Fußball-Stammtisch 2017 Teil II (1. Beitrag beachten)

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FrankenDoM schrieb:
Wäre TT der Wahnsinnstrainer, dann würde er jetzt schon in München auf der Bank sitzen.

Ich glaube, und das ist reine Spekulation, dass der Zeitdruck nach Ancelotti einfach zu groß war um eine so weitreichende Entscheidung zu treffen. Tuchel scheint mir (immer deutlicher) Kandidat #1 für die kommende Saison zu sein.

Im Nachhinein werden die Fakten ja eh gerne verklärt aber der Fußball des BVB war unter Tuchel schon sehr viel attraktiver als unter Bosz oder Stöger, ganz unabhängig von Ergebnissen.

Rein fachlich ist Tuchel für mich nach wie vor der beste deutsche Trainer, das sagte ich schon vor seiner BVB Zeit und sage es noch immer - er ist halt kein einfacher Typ, andrerseits welcher Toptrainer (außer Jupp) ist einfach?

VanGaal war sicher nicht einfach, wurde auch keine Liebesbeziehung auf Dauer aber geschadet hat er uns sicher nicht.
Pep ist auch ein spezieller Typ, mit dem musste man sich auch arrangieren.
Ancelotti ist ein vermeintlich einfacher Typ und mit dem klappte es nicht...

Soll eigentlich nur heißen ich würde den Abschied aus Dortmund in der Sache nicht zu hoch hängen.
 
Ich glaube Du verstehst mich falsch oder zu extrem.

Ich will damit nur sagen, dass Tuchel nicht der Übertrainier ist und das auch unter ihm in Dortmund nicht alles super toll war.
Aus sportlicher Sicht hätte ich ihn niemals entlassen.

Wie gut er wirklich ist, wird die Zukunft zeigen.

Hummels hat ja angeblich Kalle und Uli von Tuchel abgeraten.

Wie so eigentlich zu weitreichend? Vertrag bis Ende der Saison mit Option auf mehr. Da seh ich weniger ein Problem.
 
FrankenDoM schrieb:
Den Dreck mit Tuchel kann ich echt nicht mehr hören. Spätestens nach dem 1-4 in München letztes Jahr, am 25. Spieltag meine ich, wollten ihn einige schon da vom Hof jagen. Oder nach der "verschenkten" Meisterschaft im Derby ein Jahr zuvor oder dem 1-2 in Darmstadt oder oder oder...

Die Sache ist doch, dass Tuchel nun mal der beste Trainer vom fachlichen war, selbst besser als Kloppo und dass er mit einer funktionierenden Mannschaft auch sehr gut mithielt.
Natürlich hat er auf Kloppos Fundament aufgebaut aber man hatte sofort eine Handschrift von Tuchel gesehen und es geht ja nicht darum 34 Spiele perfekt zu lösen, auch einem Stöger oder Bosz hätte man in der Saison "10" schlechte Spiele zugestanden.

Ich glaube aus Oemmes und mir spricht wenn dann eher die Verbitterung, dass man sein eigenes Ego über den Verein gestellt hat, in Form von Aki und Susi, obwohl hier alle immer sagen, das Spieler die uns wirklich besser machen und auch teilweise Identifikation schaffen entbehrlich sind, chassen viele Fans und die Verantwortlichen lieber Tuchel als Spieler wie Sahin oder Schmelzer, die aus dem Leistungsprinzip und nichts anderem nicht zum Zuge kamen.

Normalerweise würde doch jeder Fan sagen "der bringt seine Leistung nicht, was kann der Trainer dafür".
Aber Tuchel war halt kein "Everybodys Darling", er hatte keine "Lobby" durch Sympathie.

Er hatte nur seine Kompetenz.
Das zählt auch in unserer Berufswelt nicht viel. Leider.
Es ist wichtiger welchen Arsch du leckst.

