11/11 Corsair HydroCool200 & Zern Delta-X im Test : Wasserkühlung im Vergleich

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Fazit

Ein Fazit fällt bei derart unterschiedlichen Systemen nicht leicht, da beide ihre Vor- und Nachteile haben und so die Entscheidung wieder einmal einzig und alleine beim Käufer liegt, der nach seinen eigenen Vorlieben und Bedürfnissen entscheiden muss.

Dennoch gibt es einige Punkte, die für oder gegen das jeweilige System sprechen und deshalb möchten wir euch unsere Eindrücke natürlich nicht vorenthalten.

Das Corsair HydroCool200 verwirklicht ein sehr interessantes Konzept und die Idee wurde dabei auch sehr gut umgesetzt. Die einzigen Kritikpunkte, die man sich hier gefallen lassen muss, liegen in der Lautstärke der Pumpe, deren Geräusche durch das externe System nochmals verstärkt werden, der Dicke der Anschlüsse, die nicht durch die Slotblenden des Gehäuses gesteckt werden können, und darin, dass der Lüfter leider nicht komplett abgeschaltet werden kann.

Dennoch bietet diese externe Lösung einige wirklich sehr gute Features und dank ihrer Bauweise z.B. auch den Vorteil, dass man das PC-Gehäuse nicht noch zusätzlich belüften muss, um den Radiator mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Außerdem ist das HydroCool200 System mit wenigen Handgriffen einsatzbereit und bietet selbst-versiegelnde Verschlüsse, die selbst den Transport der Wasserkühlung problemlos ermöglichen. Des Weiteren fällt positiv auf, dass das gesamte System über eine Steckkarte mit dem PC verbunden ist und über diese nicht nur eingeschaltet, sondern auch mit Strom versorgt wird. Die umfangreichen Alarmfunktionen sind sehr praktisch, da man so zum Beispiel darüber informiert wird, wenn man das System nachfüllen muss oder sich die Temperatur außerhalb des kritischen Bereiches bewegt. Der automatische Shutdown ist dabei eine gern gesehene Ergänzung, die man so bei keiner anderen Wasserkühlung findet. Natürlich darf auch die sehr gute Kühlleistung, die extern einsehbare Durchflusskontrolle und der sehr gute Lieferumfang nicht vergessen werden, die ihren Teil zu dem wirklich gelungenen System beitragen. Dennoch muss man hier ganz klar einen Kompromiss zwischen Lautstärke und Leistung eingehen. Das Corsair HydroCool200 macht einiges her, allerdings muss man dafür auch knapp 300 Euro bezahlen.

Doch auch das Zern Delta-X Komplettset hat einiges zu bieten und überzeugt neben seiner guten Kühlleistung vor allem durch seine exzellente Laufruhe. Negativ fallen die kaum elastischen Schläuche, das fehlen einer externen Durchflusskontrolle, die für die Pumpe zusätzlich nötige Stromversorgung und die Anleitung auf. Gerade bei der Anleitung dürfte sich so mancher Käufer an einigen Stellen eventuell etwas alleine gelassen vorkommen. Dies ist insbesondere dann ein Problem, wenn man sich mit der Montage derartiger Bauteile überhaupt nicht auskennt und auf eine gute Anleitung angewiesen ist. Damit das Zern Delta-X Komplettset eine gute Kühlleistung erbringt, muss man außerdem gegebenenfalls in Erwägung ziehen, den Tower wenigstens mit einem weiteren Gehäuselüfter auszustatten, um einen Luftstrom im Gehäuse zu erzeugen. Diese Überlegungen entfallen bei einer externen Wasserkühlung. Die komplett aus Kupfer gefertigten Komponenten wissen ebenso zu überzeugen wie das wirklich durchdachte Fast-Mount-System für den Anschluss der Schläuche. Hier gehen ganz klar beide Daumen nach oben. Das Zern Delta-X Komplettset wechselt bei Dantotec für 189 Euro den Besitzer. Der passende Northbridge Wasserkühler ist für weitere 27,90 Euro und der Grafikkarten Wasserkühler für 29,90 Euro zu haben.

Somit ist die Entscheidung wirklich nicht ganz einfach, da beide Wasserkühlungen einiges zu bieten haben und insbesondere ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen.

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