Sammelthread Fußball-Stammtisch 2020/21 (1. Beitrag beachten)

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Magellan schrieb:
Ich bin da noch nichtmal neutral, ich sehe einfach viel lieber ein Spiel gegen den HSV oder VfB als z.B. gegen Mainz die für mich einfach "emotional irrelevant" sind, ist nicht "fair" gegenüber den Kleinen aber ist halt nunmal so.
Mainz sehe ich zwar nicht als "emotional irrelevant" an, aber ansonsten volle Zustimmung.

Ich bin zwar nicht gerade der größte Schalke Fan, aber auch die gehören oben rein und nicht in die 2. Und wenn die es schaffen mit einer erweiterten Jugendmannschaft, und die Nachwuchsarbeit ist ziemlich gut, die prekäre Situation zu überstehen, bin ich der Erste, der den Hut zieht.
 
K-BV schrieb:
Mainz sehe ich zwar nicht als "emotional irrelevant" an, aber ansonsten volle Zustimmung.

Ich weiß auch nicht recht wie ich mich da ausdrücken soll, wenn Bayern gegen Mainz gewinnt ist es ein Pflichtsieg der auch in München kaum Beachtung findet, und selbst wenn man da verliert wars halt ein Betriebsunfall, vermutlich das Spiel nicht ernst genommen. Wenn der HSV in der Allianzarena 3 Punkte holt dann ist das etwas völlig anderes und umgekehrt hat man bei nem 8:0 Sieg in Mainz höchstens Mitleid, in Hamburg sieht das ganz anders aus.

Genauso hab ich das Ergebnis von Mainz gegen Bielefeld vermutlich sofort nach der Kenntnisnahme wieder vergessen, HSV gegen S04 nicht.
 
Magellan schrieb:
Ich weiß auch nicht recht wie ich mich da ausdrücken soll

Mainz ist hier halt das Lokalderby. Quasi das neue Offenbach, auch wenn es ein Sück den Main runter liegt. Leider gewinnen wir nie in Mainz, schon gar nicht 8:0.

"emotional irrelevant" trifft das schon ganz gut! Ich bin ja schon was älter, da bleiben die alten Rivalen halt kleben (Nostalgie), aber frag mich nicht, wie wir im Lauf der Zeit gegen Bielefeld abgeschnitten haben. Es geht am Allerwertesten vorbei.

Edit:
Seit euch die 60er abhanden gekommen sind, habt ihr ja leider kein Lokalderby mehr
 
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K-BV schrieb:
Mein Gott, wenn sie schon die Scheißspiele gewinnen, sind sie doch auf nem guten Weg! Irgendwann ist der HSV wieder oben, da hilft alles Beten der HSV-Hasser nichts. Ich selbst bin neutral, sage aber, dass er eigentlich in die BuLi gehört. Genau wie Bremen, VfB etc. Hoffnungsloser Nostalgiker eben!

Man trifft sich am Ende der Saison und schaut wer mehr "Ahnung" hatte. Und wenn ich der Ahnungslose in Sachen HSV sein sollte, kann ich auch gut mit leben. Du hoffentlich auch mit einem Aufstieg!? ;)
Bin kein Hasser, bin Fan, aber Realist.
 
@Magellan: hat aber auch viel damit zu tun, dass Rivalitäten historisch bedingt sind. Daher empfindet man Spiele gegen den HSV auch als relevanter als gegen Mainz oder Augsburg.

Wäre die Geschichte anders gelaufen, wäre es nun umgekehrt. Also ein Stück weit nachvollziehbar.

Ich habe da letztens auch noch drüber gesprochen, als ich in Hamburg war. Das ist so eine tolle Stadt, die eigtl. Einen großen Verein hervorbringen sollte...aber da sind wir dann wieder bei den handelnden Personen.

Schade drum, Hamburg hätte eigtl. wirtschaftlich nach dem FCB das größte Potential. Locker.
Aber Stuttgart sehe ich etwas anders. Die sind nicht viel potenter als Stadt, als Essen oder Dortmund, oder Bochum oder andere Städte, die 300-600.000 Einwohner haben.

Ansonsten Schalke: wirtschaftlich schwache Region. Dennoch einer der erfolgreichsten und berühmtesten Clubs in Deutschland. Historisch gesehen.

