Fireplace April 2026
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News Plantation Simulator: Bundesnetzagentur ermittelt gegen Steam

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@floTTes

Richtig, der DSA verlangt eine Prüfung, unabhängig davon, ob der Inhalt am Ende strafrechtlich relevant ist.
Und wenn Valve/Steam hier Versäumnisse hat, müssen sie selbstverständlich nachbessern und ggf. eine Strafe tragen. Das habe ich nie bestritten.

Mein Punkt ist aber ein anderer, in der öffentlichen Diskussion entsteht der Eindruck, Steam habe bewusst ein „rechtswidriges“ Spiel im Store gelassen oder Meldungen absichtlich ignoriert.

Dabei hat bisher keine zuständige Stelle festgestellt, dass Plantation Simulator strafrechtlich relevant, indizierungswürdig oder verboten wäre. Nur das wäre die Voraussetzung um ein Spiel aus dem Store zu nehmen, neben fehlender Altersangaben.

Moralische Empörung ist keine Rechtsgrundlage. Geschmacklosigkeit, Entsetzen oder moralische Ablehnung ersetzen keine strafrechtliche Bewertung. Mein persönlicher moralischer Kompass ist nicht die Grundlage des deutschen Rechts, und das ist auch gut so.

Ja, das Thema Sklaverei und Auspeitschen kann man als moralisch verwerflich empfinden. Und ich würde so ein Spiel wegen meinen Moralischen Vorstellungen auch nicht kaufen.

Aber die entscheidende Frage ist doch eher die "Würde das deutsche Recht das genauso sehen?"
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Spiel zwar geschmacklos, aber nicht strafbar wäre.

Und genau hier liegt mein Kritikpunkt, die BNetzA prüft aktuell nur, ob Valve seine DSA‑Pflichten eingehalten hat, also das Verfahren, nicht den Inhalt.

Das Ergebnis dieser Prüfung liegt aber noch nicht vor. Trotzdem wird in der Diskussion oft so getan, als sei bereits klar, dass Valve die Vorgaben verletzt hat.

Deshalb halte ich es für sinnvoll, zunächst zu klären, ob der Inhalt überhaupt einen Rechtsverstoß darstellt, bevor man die Plattform öffentlich diesbezüglich an den Pranger stellt.

Dass ein Prüfverfahren läuft, ist völlig in Ordnung.

Aber es wird ständig Plantation Simulator als Beispiel angeführt, und bei manchen hier ist es so als ob das Spiel bereits strafrechtlich relevant ist. Obwohl es dazu bisher keine einzige offizielle Feststellung gibt.

So das war mein letztes Statement hier zu dem Thema, ich warte nun ab wie sich das Verfahren weiter entwickelt.
 
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CountSero schrieb:
in der öffentlichen Diskussion entsteht der Eindruck, Steam habe bewusst ein „rechtswidriges“ Spiel im Store gelassen oder Meldungen absichtlich ignoriert.
ja, der Eindruck entsteht, da Menschen in z.B. Foren völlig unreflektiert am Thema vorbeiargumentieren und sich darüber echauffieren, warum es bei diesem Spiel mit nur grob 130 Spielern dazu kommt, anderen dabei vorwerfen dass sie mit ihren verletzten Gefühlen nicht klar kommen, dabei aber selber ein eigenes ganz dolles Fühli Fühli Problem offenbaren, darüber fantasieren wie es wäre, wenn man weiße NPCs auspeitschen lassen würde und mit sonstigen unsinnigen und absurden Fragen zum Spiel die Diskussion anreichert, wie z.B. ob es bei diesem Spiel überhaupt angemessen oder gar strafrechtlich relevant sei oder nicht...

Und all das obwohl es mit der eigentlich zentralen, wichtigen und grundsätzlichen Frage zu tun hat,
ob die Melde und Prüfmechanismen bei Steam vorhanden sind und funktionieren, oder nicht!!11einseinself...
Denn wenn es mal (dringend) angemessen ist, dann soll dieser Mechanismus bitte sauber, korrekt und effizient funktionieren, nicht aber erst dann noch ausdiskutiert werden oder durch fehlerhafte Prozesse den Vorgang entschleunigen oder gar verhindern
 
Zuletzt bearbeitet:
catch 22 schrieb:
darüber fantasieren wie es wäre, wenn man weiße NPCs auspeitschen lassen würde
ok, das reicht jetzt langsam mal.
Ich hab in dem Thread bereits zwei Links dazu geteilt, wo man nachlesen kann, was bei dem Spiel sache gewesen ist.
Und trotzdem macht sich keiner die Mühe auch nur einen realen Fakt zu dem Ganzen zu Recherchieren, bevor man seine Meinung hier reinkotzt.

