39/42 Intel Core i5-750, Core i7-860 und Core i7-870 im Test : Lynnfield schlägt zu

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.. des Speichers

In Zeiten günstiger Speicherpreise kommt oft die Frage auf, ob es einen großen Einfluss hat, wenn ein neuer Prozessor mit vermeintlich langsamerem oder schnellerem Speicher betrieben wird. Obwohl DDR3-1333 die offizielle maximale Ausstattung für die Lynnfield-CPUs ist, haben wir uns neben DDR3-1066, der als Standard ebenfalls offiziell zur Verfügung steht, zur Klärung dieser Frage auch noch DDR3-1600 angesehen. Dieser wird offiziell nicht unterstützt, doch selbst die Platinen von Intel werben damit, gar mehr als DDR3-1600 zu unterstützen. Die Platinen von Asus und Gigabyte gehen sogar noch weiter, hier ist von DDR3-2133 und darüber die Rede. Da diese Module für den Großteil der Bevölkerung jedoch (aktuell) kaum zu bezahlen sind, wollen wir uns auf den Schlagabtausch der aktuell gebräuchlichsten drei Standards im DDR3-Segment widmen.

Arbeitsspeicher – Speicherbandbreite
  • Bandbreite:
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1600 mit 8-8-8-24
      19.943
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333 mit 7-7-7-20 (Standard)
      17.702
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1066 mit 7-7-7-20
      14.514
  • Latenz:
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333 mit 7-7-7-20 (Standard)
      71
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1600 mit 8-8-8-24
      71
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1066 mit 7-7-7-20
      79
    Angaben in Nanosekunden

Der aktuell günstigste DDR3-Standard, wenn es um das Verhältnis von Preis pro Gigabyte geht, ist DDR3-1066. Diesen gibt es in allen Größen und auch mit vielen unterschiedlichen Timings. Wir haben uns mit DDR3-1066 mit Timings von 7-7-7-20 und einer Spannung von 1,50 Volt für die bereits etwas besseren Modelle entschieden. In der nächsten Kategorie kommt der bereits seit fast einem Jahr aus unserem Testsystem bekannte Speicher zum Einsatz. Dabei geht es um guten DDR3-1333-Speicher, der die gleichen Timings bietet wie DDR3-1066; dies auch noch bei gleicher niedriger Spannung von 1,50 Volt. Der Aufpreis solcher Module liegt pro Gigabyte gegenüber DDR3-1066 bei einigen Euro. Deutlich größer wird die Preisspanne dann zu DDR3-1600. Die Timings liegen bei den Modulen bei 8-8-8-24, auch die Spannung ist mit 1,6 Volt leicht höher. Welches Modul leistet also was und wie lautet am Ende die Empfehlung?

Arbeitsspeicher – Rating
Angaben in Prozent
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1600 mit 8-8-8-24
      100,0%
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333 mit 7-7-7-20 (Standard)
      99,4%
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1066 mit 7-7-7-20
      98,3%
Arbeitsspeicher – Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • Idle:
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1066 mit 7-7-7-20
      90
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333 mit 7-7-7-20 (Standard)
      90
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1600 mit 8-8-8-24
      90
  • Volllast:
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1066 mit 7-7-7-20
      206
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333 mit 7-7-7-20 (Standard)
      211
    • Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1600 mit 8-8-8-24
      213
Alle Einzeltests im Überblick

Bei Intel hat der Wechsel des Speichers mit den neuen Prozessoren genau so viel Einfluss wie bei AMD – quasi keinen. Der integrierte Speichercontroller direkt im Prozessor ist fortan bei beiden Herstellern zu finden, ein Wechsel allein des Speichertaktes aber auch der Timings hat nur theoretische Auswirkungen, in der Praxis liegt alles im vernachlässigbaren Bereich. Zu Zeiten des Frontside-Bus' bei allen aktuellen Core 2 Quad, Duo oder auch Pentium auf Basis des LGA775 war dies mitunter doch deutlich anders. Die Speicherwahl für einen Core i5 oder einen der neuen Core i7 ist heute mehr als zweitrangig.

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