HTC Titan im Test: Bildschirm mit 4,7 Zoll für Windows Phone 7

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Sasan Abdi (+1)
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Kommunikation

In Sachen Kommunikation bewegt sich das Titan auf gängigem Niveau. Dementsprechend verfügt das Gerät über WLAN n und in puncto Bluetooth kommt die gängige Version 2.1 samt A2DP zur drahtlosen Übertragung von Stereosignalen zum Einsatz. Komplettiert wird die Ausstattung von UMTS inklusive HSPA, sodass auch mobil theoretisch mit bis zu 14,4 Mb/s im Down- und 5,76 Mb/s beim Upload gearbeitet werden kann. Dank Mango kann das Gerät über Tethering auch als UMTS-Modem verwendet werden.

Laufzeiten

Die Display-Größe des Titans hat nicht nur Auswirkungen auf die Portabilität (negativ) und auf den Nutzungskomfort (positiv), sondern natürlich auch auf die Laufzeiten. Da es sich beim Display um einen der Hauptverbraucher handelt, ist naheliegend, dass ein 4,7-Zoll großes, obendrein auch noch sehr helles Display bei einer akzeptablen Auflösung trotz 1.600-mAh-Akkus in problematische Gefilde gerät – ein kausaler Zusammenhang, der erklärt, warum HTC für den Testkandidaten vergleichsweise moderate Gesprächszeiten von rund sieben Stunden im 3G verspricht.

Video-Dauertest
  • 720p Dauertest:
    • Sony Ericsson Xperia Neo (Android 2.3.3)
      8:20
    • Apple iPad 2 (iOS 4.3.5)
      7:30
    • HTC Evo 3D (Android 2.3.4)
      7:00
    • Sony Ericsson Xperia Ray (Android 2.3.3)
      6:55
    • RIM BlackBerry Playbook
      5:33
    • HTC Radar (Windows Phone 7.5)
      4:33
    • HP TouchPad (webOS 3.0.2)
      3:30
    • HTC Titan (Windows Phone 7.5)
      3:20
Einheit: Stunden, Minuten
Anmerkungen zu den Laufzeiten

Und tatsächlich macht sich die besagte Problematik bei unserem 720p-Test deutlich bemerkbar: Das Titan belegt im noch übersichtlichen Testfeld bei der Dauer-Wiedergabe mit rund drei Stunden und 20 Minuten den letzten Platz.

Dieses deutliche Ergebnisse kann allerdings nur bedingt als tatsächlicher Richtwert beim täglichen Umgang mit dem Gerät gelten. In dieser Hinsicht hat man es beim Titan eher mit noch akzeptablen Durchschnitt zu tun: Bei einer konventionellen Nutzung hielt das Gerät im Rahmen unseres knapp dreiwöchigen Tests immer locker einen Werktag durch, wobei wir das Titan in aller Regel nach circa 16-18 Stunden laden mussten – eine Performance, die nicht bahnbrechend, in diesen Tagen aber auch nicht sonderlich ungewöhnlich ist.

Unterm Strich lässt sich diese Diskrepanz logisch über das Display erklären. Bei einer dauerhaften 720p-Wiedergabe ist es nicht besonders verwunderlich, dass ein Gerät mit sehr hellem, sehr großem Display und normaler Auflösung einen gehörigen Energiehunger entfaltet, der bei normaler Nutzung, bei der das Display auf „Auto“ geschaltet und das Gerät häufiger im Lock-Modus ist, nicht auffällig wird.

Da das Titan aber explizit als Multimedia-Smartphone beworben wird und es sich natürlich anbietet, das große Display aktiv für das Abspielen von Bewegtbild zu nutzen, sei festgehalten: Der Testkandidat reicht gut und gerne für zwei Spielfilme zu je 90 Minuten, bevor er nach der nächsten Steckdose lechzt.