Überbauen der Southbridge

Mathos

Cadet 1st Year
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Hallo zusammen,

ich bin dabei mein bestehendes System

NT: Enermax Pro 82+ (385 W)
MB: MSI 865PE Neo2-PFISR
CPU: Intel P4 2.8MHz (Socket 478 Northwood 533FSB)
RAM: 2048 MB DDR (G.SKILL)
GPU: MSI GeForce FX 5900XT-VTD 128
HDDs: Samsung SP0812N (80 GB) und Samsung SP1654N (160 GB)
u.a.

umzubauen, d.h. CPU, GPU zu ersetzen, was die Folge hat, auch MB, RAM und HDDs zu ersetzen. Mir schwebt derzeit folgendes vor:

MB: Gigabyte GA-P43-ES3G iP43 oder ASUS P5QL/EPU
CPU: Intel Core2 Quad Q8300
RAM: 2048MB G.SKILL PC2-800 CL4 KIT
GPU: Gainward GT240 1024MB DDR5 GS
HDD: SEAGATE Barracuda LP ST3500412AS (500 GB)

Vielleicht noch zum Hintergrund dieser Aktion: bis zum letzten Wochenende werkelte noch eine XFX GeForce 7900 GS in meinem Rechner bis sie wohl beinahe richtig abrauchte. Davor hatte mich gerade noch meine Lüfter-/Temperatursteuerung bewahrt, die laut gab, als 93 Grad erreicht oder überschritten wurden. Ich durfte dann auch feststellen, dass der merkwürdige Geruch tatsächlich aus dem Rechnergehäuse und nicht durch das offene Fenster kam und ungefähr bei der Grafikkarte lokalisiert werden konnte... Glücklicherweise hatte ich noch die vorher verbaute MSI-Grafikkarte.

Zu der obigen Zusammenstellung kommt es, weil ich noch übrige Peripherie (Drucker, Scanner, MO-Laufwerk, DVD-Laufwerk, CD-Brenner u.a.) beibehalten will als auch das neue System nicht viel leistungshungriger als das bestehende sein darf und möglichst ruhig seinen Dienst verrichten soll. Würde aber gerne (weiter) Tomb Raider Underworld oder dann auch GTA IV spielen.

So nun also zur eigentlichen Frage. Wenn ich mir die Designs der aktuellen Mainbords anschaue, bin ich irritiert, dass man beim Einbau von Grafikkarten oder weiteren PCI-Karten offensichtlich nicht nur einen PCI oder PCIe-Platz überbauen muss (Grafikkarte), sondern auch die hinter den PCI-Steckplätzen liegende Southbridge mit Kühlkörper (?), ggf. noch SATA-Steckplätze. Kann man davon ausgehen, dass die Southbridge mit Kühlkörper zumindest nicht zu hoch ist, so dass sie nicht mit einer Grafik- oder Soundkarte in Berührung kommt? Sind Hitzeprobleme für eine zugebaute Southbridge zu erwarten?

Viele Grüße
 
A

AMD User

Gast
das würde ich dir nicht empfehlen.für das geld cpu amd 955 und mb mit am3 .
 

keren

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Bei ausreichender Gehäuselüftung sollte es zu keinen Problemen kommen. Auf fast allen Boards ist der Southbridge Kühler flach genug das Karten drüber passen. Bei überlangen Karten würde ich allerdings auf die Sata anschlüsse achten, da hier ja Kabel nach oben gehen.
 

Mathos

Cadet 1st Year
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Hi,

schonmal schönen Dank für die Antworten.

Zu dem Alternativ-Vorschlag AMD Phenom II X4 955 mit einem AM3-Board: wenn ich eben richtig recherchiert habe (Quelle: geizhals.at) komme ich auf ungefähr die gleichen (oder vernachlässigbar höheren) Kosten für CPU und MB. Bei einem AM3-MB müßte man aber wohl die teureren DDR3-RAM verbauen, deren höhere Kosten meines Erachtens aber nicht unbedingt die bessere Performance rechtfertigen. Die Alternative AM2+ gibt sich preislich wohl auch nicht so sehr. Die AMD-CPU zieht wohl etwas mehr Saft, wäre aber noch darstellbar.

Bei der Intel-CPU hätte ich erstmal den Intel-Kühler/Lüfter miteingeplant. Bei den AMD-CPUs schien mir (soweit ich mich eingelesen habe) es besser zu sein, den mitgelieferten Kühler/Lüfter besser zu ersetzen.