Ob die nun alle in die 1. Liga gehören? Nunja, das Mitleid hält sich in Grenzen, weil die Clubs ihren eigenen Untergang geebnet haben und das führt auf Dauer dazu, dass diese Clubs in der Versenkung verschwinden.

Für die Fans ist das eine Tragödie. Für die Liga als solches ein Verlust ja, aber nichts was sich nicht auffangen lässt, wenn Clubs wie Gladbach und Leipzig und Lerverkusen an deren Stelle in der oberen Tabellenregion treten.
 
getexact schrieb:
hat aber auch viel damit zu tun, dass Rivalitäten historisch bedingt sind.
In meinen Augen spielt auch die sportliche Komponente eine wichtige Rolle.
Das letzte mal als Bayern gegen die Löwen in einem Pflichtspiel gespielt haben war 2008 und auch damals hat es in mir z.B. ganz andere Emotionen erweckt als in den Bundesligaspielen 1999/2000 als sie sportlich auch noch mithalten konnten. Wenn jetzt ein Spiel anstehen würde, dann wäre ich emotional auf Grund des sportlichen Klassenunterschiedes wohl kaum berührt.
 
getexact schrieb:
Aber Stuttgart sehe ich etwas anders. Die sind nicht viel potenter als Stadt, als Essen oder Dortmund, oder Bochum oder andere Städte, die 300-600.000 Einwohner haben.
Doch, das ist es! Es ist das Zentrum einer der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Sehr ähnlich zu Frankfurt mit entsprechenden Daten wie BiP pro Kopf etc., höher als München oder HH, bei BiP pro Arbeitnehmer in etwa alle gleich.

In der Region haben sie genau wie die Eintracht oder der FCB ein Alleinstellungsmerkmal (die meiste Zeit wenigstens) was Dortmund z.B. nicht hat.

Nicht falsch verstehen, ich will da kein Berechtigungsranking erstellen. Aber wenn es um die Wirtschaftskraft der Region/Stadt geht im Kontext zur Fussballhistorie, dürften nur Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf und München oben stehen.

BTW: Das höchste BiP pro Kopf und Stadt, haben Wolfsburg und Ingolstadt. Was sagt uns das über Fußball....? :cool_alt:
 
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@K-BV: naja es gibt Unterschiede ja, aber die sind ja vernachlässigbar ^^
Wirtschaftliche starke Region KANN etwas begünstigen, muss aber nicht, wie man sieht.

Ich verstehe schon nix falsch, nur will ich sagen, dass Indikatoren wie BIP das Bild stark verzerren können.
In München ist ja auch nicht wegen dem reichen Umfeld ein großer Club entstanden. Am Ende ist es die zu leistende Arbeit dahinter entscheidend.

Und wirtschaftlich starke Region ist auch das Ruhrgebiet übrigens. Mit extrem vielen großen Firmen und Menschen. Im Bevölkerungsreichsten Ballungsgebiet in Europa.

Ist nicht so, dass die Menschen dort weniger Geld ausgeben können^^
Und Dortmund als einzig verbliebener, ständiger Teilnehmer in der CL hat da noch mehr Vorteile als ein VFB Stuttgart in BW. Denn in BW gibts nicht so viele große Städte verglichen mit NRW oder dem Ruhrgebiet, demnach auch weniger Zuschauer und Reichweite.
 
getexact schrieb:
Und wirtschaftlich starke Region ist auch das Ruhrgebiet übrigens. Mit extrem vielen großen Firmen und Menschen. Im Bevölkerungsreichsten Ballungsgebiet in Europa.
Und vielen Klubs die stark konkurieren. Wenn du so ne Region wie das Schwabenländle hast, dann stehen die da aber im kompletten Umfeld größtenteils hinter den dort ansässigen Verein und da kommen dann auch ein paar Männekens zusammen.

