2
Den Ansatz der Bundesnetzagentur finde ich richtig. Irgendwie muss die Politik das mal so steuern, das alles abgedeckt wird und nicht nur die Gebiete, wo man dicke Rendite einfährt..
 

Axxid

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#5
Die Netzanbieter werden sich schon ihre Rosinen rauspicken koennen. Notfalls werden Definitionen geandert, Bereiche neu deklariert und am Ende 2022 die Hand aufgehalten.
 

D708

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#6
Den Ansatz der Bundesnetzagentur finde ich richtig. Irgendwie muss die Politik das mal so steuern, das alles abgedeckt wird und nicht nur die Gebiete, wo man dicke Rendite einfährt..
Ist die einzige Möglichkeit, gutes Netz auch an entlegende Orte zu bringen. Ohne Kohle wird das wohl nichts werden.
Privatunternehmen sind eben gewinnorientiert. Ich sehe es ja bei meinen Eltern, die Argumentation, besserer Netzabdeckung sollte einem etwas wert sein, trifft da auf taube Ohren. Für die Telekom zB lohnen sich sonst nicht die Ausbauten.
 
Zustimmungen: elwu

hamju63

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#7
Es muss erreicht werden, dass ein Mobilstandard endlich mal wirklich flächendeckend überall zur Verfügung steht.
Ansonsten kann man die eigentlich notwendige Abschaltung von 2G/3G nämlich vergessen.
 
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#8
Na, da gibt es einfach Preisabsprachen unter den Netzanbietern.
Keiner bietet viel, jeder kriegt seinen Part gemessen an der aktuellen Marktmacht, und den Rest zahlt der Steuerzahler. Kommt für alle Netzanbieter am günstigsten. Warum sollte man Milliarden mehr in die Hand nehmen, wenn man es trotzdem bekommt und dann jemand anderes zahlt?
 

Toprallog

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#9
Also über wenige Finanzmittel muss sich der Finanzminister nicht beklagen. Und auf ein paar Mrd. Euro sollte der Bundeshaushalt durchaus verzichten, wenn der Zweck sinnvoll ist.
Das ein Telekom-Mensch davon ausgeht, dass keiner der Bieter mehr als ein paar Mrd. Euro bieten würde, heißt doch nichts. Ist halt Preisdrückerei und vielleicht Säbelrasseln, damit die Auflagen doch noch gelockert werden. Wenn die Auktion erst mal läuft, dann können schnell auch andere Summen herauskommen.
Und selbst wenn nicht, dann halte ich die Auflagen dennoch für äußerst sinnvoll. Gerade was den Ausbau des Mobilen Internets betrifft, spielt D im intern. Vergleich nicht in der ersten Liga. Die Netzabdeckung in der Fläche ist wirklich nicht berauschend. Bemerkbar wenn man ländlich wohnt oder mit dem Zug von Stadt zu Stadt fährt und teilw. nicht mal "Edge" verfügbar ist. Von selbst werden die Netzanbieter nicht in die Fläche gehen und investieren. Lohnt sich für sie halt nicht. Über diese Auflagen kann die Politik gegensteuern.
 
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#11
Zitat von Artikel:
Bei Autobahnen und Bundesstraßen müsste das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, bis „zum 31. Dezember 2022 eine vollständige Versorgung mit 100 Megabit pro Sekunde“ gewährleisten. Bei „fahrgaststarken“ Fahrstrecken werden bis zu dem genannten Zeitpunkt 50 Mbit/s gefordert.
Wieso werden hier Nutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs gegenüber dem Individualverkehr benachteiligt?
Welcher Lobbyist aus Wolfsburg/Stuttgart/München hat hier seine Finger im Spiel?
 

AssembIer

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#12
Wieso werden hier Nutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs gegenüber dem Individualverkehr benachteiligt?
Welcher Lobbyist aus Wolfsburg/Stuttgart/München hat hier seine Finger im Spiel?
Es geht hier wohl allg. um die immer tiefer vernetzen Fahrzeuge, seien es die Züge, Fernbusse oder eben PKWs. Macht schon Sinn, dort anzusetzen aber meiner Meinung nach sollte man auch die Fahrzeug Hersteller bei der Finanzierung mit an Bord holen....
 