Das alles wäre ja kein Problem gewesen.
Es kam Bosz, ein grundsympathischer Mensch, mit einer tollen Spielidee aber bei all dem Vorwärtsdrang hat er vergessen, was es braucht um diese Idee durchzuführen.
Passsicherheit, intelligentes Verschieben der Reihen, Lauffräudigkeit, Corpsgeist und eine gestandene Abwehr.
Ich habe Bosz in den ersten Spielen ständig kritisiert, weil diese Dinge fehlten, vielleicht ihn zu unrecht, weil auch Stöger kriegt das nicht hin.

Es ist wie wenn man den Autounfall kommen sieht aber alle so benebelt sind, dass sie ihn nicht verhindern.

Am Ende hat das nicht funktion, was völlig okay ist.
Es darf auch mal was schief gehen.

Nur, hat man so das Gefühl, dass man zwar verbal immer CL spielen will, Viertelfinals erreichen und ab und an mal irgendeinen Titel aber von der Handlung nicht.

Der Ruf nach Tuchel ist also eher der Ruf nach Mut , der Ruf nach Rückgrat und der Ruf nach Authentizität und ehrlichem Handeln.
Das was man sich auch auf dem Platz vom Team wünscht.
 
Unklar ausgedrückt sorry, ich wollte in Bezug auf deinen Post nur sagen dass es nicht viel heißen muss dass Tuchel (noch?) nicht auf der Bank bei Bayern sitzt. Der Rest waren mehr Gedankensprünge meinerseits.

Dinge ins Extreme zu überzeichnen ist selten sinnvoll da bin ich ganz bei dir.

FrankenDoM schrieb:
Wie so eigentlich zu weitreichend? Vertrag bis Ende der Saison mit Option auf mehr. Da seh ich weniger ein Problem.

Ich denke als Übergangslösung ist Jupp einfach viel risikoärmer - der kennt den Kader großteils, kennt das Umfeld, kennt Bayern da weiß man fast zu 100% dass das funktioniert. Zu dem Zeitpunkt hatten wir ja noch 5(?) Punkte Rückstand und niemand konnte ahnen dass es die anderen uns noch so leicht machen würden.
Auch von der Außenwirkung her - Jupp hört auf, Plan erfüllt - würde Tuchel am Saisonende gegangen werden wird das als Fehler der Vereinsführung ausgelegt, Unruhe im Club, schon der zweite Trainer der fliegt usw.
Wenn man sich auf Tuchel einlässt dann ist das ein Umbruch der Zeit braucht, da muss ich dann all-in gehen und darf nicht nach nem halben Jahr wieder aussteigen.
Und es birgt ja, von außen betrachtet, auch das Risiko Unstimmigkeiten reinzubringen (siehe BVB), da muss vorher vieles geklärt sein, viel gesprochen werden, Ziele abgeglichen werden... nur wenn man ne ganz klare gemeinsame Linie hat (also Tuchel + KHR + UH) dann macht das Sinn.
Ich denke das alles sprach in der Kürze der Zeit dafür die sichere Zwischenlösung mit Jupp zu wählen, Tuchel läuft deswegen ja erstmal nicht davon wenn man ihm denn vermittelt dass die Tür offen ist.


So zumindest meine Interpretation, kann natürlich auch komplett falsch liegen. Sehe aber keinen Kandidaten der wahrscheinlicher wäre, Nagelsmann war für mich die einzige echte Alternative aber der scheint ja mittlerweile eher ausgeschlossen. Hasenhüttel, Kovac usw sind imho reine Medien Märchen.
 
@Hanne:
Ich finde Deinen Post großartig und unterschreibe ihn fast so.

Nur eine 2 Anmerkungen: Kompetenz hin oder her, aber wenn ich meinem Chef auf den Tisch Kacke, dann bin ich weg, egal wie gut ich bin.
Die Abwehr hat auch unter Tuchel nichts getaugt.

@NoD: Nagelsmann ist mMn kein Kandidat. NOCH zu grün. Ich kann Deine Gedanken absolut nachvollziehen, aber ich glaube, dass KHR, UH und TT ein mega Pulverfass ist bzw. wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
FrankenDoM schrieb:
Die Abwehr hat auch unter Tuchel nichts getaugt.

