Keller-SSD zur Langzeitlagerung gesucht

Dunkeltier

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Moin, welche 2TB große SSD eignet sich am besten zur Langzeitlagerung in einem Keller? Aufgefrischt werden würde das Keller-Backup alle 6-12 Monate. Ich habe zwar noch 2x 512GB Samsung 830 SSDs rumfliegen. Allerdings vertraue ich denen aufgrund ihres Alters, der wesentlich geringeren Größe und nur 2D-MLC NAND nicht so ganz.

Wäre für mein Vorhaben eine 2TB Crucial MX500 mit 3D-TLC (ca. 190 Euro) oder eine 2TB Samsung 860 Pro mit 3D-MLC (ca. 350 Euro) die bessere Wahl? Mir geht es darum, beim schreiben von tausend kleinen Fotos, MP3s oder Dokumenten mir nicht wie bei HDDs einen Wolf zu warten. Auf das spezielle Thema geht die Kaufberatung (schnell beim schreiben kleiner Dateien - einigermaßen sicher wenn bis zu ca. 1 Jahr stromlos) ja leider nicht ein.
 
Wäre ne Cloudlösung nicht die bessere Wahl?
Andernfalls solltest Du eventuell die Platte noch mal zusätzlich sichern.
Falls die SSD bei der Lagerung mal nicht mehr funktioniert.
 
Keine, bei SSDs besteht da schon eine große Chance das sie Daten verlieren.
 
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Weder SSDs noch HDDs sind die richtigen Medien für eine Langzeitlagerung. Bei Client SSDs sieht die JEDEC in der JESD218 12 Monate bei 30°C Lagertemperatur vor:

JESD218_DRT.png


Wobei sich die Zeit je 10°C (andere Quellen nennen 5°C) mehr halbiert bzw. weniger verdoppelt und der Wert eingehalten werden soll, bis die TBW erreicht sind, neue NANDs halten die Daten länger, aber nicht jeder Anbieter beachtet die JEDEC Vorgaben.

Für Langzeitarchiv gibt es sowas Optical Disc Archive Gen 3: Sony archiviert 5,5 Terabyte für 100 Jahre auf Cartridge und vielleicht irgendwann ein Produkt auf Basis dieser Entwicklung: Project Silica (Datenträger aus Quarzglas).
 
ssd ist die schlechteste lösung die man dafür nehmen kann

ohne Strom halten die Daten zwisch 3-12 Monate abhängig von der Lagertemperatur

normale hdds wäre die bessere wahl oder die ssd am Laufen halten
 
@Holt
Lese ich das richtig?
Stromlos geht die SSD zwar nicht kaputt aber verliert "langsam" (nach einem Jahr!) ihre Daten? (Okay scheinbar in <3% der Fälle)
 
@Holt: 9-10k Euro sind aber schon eine Ansage für sowas...

https://www.bhphotovideo.com/c/product/1549175-REG/sony_odsd380u_optical_disc_archive_gen3.html

https://www.videolinea.com/en/production-and-post-production-accessories/sony-ods-d380u-gen3-standalone-usb-3-oda-drive?category_rewrite=shop&selected_filters=new/new-production-and-post-production/new-production-and-post-production-production-and-post-production-accessories/sony-ods-d380u-gen3-standalone-usb-3-oda-drive/

Ich will ja echt nur noch mal meinen allerwichtigsten Kram an einen anderen Ort untergebracht wissen. Wenn ein Backup mal irgendwo versagt, ist es mir eigentlich "relativ" egal. Von SSD auf SSD in meinem Rechner, wird es etwas seltener rausgespeichert auf ein NAS + Backup-Erweiterungs-NAS (Netzwerk-Speed limitiert da halt) und im Keller bei ca. 15-18°C und 2m Höhe will ich noch mal ein Backup rumgammeln haben. Wenn die Bude abbrennt oder mir ausgeräumt wird.

Mit einer Cloud hänge ich an meinen 40Mbit/s Kabel-Upload (Net-Cologne) fest, da kann sowas ähnlich zeit-intensiv wie auf der HDD werden. Mir geht es zum großen Teil wirklich um Geschwindigkeit. Im Keller landen natürlich keine Spiele- oder Urlaubsfilm-Backups. Nur wirklich wichtiger Kleinkram.

Ich glaube, alle 6 Monate auffrischen mit der 2TB Crucial MX500 mit 3D-TLC und einen spritzwassergeschützten IP-66 DeLock-Gehäuse wäre dann wohl die wirtschaftlich vernünftigste Option? Mich p***t es gerade schon an, wie lange das immer mit der HDD im selben Rechner dauert.

