15/15 Canterwood-Mainboards im Test : Sechs Platinen mit dem i875P im Roundup

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Fazit

Und auch nach diesem Test können wir wieder einmal nicht sagen, welches Mainboard denn nun das beste ist. Zu unterschiedlich sind die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Kunden, als dass wir hier eine pauschale Aussage treffen können. Deshalb schildern wir euch auch dieses Mal wieder unsere Eindrücke zu den einzelnen Testkandidaten:

Leistung-Hammer

Abit IC7-G - Mainboard
Abit IC7-G - Mainboard
Abit IC7-G - Lieferumfang - 2
Abit IC7-G - Lieferumfang - 2

Das Abit IC7-G wechselt für etwa 175,- Euro den Besitzer. Und dieser erhält ein sehr gutes Mainboard, dass mit einigen Extras aufwarten kann. So muss man beim IC7-G nicht auf Intels Communication Streaming Architecture verzichten und verbaut neben dem ICH5/R sogar noch einen weiteren Serial ATA-Controller, den Silicon Image Sil3112A. Und auch auf Firewire aus dem Hause Texas Instruments darf man sich freuen. Für den nötigen Onboard-Sound sorgt Abit mit dem Realtek ALC650.

Das IC7-G ist sehr hochwertig und Abit hat unserer Meinung nach nicht am falschen Ende gespart. So darf sich diese Mainboard als würdiger Vertreter der i875P-Spitzenmodelle ansehen und muss sich hinter der Konkurrenz weder in Sachen Performance noch bei der Ausstattung verstecken. Auch wenn Gigabyte und MSI hier etwas mehr bieten, sind viele Anschlüsse auf dem IC7-G direkt nach außen geführt worden, wofür andere Hersteller weitere Slotblenden mitliefern müssen.

AOpen AX4C Max - Mainboard
AOpen AX4C Max - Mainboard
AOpen AX4C Max - Lieferumfang
AOpen AX4C Max - Lieferumfang

Das AOpen AX4C Max ist mit 190,- Euro etwas teurer als das ABit IC7-G und verzichtet dazu noch auf Intels Communication Streaming Architecture. Bietet jedoch einige Onboard-Features, die ebenfalls nicht zu verachten sind. Neben einem Promise PDC20378 SATA Raid-Controller, Agere FW323 Firewire-Controller, Realtek ALC650 Audio-Codec sorgt so der Broadcom BCM5702 Gigabit PCI LAN Chip für eine sehr gute Ausstattung. Neben einem Handbuch vermissten wir in der Verpackung des AX4C Max auch Serial ATA-Kabel, mit denen man die gebotenen Onboard-Features auch nutzen kann.

Auch bei der Leistung reichte es nicht ganz für die vorderen Plätze. Hier hat AOpen mit dem Bios 1.10 leider einen Rückschritt gemacht, auch wenn einige Fehler behoben wurden, die Leistung hat spürbar nachgelassen. Hier muss man auf ein weiteres Bios Update hoffen, das diesen Umstand wieder gerade rückt.

Die Silent Bios Funktion ist zudem eine nette Idee, die an Asus' Q-Fan Technologie erinnert. Hiermit lassen sich die Lüfter mittels Bios manuell auf einen Wert zwischen 50 und 100 Prozent ihrer eigentlichen Drehzahl regeln und bei Bedarf schaltet sich so der CPU-Lüfter sogar ab, um die Geräuschkulisse zu reduzieren.

Dennoch, auch mit dem AX4C Max von AOpen erhält der Käufer ein sehr gutes Mainboard, das seine Arbeit vollkommen stabil und für fast alle Anwender auch ausreichend schnell verrichtet. Denn auch dieses Mainboard ist keinesfalls als langsam zu bezeichnen, auch wenn ihm das eine oder andere Prozentpünktchen zur Spitze fehlt.

Leistung-Hammer

Asus P4C800-E Deluxe - Mainboard
Asus P4C800-E Deluxe - Mainboard
Asus P4C800-E Deluxe - Lieferumfang
Asus P4C800-E Deluxe - Lieferumfang

Das Asus P4C800-E Deluxe ist trotz hervorragender Onboard-Features bereits für etwa 175,- Euro käuflich zu erwerben. Und auch Asus setzt bei seinem Spitzenmodell auf Intels Communication Streaming Architecture und bindet so den LAN-Chip direkt an den Memory Controller Hub an. Doch auch Asus gibt sich mit Intels ICH5/R nicht zufrieden und verbaut einen weiteren Serial ATA Raid Controller, den Promise PDC20378. Zusätzlich sorgt VIAs VT6307 Firewire Controller für die nötige Anschlussvielfallt und der AD1985 Sound Codec von Analog Devices für die richtige Musik. Doch auch Asus kommt nicht ganz an den Lieferumfang von Gigabyte heran, dafür, soviel sei vorweg genommen, ist das P4C800-E Deluxe allerdings auch etwas preiswerter.

So können wir das P4C800-E Deluxe ebenso wie schon das Abit IC7-G unseren Lesern nur wärmsten empfehlen. Viel kann man bei Mainboards dieser Klasse wirklich nicht falsch machen und so erhält man neben einer absolut stabilen Plattform auch noch ein sehr schnelles Mainboard, das sich mit den Konkurrenten messen kann.

