EK Predator 240 im Test: Modulare All-in-One mit Laing DDC und Radiator aus Kupfer

 5/5
Thomas Böhm
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Fazit

Das Erstlingswerk von EK Water Blocks im Bereich der Kompaktwasserkühlungen hinterlässt einen überzeugenden Eindruck. Die Montage und Inbetriebnahme ist dank vorinstallierter Radiatorlüfter und ebenso einfacher wie gelungener Steuerung von Lüftern und Pumpe kinderleicht. Die Kühlleistung stimmt und die Predator ist dank hochwertiger Verarbeitung ein Hingucker im System.

Verarbeitung und Komponenten suchen ihresgleichen

EK Predator 240: Supremacy MX Kühlkörper
EK Predator 240: Supremacy MX Kühlkörper
EK Predator 240: Pumpe und Ausgleichsbehälter am Radiator
EK Predator 240: Pumpe und Ausgleichsbehälter am Radiator

Ein sehr gut verarbeiteter CPU-Kühlblock, ein hochwertiger Kupferradiator und eine als Dauerläufer bekannte Pumpe aus Custom-Wasserkühlungen: Fertig ist die Predator. Die Laing DDC weiß im Verhältnis aus Lautstärke und Leistung zu überzeugen, denn sie übertrifft die Pumpen bisher getesteter modularer Kompaktwasserkühlungen bei weitem. Die weichen, aber dennoch sehr knickresistenten Schläuche überzeugen im Alltagseinsatz ebenfalls.

Kleinigkeiten verhindern eine uneingeschränkte Empfehlung

Die Predator zeigt eine gute Kühlleistung auf dem Testsystem – die aber bei niedrigen Drehzahlen stärker als bei anderen Kompaktwasserkühlungen einbricht. Die Serienbelüftung der Predator lässt ein breites Drehzahlspektrum zu und geht in niedrigen Drehzahlbereichen zwar unauffällig, aber mit leisem Lagerschleifen wahrnehmbar zu Werke. Die Lüfter sind damit noch als gut einzustufen – an die Referenzlüfter von Noctua kommen die EK Vardar aber nicht heran.

Für Besitzer eines Intel-Systems unerheblich, aber für Nutzer von AMD-Prozessoren ärgerlich ist der knauserige Lieferumfang der Predator. Wer die Kühlung auf einer CPU von AMD nutzen möchte, muss ein separates Upgrade-Kit für sieben Euro erwerben.

In der Summe gut und teuer

Mit der Predator machen Käufer nichts falsch: Man erhält eine gute Kompaktwasserkühlung, die hervorragend verarbeitet ist und auf bewährte Bauteile für den Kühlkreis setzt. Sie kann dank starker Pumpe zudem noch um weitere Kühlkörper und Radiatoren ergänzt werden, wenn das passende Zubehör erstanden wird. Dafür verlangt EKWB aber einen sehr hohen Preis. Gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis gibt es also attraktivere Kühlungen.

Nicht so hochwertig verarbeitet und auch nicht erweiterbar ist der Arctic Liquid Freezer, der nur etwas mehr als ein Dritttel der Predator kostet, dafür aber dank doppelter Lüfteranzahl eine höhere Kühlleistung bietet. Ebenfalls erweiterbar, aber mit schwacher und ungedrosselt etwas lauterer Pumpe ist die Alphacool Eisbaer für 115 Euro eine weitere Alternative zur Predator. Mit der EK Predator erhält der Käufer dennoch das rundeste Gesamtpaket, wenn auch zu einem hohen Preis.

EK Water Blocks EK-Predator (240)
Produktgruppe AiO-Kühlungen, 07.09.2016
  • Kühlleistung
    +
  • Lüfter
    +
  • Pumpe
    +
  • Montage
    ++
  • Ausstattung
    O
  • Kühlleistung bei hohen Drehzahlen
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Erweiterbarer Kreislauf
  • Leistungsstarke Pumpe
  • Pumpe und Lüfter werden gemeinsam via PWM geregelt
  • Montagekit für AMD-Prozessoren nur gegen Aufpreis erhältlich
  • Kein Zubehör zur Neubefüllung enthalten

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