Der Entwickler selbst hst sein Spiel vorübergehend gepatched, so dass die ausgepeitschten Sklaven weiß wurden.
Das ganze "Spiel", inklusive dem Meta-Spiel, das der Entwickler auf Steam veranstaltet hat, war einfach nur ne riesige Trollaktion.
Wahrscheinlich war die üblichen "Gamergater" sein Ziel. Aber schön, dass er gleich noch dieses Problem mit aufgedeckt hat.
 
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Tevur schrieb:
Und trotzdem macht sich keiner die Mühe auch nur einen realen Fakt zu dem Ganzen zu Recherchieren
weil es absolut keine Relevanz zur Ermittlung gegen Steam, ob eingehende Meldungen und Beschwerden zu einzelnen Spielen gemäß den rechtlichen Vorgaben ausreichend gut bearbeitet werden,
hat. In dieser Sache ist alles was sich auf das Spiel in dessen Rahmen nun diese Ermittlungen angestoßen wird, nichts anderes als eine Nebelkerze, egal um was für Vorwürfe es geht, ob diese zutreffend sind oder nicht, oder welches Spiel (Genre) betroffen ist (es könnte sogar ein reiner textbasierter Texteditor als Anwendung herhalten, so wie Wordstar zu MS-DOS 3.3 Zeiten, in deren Rahmen diese Ermittlungen durchgeführt werden).
Es ist einfach völlig bedeutungslos
 
catch 22 schrieb:
Es ist einfach völlig bedeutungslos
Hmm, jein..

Also du hast völlig recht, der eigentlich Inhalt des Spiels ist bedeutungslos.

Das was der Entwickler jedoch mit dem Spiel danach gemacht hat, es nicht nur veröffentlicht sondern nach der Veröffentlichung per Patch den Spielinhalt massiv geändert, auf diese Weise gezielt Nutzer getrollt, das was ich als "Meta-Spiel" bezeichnet habe, das finde ich schon relevant, denn es ist totsicher gegen die Regeln der Plattform wie auch gegen jedes Verbraucherschutzgesetz in Europa.

Und spätestens hier hätte Steam gucken müssen. Was offensichtlich nicht getan wurde, denn nicht Steam sondern der Entwickler selbst hat den Schmu schließlich beendet.

Von daher meine ich, ja, doch der Inhalt des Spiels hat für den Sachverhalt Relevanz, aber nicht der Inhalt selbst.
So ähnlich wie:
"Ein Gemälde wurde aus dem Fenster geworfen und hat einen Passanten erschlagen." Da ist auch relevant, dass das ein Gemälde war, welchen Rahmen es hatte und wie groß und schwer es war. Ob da aber nun ein Auto oder ne nack'sche Frau gemalt war, ist hingegen Wumpe.
 
Tevur schrieb:
Das was der Entwickler jedoch mit dem Spiel danach gemacht hat, es nicht nur veröffentlicht sondern nach der Veröffentlichung per Patch den Spielinhalt massiv geändert, auf diese Weise gezielt Nutzer getrollt, das was ich als "Meta-Spiel" bezeichnet habe, das finde ich schon relevant, denn es ist totsicher gegen die Regeln der Plattform wie auch gegen jedes Verbraucherschutzgesetz in Europa.
da das Melde und Prüfsystem (erst mal augenscheinlich) nicht transparent und ordentlich funktioniert, ist das immer noch für die Ermittlung gegen Steam bedeutungslos. Diese eine funktionelle Basis muss erst mal sauber und reibungslos funktionierend umgesetzt sein, erst dann macht es Sinn sich weitere Schritte zu überlegen, wenn der Publisher / Entwickler zusätzlich / im Rahmen zu der Prüfung noch komische / fragwürdige Dinge abzieht, bzw. ist zu vermuten, dass der Publisher / Entwickler eben nicht mehr so handelt, wenn er eh schon bereit Gefahr läuft dass Steam ihn sanktioniert (mindestens das betreffende Spiel in der betreffenden Region aus dem Katalog entfernt. Möglicherweise kann Steam sogar bei besonders auffälligem Verhalten sich weitere Schritte vorbehalten, wie das Spiel global aus dem Katalog zu nehmen, oder gar den Publisher / Entwickler raus zu werfen. Immerhin hat Steam immer noch ein Hausrecht für seinen Store und muss nicht jeden "reinlassen")
 
Balikon schrieb:
Und wenn es keiner kennt, ein Spiel, wo Du Menschen auspeitscht, um weiterzukommen, geht überhaupt nicht.
Es ist ein Spiel. Passt also. Geht ja bei Filmen auch.

Bei Conan Exiles versklavt man auch Menschen. Interessiert keinen.
 
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