Notiz Linux 5.11: Neuer Kernel für AMD Navi 23, Van Gogh und Intel SGX

SV3N

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SV3N

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@AlphaKaninchen das wird wohl vorerst nur Van Gogh sein, denn die nächsten APUs mit RDNA 2 kommen erst 2022.

Ich glaube nicht, dass Rembrandt-U/-H mit Zen3 (+) schon drin sind. Aber Dragon Crest mit Zen 2 und RDNA 2 als Van Gogh Nachfolger wird ja nicht groß anders.
 

patrick888

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Nachdem ich mich gefragt habe wer wohl die Kernel Sourcen bei CB lädt und die DL Page geöffnet hatte, war ich neugierig was so hinter dem dortigen Link (https://wiki.kernelnewbies.org/LinuxChanges) steckt. Spoiler alert: ein SSL Zertifikat dass die Domain weder als CN noch als SAN führt -> toter Link
 

begin_prog

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Van Gogh arbeitet mit DDR5-Speicher, deshalb wird es wohl noch bis zum Jahresende dauern. Mit dem schnelleren RAM hat sich dann auch das Update auf RDNA2 gelohnt.
 

Elverado

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sowie die Erweiterung für die x86-Architektur Intel SGX aus

Heißt das, dass 4k BluRays einfacher abzuspielen sein werden, sofern eine Intel CPU verbaut?
War da nicht so was, dass 90% der BluRay-Software Intel SGX voraussetzt und das unter Linux immer problematisch war?
Oder schmeiße ich da was durcheinander?
 

second.name

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Kernel-News! 😍 Vielen Dank! 👍

Wie sind denn die Erfahrungen mit Btrfs? Wer benutzt es produktiv und kann etwas dazu sagen?
Meine VM's installiere ich meistens auf EXT4 und wenn ich ganze Platten freigebe, ist dies für die Windows-Clients meistens NTFS.
 

Faust II

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Vor einiger Zeit mal mit verschiedenen Dateisystemen beschäftigt. Um ehrlich zu sein, außer in irgendwelchen Ausnahmefällen konnte ich keinen Vorteil gegenüber ext4, ntfs und fat32 bzw exfat finden. Die ganzen komischen exotischen Teile da alle.. lohnt nicht wirklich. Machst du mehr Abstriche als sonst was durch.
 

psyabit

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Piak

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Das ist doch eine super Grundlage für die Samsung Grafik Chips mit AMD Technik im Handy
 

süchtla

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Wie sind denn die Erfahrungen mit Btrfs? Wer benutzt es produktiv und kann etwas dazu sagen?

Ich hatte es auf meinem Eigenbau-NAS als Root-FS-Ersatz und VM-Host-FS. Konnte mich als ZFS Verwöhnten aber nicht richtig überzeugen. Mein letzter Informationsstand ist, dass das Software-RAID5/6 noch immer nicht stable/productive ist. Und btrfs on-top eines anderen RAIDs nur für die Snapshots ist dann schon fast äquivalent zu qcow2.
Ich blieb bei ZFS (für alles, außer dem NAS-root selbst).
 