Was allerdings auch extrem schwierig war - Tuchels Defensivkonzept beruht ähnlich wie das von Pep vor allem darauf dass der Gegner erst gar nicht in gefährliche Positionen kommt. Und das haben wir auch bei Pep gesehen hängt stark davon ab dass das ganze Uhrwerk nahezu perfekt läuft. Nun durfte Tuchel aber direkt mal Micky, Gündogan und Hummels abgeben und hat dann obendrein Kandidaten wie Sahin, Schmelle usw die mittlerweile eh ersetzt gehören...

Für die Bedingungen wars unterm Strich ganz ordentlich denke ich.


FrankenDoM schrieb:
Ich kann Deine Gedanken absolut nachvollziehen, aber ich glaube, dass KHR, UH und TT ein mega Pulverfass ist bzw. wäre.

Ist es vermutlich auch - das entscheidende wird sein ob das Potential das Risiko überwiegt. Wenn man das Konfliktpotential von Anfang an ganz offen diskutiert und alle Beteiligten professionell genug sind dann kann das aber imho auch funktionieren.
 
NoD.sunrise schrieb:

Ganz ordentlich war es auf jeden Fall. Wie gesagt, aus sportlicher Sicht hätte ich ihn definitiv nicht entlassen.

Es war nicht alles super, aber Potential hat TT auf jeden Fall. Wenn er sich nicht selbst im Weg steht mit seiner Art, dann mag es durch aus ein bessere Klopp sein bzw. werden.
 
Finde es macht keinen Sinn nun zu sagen was gewesen wäre, wenn Tuchel geblieben wäre. Er war und ist fachlich gut. Von Aussagen wie "besser als XY" halte ich aber leider nichts. Am Ende geben mir Erfolge recht und sonst nichts! Klopp hat mit Dortmund Titel gewonnen, die werden wir so schnell nicht mehr holen und das mit einem Mini-Etat und jungen wilden. Dazu das CL Finale, was auf Jahre unerreichbar sein wird.

Nun in Liverpool zeigt er auch tollen Offensivfußball. Das da paar Dellen dabei sind und es nicht immer rund läuft ist klar, aber egal wo Klopp bisher war: Mainz, Dortmund, Liverpool...überall da hat er Spuren hinterlassen und das Umfeld stark geprägt und weinende Menschen hinterlassen. Der hat ganze Regionen mitgenommen. Das ist etwas das kann so schnell niemand so wie er. Da kannst du fachlich was drauf haben wie du willst...einen Menschenfänger wie Klopp gibts so kein zweites mal und das ist gold wert. Der hält sich auch in Liverpoole Jahre. der hat in Mainz Jahre gearbeitet. In Dortmund jahrelang. Was hat ein Tuchel vorzuweisen? Tuchel ist in Mainz mit Krach weg. In Dortmund auch...toller Typ sag ich da. Lieber fachlich weniger drauf, dafür aber ein toller Mensch, der einen Verein bewegen kann und nicht nur seinen Job macht. Denn wer so einen Verein wie Dortmund oder Bayern oder Schalke trainieren will, der muss mehr mitbringen als Sachverstand.

Von daher: Gerne kann er sich in München beweisen. Er wird dort wie fast jeder Trainer vor ihm Meisterschaften holen, aber das große Rad wird er auch da nicht bewegen. Einfach weil er menschlich so ist wie er ist. Da bin ich mir sehr sicher, dass das relativ schnell mit Kalle und Co knallen wird.
 
getexact schrieb:
Da bin ich mir sehr sicher, dass das relativ schnell mit Kalle und Co knallen wird.

Du warst dir ja schon in anderen Sachen sehr sicher die jetzt doch anders kamen. ;-)

Ich glaube Tuchel krankt halt an seinem Know-How.
Wenn du weißt das du recht hast, dann willst du dir nicht von jemanden der weniger Ahnung hat ans Bein pinkeln lassen und da ist es egal, ob es dein Chef ist oder dein Praktikant.
Der mit dem Know-How (eine Mischung aus Erfahrung und Expertise) der hat die Deutungshohheit.

