4/13 Intels Prozessor History : Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4

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1981: Intel kooperiert mit IBM

IBM LogoDie ersten 'Personal Computer', die bereits 1976 von Apple erschienen, setzten nicht auf einen Intel Prozessor, sondern auf die Modelle des Konkurrenten Motorola, so dass Intel schon wieder mit einem Flop für den 8088 rechnen musste, da man nicht die gewünschten Stückzahlen absetzen konnte. Doch durch eine aus heutiger Sicht wohl geradezu glückliche Wendung war Motorola nicht in der Lage auch noch IBM zu beliefern, so dass IBM beschloss, seine PCs mit dem 8088 von Intel auszustatten. Der erste IBM-PC setzte somit auf Intels 8088 Mikroprozessor. Äußerst vorteilhaft war hierbei auch, dass IBM seine Architektur zur Nachahmung freigegeben hat, so dass der Weg für den "IBM-kompatiblem PC", der immer noch jedem PC-Besitzer ein Begriff ist, geebnet war. Durch die damalige Vormachtstellung von IBM rechneten viele Firmen mit einem Erfolg dieser Architektur und richteten ihre Modelle an diesem Vorbild aus. Ganz ohne Forderungen wollte IBM sich aber nicht an Intel binden und bestand deshalb darauf, dass die Architektur der 8086/88 Prozessoren auch bei allen Weiterentwicklungen als Basis dienen muss, um die Abwärst- bzw. Aufwärtskompatibilität zu gewährleisten. Des Weiteren verlangte IBM Einsicht in die Produktplanung von Intel, um zu prüfen, ob Intel auch in Zukunft in der Lage sein würde, hohe Stückzahlen bei guter und konstanter Qualität zu liefern. Anfänglich belief sich der Vertrag „nur“ auf 10.000 Prozessoren pro Jahr. Und mit IBM schaffte auch der 8086, als erster klassischer 16 Bit Prozessor von Intel, mit dem Zusatz AT (Advanced Technology) wieder seinen Einstieg in den PC-Markt.

Nun setzte auch AMD auf die reinrassige 16 Bit Architektur und präsentierte einen eigens nachgebauten 8086. Auf Wunsch von IBM war Intel gezwungen AMD und Siemens erweiterte Fertigungslizenzen für Intels x86-Familie bis zum Jahre 1995 gewähren.

Von nun an galt auch das Mooresche Gesetz, das besagt, dass sich alle 18 Monate die Taktraten der Prozessoren verdoppeln. Außerdem steigt die Anzahl der auf dem Chip verbauten Transistoren ständig an und die Leistung nimmt somit zu.

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