Ansonsten kann man nur sagen, dass mit viel Geld auch schnell Größenwahn kommt und die Unvernunft. Vielleicht kann man ne Formel erstellen ala Sponsor- bzw. Investitionsvolumen/Erwartungen. Hertha kann davon aktuell ein Lied singen aber da tut´s mir auch nicht leid ;-)
 
getexact schrieb:
@K-BV: naja es gibt Unterschiede ja, aber die sind ja vernachlässigbar ^^
Nein, das sind sie leider nicht. Frankfurt z.B. hat 750 000 Ew. und 600.000 Arbeitsplätze. Kannst dir ungefähr vorstellen, was sich hier jeden Tag auf der Straße abspielt an Pendelei. In Stuttgart vermutlich dasselbe Chaos, da ähnliches Verhältnis. Die meisten Jobangebote, Frankfurt vor Stuttgart, München und HH. Und jetzt setz das mal in Relation zu den Einwohnern, der beiden vergleichsweise kleinen Großstädte.
Die kriegen in Stuttgart nicht umsonst den "teuersten Bahnhof der Welt".

getexact schrieb:
Ich verstehe schon nix falsch, nur will ich sagen, dass Indikatoren wie BIP das Bild stark verzerren können.
Die Indikatoren für Wirtschaftsstärke sind schon aussagefähig, für Profifußball aber halt nicht. Da spielen auch andere Faktoren eine Rolle.

Der BVB hat eine überragende Vereinshistorie, und das imho unabhängig von der Wirtschaftsregion, die für sich aber ein großes und potentes Ballungsgebiet darstellt, das aber einem gewaltigen Wandel ausgesetzt war die letzten Jahrzehnte. Gleiches gilt für Schalke. Beides traditionelle Malocherclubs, die es in die professionelle Gegenwart geschafft haben. Das traf so, weder auf die Bayern, SGE, VfB oder HSV zu, die im weitesten Sinn eher "bürgerlich" aufgestellt waren. Der FCB z.B. steht viel mehr für die Region als für die Stadt.

Im Prinzip hier eine Analogie zu England, wo die traditionsreichsten Clubs aus den Malocherstädten Liverpool und Manchester kommen.



getexact schrieb:
Denn in BW gibts nicht so viele große Städte verglichen mit NRW oder dem Ruhrgebiet, demnach auch weniger Zuschauer und Reichweite.
Es geht nicht um das Bundesland, sondern um das Einzugsgebiet des Clubs und das ist bei den Revierclubs eher stärker eingegrenzt, als in Frankfurt oder Stuttgart mit ihren Alleinstellungsmerkmalen in einer einwohnerstarken Region. Das Ruhrgebiet ist zwar riesig, hat aber kein Zentrum, im Vergleich.

Am Ende zählt aber das Ergebnis, und das spricht für den Malocherclub BVB und die Bürgerlichen aus München. Die anderen haben halt was verkehrt gemacht.
 
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Die wirtschaftliche Stärke der Region spielt schon auch mit rein.
Stuttgart kann da was Sponsoring angeht eher aus dem vollen schöpfen. Dresden und Rostock eher nicht so, obwohl auch die, rein von den (potentiellen) Fans ein riesen Einzugsgebiet abdecken.
Und mMn auch beide in die BuLi gehören.
 
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@MoinKffee und @K-BV:

Jaein. Ihr habt Recht und auch nicht ganz sooo Recht.
Ich versuche es mal anders:

Es gibt keine wirkliche Konkurrenz der Vereine um Sponsoren. Es gibt gar nicht so viele BulliClubs, wie große Unternehmen.

Es gibt im Ruhrgebiet wesentlich mehr große Unternehmen als in sonst einer Region in Europa.
Das reicht für Dutzende Fußballvereine, wenn denn Sponsoren und Unternehmen überhaupt in den Fußball investieren wollen, spielt zwar eine Regionale Nähe eine Rolle aber in einer globalisierten Welt auch nicht wirklich.

Ob da nun Daimler in der Region ganz groß ist, ist zwar nett, aber das wars dann schon. Wenn die aber zufälligerweise kein Bock auf Fußballsponsoring haben, dann wars das auch schon für den VFB.

Es spielt schon eine Rolle, ob eine Region nur 600.000 Menschen zur Arbeit bringt oder 15. Mio. Menschen.

Und sorry, wenn ihr die Verkehrsituation in Stuttgart und Frankfurt ätzend findet, dann solltet ihr niemals durchs Ruhrgebiet pendeln müssen. Da sind deutlich mehr Fahrzeuge und Verbindungen.

Das wäre so, als würde ich eine Metropolregion mit einer großen, einzigen Stadt vergleichen. Lässt sich nun mal nicht.

Zwar gibt es kein Zentrum, aber wer braucht denn ein Zentrum? Spielt doch keine Rolle, ob der Fans aus Duisburg, Hamm, Bielefeld oder Dortmund kommt.