Viele Chefs und eben auch Aki oder Mislitant können das nicht akzeptieren.
Mislitant dachte halt selbst dass er der Stern am Firmament ist und verbockt dann halt für Tuchel einen entscheidenen Deal und Aki sieht sich quasi als Universalgenie das, wenn er mehr Zeit hätte, auch noch Coachen würde.

So gesehen traff Tuchel immer auf Menschen, die nicht auf ihn hören wollten, das hat er sie dann spüren lassen.

Charakterschwach? ja.
Aber verständlich auch.

Das kennt doch jeder wenn Kunden, Freunde oder Verwandte sagen, wie sie es besser machen würde und man sich denkt "ja dann machs doch selber".

Als Trainer brauchst du schon etwas Macht und dann wirklich auch Erfolgreich zu sein.
Wollte man ihm in Mainz und bei uns nicht geben.

Nur ja, da hast du recht, die würde er in München auch nicht kriegen.

Ich denke, mit einem guten Chef kann man sich auch richtig streiten und er erkennt auch die Expertise an.
Da müssen die fetzen auch mal auf professioneller Ebene fliegen, sonst brauch er einen nicht einstellen wenn er nicht das Know-How haben wollte.

Natürlich weiß ich nicht, wie oft man versucht hat, das Gespräch zu suchen und die Wogen zwischen allen zu klären.
Aber es kam nicht so rüber, dass man da hartnäckig war.
Das ist aber die Aufgabe eines Chefs, alle kleinen Rädchen zusammen arbeiten zu lassen.
 
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@HanneloreHorst: oh lieber Hanne und du hattest ja bisher so oft Recht...genau. und wieder machst du den dummen Fehler das normale Berufsleben mit so einem Leben als Profitrainer zu vergleichen. Tuchel hat keine Deutungshoheit, weil es hier nicht um SAP Systeme geht oder Excel-Formeln nachdem sich Fußball berechnen lässt. Es kann also niemals so sein, dass Tuchel der Meinung sein darf, dass er Deutungshoheit hat. Jeder Couchtrainer weiß wie Fußball funktioniert. Angeblich. Es gibt immer mehrere Meinungen.

In so einem Club muss man mit Menschen arbeiten. Mit einer kompletten Mannschaft, den Medien, dem Umfeld, der Stadt, den Vertretern aus der Fanszene und Aktionären. Wenn du das nicht alles auf die Kette bekommst und die Leute nicht geschlossen hinter dich bekommst und meinst du kannst wie ein Elefant in einen Porzellanladen stapfen, dann ist man einfach schief gewickelt, sorry. Fußball ist ein Mannschaftssport und keine One Man Show eines Trainers, der seine narzistische Art ausleben will. Wer jahrelange Mitarbeiter so gegen sich aufbringt wie Mislintat, der muss nicht alle Latten am Zaun haben. Der muss einfach weg.

Und nochmal: hört mit so dummen Bürojob Vergleichen auf. Das passt vorne und hinten nicht.

PS: Das komplette Präsidium hat für den Rausschmiss von Tuchel gestimmt. Wann hören diese Märchen und Lügen auf es ging um Watzkes Eitelkeit? Watzke hat sich nun schon mehrfach erklärt und die haben bis heute ein gutes Verhältnis und sprechen ganz normal miteinander. Bis heute.

Bei der ganzen Diskussion um Tuchel fällt mir auf, dass nun so argumentiert wird, dass ja Tuchel der einzige ist, der sehen konnte. Alle anderen waren also blind. In Mainz auch. Komisch nicht?
 
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Dass da durchaus ein humoristischer Ansatz in der Behauptung war, das ignorier mal gerne und sei weiter die Grumpy Cat.

Warum die "dummen Bürovergleiche" keine dummen Vergleiche sind?
Weil du mal wieder verkennst, das jede Verhaltensweise eines Menschen oder eines Kollektiv auf Muster basieren.
Handlungen meinen unterschiedlich zu sein aber im Kern fussen sie sehr oft auf Urinstinkten die ein gewisses Muster abrufen.