EPoX EP-4PCA3+ - Mainboard
EPoX EP-4PCA3+ - Mainboard
EPoX EP-4PCA3+ - Lieferumfang
EPoX EP-4PCA3+ - Lieferumfang

Das EP-4PCA3+ von EPoX wechselt bereits für 165,- Euro den Besitzer, allerdings muss dieser auch auf einige Kleinigkeiten verzichten. So bietet das EP-4PCA3+ weder Firewire noch Intels Communication Streaming Architecture. Doch auch hier sei noch einmal angemerkt, dass die meisten Besitzer im Alltag keinen Unterschied zwischen Intel Gigabit LAN via CSA und dem Gigabit Broadcom Chip, den EPoX einsetzt, feststellen werden. Da ist es schon ärgerlicher, dass EPoX seiner Platine keinen Firewire-Controller spendiert hat. Absolute Spitzenklasse ist dafür aber der HighPoint HPT374 Dual PATA Raid Controller, der es dem Kunden im Zusammenspiel mit dem ICH5/R von Intel ermöglicht glatt zwölf PATA-Geräte an das EP-4PCA3+ anzuschließen. Manch Käufer, der noch im Besitz mehrer PATA-Festplatten ist, wird so vielleicht lieber zu der Platine von EPoX greifen, als zu einer der Konkurrenten, die allesamt auf den Serial ATA-Raid-Zug aufgesprungen sind, in dem auch ganz sicher die Zukunft liegen wird.

Der C-Media CMI9739A Sound-Chip verrichtet einen guten Dienst und als kleines Extra spendiert EPoX seinen Kunden, ebenso wie übrigens Abit und MSI, gerundete IDE-Kabel. Besonder hervorheben möchten wir an dieser Stelle noch einmal die sehr gute Dokumentation, die dem EP-4PCA3+ beiliegt.

EPoX kann in Sachen Leistung mit diesem Board zwar nicht ganz vorne mitspielen, ist aber dennoch sehr gut mit dabei und hat zudem ein sehr stabiles Mainboard auf die Beine gestellt.

Hardware-Hammer

Gigabyte GA-8KNXP - Mainboard
Gigabyte GA-8KNXP - Mainboard
Gigabyte GA-8KNXP - Lieferumfang
Gigabyte GA-8KNXP - Lieferumfang

Gigabytes GA-8KNXP besticht neben seinen Onboard-Features vor allem durch seine hervorragende Ausstattung, die in unserem Testfeld nicht getoppt werden konnte. Doch dafür muss der geneigte Käufer auch etwa 200,- Euro auf den Tisch legen, erhält dafür aber auch Einiges.

Beim Lieferumfang ist wohl vor allem die GC-Sata Steckkarte zu erwähnen, die es ermöglicht auch externe Serial ATA-Geräte an das Mainboard anzuschließen. Dies findet man bisher bei keinem anderen Hersteller. Und auch bei den Onboard-Komponenten hat das GA-8KNXP einiges zu bieten. Ein Silicon Image Sil3122A SATA Raid-Controller sorgt ebenso für weitere Anschlüsse, wie ein weiterer Serial ATA Raid-Controller von ITE, Texas Instruments Firewire Controller, Intel CSA Gigabit LAN und Realteks ALC655 Sound-Codec. Zu all diesen Komponenten gesellt sich Intels ICH5/R, mit zwei weiteren Serial ATA-Anschlüssen, die ebenfalls im Raid betrieben werden können. Diese Ausstattung ist absolute Spitzenklasse!

Dabei verzichtet Gigabyte auch nicht auf eine sehr gute Dokumentation und weitere Slotblenden, mit denen der Käufer die Anschlüsse auch nach außen führen kann. Einziger Kritikpunkt sind die nicht vorhandenen Serial ATA-Stromkabel. Diesen Umstand kann man ob der wirklich exzellenten Fülle anderer Dreingaben jedoch leicht verschmerzen.

Und trotz alledem überzeugte uns das GA-8KNXP sogar noch mit seiner Leistung, die sich ebenfalls sehen lassen kann. Beide Daumen hoch für dieses zugegeben nicht ganz preiswerte aber dennoch hervorragende Mainboard aus dem Hause Gigabyte!

Hardware-Hammer

MSI 875P Neo-FIS2R - Mainboard
MSI 875P Neo-FIS2R - Mainboard
MSI 875P Neo-FIS2R - Lieferumfang
MSI 875P Neo-FIS2R - Lieferumfang

Das MSI 875P Neo-FIS2R, wie seine korrekte Bezeichnung eigentlich lauten muss, bot in unserem Testfeld hinter dem GA-8KNXP von Gigabyte den zweit besten Lieferumfang, geht dafür aber bereits für etwa 180,- Euro über den Ladentisch. Und auch mit dem MSI 875P Neo-FIS2R kann man absolut nichts falsch machen. Stabil und schnell präsentierte sich das Board von MSI, obwohl es neben Intels ICH5/R auf weitere Onboard-Komponeten wie etwa VIAs VT6306 Firewire-Controller, den PDC20378 SATA Raid Controller von Promise, ADIs AD1980 Sound Codec und nicht zuletzt Intels CSA Gigabit LAN setzt. Sehr gut gemacht, MSI, bleibt uns hier nur zu sagen!

Kritik von uns gibt es lediglich an der ungenauen Taktgebung, die mit knapp 43 MHz zu viel wohl eher gewollt einen kleinen Vorsprung zur Konkurrenz schaffen soll. Auch wenn ein blinkender Lüfter auf dem Memory Controller Hub seine 6500 Runden pro Minute dreht, können wir ansonsten nicht viel kritisieren und unseren Lesern das MSI 875P Neo-FIS2R nur empfehlen. MSI muss sich mit diesem hervorragenden Mainboard wahrlich nicht hinder den Konkurrenten verstecken.

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