Dortmund ist im übrigen historisch gesehen als Verein nie ein Malocherverein gewesen.
Dortmund hat sich schon lange von Kohle verabschiedet und gehört schon lange zu den Städten mit den meisten Studenten in Deutschland. Vielen IT Unternehmen. Energieunternehmen.

Schalke hat viel mehr die umliegenden Regionen und Fans erfasst, als es der BVB getan hat, der schon immer eher „gebildetete“ Menschen anzog in der Region. Zumindest galt das lange so.

Schaut man sich den BVB und seine Wurzeln an, hat das wenig mit Malocher Club zu tun. Weder in den 90er noch 2000er oder jetzt.

Aber wie gesagt: nicht nur die Wirtschaftsleistung entscheidet über Wohl und Elend eines Clubs. Der BVB hat von Anfang an auf ein großes Stadion gesetzt und ist berühmt geworden durch seine Fans. Später dann in den 90er als erster deutschler Club die CL gewonnen.

Danach den Weltpokal, als englische Teams in der Auslandsvermarktung schon viel weiter waren, ging es damals in den 90er mit dem BVB so richtig los. Und die TV Vermarktung hat uns damals geholfen. Darauf fußt doch der Erfolg und die Größe von heute.

Was ich sagen will: versteift euch mal nicht auf einzelne Werte beim BIP und der Wirtschaftsleistung.
Die Region Rhein Ruhr ist zu riesig und wertvoll und voller Kunden und zahlkräftigen Menschen und Unternehmen, da kann keine einzelne Stadt mithalten.

Wäre so, als wenn man das BIP von Liechtenstein und China vergleichen. Ja Liechtenstein hat ein hohes BIP, aber eben wenige Menschen und nicht genug Potential.

Das hat aber das Ruhrgebiet. Nicht aber Stuttgart oder Frankfurt als einzelne Stadt.
 
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getexact schrieb:
Das hat aber das Ruhrgebiet. Nicht aber Stuttgart oder Frankfurt als einzelne Stadt.
Lies doch bitte, was ich geschrieben habe!

Es geht doch nicht um die beiden Städte, sondern um die Region. Damit wir da mal auf dem gleichen Level sind, hier mal einen Link was die Metropolenregion Frankfurt Rhein/Main umfasst.
Wikipedia gibt für diese Region 5,8 Millionen Einwohner aus. Im Vergleich zum Ruhrgebiet mit 5,1 Millionen Einwohnern. Jetzt kann man sicher drüber streiten, ob dass so sinnvoll abgegrenzt ist, aber zum Vergleich dient es erst mal.
Hier wird aber der Unterschied klar. Frankfurt ist das Zentrum dieser Region. Das merkst schon daran, dass es an jedem Werktag zur Millionenstadt wird, durch die riesige Zahl von Pendlern. Dieses Zentrum gibt es im Ruhrgebiet aber nicht. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Fanpotential der Eintracht.
Für die Region Stuttgart gilt das letztlich genau so. Ebenso für München und Hamburg.

Dennoch hat der BVB sein Potential viel besser genutzt als die Eintracht, was vielleicht auch daran liegt, dass man sich dort mehr verwurzelt fühlt als hier, wo es eine sehr hohe Fluktuation in der Einwohnerschaft gibt. Aber hier hat der Verein zuletzt gut aufgeholt. Und die sportlichen Erfolge des BVB sprechen für sich.

In der Diskussion ging es aber anfangs eben darum, wie sich die Metropolen(-regionen) im Profifussball aufstellen. Und da hat man weder in Frankfurt, noch in Stuttgart oder Hamburg das Optimum raus geholt. BVB und Schalke haben aber! Vereine wie die beiden Essener, Wattenscheid, WSV oder auch Duisburg sind aber auf der Strecke geblieben.

Edit: Wikipedia nennt S04, RWE und BVB "arrivierte" Arbeitervereine. Da mir da die tieferen Einblicke in die Vereinshistorie fehlen, nehme ich das sowie deine Ansicht dazu einfach mal hin. Ist eh Schnee von gestern!
 
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strempe schrieb:
Wundert dich das wirklich bei der Linie, die hier gefahren wird?

