News Steuerstreit: Irland will nun 13 Milliarden Euro bei Apple einfordern

Andy

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#1
Im Steuerstreit mit der EU-Kommission gibt die irische Regierung nach und will nun doch die Schulden bei Apple eintreiben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Freiwillig erfolgte der Schritt nicht, EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte mit einer Klage gedroht, wenn bis Anfang nächsten Jahres nichts passiert wäre.

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SKu

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#2
Für den Konsumenten heißt es dann, dass die Produktpreise steigen werden. :)
 
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#3
nein, die produktpreise steigen so und so...

apple ist ja nicht die wohlfahrt. wenn die merken, dass der "sweet-spot" (korrelation zwischen anzahl der verkauften einheiten und deren preis) für das nächste iphone bei 1200 € liegt, dann kostet das nächste iphone 1200 euro, völlig unabhängig davon, ob und wie viel steuern sie zahlen müssen.

das macht eigentlich jedes unternehmen so. (mal abgesehen von strategien zur eroberung von marktanteilen, werbeeffekten etc.)
 
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#5
Ich bin gespannt wer am Ende Was und Wieviel zahlen muss, wenn es doch eine Sondersteuer von der Irischen Regierung hierzu gab/gibt.
 
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#6
Wenn man als Politiker ein solches System "baut" indem solche ethnisch und moralisch verwerflichen Tricks zulässig sind, dann gehören meiner Meinung nach die Politiker zur Verantwortung gezogen.

Aber wir leben ja in einem Rechtssystem und da darf sich dann die Politik über solche Firmen beschweren und geht lieber gegen all jene vor, die legal solche Schlupflöcher ausnutzen.

Man könnte auch einfach sagen 20% auf alles dort wo es anfällt. Verkauft jemand in der EU ein Produkt kostet das 20% vom Umsatz. Und nein wir versteuern nicht den Gewinn, denn den kann sich auch jeder schönrechnen....

Falls es nicht finanzierbar ist können wir gerne auf 30% rauf gehen. Damit sollte alles bedient werden können um Infrastruktur, Bildung und Verwaltung/Bürgerschutz gewährleisten zu können.
 
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#7
Wäre mal schön wenn man an einem einheitlichen Steuersystem arbeiten würde, und das ganze nicht noch verschachtelter macht mit der Differenzierung "Tech-Konzerne". Ich sehe es schon kommen, wenn diese Klassifizierung kommt, dann baut Apple doch noch das "iCar" und ist ein Automobilkonzern ganz offiziell. Samsung muss dann erst garnicht was erfinden, die bauen ja eh schon alles was zwei Schrauben hat. :D
 

MC´s

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#8
Man sollte Apple und auch alle anderen Firmen da besteuern wo der Umsatz gemacht wird. Wenn eine Volkswirtschaft zu einem Umsatz beiträgt sollten diese Umsätze nach dem Steuersatz und in diesem Land versteuert werden. Wenn das die Firmen nicht wollen können sie ja auf einem Verkauf in dem Land verzichten.
 
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#9
logischer Schritt raus aus Irland und ab ein geeignetes Land suchen.
Das wird auch nicht der letzte Tech-Gigant sein welches das Land nun verlässt.

Somit versinkt das Land dann weiter in der Bedeutungslosigkeit.
Super diese tolle EU.

Und mal im Ernst wer hätte das so nicht gemacht?
Ich jedenfalls würde ab sofort als Konzern einen Bogen um dieses Land machen
 
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#10
@ MC´s

naja das gibt es schon, das ist die umsatzsteuer.

der radikale weg, wäre es, die gewerbesteuern abzuschaffen und die umsatzsteuer zu erhöhen.

letzten endes wird die gewerbesteuer ja auch i.d.R. zum Großteil von demjenigen bezahlt, der die umsatzsteuer bezahlt, nur dass der steuerbetrag zwischenzeitlich auf dem konto des unternehmers geparkt wird.
natürlich müssen kapitalertragssteuern etc. weiter vom unternehmen bezahlt werden.
Ergänzung ()

Und mal im Ernst wer hätte das so nicht gemacht?
Ich jedenfalls würde ab sofort als Konzern einen Bogen um dieses Land machen
zumal es in irland keine weiteren standortfaktoren gibt, ausser keine steuern (bisher).
 
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#11
@SKu

Auf wie viel ? 2000,- für das Top Modell ?
Wobei, bei dem "Kundenstamm" den Apple hat, vermutlich kein Problem.

Aber das ist halt das Problem der Iren wenn man sonst nichts zu bieten hat außer Steueroase und Schafskäse/Wolle.
 
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#12
Wenn sie könnten würden die ein eigenes land gründen und nie wieder irgendwelche Steuern zahlen. :D
Wundert mich ja schon das sowas bisher nicht passiert ist.
 
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#14
Irgendwo in der EU muss man versteuern. Die einen machen es in Irland die anderen in Luxembourg
 
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#15
Es wundert mich wirklich, einem Kleinen Inselstaat einen Teil des Landes für ein paar Milliarden abzukaufen sollte doch möglich sein. Und wenn Facebook 16 Milliarden für ein Chat Programm hinlegen kann...?
Dann könnten die großen doch zusammen legen und für 50Milliarden(oder so) die ewige Steuerfreiheit kaufen.

Wobei... wenn ich so darüber nachdenke... wäre es möglich hätten sie es schon getan.
 

Ozmog

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#16
Ich hätte nichts dagegen, wenn Irland einfach unter dem europäischen Schnitt besteuert, aber bitte nicht so Extrem und dann für alle in der Branche gleich. War doch so, dass die extrem niedrigen Steuersätze nur für einige ausgewählte Giganten erhoben werden, oder irre ich mich da?

Die 13 Mrd sind jedenfalls kein Beinbruch für Apple, hat man ja eh in der Kasse und brauchen kaum mehr als ein Quartal, um die Kohle wieder drin zu haben. Jetzt läuft ja eh das ertragreichste Quartal inklusive neuem iPhone.
Apple wird sich das Geld dann wohl über eine Art Schuldschein von willigen Investoren zusammenkratzen, um dann Steuern bei großen Finanzmittelbewegungen zu sparen, oder irgend sowas ähnliches.
 
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#17
Wobei... wenn ich so darüber nachdenke... wäre es möglich hätten sie es schon getan.
Leute, einmal einen Schritt weiterdenken und dann fällt der Hammer: der Zugang zu den Märkten muss gewährleistet sein. Irland = Zugang zum europäischen Markt. Meint ihr, Apple (& Co.) würden mit ihrem "eigenen Land" auch nur ein Handelsabkommen mit einem der G8 bekommen? Geschweige denn anderen Märkten?
 
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#19
Man kann Apple wohl kaum einen Vorwurf machen, dass sie versuchen so wenig Steuern zu zahlen wie möglich. Wenn wir ehrlich sind, das würde jeder von uns machen, wenn wir die Mittel dazu hätten.

Für den Kunden wird sich auch dann nichts ändern, wenn Apple zahlen muss, und genau danach sieht es ja aus. Preiserhöhungen wird es geben, aber erst später, damit es niemand in Relation setzen kann
 
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