Netzwerkkabel hin?

Strenni

Cadet 3rd Year
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März 2010
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Hallo Forengemeinde,

wir sanieren momentan unser Haus. Beim Versuch den Abfluss in der Küche zu versetzen, wurde heute eines der Netzwerkkabel angeritzt.

Eine Funktionsprüfung ist momentan nicht möglich, da bisher nur die Kabel verlegt wurden, jegliche Peripherie aber noch fehlt.

Basierend auf dem beigefügten Foto, seht Ihr eine Chance, dass das Kabel noch funktioniert? Falls nein, muss dann das komplette Kabel neu verlegt werden oder kann man was flicken?

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Kann man per Foto nicht sagen ob kaputt oder nicht. Musst du halt entweder mit nem ordentlichen Messgerät testen oder halt mit 2 passenden Netzwerkgeräten. Für mich sieht es so aus als sei nur die Schirmung freigelegt.
 
Deswegen nimmt man Leerohre.

Ohne Testen kann man keine Aussage treffen. Die Kabel sehen gequetscht aus, da kann auch innen was kaputt gehen, ohne das man außen was sieht.
 
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Also optimal sind die Kabel nicht verlegt. Scheint wohl keine Fachfirma gemacht zu haben und wenn du Glück hast, ist nur der Schirm defekt und lässt sich flicken. Am besten einfach mal mit einem Netzwerktester durchmessen, dann weiß man mehr.
 
Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten!

Ich bin nicht vom Fach - wie misst man die Funktionsfähigkeit am besten? Die Kabel sind bis zu den Dosen geführt. Buchsen sind bisher nicht installiert. Auch der "Kabelanfang" hängt nur in der Luft. Jeweils sind also nur die rohen Kabelenden vorhanden.

Halte ich an ein Ende eine "Stromquelle" und an das andere Ende das Messgerät? Wenn ja, welche Stromquelle eignet sich?
 
Für mich siehts so aus, als ob das Bild gerade an der interessantesten Stelle überbelichtet ist ;) So ists wirklich schwer zu sagen.

Im Zweifel provisorisch ne Dose an beide Seiten ran machen und ausprobieren, solange das Kabel noch "offen" liegt.
 
Für mich ist nur die Schirmung an der Seite aufgerissen. Das wäre aber egal, weil die Ringsherum geht.
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Für mich sieht das nach zwei Meißelhieben aus.
Also es ist nicht optimal, aber das sollte noch gehen.
Im Zweifelsfall Geräte anschließen und gucken ob noch 1GBit/s durch die Leitung(en) durchgehen.
Vor dem Verschließen mit Mörtel aber die abisolierten Stellen luft- und wasserdicht verschließen, damit weder der Zement noch die Zeit da zu Korrosionen führen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit einem guten Multimeter( Fluke z.b.) die
Kabel auf Durchgang und Isolierung prüfen.
Wenn ok einfach mit Iso-Band abdichten
 
Weitere Frage:
War das Abflussrohr denn vorher da, oder habt ihr da nachträglich die Ziegel abgeschlagen?

Zum Testen des Kabels:
Du kannst auf einer Seite 2 Kabeladern miteinander verbinden und dann auf der Gegenseite zwischen den beiden Adern den Widerstand messen. Mit den restlichen 3 Adernpaaren wiederholen.
 
Auflauf schrieb:
War das Abflussrohr denn vorher da, oder habt ihr da nachträglich die Ziegel abgeschlagen?
Das Abflussrohr kam zuvor links aus der Wand. Heute wurde die frisch verputzte Wand geschlitzt und das Abflussrohr verlängert, wie auf dem Foto zu sehen. Die Spüle soll nicht mehr in die Ecke gequetscht werden, sondern den Platz mit dem Spüler tauschen.

An die neu gezogenen Kabel in der Ecke hat niemand mehr gedacht. Und dabei hatte ich stets Fotos von allen Fortschritten gemacht. Ich könnte mir dermaßen in den Allerwertesten beißen. Selbst verschuldeter Mistbock.
 
@GSXArne
Das Kabeltester Ding kannst du vergessen. Das testet nur auf Durchgang. Kann man bei Netzwerkverkabelungen bei denen es auf einen bestimmten Frequenzdurchgang ankommt vergessen.

Da ist man minimal mit soetwas dabei: https://www.amazon.de/Netzwerkkabel-Prüfgerät-MicroScanner-Verifier-20-60°C-koaxial/dp/B000QJ3G42/ref=sr_1_2?keywords=netzwerktester+fluke&qid=1558977805&s=gateway&sr=8-2
Besser noch: https://www.amazon.de/Secomp-FLUKE-...NWBAK07SAG2&psc=1&refRID=QWGYZ65F8NWBAK07SAG2

Muss man nicht selber haben. Aber ein ordentlicher Elektriker der oft Netzwerke bearbeitet sollte soetwas in der Art haben. Ergo ausleihen oder jemanden beauftragen.
 
