7/15 Soundsysteme im Test : 10 Modelle für unter 100 Euro im Vergleich

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Hercules XPS 2.1 40 Slim

Optik und Verarbeitung

Das Hercules XPS 2.1 40 Slim für ebenfalls rund 31 Euro unterscheidet sich vor allem bei den Satelliten vom fast gleich teuren Creative-System. Statt kleiner und kompakter Lautsprecher setzt Hercules auf große und schmale Säulen. Auch diese wurden leicht angewinkelt, um auf dem Schreibtisch stehend besser auf den Kopf des Hörers abstrahlen zu können. Rein optisch werden die Satelliten durch den Klavierlack auf der Gehäuserückseite und den Stoffbezug auf der Front dominiert. Das vermittelt einen Hauch von edler Verarbeitung, vielmehr als ein solides, aber leichtes Kunststoffgehäuse sollte man aber nicht erwarten.

Der Subwoofer seinerseits ähnelt dem Modell von Creative sehr stark. Auch an ihm lässt sich wieder am deutlichsten erkennen, dass man es mit einem sehr günstigen Lautsprechersystem zu tun hat. Statt an der Einpassung des Tiefton-Chassis erkennt man Schwächen nun eher an den anscheinend nur aufgeklebten Füßen, von denen einige bei unserem Testexemplar leicht verdreht aus der Unterseite ragten. Der eigentlichen Standsicherheit schadet das jedoch nicht, sodass man auch an dieser Stelle keinen Strick aus dieser Kleinigkeit drehen muss, solange der Rest stimmt.

Immerhin bietet Hercules beim XPS 2.1 40 Slim eine Kabelfernbedienung, die auch Anschlüsse für einen Kopfhörer sowie für eine zweite Audio-Quelle mitliefert. Ein Headset kann mangels Mikrofonanschluss allerdings nicht an das Hercules-Lautsprechersystem angeschlossen werden.

Hercules XPS 2.1 40 Slim

Klangeindrücke

Das Hercules XPS 2.1 40 Slim ist nur minimal teurer als das Creative A320, macht aber – so viel sei schon gesagt – vieles besser. Der Subwoofer des Hercules-Systems wirkt weniger überdreht, liefert aber merklich mehr des tieftonalen Gutes, für das er da ist. Dabei ist der Bass sogar erstaunlich sauber, wenn man es mit dem kleinen Subwoofer nicht übertreibt. An den Pegelgrenzen und auch schon etwas davor ist der Treiber aber merklich überfordert und flattert mehr als wirklich Bass anzuschieben. Das ist aber gar nicht so schlimm, weil die Pegelreserven angesichts des Preises sogar ziemlich hoch sind.

Die Satelliten ihrerseits sind ebenfalls angenehmer anzuhören als jene des Creative A320. Sie neigen nicht zu den unliebsamen Spitzen in der Höhenwiedergabe und schaffen sogar eine Prise Mittelton, sodass die Wiedergabe nicht völlig flach wirkt. Chris Jones' „No Sanctuary Here“ etwa – eigentlich ein Killer-Song für allzu kreischige Lautsprechersysteme – klingt sehr passabel auf dem Hercules-System. Jones' Stimme klingt markant, wenn auch nicht so präsent wie es möglich wäre. Zudem fehlt dem sonoren Männerchor im Hintergrund die Kontur und auch die Gitarrenriffs werden nicht deutlich herausgeschält. Insgesamt wirkt der Titel aber stimmig. Das mag sarkastisch klingen, ist aber durchaus mehr als wir erwartet haben und damit ehrlich positiv gemeint. Natürlich wird das Hercules XPS 2.1 40 Slim damit nicht zu einem musikalischen System. Es leistet aber in Summe angesichts der Größe, des Preises und der Ausstattung viel.

Stromverbrauch

Im Stromverbrauch spiegelt sich die doch schon respektable Leistung der verbauten Endstufen des Hercules-Systems wider. Von den aufgedruckten 32 Watt Gesamtleistung kann man einen Großteil auch tatsächlich auf dem Messgerät ablesen, wenn man die Boxen aufdreht. Im ausgeschalteten Zustand gibt es – mal wieder, aber erfreulich – keinen messbaren Strombedarf. Leider lässt sich auch das Hercules XPS 2.1 40 Slim nur über einen Griff zur Rückseite des Subwoofers ausschalten.

Modus Stromverbrauch
Ausgeschaltet (via Subwoofer) 0,0 Watt
Eingeschaltet (ohne Ton) 4,9 Watt
Wiedergabe 5,0 – 28,5 Watt

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