Ich weiß ja nicht ob du in deinem Berufsalltag Kugelschreiber zusammen baust aber mein Alltag ist auch nicht berechenbar, auch ich muss einen Konsenz aus Erfahrung aber auch Agilität bieten, welche mich auf Situationen reagieren lässt.
Auch Druck wird nicht mehr, er skaliert nur.
Was bei einem Verein wie Dortmund der Aktionär und Glaubiger ist, das sind bei dir die Banken, Vermieter und Stromversorger.

Da ist es wichtig, dass man Expertise in Teilen auch von Führungskräften akzeptiert wird.
Natürlich kann man die beste Lösung haben und der Kahn fährt trotzdem gegen den Baum, man kann auch die schlechteste Lösung aufzeigen und Glück haben.
Auch das reale Leben ist dem unterworfen.

Ich habe ja geschrieben, welchen Bedürfnissen und Sehnsüchten der Nachruf und die Kritik an der Führungsebene am meisten entspricht.
Ein Tuchel halte ich bis heute nicht für einen Heiligen.

Nur im Umgang hat auch die Vereinsführung elementare Fehler gemacht, sonst wäre es nie dazu gekommen.

Btw. Wo hat Aki gesagt das er zu Tuchel mittlerweile ein normales Verhätlnis hat?
Und dir scheint neu zu sein, das man in der Position von Aki das Präsidium beeinflussen kann, eben weil dort rückgratlose Menschen sitzen die ihre Fachkompetenzen selten im Fußball haben, sondern in Finanz- und Marketingwesen.
 
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@HanneloreHorst: Ich werde deinen Beitrag hier wieder mal melden. Danke dafür. Und nein ich baue keine Kugelschreiber zusammen. Kann man es bald endlich mal sein lassen den anderen für dumm zu verkaufen, nur weil man anderer Meinung ist? muss das wirklich immer sein? Ich denke nicht. Schade, dass es immer persönlich werden muss.

Zum Thema: Tuchel kommt in einen Verein mit langer Historie und eben viel Fachwissen. Zorc ist seit 30 Jahren da und auch da hat sich ein Tuchel einer gewissen Erfahrung und einer Führung unterzuordnen, auch wenn er der Meinung ist, dass er mehr von Fußball versteht, was nicht gesichert ist. Von daher kann hier niemals von Deutungshoheit die Rede sein. Und nein ich bleibe dabei, dass wir hier nicht den Fehler machen sollten, das mediale Fußball Geschäft und das Führen einer Fußballmannschaft und der Umgang in einem Verein mit einem 0815 Unternehmen vergleichen können.

Wenn du da die gleichen Maßstäbe setzt, dann darfst du als Tuchel erst Recht nicht so agieren, wie er agierte. Fachliches Wissen allein reicht nicht. Dem Controller, der 50 Jahre in einem Unternehmen bleibt, dem reicht das. Aber ein Tuchel muss mehr vorbringen, als nur Wissen über Fußball um einen Club zu führen, oder eine Mannschaft zu führen.

Den Fehler zu machen und sich mit seinem Wissen über andere zu stellen ist dumm und arrogant und führt am Ende nicht zu Lösungen und miteinander.

PS: Schau dir mal die Interviews von Aki an. Ich gebe mal einen Tip: Sky Fußballtalk mit Wontorra. Glaube in seinem 1. Auftritt hat er was zum Verhältnis mit Tuchel erzählt.

Und rückratlose Präsidium? also mal wieder dir fremde Menschen denunzieren? Starke Leistung. Ich gehe mal davon aus, dass so ein Club reiflich überlegt, ob sie so einen wie Tuchel rauswerfen oder eben nicht. Und wenn da selbst Titel am Ende nix bringen, dann wird da schon so einiges vorgefallen sein, was zu einer Kündigung führen kann.
 