Warhorstl schrieb:
Was wird hier denn für ne Linie gefahren? Ich bekomme das nur in anderen Communities mit, dass jetzt jede Art von Witz, die irgendeinem Menschen nicht gefallen könnte (also alles, was nicht Pipikaka-Humor ist, aber das wird sowieso gelöscht), gelöscht wird.

Schreibt doch was im Feedback-/Kritik-/Anregungs-Thread zu dem Thema oder gleich den betreffenden Moderator eine PN. Im Politikunterforum bin ich eh kaum unterwegs

In diesem Thread finde ich es ganz angenehm, dass hier nichts kleinlich "gelöscht" a.k.a. ins Aquarium verschoben wird.

K-BV schrieb:
Mein Gott, wenn sie schon die Scheißspiele gewinnen, sind sie doch auf nem guten Weg! Irgendwann ist der HSV wieder oben, da hilft alles Beten der HSV-Hasser nichts. Ich selbst bin neutral, sage aber, dass er eigentlich in die BuLi gehört. Genau wie Bremen, VfB etc. Hoffnungsloser Nostalgiker eben!

Wenn das so ist, ich will den F.C. Hansa Rostock von 1995 bis 2005 zurück. Die Nummer 1 im "Osten" und danach kam lange nichts! Erst dann kam irgendwann mal Cottbus. Hammer, dass selbst die mal weit über Union und Dresden standen.

Naja, die ganzen Schei+spiele gewinnen, das würde dann bei uns auch den Unterschied zum Aufstieg ausmachen, wenn es auch bei HH wäre. Da hätten wir schon das Schei+spiel gegen Krefeld gewinnen müssen, irgendwie ein dreckiges 1:0 durchwürgen und gut. Und gerne auch öfters ohne Blindgänger-Schiris, ohne spielentscheidene Fehlentscheidungen.

------------- Edit: ------------

getexact schrieb:

Mönchengladbach ist auch so ein interessante Fall. Der Verein ist eigentlich ziemlich groß für eine Stadt mit ~250.000 Einwohner. Nicht so die Vereinsgröße wie Rostock oder Bochum, sondern eher wie Frankfurt oder Stuttgart, wo die Städte dann ca. die 3-fache Einwohnerzahl haben. Ist schon krass, was MG für Fanpotenziel ranschafft, dabei sind andere große Vereine nicht weit, nämlich die in Köln, Düsseldorf und Ruhgebiet.

K-BV schrieb:
In der Region haben sie genau wie die Eintracht oder der FCB ein Alleinstellungsmerkmal (die meiste Zeit wenigstens) was Dortmund z.B. nicht hat.

Affenzahn schrieb:
Die wirtschaftliche Stärke der Region spielt schon auch mit rein.
Stuttgart kann da was Sponsoring angeht eher aus dem vollen schöpfen. Dresden und Rostock eher nicht so, obwohl auch die, rein von den (potentiellen) Fans ein riesen Einzugsgebiet abdecken.
Und mMn auch beide in die BuLi gehören.

Richtig, wir haben eigentlich ein komplettes Bundesland für uns alleine. (Eigentlich, rennen ja auch dort viele zu BVB und Bayern.) Sind um die 1,6 Millionen Einwohner. Und das Einzugsgebiet geht dann noch drüber hinaus. Alle anderen Vereine in Mecklenburg-Vorpommern sind irrelevant im Fanpotenzial.

Sponsorenmäßig könnte man in Rostock m.E. auch mehr zulangen, wenn auch nicht so wie in München, HH, FFM etc. Aber wenn ich AIDA Kreuzfahrten so sehe, mal mit großem Sponsoring einsteigen und so? Nö. :rolleyes: Jeder kennt doch AIDA und ist doch m.E. die größte Kreuzfahreederei in Deutschland, auch wenn die "nur" zu Costa Crociere gehören, die wiederum zu Carnival Corp. & PLC gehören. Oder Liebherr könnte auch einsteigen, die in HRO m.E. Hafenkräne herstellen. Aber zumindest hat man die Neptun-Werft im Sponsorenpool, die auch "nur" zur Meyer-Werft-Gruppe gehören. Neptun hat Teile der AIDA Nova hergestellt, die dann zu Meyer gebracht wurden. Außerdem gibt es im Land noch die MV-Werften in HRO und Wismar, die für den asiatischen Markt ein Kreuzfahrtschiff produzieren, was noch mehr Leute fasst als die AIDA Nova. Ich meine aber, diese Werft ist nicht unter den Sponsoren.