Wie lange muss man eine SSD angeschlossen lassen, bis sich die Zellen mit den alten Daten dann wieder aufgefrischt haben und man auch die Daten neu abgleichen/aktualisieren kann? Sollte man dann vielleicht einfach mal manuell das "Laufwerk optimieren"?

/edit: Vielleicht sollte ich nach einer Enterprise 3D-NAND-TLC SSD Ausschau halten. Wäre vielleicht eine Idee...
 
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Backup auf mehreren HDDs, die HDDs an unterschiedlichen Orten lagern.
Einmal das NAS
Einmal die HDD im Keller
Einmal eine HDD bei Bekannten oder so (außerhalb deines Zuhauses)

Idee ist, dass du davon ausgehst, dass jedes Medium irgendwann mal versagt, aber aus voneinander unabhängigen Gründen und nicht gleichzeitig, sodass du immer zwei, im Fall eines Brandes o.Ä. bei dir noch eine Kopie hast (hier liegt schonmal Nahe noch eine 4. Instanz der Daten auswärts zu haben oder die HDD im Keller auswärts zu verlegen).

Schlüssel ist hier dann regelmäßiges Updaten (hier muss der Schreibvorgang erfolgreich erfolgen) und Sicherstellen, dass die HDDs funktionieren.

Oder die Cloud.
2TB Daten wären bei 10MBit/s 19 Tage. Ich würde hier ein inkrementelles Backupsystem auf Diff-Basis vorschlagen, dann würde es auch mit dem Traffic passen.
 
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Warum dann nicht gleich n Bandlaufwerk?! Bänder sind weitaus haltbarer und du bist bei der Anzahl der Bänder nicht begrenzt! Gibt es gebraucht / refurbished schon in bezahlbaren Regionen!

https://www.ebay.de/itm/HP-StorageW...694022?hash=item262c579306:g:iw4AAOSw7t9d1QVB

Alternativ:
https://www.ebay.de/itm/Fujitsu-Ult...902037&hash=item3da7eba04c:g:C2QAAOSwEtlfHsOT
+
https://www.ebay.de/itm/Dell-PERC-H...430255?hash=item289a2e7eef:g:xa0AAOSwk7hfLvTV / https://www.ebay.de/itm/DELL-PERC-H...767917?hash=item2d103a0bed:g:lgwAAOSw9AZe~Cfi

Weiterer Vorteil, sollte das Laufwerk einmal die Grätsche machen, anderes holen und Bänder trotzdem lesen können ;-)
 
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Zitat von Towatai:
Warum dann nicht gleich n Bandlaufwerk?! Bänder sind weitaus haltbarer und du bist bei der anzahl der bänder nicht begrenzt! Gibt es gebraucht / refurbished schon in bezahlbaren regionen!

https://www.ebay.de/itm/HP-StorageW...694022?hash=item262c579306:g:iw4AAOSw7t9d1QVB


Naja, da wird bei mir aber ein neues Gehäuse fällig (ich habe keinerlei Laufwerks-Einschübe mehr und verwende auch keine CD-Medien o.ä. mehr), ich brauche ein neues Mainboard weil bei mir schon der einzig vernünftig verfügbare PCIe 4.0-Slot von der zweiten 15.36TB SSD ab heute Nachmittag belegt wird...sind dann auch wieder schnell 800-1000 Euro, auf die ich dann komme.

Unkomprimiert schreibt es 0,5TB/h (1,5TB pro Band), komprimiert 1TB/h (3TB pro Band). Da stellt sich die Frage, wie ist es mit sehr vielen kleinen Dateien? Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht damit aus - null Erfahrung.

/edt: Hm, aber die LTO-5 Bänder krieg ich dann aber nicht mehr mit neuen LTO-8er Geräten ausgelesen? Da gibt es ja auch wieder diverse Fallstricke, auch mit der Beschreibbarkeit. Vor- und zurückspulen und so.
 
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ggf. ein externes gehäude holen und verkabeln sobald ein passender PCIE steckplatz verfügbar ist. einfach mal kreativ sein ;-) oder irgend ne kleine rechnergurke die nichts anderes macht als die daten weg zu sichern.
 
Ich versteh das Problem mit dem HDD Backup nicht so. Man muss ja nicht jedes Mal alles backupen. Am besten legt man die Daten eh nativ ab und verwendet irgendwas wie Syncback mit Versioning oder was ähnliches für dein entsprechendes Betriebssystem.

Für Fotos brauch ich gerne auch noch Blurays für den Fall der Fälle. Zudem leg ich mir persönlich ne HDD in meinen Rucksack als offsite Backup. Und Mega.Nz verwende ich ebenfalls als richtige Offsite-Lösung.

