8Pack OrionX: PC-System der Superlative für 30.000 Euro

Thomas Böhm 152 Kommentare
8Pack OrionX: PC-System der Superlative für 30.000 Euro
Bild: Caseking

Unter dem Alias „8Pack“ des Profi-Übertakters Ian Parry vertreibt Caseking fertige PC-Systeme, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Der neue 8Pack OrionX bietet zwei eigenständige Rechner in einem Gehäuse, beide übertaktet, wassergekühlt und mit insgesamt vier Titan-X-Grafikkarten ausgestattet. Kostenpunkt: 30.000 Euro.

Das Teuerste vom Teuren

Für einen PC, der mehr als so mancher Neuwagen kostet, kommt nur die teuerste Hardware in Frage. Aus diesem Grund wird im Gehäuse des OrionX nicht nur ein, sondern gleich zwei PCs verbaut. Das Hauptsystem basiert auf der 10-Kern-CPU Intel i7-6950X. Der Broadwell-E-Prozessor wird auf einem Asus Rampage V Edition 10 Mainboard verbaut und mit 64 GByte Arbeitsspeicher kombiniert. Gepaart wird die CPU mit einem Triple-SLI-Verbund aus drei Nvidia Titan X (Pascal) Grafikkarten. Um CPU-Limits vorzubeugen, wird der Prozessor im Primär-System mit einer garantierten Übertaktung von 4,4 GHz beworben.

Geradezu gewöhnlich wirkt im Gegenzug das zweite System im 8Pack OrionX. Auf einem aktuellen Z270-Mainboard im Mini-ITX-Format arbeitet ein Intel i7-7700K, der ab Werk auf 5,1 GHz übertaktet wird. Diesem stehen 16 GByte DDR4-RAM und eine weitere Titan X Pascal zur Seite. Damit auch die Massenspeicher keinen Flaschenhals bilden können, setzen beide PC-Systeme auf die Anbindung per PCIe und das NVMe-Protokoll. Im primären System wird eine Intel 750 Series PCIe-SSD mit 1,2 TByte Speicher eingesetzt, das sekundäre System erhält einen Raid-0-Verbund aus zwei Samsung 960 Pro. Weiterhin verfügen beide Rechner je über eine 10-TByte-Festplatte und das erste System erhält zwei Samsung 850 Evo als Raid-0.

Gekühlt wird mit Wasser

Der Superlative-PC wird selbstverständlich mit einer Custom-Wasserkühlung ausgestattet. Insgesamt drei Kreisläufe finden im 8Pack OrionX Verwendung. Der erste Kreis kühlt den Deka-Core-Prozessor sowie die 1,2-TByte-SSD des ersten Rechensystems mit einem 480-mm-Radiator. Für die drei zugehörigen Grafikkarten ist Kreislauf zwei zuständig, der mit einem 360er und einem 480er bestückt ist. Der dritte Custom-Loop widmet sich schließlich der CPU des zweiten PCs mit einem 360-mm-Wärmetauscher. Die Titan X des sekundären Systems verbleibt also auf dem Referenz-Luftkühler von Nvidia.

2 Kilowatt in einer Sonderanfertigung von Phanteks

Beide Rechensysteme werden über einen Splitter von einem 2.000-Watt-Netzteil von Super Flower mit Strom versorgt. Die beiden Systeme finden in einem Enthoo Elite von Phanteks Platz, das mit 8Pack-Applikationen, einem großen Sichtfenster, Kabelsleeves und RGB-Beleuchtung in Szene gesetzt wird.

Übertriebene Rechenleistung ab 1.377 Euro im Monat

Der 8Pack OrionX kostet 29.999,90 Euro und kann ab einer Monatsrate von knapp 1.400 Euro finanziert werden – womit weniger anspruchsvolle Kunden zwei Jahre lang jeden Monat einen sehr guten Gaming-PC kaufen könnten. Die Rechenleistung des Dual-Systems ist zwar über jeden Zweifel erhaben, aber längst jenseits der Grenze, die einen praktischen Vorteil bietet: Selbst Nvidia rät von mehr als zwei Grafikkarten im SLI-Verbund ab und mit zwei PCs gleichzeitig wird in der Regel auch nicht gespielt.

Caseking gibt an, dass der OrionX eigentlich nur als Ausstellungsstück für die Computex 2016 geplant war. Ein besonders leiser Betrieb kann übrigens trotz Wasserkühlung nicht erwartet werden: Drei Pumpen, eine luftgekühlte Titan X und zwei Festplatten sprechen gegen ein Silent-System.