Rostock hat aber auch Wachstumsraten, daher die Stadt wird immer größer, auch wenn es durch Zuzug aus dem Umland und durch Einwanderung ist. Vor paar Jahren waren Prognosen von ~230.000 Einwohner in 2035, die aber aber auch irgendwann leicht nach unten korrigiert wurden, weil die Stadt für Familien wieder zu teuer wird. Aber dann gibt es ja noch die umliegenden Gemeinden. Derzeit müssten es um die 210.000 Einwohner sein. So in den frühen 2000er-Jahren waren es knapp unter 200.000, aber zu DDR-Zeiten sogar um die 250.000!

Eigentlich müssten wir auch ein weitaus größeres Fanpotenzial kriegen. Vielleicht nicht so wie Mönchengladbach, aber so in der Mitte vom Jetzt-Zustand und MG. Heimspiele immer 30.000-40.000 Zuschauer (wenn der Platz wäre) und Auswärts 3000 im Schnitt. Aber dieses "Eigentlich", im Gegensatz zu MG haben wir kein oberes Drittel in der 1. Liga mit häufiger EL-Teilnahme. Aber vielleicht würde es sich tatsächlich dahin entwickeln, wenn Hansa das erreichen würde. Was wieder dagegen spricht, in der Zeit von 1995-2005 hat man so ein Zuschauerpotenziel nicht ausgeschöpft, war m.E. immer bei ca. 20.000, also immer noch weniger als was das alte und neue Ostseestadion fassten. Auswärts könnte es vielleicht hingekommen sein, wenn es zum Beispiel ein Spiel in Dortmund gab, wo der komplette Unterrang hinter dem Tor voll war, wo sicherlich 5000 drauf passen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stuttgart hat schon eine Sonderstellung, nach Hamburg ganz klar der underperformer mit dem dicksten Potential. Mit Abstand größte Stadt und stärkste Wirtschaftsregion zwischen Frankfurt und München, dazu keine größeren Clubs in der Umgebung. Der ganze Pott hat da ja im Vergleich den Nachteil mit den Nachbarn teilen zu müssen.
Rein vom Potential her wäre das für mich hinter Berlin, Hamburg und München auf einem Level mit Frankfurt.

K-BV schrieb:
Seit euch die 60er abhanden gekommen sind, habt ihr ja leider kein Lokalderby mehr

Augsburg im Prinzip aber da gibt es keine echte Konkurrenz weil jedem klar ist dass der (andauernde) Klassenerhalt ein riesen Erfolg für die Mittel der Augsburger ist aber mehr wird da wohl nie draus werden.
Es ist interessant weil ich einige Augsburger kenne aber das wars dann auch - ohne die lokale Verbindung wäre Augsburg das selbe wie Mainz.
 
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Banger schrieb:
Wenn das so ist, ich will den F.C. Hansa Rostock von 1995 bis 2005 zurück.
Erinnere mich bitte nicht daran. Das ist jetzt wirklich gemein!

Bei der SGE krankt eben leider viel daran, dass sie die Scheißspiele eben nicht gewinnen. Die 4 Spiele diese Saison exemplarisch. In Berlin sicher gewonnen, Bayernbezwinger Hoffenheim niedergerungen aber gegen Bielefeld und Köln verkackt. Untypisch ist nur, dass sie noch keins verloren haben.
Ergänzung ()

Magellan schrieb:
Rein vom Potential her wäre das für mich hinter Berlin, Hamburg und München auf einem Level mit Frankfurt.
Berlin ist halt noch ein Sonderfall, da es rein fussballtechnisch dort ja immer noch die alte Ost/West Aufteilung gibt und sich das Fanpotential entsprechend aufsplittet.
Schätze Leipzig, als neues wirtschaftliches Mittelzentrum wird da einiges an Potential abgraben und etabliert im Fussball sind sie ja eh schon, seit sich ein Investor eingefunden hat. Hertha steht aber nach wie vor auf wackligen Füßen, trotz Spritze.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Banger schrieb:
Eigentlich müssten wir auch ein weitaus größeres Fanpotenzial kriegen. Vielleicht nicht so wie Mönchengladbach, aber so in der Mitte vom Jetzt-Zustand und MG. Heimspiele immer 30.000-40.000 Zuschauer (wenn der Platz wäre) und Auswärts 3000 im Schnitt. (Platzhalter für folgenden Text)

