DEADBEEF schrieb:
@@mo
Und was ist daran "eng" verbunden? Solche Beispiele wirst du in ganz vielen Nationen finden, ob das für eine enge Verbundenheit steht, wage ich zu bezweifeln.
Wenn etwa 3,5 % der Wohnbevölkerung in Deutschland türkische Wurzeln hat und ein Heimspiel vielleicht von mehr Fans der Gastmannschaft besucht wird, nicht weil die extra anreisen müssen, sondern weil sie dort ganz einfach wohnen, wenn inKinder- und Jugendmannschaften eine gemeinsame sportliche und gesellschaftliche Entwicklung stattfindet, ist das für mich schon eng verbunden.
Und in den Ballungszentren geht schon lange fast gar nichts mehr ohne die Kids/Spieler mit Migrationshintergrund.
Die, die in der NM ganz oben ankommen, sind zwar nur die Spitze des Eisbergs aber eben auch repräsentativ für die Gesellschaft. Der Fall Özil ist maximal beschissen gelaufen, weil der irgendwann mal falsch abgebogen ist, aber eben auch überhaupt nicht repräsentativ. Siehe Gündo, der die deutsche Kapitänsbinde mit Stolz trägt aber trotzdem seine Wurzeln zu würdigen weiß.
DEADBEEF schrieb:
Es gab mal eine Zeit da wurde Sport und Politik getrennt und nicht vermischt.
Seh da gerade den Zusammenhang nicht. Es ist einfach nur Alltag.
DEADBEEF schrieb:
Heute brauchen unsere "Politiker" aber eine große Bühne um uberhaupt noch irgendwie wahrgenommen zu werden.
Falls du damit auf den Besuch von Erdogan anspielst, es ist bisher nicht vorgesehen, dass er morgen das Spiel besucht. Man wäre auch kaum begeistert darüber, aber letztlich könnte man es ihm nicht verwehren, wenn er da als Privatperson auftaucht. Würde man es ihm verwehren, wäre das tatsächlich die Einmischung die keiner will.
Es ist generell eine Utopie Sport und Politik gänzlich zu trennen. Hat noch nie funktioniert, wird auch nie funktionieren. Sportler/Fußballer fordern zwar gerne wohlfeil, die Politik möge sich raus halten, sind aber bei Bedarf die ersten, die nach der Politik schreien wenn es ihnen nützt oder sie in der Scheiße stecken.
Ansonsten wären wir vielleicht auch ohne Özil Weltmeister geworden, die Franzosen aber nicht und ohne ihre Migrantenkids irgendwo 20 Plätze hinter uns in der Weltrangliste. Dass es so ist, ist Folge der französischen (Kolonial-)Politik. Bei uns eher Folge von zu wenig Arbeitskräften, was auch zu entsprechend weniger Problemen geführt hat.
Wollen wir hoffen, dass es friedlich bleibt in Berlin. Lücken auf den Rängen, wie zuletzt öfters bei Auftritten der deutschen NM wird es in Berlin sicher kaum geben. Heimspiel für beide Teams halt.