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Das mit Mainz wird allerdings gerne stark übertrieben - der der es wissen muss hat das ziemlich deutlich klargestellt:

https://www.wa.de/sport/schalke-04/...er-chance-fc-bayern-bein-stellen-9599920.html

Sie haben Thomas Tuchel 2009 in Mainz zum Bundesliga-Trainer gemacht. Ist er so ein schwieriger Typ wie gesagt wird?

Heidel: Ich hatte mit Wolfgang Frank, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel drei überragende Trainer – und keiner der drei war einfach. Ich habe noch nie einen guten Trainer erlebt, der einfach ist. Weil: Ein guter Trainer ist nie einfach. Glaubt eigentlich jemand, Pep Guardiola sei einfach in der Zusammenarbeit? Ich habe mit Thomas sechs Jahre zusammengearbeitet. Bis auf die letzten 14 Tage gab es nie ein Problem. Was beim BVB passiert ist, kann und möchte ich nicht beurteilen, da mir hier die Interna fehlen. Ich hatte mit Thomas am Ende Dissonanzen, als es um den Abschied aus Mainz ging. Er war der Meinung, dass er am nächsten Tag eine Pressekonferenz geben muss – obwohl es alle schon wussten. Ich habe gesagt: Das Heft des Handelns hat der Verein. Anschließend begann leider eine richtige Schlammschlacht – mit den Medien, nicht mit Mainz. Das habe ich sehr bedauert, und Thomas war der Ansicht, dass dies zu verhindern gewesen wäre. Das hat unser Verhältnis eine lange Zeit leider stark belastet, aber meine Meinung über ihn nicht beeinflusst. Ich habe ihn nach der Deutschen Meisterschaft mit der U19 (im Finale gegen Dortmund, Anm. d. Red.) zum Bundesliga-Trainer gemacht. Wir hatten die erfolgreichsten Jahre, die Mainz bis dahin je hatte. Wir sind überragend gut miteinander ausgekommen. Jetzt kommt das große Aber: Thomas Tuchel ist ein komplett anderer Typ als Jürgen Klopp. Ich hatte 18 Jahre (elf Jahre als Spieler, sieben als Trainer, Anm. d. Red.) das Vergnügen mit Kloppo, der bis heute mein guter Freund ist. Ich habe deshalb gewusst, was auf Dortmund zukommt. Ein komplett anderer Typ, aber kein schlechterer Kerl. Thomas ist einer, dem ist völlig egal, was einer für ein Preisschild umhängen hat, wo der herkommt und ob der Nationalspieler ist. Er geht mit allen gleich um. Er wird irgendwann wieder bei einem Spitzenklub auftauchen - und mal sehen, was er dann in diesem Klub macht. Er ist kein einfacher Typ, aber wer glaubt, dass Jürgen Klopp ein einfacher Typ ist, der kennt ihn überhaupt nicht. Thomas Tuchel und Jürgen Klopp sind absolute Ausnahmetrainer, jeder auf seine eigene Art.

ceem schrieb:
Ich vermute, dass Favre im Sommer bei Bayer anfängt.
Ich nehme an da fehlt ein "n" - Hmm wäre eine denkbare Alternative für den Fall dass man sich nicht auf Tuchel einigen kann. Ich tu mir allerdings echt schwer zu beurteilen ob Favre "Bayern kann" oder eher besser bei Clubs eine Stufe kleiner aufgehoben ist.
Kann das sachlich aber nicht begründen, nur so ein Gefühl.
 
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@NoD.sunrise: Dass Heidel da nun über Tuchel nicht wer weiß wie herlästert ist ja klar. Gehört sich nicht. Dass da durchscheint, dass er aber ein "komplett" anderer Mensch als Klopp ist und jeden gleich behandelt und Klopp als Freund bezeichnet und Tuchel nicht, ist doch dann wieder ein Hinweis, dass Tuchel sicherlich nicht so einfach ist...er relativiert das, in dem er sagt, dass niemand einfach wäre. Aber mit dem einen wurde eine tiefe Freundschaft, mit dem anderen eben nix.