Nachtrag:

Zumindest in der 3. Liga sollte man mit Mittelmaß ein Zuschauerpotenziel von 17.000 plus X haben und auswärts von 2000. Der Alleinstellungsmerkmal mit einem kompletten Bundesland und ohne Konkurrenz in der Nähe besteht nachwievor. Aber immerhin hat man sich von 9000 Zuschauer im Schnitt (erbärmlich) bis zu knapp 14.000 entwickelt, bis Corona kam. Auswärts war immer konstant mit ca. 1500 im Schnitt.

K-BV schrieb:
Erinnere mich bitte nicht daran. Das ist jetzt wirklich gemein!

Mir ging es gar nicht mal darum, dass man Frankfurt wehgetan hat. ;)

--------- Edit: --------

Und was macht Bad Vilbel so? Noch näher an Türkgücü rangekommen?
 
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Banger schrieb:
Sponsorenmäßig könnte man in Rostock m.E. auch mehr zulangen, wenn auch nicht so wie in München, HH, FFM etc. Aber wenn ich AIDA Kreuzfahrten so sehe, mal mit großem Sponsoring einsteigen und so? Nö. :rolleyes: Jeder kennt doch AIDA und ist doch m.E. die größte Kreuzfahreederei in Deutschland, auch wenn die "nur" zu Costa Crociere gehören, die wiederum zu Carnival Corp. & PLC gehören. Oder Liebherr könnte auch einsteigen, die in HRO m.E. Hafenkräne herstellen. Aber zumindest hat man die Neptun-Werft im Sponsorenpool, die auch "nur" zur Meyer-Werft-Gruppe gehören. Neptun hat Teile der AIDA Nova hergestellt, die dann zu Meyer gebracht wurden. Außerdem gibt es im Land noch die MV-Werften in HRO und Wismar, die für den asiatischen Markt ein Kreuzfahrtschiff produzieren, was noch mehr Leute fasst als die AIDA Nova. Ich meine aber, diese Werft ist nicht unter den Sponsoren.
Ja, wenn das so funktionieren würde! Alleine mit den Millionen/Milliarden, die die Deutsche Bank an Strafen ständig irgendwo berappen muss, hätten wir uns Messi, Ibra und CR7 zusammen leisten können und das Geld wäre deutlich sinnvoller platziert gewesen.
Die ganze Finanzbranche der Welt ist in Frankfurt ansässig. Und was kam bei dem Verein an? Nichts! Jetzt lässt die Deutsche Bank etwas rüber wachsen für die Namensrechte am Stadion, das neuerdings in die Kassen der SGE fliesst und nicht mehr wie bei der Commerzbank, an die Stadt. Opel sitzt direkt in der Nachbarschaft, wen haben sie gesponsert? Die Bayern! Sämtliche Airlines der Welt schauen hier täglich vorbei (bis vor Corona), außer überzähligem Sprit lassen sie nichts regnen. Den ehemaligen Chemieriesen Hoechst AG gibts nicht mehr und der Nachfolger Sanofi investiert vermutlich lieber in Frankreich. Beliebig fortsetzbar!
Stattdessen hatte man 10 Jahre lang Fraport, Unternehmen in Stadt- und Landesbesitz, die uns den Arsch gerettet haben, aber eben auch nur begrenzte Mittel zur Verfügung stellten und in der Folge Krombacher, Alfa Romeo und jetzt Indeed, ein Unternehmen, das ich vorher überhaupt nicht kannte. Jeweils als Hauptsponsoren, die eben kaum was mit Stadt und Region zu tun haben und im Prinzip bei jedem anderen Verein genau so Vertragspartner sein könnten. Das ist zwar O.K., aber das Potential, das die Stadt/Region bietet eben nicht ausgeschöpft. Wobei mir klar ist, wie schwer es ist, Klinken putzen zu gehen. Als BVB/FCB hast halt ganz andere Pfunde mit denen du wuchern kannst. Andererseits bin ich nicht unglücklich darüber, dass wir keinen russischen Gasversorger auf der Brust haben und das Schicksal des Vereins nicht aus einer österreichischen Kleinstadt heraus bestimmt wird.
 
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