Gibt viele Möglichkeiten, aber SSD im Keller ist etwas suboptimal ohne Strom.
 
Die reine Geschwindigkeit des Anbieters ist relativ unwichtig. Weil man mit inkrementellen Backups nur einmal alles kopiert und danach nur noch geänderte/ neue Daten. Es wird also immer weniger.

Ich habe jahrelang immer komplette Backups gemacht, mit Acronis TI. Dachte immer, egal. War aber Lokal, auf HDDs.

Heute mache ich sowas nur noch inkrementell und wunder mich, wie wenig eigentlich gesichert werden muss.

SSDs sind für dauerhafte Datensicherungen eben auch nicht zu empfehlen. Da ist eine DVD noch besser, wo man Fotos u.s.w sichert, die einem wichtig sind. Dazu noch auf HDD und seine Daten sind relativ sicher. Man kann auch Cloudspeicher anmieten. Bezahlt man dafür, ist das auch relativ sicher.
 
ein LTO-7 Laufwerk ist hin bis zu LTO-5 abwärtskompatibel. Ab LTO-8 nur noch eine Generation rückwärts. solche geschichten sind aber bei weitem langlebiger als der ganze consumer-kram.
 
Zitat von TriggerThumb87:
Lese ich das richtig?
Stromlos geht die SSD zwar nicht kaputt aber verliert "langsam" (nach einem Jahr!) ihre Daten? (Okay scheinbar in <3% der Fälle)
Die FFR (und auch die UBER) beziehen sich generell auf die SSD und nicht speziell auf die Situation in der die SSD 12 Monate stromlos gelagert wurden. Die 12 Monate DRT sind natürlich eine Mindestanforderungen für den Fall einer Lagerung bei nicht mehr als 30°C, bei kühlerer Lagerung sollten die NANDs die Daten auch länger halten, man sollte aber auf die Luftfeuchtigkeit achten, nicht das die Kontakte sonst alle (weg)korrigiert sind, dann hilft es auch wenig wenn die Elektronen noch in den Zellen der NANDs erhalten sind.
 
Du benutzt das 1-2 mal im Jahr und hast unter 2TB Daten.
Das lässt man einfach einmal über Nacht laufen und fertig?
Ich hab letztens ALLE meine Daten mal gesichert. Meist kam ich auf 80-120MB/s
Das sind dann 1-2 mal im Jahr 7h über Nacht. Vllt auf 2 HDDs, dann ist es eben mehr.
Ist das wirklich ein Problem?

Und alle meine HDDs lagen recht lange ohne Strom da. Teils mehrere Jahre.
 
Zitat von Holt:
Die FFR (und auch die UBER) beziehen sich generell auf die SSD und nicht speziell auf die Situation in der die SSD 12 Monate stromlos gelagert wurden. Die 12 Monate DRT sind natürlich eine Mindestanforderungen für den Fall einer Lagerung bei nicht mehr als 30°C, bei kühlerer Lagerung sollten die NANDs die Daten auch länger halten, man sollte aber auf die Luftfeuchtigkeit achten, nicht das die Kontakte sonst alle (weg)korrigiert sind, dann hilft es auch wenig wenn die Elektronen noch in den Zellen der NANDs erhalten sind.

Ist bestimmt Hitzschlag bei mir, was auch erklärt wieso seit ein paar Stunden mein peripheres Sehen so aussieht als wäre ein billiger Motionblur-Filter drin mit harten Doppelkanten, aber ich finde keine Quelle für die Tabelle. Der Standard wird immer nur wiedergegeben, aber nicht erläutert, erst recht nicht was die einzelnen Begriffe genau bedeuten. Auf der JEDEC-Seite sind die googlebaren Links nicht mehr verfügbar.
Ich werde mich jetzt mal hinlegen.
 
Btw, ich traue eine MLC eher als einer TLC oder QLC. 2 Bits in einer Zelle sind halt "grösser" oder stabiler als 3 oder gar 4.

Das Alter ist auch sekundär, bei einer SSD altert im Prinzip nichts einfach so. Nur wenn Strom anliegt passiert was.

Allerdings halten, wie oben schon geschrieben, die Daten nicht ewig. Man müsste regelmässig alles auslesen und neu schreiben.
 
Ich würde es auf mehreren externen HDD's machen.
Bisher ist mir noch keine externe Festplatte welche ich als Backup nutze durch zu lange "Lagerung" kaputt gegangen, würde sie aber öfters im Jahr mal laufen lassen.
 
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