Tuchel behandelt jeden Spieler also gleich. Halte ich für keine einfache Geschichte. Behandel mal einen Robben oder Ribery oder Lewa wie einen Jungspieler, der grad seine 1. Bulli Saison macht. Das geht nicht und führt irgendwann zwangsläufig zu Konflikten. Deshalb kam Hummels nicht mit ihm klar. Tuchel hat ihn vor laufenden Kameras bloß gestellt und ihn nach dem Bayern Spiel persönlich beschuldigt. Da fing das schon an wie enttäuscht er ja angeblich gewesen ist und mehr erwartet hat.

Das hat Tuchel so einige male abgezogen. Durchscheinen lassen, was er von anderen so hält. Grinsen konnte er...herziehen und Ausreden suchen auch. Wie peinlich seine PK nach dem Leverkusen Spiel war, dass die Leverkusener ja viel zu viel foulen würden und das sei so nicht richtig. ich kann mich an so viele Situationen erinnern, wo er meist indirekt Entscheidungen des Clubs und auch Leistungen von Spielern kritisiert hat, dass es eben eigtl. nur knallen kann.

Oder auch die Aussagen, dass ihm egal wäre, wer was geleistet hat und wer welches Preisschild hat oder so ist ein Hinweis darauf, dass Tuchel keine anderen Autoritäten akzeptiert oder eben auf vergangene Leistungen pfeift.

Das kann gut sein, kann aber auch zu Problemen führen, denn Spieler und auch Bosse sind meist Egozentren. Tuchel eben auch, sonst würde er nicht gern im Rampenlicht stehen als Trainer im TV.

Und wenn da dann solche Persönlichkeiten aufeinandertreffen, dann wirds schwierig. Tuchel hat hoffentlich aus der Vergangenheit gelernt. Er wäre in München nur einer von vielen und egal wie er nun wirklich ist, es haftet ihm an, dass er in Dortmund gehen musste. Die Spieler werden ihn kritisch beäugen, wenn er da hinkommt und sicherlich werden nicht alle sofort in Jubelstürme ausbrechen, wenn Tuchel kommt.
 
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getexact
Dir fehlt ja anscheinend die Transferleistung um eben die Muster zu übersetzen ist ja okay, wenn ich etwas nicht kann, dann sag ich das ehrlich anstatt so zu tun, als würde ich "bei meiner Meinung" bleiben, die ja offensichtlich fehlerhaft ist.

Weil du zwar die Taten und Gegebenheiten siehst aber nicht die Muster.
Es ist wie, als würde man dir einen Apfel und eine Birne hinhalten du aber nicht drauf kommst, dass sie beide unter Obst einzuordnen sind.

Und damit beleidige ich dich nicht, ich gebe dir einen Vergleich an die Hand in dem ich beschreibe, dass du mir da zum einen nicht tiefgründig genug hinguckst, um dann es vereinfachter zusammen zu fassen.

Und ich bin bei jedem der sagt, dass Tuchel kein einfachter Typ ist, das er Fehler gemacht hat und auch er muss Expertise akzeptieren aber z.B. ein Aki hat wenig Ahnung von Fußball als taktische Sportart, ein Aki kann nicht anhand von Spielertypen und Taktik-Anpassungen ein Spiel Coachen, muss er auch nicht, das ist nicht seine Aufgabe.

Im Präsidium des Vereins sitzen vor allem Menschen, die den Verein aus einer wirtschaftlichen Sicht heraus führen, diese mit einer guten Rede zu beeinflussen ist vermeintlich einfach.

Ich nehme nicht an, dass Tuchel da zu Wort kam und man sich dann beraten hat, sondern das Aki, Susi und Rauball sich da hingestellt haben und gesagt haben "es geht so nicht.".

Eine Vereinsführung muss auf den Posten von Präsidien vermeintlich wenig ahnung haben, hier gehts um die wirtschaftliche Führung.
Personalentscheidungen passieren die Ebenen tiefer.

