Khedira zur Sportdirektoren-Diskussion: "So richtig konkret sind wir noch gar nicht geworden"
Viele Punkte sind ja schon länger Thema aber die beiden finde ich besonders wichtig:
Der gebürtige Stuttgarter plädiert deshalb für andere Schwerpunkte in der Ausbildung, die er als "überprofessionalisiert" bezeichnet. "Es ist alles homogen strukturiert, dadurch bringt man nur die gleichen Spielertypen hervor. Ohne die Basics zu vernachlässigen, muss ich den Spielern auch transportieren: Wir wollen jedes Spiel gewinnen, jede Flanke muss sitzen, jeder Kopfball, jeder Torabschluss. Das ist Leistungssport, und je früher ich das verinnerliche, desto schneller wird es zur Gewohnheit."
An die Adresse von Bundestrainer Hansi Flick richtete Khedira den Appell, Spieler den Zugang zur Nationalmannschaft wieder zu erschweren und unabhängig vom Alter die Besten zu nominieren. "Wir haben vor vier, fünf Jahren mit der Philosophie angefangen, den jungen Spielern teilweise zu einfach die Möglichkeit zu geben, A-Nationalspieler zu werden. Da wurden ältere Spieler auf einem Top-Niveau - wie Jerome Boateng, Mats Hummels oder Thomas Müller - entsorgt, weil junge Spieler angeblich Platz zur Entfaltung benötigten. So etwas ist für mich ein fatales Zeichen", so Khedira: "Die deutsche Nationalmannschaft ist das Aushängeschild, da müssen die Besten eingeladen werden. Die Nationalmannschaft ist kein Experimentierfeld, um junge Spieler zu testen. Dafür haben wir eine U 21."