Palmdale

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#13
Das Desaster mit der UMTS Versteigerung sollte eigentlich allen zu denken geben. Hier waren die Kosten aus der Versteigerung für die Netzbetreiber so hoch, daß diese mit nur wenigen Investitionen auf Jahre erst einmal refinanziert werden wollten.

Nein, die 5G Lizenzen sollten für den symbolischen 1€ vergeben werden mit einer entsprechenden Auflage zum flächendeckenden Ausbau. Gleichzeitig sollte sich Deutschland bzw der Bund die Zuschüsse leisten können und zur Planungssicherheit auch konkret beziffern.

Wenn schon für die nicht digitale Infrastruktur das Geld in die Rentenkasse fließt, sollte es wenigstens in der digitalen Welt funktionieren. Für Lernkurven ist es nie zu spät.
 

tek9

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#15
Ist die einzige Möglichkeit, gutes Netz auch an entlegende Orte zu bringen. Ohne Kohle wird das wohl nichts werden.
Privatunternehmen sind eben gewinnorientiert. Ich sehe es ja bei meinen Eltern, die Argumentation, besserer Netzabdeckung sollte einem etwas wert sein, trifft da auf taube Ohren. Für die Telekom zB lohnen sich sonst nicht die Ausbauten.
Ihr könnt euch gerne an den Kosten beteiligen.

Oder erwartet deine Eltern das andere über Steuergelder und Grundgebühren eure Glasfaserkabel bezahlen ;)
 

daniel 1301

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#16
Nein, die 5G Lizenzen sollten für den symbolischen 1€ vergeben werden mit einer entsprechenden Auflage zum flächendeckenden Ausbau. Gleichzeitig sollte sich Deutschland bzw der Bund die Zuschüsse leisten können und zur Planungssicherheit auch konkret beziffern.
So und nicht anders. Und wenn sie der Verpflichtung nicht nachkommen, wird die Lizenz wieder entzogen.
 

n8mahr

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#18
Das Desaster mit der UMTS Versteigerung sollte eigentlich allen zu denken geben. Hier waren die Kosten aus der Versteigerung für die Netzbetreiber so hoch, daß diese mit nur wenigen Investitionen auf Jahre erst einmal refinanziert werden wollten..
Wenn ich als Anbieter SO VIEL biete, dass ich kein Geld habe, auch Leistung zu liefern, dann hat der Anbieter was falsch kalkuliert... Oder eben alles GENAU kalkuliert, weil vorher klar war, dass man nur die Rosinen rauspickt.
Ein guter Gaul springt halt nur so hoch wie er muss. Da kommt die Ausrede "boaah, das war SOOOO teuer, ich kann echt nix mehr investieren!" doch gerade recht. Wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Sowas fließt 100% in die Kalkulation ein. KEIN Unternehmen bietet MILLIARDEN, ohne Folgeinvestitionen abzuschätzen.
Als ob auch nur ein Anbieter freiwillig nach "Refinanzierung" der ach so teuren Lizenzen auch nur einen Funkmast extra aufstellen würde.. :rolleyes:
 
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#19
Lustig wie einige gleich wieder lospoltern, als würden die für ein baufälliges Haus mit der Auflage zur Sanierung auf einer Auktion das Gleiche bieten würden wie für ein intaktes. :D
Wer Vorgaben macht die große Investitionen vom Käufer erfordern dann muss er auch damit rechnen das der Wunschpreis nicht erreicht wird und ohne solche Vorgaben würde sich um die Strecken mangels zu erwartender Erlöse kein Schwein drum kümmern dort Geld rein zu stecken.
 

Hollomen

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#20
Ist doch eh verarsche. Das was die Telekom auf der einen Seite bietet bekommt sie auf der anderen Seite als "Förderung" für den Netzausbau (Glasfaser) wieder um uns dann von uns und zweit Nutzern das Geld einzusammeln.
 
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