Hier werden also nicht Fragen gestellt wie "Ist er gut", sondern "werden wir Erfolg haben, wird es sich wirtschaftlich lohnen" usw.

Eig. eben doch alles wie in einem gut geführten Aktienunternehmen von der Stange.

Fakt ist, die Führung ist veranwortlich die diese Saison und muss dafür genau so gerade stehen wie die Mannschaft.
Das will ich am Ende sehen.
Daher ist der Ruf nach Tuchel lediglich der Ruf nach mehr Ehrlichkeit, mehr Selbstreflektion und Mut der Aufarbeitung.
Zu sagen wie "die Trennung war inhaltlich richtig aber sportlich wurde es zu einer Katastrophe, wir werden handeln" würde mich angesichts des Verlaufs völlig reichen.

Wenn dann nicht nur leere Worte sondern endlich mal Taten folgen, ja dann mach ich Luftsprünge, selbst wenn wir nächste Saison nur 8. werden oder so.
Hauptsache wieder authentisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn der Konflikt in Dortmund so zwangsläufig aus Tuchels Typ resultierte dann bleibt es aber dennoch komisch dass es bei Mainz 6 Jahre lang problemlos funktioniert hat.

Beim BVB hats halt nicht funktioniert, da sollte man aber nicht versuchen den Sündenbock nur auf einer Seite zu suchen.

Ich denke du siehst das zu schwarz aber das Schöne daran ist, wir werden es so oder so relativ bald besser wissen, denn bei irgend einem großen Club sitzt Tuchel nächste Saison auf der Bank, da bin ich mir sicher - ob das dann Bayern, Arsenal oder sonstwo ist.
 
@NoD.sunrise: wir sind halt grad bei Tuchel und ich kann ja nur das bewerten was ich sehe und lese und höre von ihm. Tuchel hat da schon während seiner Zeit auf mich oftmals einen ziemlich unglücklichen Eindruck gemacht. Fremdschämen war das teilweise. Aber gut in Mainz war er die meisten Jahre nicht medial präsent, sondern in der Jugend tätig. Erst als er zur Profimannschaft kam, bekam man einen Eindruck von ihm. In Mainz war das Ende nicht so schön und in Dortmund ist er wohl mit seiner Art einfach auf zu viele getroffen, die damit nicht umgehen konnten, grad weil wohl auch die meisten noch Klopp im Kopft hatten.

Man wirds sehen wo er nächste Saison ist. Wie gesagt sportlich kann man ihm nix anhaften, aber unglückliche Aussagen sollte er vermeiden und der Umgang mit anderen lässt wohl auch zu Wünschen übrig, zumindest war das in Dortmund so.

Hier übrigens ein gelungener Kommentar des Kickers zum BVB.

http://www.kicker.de/news/fussball/...rtikel_baustopp-auf-dem-fussballplatz.html#fb

Trifft es sehr gut finde ich.
 
Meine Meinung ist ganz einfach: Wenn es mit doch durchaus ähnlichem Personal 4 Trainer nicht hinbekommen, muss man vllt mal an anderer Stelle als dem Trainerstuhl schauen.

Die große Frage bleibt für mich, wo man das ganze Personal, das ausgetauscht bzw. korrigiert werden müsste, denn hernehmen will.

Man braucht auf den Außenverteidigerpositionen neue Kräfte, das defensive Mittelfeld ist eine riesige Baustelle, ein weiterer vernünftiger IV könnte nicht schaden, im Tor muss jemand her, der Bürki wenigstens Druck macht, selbst die offensiven Außen sind aktuell kaum brauchbar und vom Sturm brauchen wir gar nicht reden. Wobei ich da Isak als gar nicht so schlecht ansehe, der kriegt mir viel zu wenig Chancen. Aber alleine mit Isak wird es so oder so nichts.

Es gibt ganz wenige Spieler, die nicht hinterfragt werden müssen (Wario, Philipp). Ein paar noch, denen man Schwankungen aufgrund des Alters zugestehen muss. Aber im Endeffekt ist der ganze Kader eine einzige Baustelle!
 
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