AMD Phenom II X6 1100T Black Edition im Test : AMDs schnellste CPU für 2010

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AMD Phenom II X6 1100T Black Edition im Test: AMDs schnellste CPU für 2010

Das Ende des Jahres 2010 naht und AMD legt noch einmal nach: Mit dem Phenom II X6 1100T Black Edition bringt der Hersteller den bisher schnellsten eigenen Prozessor in den Handel. Mit einem Basistakt von 3,3 GHz arbeiten die sechs Kerne so schnell wie auf noch keinem Modell aus dem Hause zuvor, der Turbo kann zudem dafür sorgen, dass maximal drei Kerne mit satten 3,7 GHz agieren. Damit will sich AMD zum Kampf gegen die in knapp einem Monat erwarteten „Sandy Bridge“-CPUs von Intel rüsten.

Intern hat sich neben den 100 MHz mehr Takt gegenüber dem Phenom II X6 1090T nichts geändert. Der „Thuban“ basiert auch weiter auf dem aktuell besten AMD-Stepping E0, das den Betrieb mit sechs Kernen bei derart hohen Taktraten im Rahmen der TDP von 125 Watt ermöglicht. Von den negativ belasteten 140 Watt TDP dürfte sich AMD wohl endgültig verabschiedet haben – was in Zeiten zunehmender Vernunft in Sachen Energieverbrauch im heimischen Rechner äußerst begrüßenswert ist. Mit dieser alten TDP hätte AMD allerdings ohne Probleme auch ein Modell mit 3,5 GHz an den Start bringen können.

AMD Phenom II X6 1100T Black Edition im Idle
AMD Phenom II X6 1100T Black Edition im Idle
AMD Phenom II X6 1100T Black Edition unter voller Last
AMD Phenom II X6 1100T Black Edition unter voller Last
AMD Phenom II X6 1100T Black Edition mit Last auf drei Kernen
AMD Phenom II X6 1100T Black Edition mit Last auf drei Kernen

Neben der allgemeinen Performance und den üblichen Sondertests werden wir heute auch noch einmal separate Betrachtungen zum Turbo-Modus von AMD vornehmen. Dieser klingt auf dem Papier mit einem Plus von 400 MHz für drei Kerne und damit satten 3,7 GHz vielversprechend. Für welchen Unterschied er aber wirklich sorgt, klären die folgenden Seiten.

Die Kennung

Auf den ersten Blick ist die Namensgebung der Phenom II X6 nicht leicht zu durchschauen, weshalb viele Seiten den Phenom II X6 1100T vorab mit 3,4 GHz anpriesen. Das Namensschema basiert grundsätzlich weiterhin auf dem der kleineren Modelle, Takt und Turbo geben den Ausschlag. Beispiel: Der 1055T arbeitet mit 2,8 GHz und kann drei Kerne um bis zu 500 MHz beschleunigen. Der 1075T setzt auf 3 GHz, bei gleichem Turbo-Plus und erhält ein Rating, das um 20 höher ausfällt (10 pro 100 MHz). Auch gut zu beobachten beim erwarteten 1045T mit 2,7 GHz und 1065T mit 2,9 GHz (200 MHz mehr ergeben 2 x 10 Punkte mehr im Rating).

Ab dem 1090T ändert sich dieses Schema allerdings leicht. Gegenüber dem 1075T steigt zwar der Takt um 200 MHz auf 3,2 GHz, was erneut einen Schritt von 20 in der Namensgebung bedeuten sollte, da jedoch der Turbo nicht mehr mit 500 sondern 400 MHz agiert, werden ihm fünf Zähler abgezogen. Da der 1100T ebenfalls auf den eingeschränkten Turbo aber vollen Taktzuwachs setzt, liegt seine Nummerierung folglich 25 Zähler über dem 1075T beziehungsweise nur 10 über dem bisherigen Flaggschiff 1090T.

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