Zu meiner Southbridge-Frage: man braucht sich nur die Abbildungen der Mainbords anzuschauen, dann sieht man, dass die Southbridge meist unmittelbar hinter den PCI-Steckplätzen ist, teilweise sogar auf Höhe des direkt unter dem PCIe x16 gelegenen PCIe-Steckplatzes. Bei dem M4A77D, ein AM2+ beispielsweise wäre auch eine Grafikkarte, die über zwei Slots geht und nicht mal eine sonderliche Überlänge hat, schon über der Southbridge. Bei diesem Board müßte ich beispielsweise die Soundkarte in den obersten PCI-Steckplatz stecken, da sonst es vermutlich Probleme mit den SATA-Anschlüssen kommen könnte.

Grüße
 

Time_Me

Captain
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Ob die Grafikkarte über der Southbridge ist oder nicht spielt letztlich keine Rolle. Deren Kühlkörper sind so konzibiert, dass sie maximal dieselbe Höhe der PCIe / PCI-Steckplätze haben. Das Überhitzen brauhst du auch nicht zu befürchten, der Verbrauch liegt meistens im unteren einstelligen Watt Bereich, d.h. prinzipiell wäre der Kühlkörper meistens nichtmal nötig. Um das zu verdeutlichen kannst du dir einfach mal die Technik angucken in der die AMD southbridges bis zur SB750 gefertigt wurden: 130nm.

Bei dem von dir genannten Beispiel, dem M4A77D, würde ich - ohne das Board zu kennen - sagen, dass nur der mittlere PCI-Slot Probleme in Bezug auf die SATA Anschlüsse machen dürfte und das auch nur bei einer für moderne PCI Karten ungewöhnlichen Länge.

Wenn du dir ein neues System zulegen willst dann würde ich entweder auf Sockel AM3 oder 1156 setzen auch wenn DDR3 Ram teurer sein sollte.

mfg
 

Karre

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ich rat dir bei neukauf auch zu nem am3 board ... 775 wird spätestens mit sandybridge auslauf sein .. :/

ot: was mich derzeit richtig nervt ist diese angebliches geschau auf irgendwelchen stromverbrauch ... wenn alle die hier so daruaf abgehen auch bei allen anderen dingen was strom angeht so konsequent wären .. aber eh nicht :p ..

sinnlos wegen den paar watt den alten intel zu kaufen ;)
 

Mathos

Cadet 1st Year
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Meine Güte! Jetzt wird das Wetter endlich schön und ich sitze nur drin und bin am recherchieren über CPU- und Mainboard-Details und -Preise... ;)

So wie es nun aussieht lasse ich mich wohl doch von einem AMD-System überzeugen. Aktuelle Überlegung wäre dann ein

AMD Phenom II X4 945 (C3), 4x 3.00GHz, boxed

verpflanzt auf ein

Gigabyte GA-MA770T-UD3 (AM3) oder Gigabyte GA-MA770-UD3 (AM2+).

Wenn man neben zwei IDE-Laufwerken noch eine parallele Schnittstelle und einen Floppy-Anschluss sowie zwei PCI-Steckplätze haben will reduziert sich das Angebot doch erheblich.

Allerdings muss ich mich nun wohl noch etwas in die RAM-Spezifikationen einlesen, nachdem ich durch den Thread "[AMD Phenom II] Speicherkompatibilitätsliste und Ratgeber" etwas aufgeschreckt bin.

Zu dem Stromverbrauch-Thema: die (Selbst-)beschränkung durch das kleine 385W-Netzteil und das genaue Schauen auf die Leistungsaufnahme durch insb. Prozessor und Grafikkarte hat den Hintergrund, dass ich hier in einer 50iger Jahre Wohnung sitze und abgesehen von dem Gasherd alles an einer läppischen 16A-Sicherung hängt. Bisher hatte ich keine Probleme, wenn ich neben dem laufenden PC und laufendem Fernseher etwa noch bügelte oder Staub saugte oder die Waschmaschine lief. Insofern macht die Umrüstung sogar Sinn, da das neue System (zu meiner Überraschung) etwas weniger beanspruchend ist als mein aktuelles (wenn ich mir meine aktuelle und die geplante Konfiguration etwa mit dem OuterVision eXtreme Power Supply Calculator durchrechne).

Grüße
 
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