Okay, dann hast du erstmal ein anderes Problem.
Du hast für Schlitze ins Mauerwerk ohne statischen Nachweis feste Begrenzungen.
Für horizontale Schlitze ist das bei einer Länge von unter 1,2m bei Mauerwerk ab 24cm bis 2.5cm, ab 30cm Stärke bis 3cm durchzuführen.
Bei Missachtung hast du drei Möglichkeiten:

1) Du fragst einen Statiker und er erlaubt dir das
2) Du ignorierst das (und evtl. Folgen in der Zukunft)
3) Du verlegst das Rohr Aufputz und verschließt den Schlitz mit einem zementären Quellmörtel mit Druckfestigkeit >=10N/mm². Damit stellst du nicht das E-Modul der Stelle wieder her (also das Biegeverhalten der Wand je nach Druckbelastung), aber die Tragfähigkeit müsste i.O. sein
 
Ich male jetzt bewußt den Diabolo an die Wand: Sollten die o.a. Testmöglichkeiten ergeben, dass das Kabel defekt ist und du, weil notwendig ein neues brauchst, dann mach es bitte ordentlich. Lege (oder lasse) zuerst ein entsprechendes Leerrohnr in die Wnd und ziehe dann ein CAT 6 oder 7 Verlegekabel (ist kein Lizemkabel) in das Rohr ein; schließe dann das Kabel an beiden Enden mit je einer Dose in der Wand ab. Falls dann die Grätschaften noch etwas entfern plaziert sin, verwendet man dann von der Dose zu den Anschlüssen ein flexibles, fertig konfektioniertes Patch-Kabel.
 
Das ganze ist ja quasi hinter der Einbauküche. Ich würde das an der Stelle offen lassen und nicht verputzen. Es kommen eh Unterschränke davor. Allerdings sollte vor dem Aufstellen der Einbauküche geprüft werden ob die Kabel noch o. K. sind. Am besten Netzwerk vor der Einbauküche in Betrieb nehmen.
 
Ohne Messgeräte oder 2 Netzwerkfähige Geräte, haste keine Chance das zu testen..

Dazu kommt noch das Thema ohne Leerrohr.. wurde hier aber jetzt mehrfach erklärt. Schon ein kleiner Pfusch..

Aber @hildefeuer seine Idee ist gut.. einfach offen lassen, wenn da eh Schränke vorkommen.
 
crazycusti schrieb:
Dazu kommt noch das Thema ohne Leerrohr.. wurde hier aber jetzt mehrfach erklärt. Schon ein kleiner Pfusch..

Das lässt sich so nicht beantworten. Leerrohre sind aufgrund der Statik nicht immer machbar. Dann ist ein Kabel, evtl. auch eine Stegleitung auf die Wand und dann überputzt das einzig machbare.
 
Danke für die weiteren Hilfen und Euer zahlreiches Feedback!

In der Zwischenzeit konnte ich zumindest etwas zum "Tathergang" in Erfahrung bringen. Anscheinend hatten wir noch Glück im Unglück. Da für den Trennschneider nur ein kleines Blatt zur Verfügung stand, wurde nicht die volle Tiefe geschlitzt. Sonst wären alle Leitungen sauber zerschnitten worden... Die Beschädigungen rühren daher vom Bohrhammer, mit dem die Reste herausgestemmt worden. Hier hätte man wohl leicht und locker etwas vorsichtiger arbeiten können. Aber hätte, hätte...
Die Krönung ist, dass das Abflussrohr heute mittels Schellen fest installiert werden sollte und ich nach Möglichkeit den Schaden gar nicht erst zu Gesicht bekommen hätte. Man, man, man.

Mittlerweile gehe ich davon aus, dass auch das linke Netzwerkkabel stärker beschädigt sein könnte.
Auf neuen Fotos (hänge ich anbei) sieht es so aus, als hätte es mindestens einen Schlag mit dem Bohrhammer abbekommen. Das muss definitiv auch getestet, womöglich erneuert werden. Hmpf.

Zum Querschlitzen:
Das Mauerwerk ist selbst ca. 27cm dick und besteht aus Hohlziegeln. Der alte Putz wurde innen entfernt, Gage aufgetragen und neu verputzt. Der Schlitz ist ca. 75cm lang und etwa 3,5cm tief. Aus dem Mauerwerk wurden ca. 2,5-3cm Tiefe auf 5-6cm Höhe entfernt. Zunächst sollte ein 50er Abflussrohr installiert werden. Nun, aufgrund der Kabel, wird in der Ecke auf ein 40er verjüngt.
Geplant ist, den Schlitz innen zu verputzen, aber sonst offen zu lassen, da wir nicht tiefer ins Mauerwerk gehen wollen (Kabel, Statik). Der Schlitz war nötig, da das Abflussrohr sonst nicht hinter dem Geschirrspüler hätte entlang geführt werden können. Steht die Küche, ist der Schlitz nicht mehr sichtbar.

Mittlerweile konnte ich auch mit einem Elektriker telefonieren. Er rät, neue Kabel zu verlegen. Eine mögliche Trasse habe ich mir heute Nacht überlegt. Dennoch werden wir zunächst die Funktion der vorhandenen Kabel prüfen. Ich drücke mir alle Daumen und großen Zehen, dass doch noch alles gut ausgeht.

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