Vorgartenzwerg

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Wie sind denn die Erfahrungen mit Btrfs? Wer benutzt es produktiv und kann etwas dazu sagen?
Ich habe es auf meinem Server und auf allen meinen Endgeräten im Einsatz.
Im Server finde ich besonders das RAID gut. Ich verwende RAID1.
Vorteile:
  • RAID direkt im Dateisystem -> es können einfach Platten hinzugefügt werden, die Platten müssen nicht die gleiche Kapazität haben, BTRFS macht das alles im Hintergrund
  • Scrub der Daten: Die Hashes werden überpüft und bei Fehlern werden diese korrigiert und ich werde benachrichtigt
  • Snapshots: Stündliche Snapshots des Dateisystems, Ich kann ein rm -f /* ausführen und verliere trotzdem nur Daten seit der letzten vollen Stunde. Die Snapshots sind dabei inkrementell und benötigen kaum zusätzlichen Speicherplatz
  • Die Snapshots werden auch inkrementell an verschiedene Backups gesendet
  • ZSTD basierte Dateisystemkomprimierung: Alle Daten auf den Platten werden, soweit möglich, komprimiert
  • Deduplizierung: Doppelte Dateien, oder doppelte Teile von Dateien werden nur einmal gespeichert (Aktuell ist das nicht Live, sondern läuft ab und an als CRON Job). Das funktioniert in Kombination mit ZSTD auch für Steambibliotheken ziemlich gut.
  • Subvolumes: Man formatiert direkt die gesamte Platte mit BTRFS und macht alles andere über Subvolumes, so hat man nicht das Partitionsproblem mit: Ich habe kein Platz mehr auf /home aber noch einiges auf /.
Nachteile:
  • RAID5/6 ist offiziell noch nicht stabil, nach allem was ich so gelesen habe ist das aber kaum zu reproduzieren. Verwenden würde ich es trotzdem noch nicht Produktiv
  • Keine native Verschlüsselung, man muss also noch auf LUKS zurückgreifen
  • Noch kein Caching wie in ZFS

Den Standarddateisystemen wie EXT4 ist es also definitiv überlegen, es empfiehlt sich aber einen aktuellen Kernel zu verwenden, da sich viel tut. Benötigt man das alles nicht kann man aber auch bei EXT4 bleiben...
Hier noch mal der Speicherbedarf meiner Steambibliothek:
Screenshot_20210219_113617.png
 
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mae

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Wie sind denn die Erfahrungen mit Btrfs? Wer benutzt es produktiv und kann etwas dazu sagen?

Ich benutze es seit WIMRE 2014 auf dem Laptop, seit 2015 auf dem Desktop, und irgendwann spaeter auf dem einen oder anderen Server. Funktioniert an sich problemlos, nur die eingebaute RAID1-Funktionalitaet ist (bzw. war zumindest, als wir das ueberprueft haben) nur fuer die ganz harten zu empfehlen und quota gehen nicht.

In einem weiteren Server haben wir dann ZFS verwendet, das ist fuer RAID1 wesentlich netter.
 

longusnickus

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@Vorgartenzwerg
ein vorteil wäre noch, dass es einen open source treiber für windows gibt: WinBTRFS
NTFS auf linux ist sehr langsam und verändert auf dauer irgendetwas, sodass windows irgendwelche fehler erkennt und erst mal prüfen muss, bevor man es wieder verwenden kann. war zumindest bei mir so.

Nachteil würde ich noch sagen, dass es langsamer ist als EXT4. phoronix macht da immer wieder tests und das schnellst FS ist es nicht

der scrub befehl ist aber ganz nützlich,. er hat auf meiner SSD schon fehler erkannt, als SMART noch der meinung war, dass die SSD OK ist. ein paar wochen darauf war sie dann wirklich kaputt
 

andy_m4

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Ich finde da das ganze Btrfs-Thema ähm ... schwierig. :-)

Das ist ja letztlich ne ZFS-Kopie und irgendwie basteln die da schon ewig dran ohne aber bisher zu ZFS aufgeschlossen zu haben. Und seitdem Oracle aus der Btrfs-Entwicklung ausgestiegen ist, hat diese dann noch zusätzlich an Schwung verloren. Ich hab sogar das Gefühl, das in der ZFS-Entwicklung sehr viel mehr Dynamik drin ist (und das, obwohl ZFS schon recht alt ist).

Der so ziemlich einzige Vorteil von Btrfs gegenüber ZFS ist, das es schon im Linux-Kernel drin ist.

Was ihr übrigens nie machen solltet ist sowas wie ZFS oder Btrfs auf nem USB-Stick (oder sowas) einzusetzen. Die belügen nämlich das System gern darüber was wohin und wann geschrieben wurde und wenn es da zu Problemen kommt, dann reagieren diese Dateisysteme empfindlich darauf.

Was? Warum die das machen mit dem belügen? Na aus dem gleichen Gründen, warum es immer so solchen Hacks kommt: Damit es unter Windows fluffig läuft.
 
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